Berliner Boersenzeitung - Bremen und weitere Länder machen im Bundesrat Druck für Übergewinnsteuer

EUR -
AED 3.984481
AFN 76.647787
ALL 100.147252
AMD 420.804469
ANG 1.954129
AOA 946.634516
ARS 1004.781094
AUD 1.640031
AWG 1.95535
AZN 1.847045
BAM 1.952432
BBD 2.189224
BDT 127.400242
BGN 1.954449
BHD 0.408884
BIF 3123.212634
BMD 1.084799
BND 1.458784
BOB 7.492077
BRL 6.046453
BSD 1.08433
BTN 90.766732
BWP 14.731589
BYN 3.548379
BYR 21262.056149
BZD 2.18563
CAD 1.493849
CDF 3071.065425
CHF 0.967533
CLF 0.037148
CLP 1025.123957
CNY 7.891474
CNH 7.908129
COP 4340.247387
CRC 574.409176
CUC 1.084799
CUP 28.747168
CVE 110.075127
CZK 25.411628
DJF 193.086936
DKK 7.46091
DOP 64.219225
DZD 146.325236
EGP 52.461412
ERN 16.271982
ETB 62.673392
FJD 2.440526
FKP 0.835903
GBP 0.840334
GEL 2.94526
GGP 0.835903
GHS 16.730141
GIP 0.835903
GMD 73.522263
GNF 9343.882328
GTQ 8.410492
GYD 226.848699
HKD 8.470028
HNL 26.850684
HRK 7.493736
HTG 143.123121
HUF 390.550892
IDR 17600.860256
ILS 3.931267
IMP 0.835903
INR 90.790987
IQD 1420.449804
IRR 45661.931677
ISK 149.701656
JEP 0.835903
JMD 169.377833
JOD 0.768687
JPY 169.249189
KES 143.733076
KGS 91.520895
KHR 4454.316554
KMF 491.142751
KPW 976.319284
KRW 1503.579939
KWD 0.33171
KYD 0.903541
KZT 513.793735
LAK 24021.564152
LBP 97097.212767
LKR 329.411783
LRD 211.435286
LSL 19.90237
LTL 3.203129
LVL 0.656184
LYD 5.24096
MAD 10.684071
MDL 19.234821
MGA 4918.515837
MKD 61.503909
MMK 3523.384132
MNT 3742.556177
MOP 8.719759
MRU 42.889019
MUR 50.519024
MVR 16.651883
MWK 1880.156835
MXN 19.61512
MYR 5.068197
MZN 69.318632
NAD 19.90237
NGN 1743.272025
NIO 39.911156
NOK 11.986322
NPR 145.226492
NZD 1.822043
OMR 0.417604
PAB 1.08423
PEN 4.074272
PGK 4.248671
PHP 63.455846
PKR 301.863502
PLN 4.279987
PYG 8204.8471
QAR 3.951684
RON 4.972607
RSD 117.071663
RUB 94.561266
RWF 1420.250148
SAR 4.06922
SBD 9.174799
SCR 14.74867
SDG 635.69193
SEK 11.687302
SGD 1.460188
SHP 0.835903
SLE 24.784726
SLL 22747.692057
SOS 619.631171
SRD 31.807347
STD 22453.14461
SVC 9.487634
SYP 2725.589887
SZL 19.898676
THB 39.237187
TJS 11.547581
TMT 3.807644
TND 3.370286
TOP 2.573848
TRY 35.609421
TTD 7.360304
TWD 35.577055
TZS 2912.684789
UAH 44.741723
UGX 4008.086277
USD 1.084799
UYU 43.884302
UZS 13654.446847
VEF 3929740.581046
VES 39.583962
VND 27515.921133
VUV 128.789522
WST 3.041351
XAF 654.827459
XAG 0.037398
XAU 0.000451
XCD 2.931723
XDR 0.817789
XOF 654.827459
XPF 119.331742
YER 271.578928
ZAR 19.9627
ZMK 9764.493785
ZMW 28.109513
ZWL 349.304766
  • Goldpreis

    12.7000

    2407.4

    +0.53%

  • SDAX

    -219.8800

    14290.7

    -1.54%

  • Euro STOXX 50

    19.3600

    4916.8

    +0.39%

  • TecDAX

    22.6800

    3343.8

    +0.68%

  • MDAX

    -119.8100

    25298.47

    -0.47%

  • DAX

    150.6300

    18557.7

    +0.81%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.0857

    -0.33%

Bremen und weitere Länder machen im Bundesrat Druck für Übergewinnsteuer
Bremen und weitere Länder machen im Bundesrat Druck für Übergewinnsteuer / Foto: Ozan KOSE - AFP/Archiv

Bremen und weitere Länder machen im Bundesrat Druck für Übergewinnsteuer

In der Debatte um eine Steuer auf übermäßige Unternehmensgewinne in Krisenzeiten machen mehrere Bundesländer Druck. Bremen brachte mit Unterstützung Berlins und Thüringens am Freitag im Bundesrat einen Entschließungsantrag ein. Damit soll die Bundesregierung aufgefordert werden, einen Vorschlag für die befristete Erhebung einer solchen Steuer vorzulegen.

Textgröße:

Ziel ist, krisenbedingte Übergewinne im Jahr 2022 vor allem im Energiesektor mit einer Abgabe zu belegen. Diese soll dann zur Finanzierung staatlicher Entlastungsmaßnahmen dienen, die angesichts der derzeit auf breiter Front steigenden Preise an Dringlichkeit gewinnen.

Beispielsweise Ölkonzerne "verdienen sich deshalb eine goldene Nase, weil sie die aktuelle Lage schamlos ausnutzen", sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in der Länderkammer. Er halte eine Übergewinnsteuer für "zwingend erforderlich", um den sozialen und gesellschaftlichen Frieden zu sichern, aber auch um "die Neuverschuldung in vertretbaren Grenzen zu halten".

Man dürfe es sich als Staat "nicht bieten lassen, dass mit Notsituationen in einer Krise Profit gemacht wird", sagte auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) dem Sender "Welt". "Wenn jemand über die Gebühr Gewinne macht aus einer schwierigen Situation, dann ist das nicht in Ordnung", mahnte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) im Sender Phoenix. Auch sie verwies auf wachsenden Unmut deswegen in der Bevölkerung.

Derzeit wird eine Übergewinnsteuer vor allem vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges diskutiert, dessen wirtschaftliche Folgen zwar viele Unternehmen vor Probleme stellen, in einzelnen Branchen jedoch auch deutlich höhere Profite ermöglichen. In dem eingebrachten Antrag heißt es, dass es teils Gewinnsteigerungen gebe, die "nicht Resultat verstärkten wirtschaftlichen Handelns oder von Investitionen" seien, sondern "allein aus den marktlichen Verwerfungen in Folge der Krisen" resultierten. Die Vorlage wird nun zunächst in den Bundesrats-Ausschüssen weiter beraten.

Zurückhaltend äußerte sich im Bundesrat Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Er äußerte "verfassungsrechtliche Bedenken". Bedenken äußerte auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Ein solches Instrument erhöhe zunächst einmal nur die Einnahmen des Bundes, senke aber nicht notwendigerweise die Verbraucherpreise, sagte er dem Sender "Welt" und warnte vor "falschen Debatten".

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) lehnt eine Übergewinnsteuer ebenfalls ab. Eine solche Steuer würde "massiv dem Wirtschaftsstandort schaden", sagte auch FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai den Sendern RTL und ntv. Zudem warnte er vor "Willkür" bei deren Erhebung.

Positiv zur Übergewinnsteuer hatten sich in den vergangenen Tagen dagegen auch führende Grünen-Politikerinnen und -Politiker geäußert, insbesondere Wirtschaftsminister Robert Habeck. Eine solche Sondersteuer sei "aus ökonomischer Sicht völlig richtig", sagte auch der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Gegen eine Übergewinnsteuer wandte sich der Mineralölverband Fuels und Energie. "Dazu müsste erst einmal ein sogenannter Übergewinn vorliegen", sagte dessen Sprecher Alexander von Gersdorff. Die Milliardengewinne fielen eher im internationalen Ölfördergeschäft an, nicht im inländischen Tank- und Raffineriegeschäft, sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

(S.G.Stein--BBZ)