Berliner Boersenzeitung - Verhandlungen über Gaza-Waffenruhe in Doha fortgesetzt - Katar dämpft Erwartungen

EUR -
AED 4.296525
AFN 74.874664
ALL 95.983925
AMD 433.927327
ANG 2.09402
AOA 1073.986263
ARS 1629.105392
AUD 1.629005
AWG 2.105854
AZN 1.991712
BAM 1.955473
BBD 2.356632
BDT 143.595337
BGN 1.951544
BHD 0.442226
BIF 3496.56957
BMD 1.169919
BND 1.49265
BOB 8.115641
BRL 5.809352
BSD 1.170069
BTN 111.224372
BWP 15.88334
BYN 3.309646
BYR 22930.413655
BZD 2.353706
CAD 1.592827
CDF 2714.212348
CHF 0.917357
CLF 0.026787
CLP 1054.261312
CNY 7.988499
CNH 7.98712
COP 4278.686497
CRC 532.008626
CUC 1.169919
CUP 31.002855
CVE 110.246536
CZK 24.392052
DJF 208.405097
DKK 7.472384
DOP 69.594365
DZD 155.030644
EGP 62.64893
ERN 17.548786
ETB 182.743994
FJD 2.570193
FKP 0.86132
GBP 0.863675
GEL 3.135592
GGP 0.86132
GHS 13.101806
GIP 0.86132
GMD 85.403651
GNF 10269.236238
GTQ 8.942706
GYD 244.809
HKD 9.164087
HNL 31.104543
HRK 7.536735
HTG 153.133594
HUF 363.328314
IDR 20367.120986
ILS 3.464602
IMP 0.86132
INR 111.326749
IQD 1532.835385
IRR 1537273.650606
ISK 143.864961
JEP 0.86132
JMD 184.339127
JOD 0.829443
JPY 183.836985
KES 151.142186
KGS 102.274909
KHR 4694.213821
KMF 491.365838
KPW 1052.927155
KRW 1722.144058
KWD 0.36044
KYD 0.975237
KZT 542.81909
LAK 25712.693684
LBP 104801.847973
LKR 373.914181
LRD 214.754033
LSL 19.570191
LTL 3.454467
LVL 0.707673
LYD 7.409727
MAD 10.815289
MDL 20.146626
MGA 4875.183513
MKD 61.638112
MMK 2456.537262
MNT 4184.420886
MOP 9.442119
MRU 46.765968
MUR 54.705322
MVR 18.08107
MWK 2029.360126
MXN 20.46323
MYR 4.624737
MZN 74.758461
NAD 19.574122
NGN 1608.90779
NIO 43.054141
NOK 10.82684
NPR 177.956914
NZD 1.987546
OMR 0.449841
PAB 1.170304
PEN 4.104088
PGK 5.089148
PHP 72.211499
PKR 326.072492
PLN 4.256522
PYG 7274.781632
QAR 4.265767
RON 5.198072
RSD 117.406093
RUB 88.385862
RWF 1711.113426
SAR 4.389765
SBD 9.408618
SCR 16.211749
SDG 702.533879
SEK 10.834363
SGD 1.492653
SHP 0.873463
SLE 28.782244
SLL 24532.613328
SOS 668.779419
SRD 43.822825
STD 24214.962568
STN 24.490979
SVC 10.240241
SYP 129.305286
SZL 19.569722
THB 38.17508
TJS 10.954165
TMT 4.100566
TND 3.40513
TOP 2.816885
TRY 52.881418
TTD 7.948669
TWD 37.013835
TZS 3038.869425
UAH 51.564764
UGX 4391.382448
USD 1.169919
UYU 47.132106
UZS 14040.648497
VES 572.02345
VND 30815.083187
VUV 138.961562
WST 3.176551
XAF 655.84716
XAG 0.015893
XAU 0.000256
XCD 3.161765
XCG 2.109247
XDR 0.813831
XOF 655.84716
XPF 119.331742
YER 279.148142
ZAR 19.567423
ZMK 10530.689331
ZMW 21.91433
ZWL 376.713461
  • TecDAX

    34.3100

    3731.47

    +0.92%

  • MDAX

    -47.3300

    30542.62

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -86.2300

    5795.28

    -1.49%

  • SDAX

    193.4900

    18104.55

    +1.07%

  • Goldpreis

    -86.5000

    4558

    -1.9%

  • DAX

    -151.3500

    24141.03

    -0.63%

  • EUR/USD

    -0.0019

    1.1704

    -0.16%

Verhandlungen über Gaza-Waffenruhe in Doha fortgesetzt - Katar dämpft Erwartungen
Verhandlungen über Gaza-Waffenruhe in Doha fortgesetzt - Katar dämpft Erwartungen / Foto: Eyad BABA - AFP

Verhandlungen über Gaza-Waffenruhe in Doha fortgesetzt - Katar dämpft Erwartungen

Im Ringen um eine Waffenruhe im Gazastreifen hat in Katar eine neue Verhandlungsrunde begonnen. Die indirekten Gespräche zwischen Israel und der Hamas wurden am Dienstag fortgesetzt. Katar dämpfte die Hoffnung auf einen schnellen Durchbruch, nachdem sich US-Präsident Donald Trump zuversichtlich über eine baldige Einigung geäußert hatte. Die Kämpfe im Gazastreifen dauerten unvermindert an. Bei israelischen Angriffen wurden laut Hamas-Zivilschutz 29 Menschen getötet. Israel meldete den Tod von fünf Soldaten.

Textgröße:

Nach Angaben des katarischen Außenministeriums sollte in Doha mit beiden Seiten zunächst über die "Rahmenbedingungen für die Gespräche" beraten werden. Einen Zeitplan für eine mögliche Einigung könne er nicht nennen, sagte Außenamtssprecher Madsched al-Ansari. "Wir brauchen Zeit dafür." Katar ist neben den USA und Ägypten eines der Vermittlerländer.

Ein palästinensischer Vertreter hatte zuvor gesagt, dass es bei der neuen Gesprächsrunde um die Mechanismen zur Umsetzung einer möglichen Waffenruhe, "insbesondere die Klauseln in Bezug auf den Rückzug (der israelischen Armee) und die humanitäre Hilfe" gehen solle. Es sei noch "kein Durchbruch" erzielt worden, sagte ein anderer Palästinenservertreter.

Die indirekten Verhandlungen in Doha waren am Sonntag wieder aufgenommen worden. Auf dem Tisch liegt derzeit ein Vorschlag der internationalen Vermittler für eine 60-tägige Feuerpause.

Trump zeigte sich am Montag zuversichtlich, dass die radikalislamische Hamas zu einer Waffenruhe im Gazastreifen bereit sei. "Sie wollen sich treffen und sie wollen diese Waffenruhe", sagte er zu Beginn eines Abendessens mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu im Weißen Haus.

"Ich glaube nicht, dass es eine Blockade gibt. Ich denke, dass die Dinge sehr gut vorankommen", fügte Trump hinzu. Seine Sprecherin Karoline Leavitt kündigte an, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff im Laufe der Woche zu den Verhandlungen nach Doha reisen werde.

Ein israelischer Regierungsvertreter sagte während Netanjahus Besuch in Washington, der in Doha diskutierte Vorschlag entspreche zu "80 bis 90 Prozent" den israelischen Wünschen. "Ich glaube, dass mit militärischem und politischem Druck alle Geiseln zurückgebracht werden können", sagte er.

Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir lehnt die Verhandlungen über eine Waffenruhe hingegen ab. Er rief Netanjahu am Dienstag auf, die israelische Delegation aus Doha zurückzurufen. Stattdessen forderte der Minister eine "vollkommene Belagerung" des Gazastreifens, einen militärischen Sieg Israels sowie eine israelische Besiedelung des Palästinensergebiets.

Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid forderte hingegen ein Ende des Krieges im Gazastreifen. "Um der Kämpfer willen, um ihrer Familien willen, um der Geiseln willen und um des Staates Israel willen muss dieser Krieg beendet werden", sagte Lapid.

Israels Armee hatte zuvor den Tod von fünf israelischen Soldaten bei Gefechten im Norden des Gazastreifens gemeldet. Seit Kriegsbeginn wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP mindestens 445 israelische Soldaten getötet.

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen wurden am Dienstag nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Zivilschutzes 29 Menschen getötet, unter ihnen drei Kinder.

Trump hat die Beendigung des seit Oktober 2023 andauernden Krieges zu einer seiner außenpolitischen Prioritäten gemacht, Netanjahu hat allerdings die Vernichtung der Hamas zum Ziel der israelischen Strategie erklärt.

Bei dem Abendessen im Weißen Haus zum Auftakt seines Washington-Besuchs schlug Netanjahu Trump für den Friedensnobelpreis vor. "Er schmiedet gerade, während wir hier sprechen, Frieden, in einem Land, einer Region nach der anderen", sagte Netanjahu. Der US-Präsident war im Laufe der Jahre bereits mehrfach von Anhängern und Abgeordneten für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.

Trump macht kein Hehl daraus, wie sehr es ihn ärgert, dass er den Preis bisher noch nicht bekommen hat - etwa für seine Vermittlerrolle in Konflikten zwischen Indien und Pakistan oder Serbien und dem Kosovo oder für seinen Einsatz für die Abraham-Abkommen, durch die in seiner ersten Amtszeit mehrere arabische Staaten ihre Beziehungen zu Israel normalisiert hatten.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1210 Menschen getötet. Von den 251 Geiseln, die damals in den Gazastreifen verschleppt wurden, werden noch 49 in dem Palästinensergebiet festgehalten. Mindestens 27 von ihnen sind nach israelischen Angaben tot.

Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden mehr als 57.500 Menschen getötet.

(Y.Berger--BBZ)