TecDAX
-47.7000
In einer veröffentlichten Leseprobe schildert Engin Çatık seine Kindheit in Berlin-Marienfelde und die Folgen familiärer Armut. Der Lehrer widerspricht der Vorstellung, sein eigener Aufstieg belege gleiche Chancen für alle.
In Baden-Württemberg beginnt das neue Schuljahr mit einem Betreuungsanspruch für Erstklässler und zusätzlichen Juniorklassen. Zugleich bleiben unbesetzte Lehrerstellen und sinkende Schülerleistungen zentrale Aufgaben.
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat rasche gesetzliche Maßnahmen zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt angekündigt. Sie werde "ein Sofortprogramm auf den Weg bringen mit Maßnahmen, die jetzt schnell umsetzbar sind", sagte Prien am Freitag bei der Entgegennahme des Abschlussberichts einer Expertenkommission zu diesem Thema. Die 56 Empfehlungen der Kommission seien "eine wirkliche Grundlage, um etwas zu verändern in unserem Land".
Das Bundesforschungsministerium erwartet trotz der Bafög-Novelle im kommenden Jahr einen Rückgang der geförderten Studenten. Demnach rechnet das Haus 2027 mit 278.000 Bafög-Beziehern, wie aus Antworten des Ministeriums auf Fragen der Grünen-Bundestagsabgeordneten Paula Piechotta hervorgeht, die der "Rheinischen Post" vorlagen (Freitagausgabe).
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat die geplanten Kürzungen bei Familienleistungen gegen Kritik verteidigt. Die Bundesregierung wolle in dem Bereich "finanzpolitische Verantwortung mit kluger Zukunftsgestaltung" verbinden, sagte Prien am Donnerstag in der Bundestagsdebatte über ihren Etat. Insofern sehe sie sich auch an die Sparvorgaben gebunden, die das Kabinett beschlossen habe. "Aber ich sage ebenso offen, auch mich schmerzen geplante Kürzungen bei den Familienleistungen."
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sieht nach den schlechten deutschen Ergebnissen bei der Pisa-Bildungsstudie Handlungsbedarf im Umgang mit Sozialen Medien. Im Inforadio des RBB sprach sich Prien am Mittwoch für eine Altersbeschränkung für Social Media aus. Sie sei überzeugt, dass die Pisa-Ergebnisse auch damit zu tun hätten: "Dass die Kinder sich nicht mehr konzentrieren können, dass sie keine Ausdauer mehr haben, dass sie auch nicht mehr in der Lage sind, sinnentnehmend zu lesen, hat etwas mit Social Media und Bildschirmzeit zu tun."
Nach neuen Negativrekorden bei den Leistungen deutscher Schüler in der jüngsten Pisa-Studie sind Rufe nach mehr Chancengerechtigkeit laut geworden. Es sei "nicht hinnehmbar", dass "die soziale Schere weiter aufgeht und sich nicht schließt", räumte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag in Berlin ein. Arbeitgeber forderten eine "gezielte Unterstützung für Schulen mit besonders großen Herausforderungen". Die Grünen drangen ähnlich wie die Linke auf eine "echte Bildungsoffensive".
Nach der Veröffentlichung der jüngsten Pisa-Ergebnisse hat das Deutsche Kinderhilfswerk einen stärkeren Fokus auf das Thema Bildungsgerechtigkeit verlangt. "In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab", betonte der Bundesgeschäftsführer des Hilfswerks, Holger Hofmann, am Dienstag. "Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird."
Deutschlands Schülerinnen und Schüler rutschen im internationalen Vergleich immer weiter ab: Die Ergebnisse von 15-Jährigen in Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften waren "die niedrigsten, die je gemessen wurden", wie es in der am Dienstag von der OECD in Paris veröffentlichten Pisa-Studie heißt. Mit diesem Ergebnis rangiert Deutschland in allen drei Bereichen nahe am Durchschnitt aller rund 90 getesteten Länder. An der Spitze des internationalen Bildungsvergleichs liegen erneut Singapur und vier chinesische Regionen.
Zur Bekanntgabe der neuen Pisa-Bildungsstudie fordert die SPD einen höheren Beitrag Vermögender zur Bildungsfinanzierung. "Was für Schule, Ausbildung und Studium gilt, muss auch für den ersten Bildungsort gelten: Der Zugang darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen", heißt es in einem Präsidiumsbeschluss, welcher der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Dienstagsausgabe) vorliegt. Am Dienstagvormittag wurde die neue Pisa-Studie zum Bildungsstand von Jugendlichen in mehr als 90 Ländern veröffentlicht, derzufolge Deutschland schlechter abschneidet als je zuvor.
Drei Unternehmensgruppen aus Italien, Spanien und den Vereinigten Staaten schließen sich zu einer neuen Unternehmensnetzwerkstruktur zusammen, gestützt auf eine seit 20 Jahren gemeinsame Methode, die unter einer Dachmarke zusammenläuft – Learnis, Your transformative education.
Nach Vorwürfen wegen mutmaßlich schlechter Aufsicht, fehlender Fächer und falscher Zeugnisse bleibt die Waldorfschule im baden-württembergischen Dachsberg zunächst geschlossen. Diese Entscheidung des Regierungspräsidiums Freiburg wurde nach Angaben vom Donnerstag im Eilverfahren vom dortigen Verwaltungsgericht bestätigt. Die Behörde hatte die Genehmigung für den Betrieb der Privatschule zu Ende Juli widerrufen, sie bekommt seit August auch keine staatlichen Zuschüsse mehr.
Die Berliner Bildungsverwaltung will mit einem 13-Punkte-Plan verbindlichere Regeln für Gewalt, Konflikte und wiederholtes Fernbleiben vom Unterricht schaffen. Schulen sollen bei vergleichbaren Vorfällen künftig nach einheitlichen Verfahren handeln.
Am Schulzentrum in Ludwigshafen-Mundenheim häufen sich Feuerwehreinsätze und Polizeiverfahren. 2026 wurden bislang 16 Einsätze registriert, davon 13 wegen Fehlalarmen der Brandmeldeanlage.
Sport, Kunst und Englisch sind laut einer Befragung unter Schülerinnen und Schülern die beliebtesten Schulfächer in Deutschland. Chemie und Physik schneiden bei ihnen dagegen am schlechtesten ab, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Osnabrück zeigt. Auch als Fächergruppe schneiden naturwissenschaftliche Fächer demnach insgesamt schlechter ab als Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Sport sowie Künste.
Das Bundeskabinett soll am Mittwoch (10.00 Uhr) die von der Regierung geplante Einkommensteuerreform auf den Weg bringen. Vorgesehen sind laut Angaben aus dem Finanzressort Entlastungen vorwiegend für Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen sowie für Familien im Umfang von rund zehn Milliarden Euro. Zur Gegenfinanzierung soll laut dem Gesetzentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor allem eine Erhöhung der Reichensteuer beitragen.
Die Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz zeigt bei einem Tag der offenen Tür Einsatzübungen, Fahrzeuge und Schulungsräume.
Stuttgart will gefährliche Situationen durch sogenannte Elterntaxis verringern. Vor drei Schulen sind eine dauerhafte Schulzone beziehungsweise zeitweise Straßensperrungen geplant.
Am Freitag, dem 7. August, lud der Kanton Thurgau zur vierten Sommermedienfahrt in die Schule Erlen ein. Wie bereits in den Vorjahren informierten die Hauptverantwortlichen für den Schulbetrieb über das anstehende Schuljahr und standen Medienschaffenden Rede und Antwort. Obwohl rund 33'700 Kinder und Jugendliche am Montag in den Unterricht starteten, dominieren gesellschaftliche Herausforderungen die Debatte. Neben dem allgemeinen Werteverlust sorgt vor allem das starke Wachstum der Sonderschulquote für erheblichen Druck auf das Bildungssystem. Die Verantwortlichen betonen, dass die Schule nicht alle defizitären Entwicklungen der Gesellschaft auffangen könne und Eltern eine zentrale Verantwortung bei der Erziehung tragen.
Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, hat die Suspendierung des US-Forschers Nathan Cofnas kritisiert, der die Plagiatsvorwürfe gegen den tot aufgefundenen Cambridge-Professor Jason Arday erhoben hatte. Washington werde jede mögliche Beziehung zu der Universität im belgischen Gent überprüfen, schrieb White am Freitag im Onlinedienst X. "Unehrliche, korrupte Institutionen, die sich an Sündenbockverhalten beteiligen oder dieses belohnen, sind für uns keine wünschenswerten Partner", schrieb White.
Frauen schließen die Schule häufiger mit einem höheren Abschluss ab als Männer. 2024 machten rund 258.300 Menschen an allgemeinbildenden Schulen ihr Abitur, wovon 55 Prozent Frauen waren, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Je geringer der formale Schulabschluss ist, desto stärker kehrt sich das Geschlechterverhältnis um.
Warum der erfolgreiche Einsatz von KI nicht bei guten Prompts beginnt, sondern bei pädagogischem Urteilsvermögen und Haltung
Nach dem Tod des britischen Professors Jason Arday hat Cambridge-Rektor Chris Smith einen "rassistischen Wahn" im Zusammenhang mit Plagiatsvorwürfen verurteilt. Zwar müsse jeder Vorwurf eines Plagiats "gründlich untersucht" werden, sagte der Rektor der Universität am Montag im Interview mit dem Sender BBC. Zugleich weigere er sich, "an einem rassistischen Wahn um einen bestimmten Akademiker teilzunehmen", fügte er hinzu, ohne Arday namentlich zu nennen.
Rund eine Woche nach seinem Rücktritt inmitten von Plagiatsvorwürfen ist der britische Cambridge-Professor Jason Arday tot aufgefunden worden. Angehörige und Kollegen des 41-Jährigen sprachen am Samstag von einer "Mobbing-Kampagne" gegen Arday, der vor drei Jahren der jüngste schwarze Professor der britischen Elite-Universität geworden war. Premierminister Andy Burnham beklagte Ardays Tod als "Tragödie in vielerlei Hinsicht".
Nach massiven Protesten gegen Mängel im indischen Bildungssystem hat Regierungschef Narendra Modi kostenlose Online-Nachhilfestunden und ein Ausbildungsprogramm für Künstliche Intelligenz (KI) für junge Menschen angekündigt. Seine Regierung werde kostenlose Vorbereitungskurse auf mehrere "umkämpfte Prüfungen" anbieten, sagte Modi in seiner Ansprache zum indischen Unabhängigkeitstag. "Wir haben die digitale öffentliche Infrastruktur, und wie haben sehr fähige Lehrer", fügte er hinzu.
Die Linke hat die geplante Bafög-Reform scharf kritisiert. Der Gesetzentwurf dazu offenbare inhaltlich "eine erschreckende Ignoranz gegenüber der Lebensrealität an unseren Hochschulen", sagte die Linken-Bildungspolitikerin Nicole Gohlke der Nachrichtenagentur AFP. "Wer die ohnehin unzureichende Wohnkostenpauschale erst auf 2027 und den vollen Grundbedarf sogar erst auf das Jahr 2029 verschiebt, betreibt Sparen auf Raten auf dem Rücken der Studierenden."
Studienkreis verschenkt Ratgeber für Eltern von Grundschulkindern
Nach Protesten der sogenannten Kakerlaken-Bewegung (CJP) gegen Missstände im indischen Bildungssystem hat das Unterhaus des Parlaments härteren Strafen für das Durchstechen von Prüfungsaufgaben zugestimmt. Die Abgeordneten beschlossen die Gesetzesänderung am Mittwoch in Neu Delhi, sie geht nun ins Oberhaus. Die Proteste hatten zuvor bereits den Bildungsminister zum Rücktritt gebracht.
Eine Grundschullehrerin aus Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen darf vorerst nicht an eine Schule in Niedersachsen wechseln. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) wies ihren Eilantrag am Mittwoch zurück, wie das Gericht in Münster mitteilte. Die Lehrerin hatte demnach 2024 ein Haus im ostfriesischen Küstenort Greetsiel gekauft und ihren Hauptwohnsitz dorthin verlegt. Das Land verweigerte der Lehrerin aber einen Schulwechsel wegen Personalmangels an Grundschulen in Recklinghausen.
Eine zweite Verhandlungsrunde zwischen der indischen Regierung und Vertretern der sogenannten Kakerlaken-Bewegung ist am Freitag ergebnislos zu Ende gegangen. Die Vertreter der Bewegung hätten der Regierung klar gemacht, dass "nur der Rücktritt von Bildungsminister Dharmendra Pradhan akzeptabel wäre", sagte ein Sprecher der Gruppe, Ashutosh Ranka. Darauf sei die Regierung aber nicht eingegangen.
Nationale Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die Auszeichnung, die auch als Nobelpreis der Mathematik bezeichnet wird, würdigt herausragende Leistungen - sowie das Versprechen zukünftiger Leistungen - von Mathematikern unter 40 Jahren.