Berliner Boersenzeitung - Unicef-Bericht zum Wohlbefinden von Kindern: Deutschland international zurückgefallen

EUR -
AED 4.308835
AFN 74.49196
ALL 95.752485
AMD 433.698247
ANG 2.100015
AOA 1077.060107
ARS 1634.062666
AUD 1.619899
AWG 2.111883
AZN 1.991476
BAM 1.958911
BBD 2.358165
BDT 143.658162
BGN 1.957131
BHD 0.442705
BIF 3484.13359
BMD 1.173268
BND 1.495075
BOB 8.089849
BRL 5.759602
BSD 1.17087
BTN 111.500038
BWP 15.911271
BYN 3.314593
BYR 22996.060933
BZD 2.35476
CAD 1.595434
CDF 2716.116648
CHF 0.915365
CLF 0.026988
CLP 1062.183556
CNY 8.013834
CNH 8.000259
COP 4358.938548
CRC 532.648236
CUC 1.173268
CUP 31.091613
CVE 110.440404
CZK 24.380163
DJF 208.492911
DKK 7.47298
DOP 69.761094
DZD 155.38575
EGP 63.060593
ERN 17.599026
ETB 184.261902
FJD 2.563476
FKP 0.866879
GBP 0.863766
GEL 3.156259
GGP 0.866879
GHS 13.124845
GIP 0.866879
GMD 85.648623
GNF 10275.319526
GTQ 8.935325
GYD 244.949034
HKD 9.19332
HNL 31.122562
HRK 7.53602
HTG 153.233369
HUF 360.376445
IDR 20420.267455
ILS 3.43574
IMP 0.866879
INR 111.62728
IQD 1536.981624
IRR 1544021.234685
ISK 143.209371
JEP 0.866879
JMD 184.242619
JOD 0.831829
JPY 183.53262
KES 151.589327
KGS 102.567717
KHR 4696.459037
KMF 493.360307
KPW 1055.94532
KRW 1706.712534
KWD 0.361378
KYD 0.975658
KZT 544.048709
LAK 25711.054095
LBP 105065.228965
LKR 374.668251
LRD 214.84305
LSL 19.594087
LTL 3.464356
LVL 0.709699
LYD 7.42786
MAD 10.821086
MDL 20.208268
MGA 4880.796414
MKD 61.7262
MMK 2463.519483
MNT 4198.666619
MOP 9.45069
MRU 46.750649
MUR 54.885322
MVR 18.132862
MWK 2030.224454
MXN 20.305407
MYR 4.635602
MZN 74.97463
NAD 19.594087
NGN 1602.415095
NIO 43.070698
NOK 10.817069
NPR 178.399098
NZD 1.973918
OMR 0.451147
PAB 1.17086
PEN 4.104719
PGK 5.091086
PHP 72.05921
PKR 326.276691
PLN 4.243201
PYG 7094.32786
QAR 4.278502
RON 5.235247
RSD 117.384344
RUB 88.582143
RWF 1711.918913
SAR 4.401895
SBD 9.423995
SCR 16.802622
SDG 704.5479
SEK 10.819729
SGD 1.492673
SHP 0.875963
SLE 28.891716
SLL 24602.847529
SOS 669.162781
SRD 43.970569
STD 24284.28737
STN 24.538973
SVC 10.244358
SYP 129.682209
SZL 19.589779
THB 38.039123
TJS 10.94718
TMT 4.112306
TND 3.390157
TOP 2.824949
TRY 53.075266
TTD 7.936673
TWD 36.97966
TZS 3051.592546
UAH 51.453219
UGX 4420.019989
USD 1.173268
UYU 47.135018
UZS 14108.552463
VES 579.000876
VND 30880.424682
VUV 139.061086
WST 3.186516
XAF 657.000465
XAG 0.015467
XAU 0.000252
XCD 3.170816
XCG 2.110069
XDR 0.817098
XOF 656.445742
XPF 119.331742
YER 279.934303
ZAR 19.371072
ZMK 10560.814925
ZMW 22.099287
ZWL 377.791951
  • Euro STOXX 50

    56.6300

    5926.26

    +0.96%

  • DAX

    246.2500

    24647.95

    +1%

  • SDAX

    132.7800

    18315.66

    +0.72%

  • TecDAX

    27.6100

    3832.56

    +0.72%

  • MDAX

    288.9000

    31421.62

    +0.92%

  • Goldpreis

    108.4000

    4676.9

    +2.32%

  • EUR/USD

    0.0036

    1.1733

    +0.31%

Unicef-Bericht zum Wohlbefinden von Kindern: Deutschland international zurückgefallen
Unicef-Bericht zum Wohlbefinden von Kindern: Deutschland international zurückgefallen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Unicef-Bericht zum Wohlbefinden von Kindern: Deutschland international zurückgefallen

In Deutschland und vielen anderen Industriestaaten haben sich die Voraussetzungen für das Aufwachsen von Kindern laut einem Unicef-Bericht in den vergangenen fünf Jahren verschlechtert. Wie das UN-Kinderhilfswerk am Mittwoch mitteilte, nahmen in Deutschland vor allem die schulischen Leistungen und die Lebenszufriedenheit von Kindern und Jugendlichen weiter ab. Im internationalen Vergleich belegen die Niederlande, Dänemark und Frankreich die ersten Plätze. Deutschland liegt nur noch auf Platz 25.

Textgröße:

Das Unicef-Forschungsinstitut Innocenti hat für den Bericht Daten zum kindlichen Wohlbefinden in 43 Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der EU aus den Jahren 2018 und 2022 ausgewertet. Untersucht wurden etwa die mentale und physische Gesundheit von Kindern sowie ihre sozialen, emotionalen, digitalen und schulischen Kompetenzen. In diesen Zeitraum viel auch die Corona-Pandemie mit Lockdown-Maßnahmen wie das zeitweise Ersetzen des Präsenz-Unterrichts durch Online-Unterricht.

Seit dem letzten vergleichbaren Bericht vor fünf Jahren ist Deutschland in der Auswertung von Platz 14 auf Platz 25 abgerutscht. Besonders besorgniserregend ist laut Unicef, dass Kinder in vielen Ländern beim Rechnen und Lesen erheblich schlechter geworden sind.

Der Anteil der Kinder mit grundlegenden Mathematik- und Lesekompetenzen ist dem Bericht zufolge zwischen 2018 und 2022 in 21 von 38 Ländern um mehr als fünf Prozentpunkte und damit erheblich gesunken. In nur vier Ländern ist er erheblich gestiegen. Auch in Deutschland ist der Anteil erheblich zurückgegangen, von 73 auf 60 Prozent. Nur die Niederlande und Zypern haben noch höhere Rückgänge zu verzeichnen.

Auch die Anzahl der übergewichtigen Kinder ist dem Bericht zufolge in 14 von 43 Ländern mit verfügbaren Daten erheblich gestiegen. In Deutschland liegt der Anteil der Kinder mit Übergewicht laut Unicef unverändert bei rund 25 Prozent.

Sorgen bereitet Unicef auch die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen: Ihre Lebenszufriedenheit ist dem Bericht zufolge in 15 von 26 Ländern mit verfügbaren Daten erheblich zurückgegangen. In Deutschland gaben im Jahr 2018 drei Viertel (75 Prozent) der Jugendlichen an, zufrieden zu sein. 2022 waren es nur noch 68 Prozent.

Bei den Gründen für diese Entwicklungen lohnt sich laut Unicef genaues Hinschauen: Entgegen der häufigen Annahme, dass Handys, soziale Medien oder Bewegungsmangel bei Kindern zu schlechten Leistungen in der Schule, Übergewicht und Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben führen, stellt der Bericht komplexere Zusammenhänge fest. Kinder bewegen sich demnach nicht weniger als vor einigen Jahren, die Handynutzung führt nicht grundsätzlich zu schlechten Leistungen und soziale Medien nicht direkt zu Unzufriedenheit.

Neben guten staatlichen Rahmenbedingungen sind laut dem Unicef-Bericht vor allem die Beziehungen zu den Eltern wichtig für die Entwicklung der Kinder. Festgestellt wurde zum Beispiel ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit, mit der Jugendliche mit ihren Eltern sprechen, und ihrer Lebenszufriedenheit.

"Der Unicef-Bericht unterstreicht die wichtige Aufgabe der neuen Bundesregierung, in Kinder zu investieren und vor allem benachteiligte Kinder stärker zu unterstützen, zum Beispiel Mädchen und Jungen in einkommensschwachen Haushalten oder Kinder, die mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet sind", erklärte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. Vor diesem Hintergrund begrüße Unicef etwa die geplante Ausweitung des Startchancen-Programms für Brennpunktschulen.

(L.Kaufmann--BBZ)