Berliner Boersenzeitung - Bas will auch Beamte und Selbstständige in Rentenversicherung einbeziehen

EUR -
AED 4.095102
AFN 72.480008
ALL 90.801688
AMD 402.807486
ANG 1.995737
AOA 1023.635334
ARS 1721.721299
AUD 1.61933
AWG 2.007127
AZN 1.900047
BAM 1.955836
BBD 2.250342
BDT 139.162586
BGN 1.948955
BHD 0.422108
BIF 3342.96213
BMD 1.115071
BND 1.431727
BOB 13.402249
BRL 6.138357
BSD 1.117321
BTN 104.873949
BWP 15.391286
BYN 3.345962
BYR 21855.38619
BZD 2.247142
CAD 1.573644
CDF 2586.964483
CHF 0.914162
CLF 0.027822
CLP 1094.980351
CNY 7.444774
CNH 7.438418
COP 3608.76707
CRC 506.709417
CUC 1.115071
CUP 26.815498
CVE 110.267049
CZK 24.346956
DJF 198.963698
DKK 7.480457
DOP 67.891262
DZD 151.940824
EGP 59.957114
ERN 16.726061
ETB 183.378708
FJD 2.526309
FKP 0.833961
GBP 0.834166
GEL 2.893653
GGP 0.833961
GHS 13.055243
GIP 0.833961
GMD 83.077063
GNF 9896.183924
GTQ 8.538159
GYD 234.234353
HKD 8.744429
HNL 30.029558
HRK 7.547925
HTG 146.432722
HUF 363.51345
IDR 20192.258205
ILS 3.552538
IMP 0.833961
INR 104.716854
IQD 1693.83148
IRR 2108992.359359
ISK 136.919964
JEP 0.833961
JMD 177.323296
JOD 0.790629
JPY 176.710877
KES 145.192698
KGS 97.510486
KHR 4552.084602
KMF 492.86165
KPW 1003.563608
KRW 1520.737678
KWD 0.346765
KYD 0.931217
KZT 500.809308
LAK 25136.46717
LBP 100053.859534
LKR 371.556906
LRD 189.94353
LSL 18.477643
LTL 3.292514
LVL 0.674496
LYD 7.150133
MAD 10.921803
MDL 19.971371
MGA 5077.094359
MKD 61.556144
MMK 2341.311039
MNT 4015.078679
MOP 9.019368
MRU 45.108838
MUR 52.442198
MVR 17.176258
MWK 1937.436008
MXN 20.766565
MYR 4.528864
MZN 71.257178
NAD 18.477643
NGN 1502.23485
NIO 41.120764
NOK 10.548462
NPR 167.798119
NZD 2.015128
OMR 0.428348
PAB 1.117421
PEN 3.848972
PGK 5.092095
PHP 70.369926
PKR 309.016043
PLN 4.399568
PYG 6984.129802
QAR 4.084276
RON 5.343646
RSD 117.622186
RUB 91.352798
RWF 1649.13065
SAR 4.188587
SBD 8.974739
SCR 15.358485
SDG 670.719139
SEK 11.033072
SGD 1.430306
SHP 0.835103
SLE 25.591287
SLL 23382.48045
SOS 638.511867
SRD 41.908265
STD 23079.712667
STN 24.500455
SVC 9.776182
SYP 14498.149201
SZL 18.471343
THB 37.411034
TJS 10.307092
TMT 3.902748
TND 3.343362
TOP 2.684822
TRY 55.9111
TTD 7.577141
TWD 36.546782
TZS 2952.454872
UAH 50.616941
UGX 4570.084937
USD 1.115071
UYU 44.950835
UZS 13332.247784
VES 999.456181
VND 28526.296796
VUV 133.25575
WST 3.108617
XAF 655.957
XAG 0.021465
XAU 0.000274244363
XCD 3.013535
XCG 2.013637
XDR 0.788413
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.853652
ZAR 18.420333
ZMK 10036.978597
ZMW 22.703422
ZWL 359.052318
SSP 6406.644798
MXV 2.33632
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Bas will auch Beamte und Selbstständige in Rentenversicherung einbeziehen
Bas will auch Beamte und Selbstständige in Rentenversicherung einbeziehen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bas will auch Beamte und Selbstständige in Rentenversicherung einbeziehen

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hat gefordert, künftig auch Beamte und Selbstständige sowie Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. "Wir müssen mehr Leute an der Finanzierung der Rentenversicherung beteiligen", sagte Bas den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Politiker von CDU und CSU wiesen den Vorstoß umgehend zurück.

Textgröße:

Bas argumentierte, durch die breitere Basis würden sich die Einnahmen der Rentenkassen erhöhen. Die Ministerin wies darauf hin, dass bereits im kommenden Jahr die Rentenbeiträge demographiebedingt leicht steigen dürften. Über eine Reform der Rentenversicherung soll nach dem Willen von Union und SPD zunächst in einer Kommission beraten werden. Im Koalitionsvertrag ist aber festgeschrieben, das Rentenniveau bis zum Jahr 2031 bei 48 Prozent zu stabilisieren.

Eine Kopplung des Rentenalters an die Lebenserwartung lehnte Bas ab. "Eine Kopplung wird allein deshalb nicht funktionieren, weil es so unterschiedliche Arbeitsplätze gibt", sagte sie den Funke-Zeitungen. In manchen Berufen wollten die Leute länger arbeiten und könnten es auch, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sei beispielsweise bereits 69 Jahre alt. Es gebe aber auch Berufe, "da sind die Leute mit 60 schon fertig".

Gegen eine Einbeziehung auch von Beamten und Selbstständigen wandte sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann. Dies "löst weder die Probleme in der Rentenversicherung, noch ist das vom Koalitionsvertrag gedeckt", sagte er der "Bild am Sonntag". Er mahnte Bas, sie solle nicht versuchen, der von der Koalition geplanten Renten-Kommission "alte SPD-Ideen als zukünftiges Ergebnis vorzuschreiben".

Der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Christoph Ahlhaus (CDU), bezeichnete den Vorschlag der SPD-Politikerin als "populistischen Unfug, der kein einziges Problem der Rente langfristig löst". Selbstständige brauchten Entlastung, "keine Zwangsmitgliedschaft in einer sturmreifen Staatsrente", sagte der BVMW-Chef. "Wirtschaftswende geht anders", dies solle Bundeskanzler Merz "von Anfang an klarstellen".

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD gibt es keine Aussagen zur Änderung des Systems der Altersvorsorge für Beamte. Zu Selbstständigen heißt es dort allerdings: "Wir werden alle neuen Selbstständigen, die keinem obligatorischen Alterssicherungssystem zugeordnet sind, gründerfreundlich in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen." Andere "verlässliche" Formen der Altersvorsorge für Selbstständige im Alter sollen aber weiterhin möglich bleiben.

Vorsichtig äußerte sich der Chef des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW, Marcel Fratzscher. "Der Vorschlag von Sozialministerin Bärbel Bas ist prinzipiell sinnvoll und richtig. Denn das bestehende System schafft eine riesige Ungleichheit zwischen Beamten und Angestellten, ist sehr teuer für den Staat und reduziert die Flexibilität bei der Beschäftigung im öffentlichen Dienst", sagte er der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Kurzfristig allerdings wäre eine solche Reform mit Mehrkosten von 40 Milliarden Euro pro Jahr "äußerst teuer", warnte er zugleich.

Ähnliche Warnungen formulierte auch der Wirtschaftsexperte Martin Werding. Zwar wäre ein einheitlicheres Rentensystem "sicherlich vorteilhaft", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe, zu einer Verbesserung der Rentenfinanzen führe dies jedoch nicht. Um kurzfristige Mehrkosten zu vermeiden, warb er zudem dafür, einen solchen Systemwechsel gegebenenfalls nur bei neuen Beamtinnen und Beamten umzusetzen.

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann bezeichnete die Forderung von Bas als "natürlich richtig", äußerte aber Zweifel, ob dies angesichts des Widerstands der Union umgesetzt werden könne. Gleichwohl sei aber der Reformbedarf groß. "Wir können doch nicht weiter dabei zusehen, wie immer mehr Menschen nach einem harten Arbeitsleben im Alter Flaschen sammeln und bei den Tafeln anstehen müssen", erklärte Pellmann.

Der Linken-Politiker pochte auf eine Erhöhung des Rentenniveaus wieder auf 53 Prozent und eine solidarische Mindestrente von 1400 Euro monatlich. Finanziert werden solle dies außer durch eine breitere Basis von Einzahlenden auch durch eine Erhöhung oder Streichung der Beitragsbemessungsgrenze.

Der designierte FDP-Chef Christian Dürr wandte sich gegen eine "Zwangsrente für Selbstständige". Er forderte stattdessen eine Aktienrente nach skandinavischem Vorbild.

(K.Lüdke--BBZ)