Berliner Boersenzeitung - Interview mit Ricardo Quintas, Gründer und CEO von Adamastor

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Interview mit Ricardo Quintas, Gründer und CEO von Adamastor
Interview mit Ricardo Quintas, Gründer und CEO von Adamastor

Interview mit Ricardo Quintas, Gründer und CEO von Adamastor

„Wir bringen Adamastor an die Spitze der Automobiltechnologie." 

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PORTO, Portugal, 3. Dezember 2023 /PRNewswire/ -- Ricardo Quintas ist einer der Gründer von Adamastor und derzeit CEO der portugiesischen Supersportwagenmarke mit Sitz in Porto. Die Marke wurde aus dem Nichts aufgebaut und setzt auf ein Team, das Erfahrung mit jungen Talenten und intern entwickelte Technologien und Werkzeuge mit modernsten digitalen Lösungen kombiniert, um ein leistungsstarkes Superauto zu konstruieren, zu entwickeln und zu verkaufen, das bereits 2025 auf den Markt kommen soll.

Adamastor is preparing to launch the first super sports car manufactured in Portugal.

Natürlich drängen sich zahlreiche Fragen auf, und zweifellos hat der Mann, der Adamastor gegründet hat, noch viel mehr über diesen Traum zu erzählen, der nun Realität wird. Doch als Ergebnis von gut einem Dutzend Fragen gewährt Ricardo Quintas faszinierende Einblicke, die Rückschlüsse auf die Zukunft eines Supersportwagenherstellers erlauben, der nicht nur – aber vor allem – für viel Leidenschaft steht.

Wie entstand die Idee zu Adamastor, und wie hat sich die Marke bis heute entwickelt?

Adamastor wurde 2015 gegründet, zunächst mit dem Ziel, Partnerschaften zwischen der akademischen Welt und der Wirtschaft zu fördern, um neue Technologien mit portugiesischer Handschrift zu entwickeln. Im Rahmen dieses Projekts sollte die von den Universitäten betriebene Forschung von Unternehmen subventioniert werden. Aus dieser Idee ist Adamastor hervorgegangen und hat zwei eigentlich untrennbare, mitunter jedoch etwas voneinander distanzierte Gebiete zusammengeführt. Die Entwicklung eines Autos war der Weg, der zu diesem Zweck ausgewählt wurde.

Wie ist das Adamastor-Team entstanden? Wie viele Mitglieder hat es zurzeit?

Das Team wurde ursprünglich von den Partnern zusammengestellt – von mir und Nuno Faria. Dann stießen Frederico Ribeiro und Ricardo Ribeiro dazu. Später holten wir weitere Ingenieure und Mechaniker von Universitäten oder solche, die wir bereits kannten, um das Team zu verstärken. Die Einstellung neuer Mitarbeiter erfolgte stets parallel zu der Notwendigkeit, die Entwicklung voranzutreiben und neue technische Fähigkeiten zu ergänzen. Die Hälfte des Teams besteht aus früheren Universitätsstudenten und die andere Hälfte aus spezialisierten Technikern mit langjähriger Erfahrung auf dem Markt. Wir haben auch Partnerschaften mit INEGI und FEUP geschlossen, um unsere technischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Derzeit gehören dem Adamastor-Team vierzehn Mitglieder an.

Was sprach dafür, eine Supersportwagenmarke zu gründen, statt einer volumenstarken Marke für eine breitere Zielgruppe?

Eine Marke für den Massenmarkt würde erheblich höhere Investitionen in verschiedenen Bereichen verlangen. Wir müssten mit Herstellern wie Renault, Citroën oder FIAT konkurrieren, und das würde den Bau riesiger Produktionsstätten erfordern. Ein weiteres Problem wäre die Preisgestaltung. Ich müsste etwas Billiges anbieten, um Marktanteile zu erobern. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, in eine Marktnische zu investieren – in ein seltenes, einzigartiges und technologisch anspruchsvolles Produkt, bei dem nicht der Preis, sondern Exklusivität und Performance im Vordergrund stehen. Mit dieser Investition setzen wir Adamastor an die Spitze der Automobiltechnologie und fertigen Autos in Handarbeit abseits des Massenmarkts. Vor kurzem war ich bei Ferrari und erfuhr dort, dass sie eine Produktionskapazität von 61 Autos pro Tag haben. Unser Ziel ist es aber, 25 Autos pro Jahr auszuliefern und jedes von einem einzigen Team herstellen zu lassen – von Anfang bis Ende. Der Kunde wird die Leute kennen, die sein Auto gebaut haben, und kann sich bei Problemen an sie wenden. Und wir wollen dem Kunden die neueste Technologie bieten. Im Hinblick auf die Aerodynamik, wie etwa den Venturi-Effekt und den Bodeneffekt, hatte Adamastor bereits 2019 eine Technologie entwickelt, die derzeit in ähnlicher Form in der Formel 1 zum Einsatz kommt. Dazu müssen wir uns kontinuierlich an Veränderungen und Entwicklungen anpassen, zum Beispiel bei den Anforderungen der Zulassungsvorschriften. Zugleich wollen wir auch ein Technologiezulieferer für den Markt sein. Unser Ziel ist es, die von uns selbst oder über Partnerschaften entwickelte Technologie zu lizenzieren und zu verkaufen.

Ist dies in einer Branche, die zunehmend auf Elektrifizierung setzt, nicht ein Hindernis für den Erfolg von Adamastor? Ist für die Zukunft ein elektrischer Supersportwagen der Marke vorgesehen?

Die Elektrifizierung des Autos ist eine Lösung der Gegenwart. Ob sie auch eine Lösung für die Zukunft sein wird, ist offen. Manche Unternehmen sind der Auffassung, dass die wachsende Abhängigkeit von Batterien ein größeres Problem schafft als das Problem, das mit dieser Technologie überwunden werden soll. Doch als relativ kleine Organisation hat Adamastor einen enormen Vorteil: seine überragende Reaktionsfähigkeit. Falls nötig, können wir schnell von einem Antrieb auf einen anderen umsteigen, da wir den Antriebsstrang nicht selbst entwickeln. Adamastor entwickelt Fahrgestelle und Karosserien. Der Antriebsstrang wird von einem externen Anbieter bereitgestellt. Wir profitieren daher von unserer Fähigkeit, uns flexibel an die Anforderungen des Marktes anzupassen. Mit Blick auf die Möglichkeit eines künftigen elektrischen Supersportwagens ist es wichtig, den Unterschied zu einem gewöhnlichen Auto zu erkennen, das dich von A nach B bringen soll. Bei einem Supersportwagen geht es vor allem um das Erlebnis, die Freude am Fahren. Natürlich gibt es bereits beeindruckende Elektroautos, aber eines fehlt ihnen: Das Fauchen des Motors. Ohne das ist es nur ein sehr schnelles Auto mit einem aggressiven Look.

Eine persönliche Frage: Was hat Ihre Leidenschaft für Autos entfacht? Was steht in Ihrer Garage?

Meine Leidenschaft für Autos begann 1973, als mein Vater mir ein Tretauto schenkte. Ich kann mich gut erinnern, wie ich zu meinen Freunden aus der Nachbarschaft sagte: „Eines Tages werde ich einen Motor in dieses kleine Auto einbauen." Ich habe 50 Jahre dafür gebraucht, aber heute tue ich genau das, was ich damals angekündigt habe. Nachdem ich meinen Führerschein gemacht hatte, fuhr ich immer kleine, billige Autos. Das Auto, an das ich mich am liebsten erinnere, war ein gebrauchter Volkswagen Golf. Es war das beste Auto, das ich je hatte, und hat bis heute einen Platz in meinem Herzen. Auch später habe ich nie viel in Autos investiert – nicht zuletzt, weil ich es mir nicht leisten konnte und andere Prioritäten hatte. Darum habe ich gespart, um mir eines Tages das Auto meiner Träume leisten zu können, das ich heute in meiner Sammlung habe und gelegentlich benutze. Derzeit besitze ich einen komplett restaurierten Mercedes-Benz 190 SL, Baujahr 1955, sowie einen 2015er Porsche 911 GTS. Aber mein größter Traum ist es, ein Auto zu haben, das von mir selbst und meinem Team gebaut wurde, ein portugiesisches Auto.

Was sind die kurz- und mittelfristigen Ziele von Adamastor im Hinblick auf Produktion und Vermarktung? Wie viele Autos werden Sie voraussichtlich in den kommenden Jahren herstellen und an Kunden ausliefern?

Der Geschäftsplan von Adamastor sieht vor, bis 2025 zwei Straßenfahrzeuge und zwei weitere Rennwagen auszuliefern. Die geplante Fertigungskapazität von Adamastor liegt jedoch bei den erwähnten 25 Fahrzeugen pro Jahr, die wir bis 2026 erreichen wollen – zusätzlich zur Bereitstellung von Ersatz- und Austauschteilen. Adamastor wird ausschließlich limitierte Serien mit höchstens 60 Einheiten pro Modell produzieren.

In welche internationale Märkte wird Adamastor seine Präsenz expandieren?

Aufgrund der Zulassungsvorschriften wird sich Adamastor zunächst auf den europäischen Markt und die Vereinigten Arabischen Emirate konzentrieren. Das längerfristige Ziel ist natürlich die Expansion in den US-amerikanischen Markt, nach Südamerika, Ozeanien und Asien.

Was ist das Geschäftsmodell von Adamastor? Sind Showrooms vorgesehen, und wie sieht es mit Service und Wartung aus?

Wir werden nicht in Showrooms investieren. Stattdessen werden wir in Dienstleistungen investieren, sodass jeder, der einen Adamastor kauft, Zugang zu einem transversalen und integrierten Serviceangebot hat. Die Autos von Adamastor werden ausschließlich ab Werk verkauft, wo die Kunden ihren Supersportwagen nach ihren persönlichen Vorlieben konfigurieren können. Und wenn eine Wartung oder Reparatur notwendig ist, kommt das Adamastor-Team zum Kunden und nicht wie üblich umgekehrt. Vor Ort beurteilt das Team dann die mögliche Fehlfunktion oder den Schaden. Falls erforderlich wird der Transport zum Adamastor-Werk angeboten, damit das Fahrzeug in seinen Originalzustand zurückversetzt werden kann. Kleinere Reparaturen oder Wartungen werden beim Kunden zu Hause durchgeführt – wenn die Bedingungen dafür gegeben sind.

Welchen Typ von Kunden möchte Adamastor ansprechen?

Wir haben drei Arten von Kunden identifiziert. Zunächst ist da der Sammler einzigartiger Autos. Dieser Kundentyp betrachtet das Auto als eine Maschine, die wie ein Kunstwerk irgendwann an Wert gewinnt. Nicht nur aufgrund des finanziellen Werts, da es sich um eine stark limitierte Auflage handelt, sondern auch, um seine private Sammlung zu ergänzen. Ein weiterer Kundentyp liebt vor allem die überragende Performance eines einzigartigen Supersportwagens und erfreut sich an einer Maschine, die im Prinzip ein Formel 1-Rennwagen mit Karosserie und Kennzeichen ist. Und dann gibt es den Fahrer, der seinen Supersportwagen gelegentlich auf der Rennstrecke ausfahren möchte, zum Beispiel an Track Days.

In welchen Marken sehen Sie die Hauptkonkurrenten von Adamastor?

Unsere Marktforschung hat unsere Konkurrenten klar identifiziert. Zu allererst Aston Martin und sein Valkyrie, aber auch Marken wie Pagani, Koenigsegg, Rimac und nicht zu vergessen andere Hersteller wie Mercedes-Benz, Audi, Porsche und Ferrari in der Kategorie der Supersportwagen. Wir werden etwas sehr Ähnliches im Hinblick auf die Leistung anbieten, aber mit einem „Keep it simple"-Ansatz – einem wirklich konkurrenzfähigen Gesamtpaket.

Was können wir von Adamastor im Bereich des Motorsports erwarten? Und wie wichtig ist dieser Aspekt bei der Entwicklung und Umsetzung der Marke?

Adamastor wird zwei Modelle konstruieren – eines für die Straße und eines für die Rennstrecke. Das ist ein extrem wichtiger Aspekt für uns. Nur so können wir den Markt davon überzeugen, dass wir mehr als nur irgendeine neue Marke sind. Vor allem als portugiesische Marke, aus einem Land ohne starke Präsenz in der Automobilbranche. Deshalb ist es das Beste, unser Produkt zu den „Haien" auf die Rennstrecke zu bringen, um die Leistung, Zuverlässigkeit und Widerstandsfähigkeit des Adamastor-Produkts unter Beweis zu stellen. Das Motorsportprogramm bietet also zwei wichtige Vorteile: Einerseits wird es zeigen, dass Adamastor aufgrund der Qualität und Performance seiner Autos in die engere Wahl gehört, und andererseits wird es auch die Entwicklung vorantreiben. Der Ernstfall auf dem Schlachtfeld wird uns dazu zwingen, uns weiter zu verbessern und effektivere und effizientere Lösungen zu finden. Die besten Rennstrecken der Welt werden somit die Rolle der Showrooms von Adamastor übernehmen.

 
 

 

Ricardo Quintas – CEO of Adamastor

 

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(L.Kaufmann--BBZ)