Berliner Boersenzeitung - Vorwürfe der Vertuschung nach Veröffentlichung der Epstein-Akten werden lauter

EUR -
AED 4.222531
AFN 73.008395
ALL 93.878671
AMD 423.356686
ANG 2.058552
AOA 1054.917519
ARS 1651.91745
AUD 1.639507
AWG 2.069586
AZN 1.953626
BAM 1.937566
BBD 2.316897
BDT 141.212338
BGN 1.944124
BHD 0.433583
BIF 3438.96207
BMD 1.14977
BND 1.473731
BOB 7.977923
BRL 5.85325
BSD 1.150374
BTN 108.722855
BWP 15.413946
BYN 3.184829
BYR 22535.492
BZD 2.313627
CAD 1.621348
CDF 2667.466539
CHF 0.919989
CLF 0.025876
CLP 1018.420127
CNY 7.769514
CNH 7.791698
COP 3949.45995
CRC 523.969148
CUC 1.14977
CUP 30.468905
CVE 109.630659
CZK 23.917573
DJF 204.336971
DKK 7.400081
DOP 67.376457
DZD 152.780257
EGP 57.382948
ERN 17.24655
ETB 182.094848
FJD 2.568242
FKP 0.855574
GBP 0.865055
GEL 3.041141
GGP 0.855574
GHS 12.989756
GIP 0.855574
GMD 83.932847
GNF 10092.105043
GTQ 8.768559
GYD 240.635481
HKD 9.009488
HNL 30.695636
HRK 7.53791
HTG 150.236191
HUF 345.677939
IDR 20406.807822
ILS 3.3968
IMP 0.855574
INR 108.434231
IQD 1506.1987
IRR 1580933.749934
ISK 142.95094
JEP 0.855574
JMD 181.93786
JOD 0.815209
JPY 184.265588
KES 148.918415
KGS 100.547112
KHR 4613.444151
KMF 488.652034
KPW 1034.793402
KRW 1738.297018
KWD 0.354242
KYD 0.958678
KZT 560.995826
LAK 25329.432874
LBP 102961.903562
LKR 385.386641
LRD 209.43041
LSL 18.620362
LTL 3.394971
LVL 0.695484
LYD 7.329806
MAD 10.629644
MDL 20.074091
MGA 4829.033941
MKD 61.037423
MMK 2413.881132
MNT 4113.101912
MOP 9.281456
MRU 46.082833
MUR 54.188937
MVR 17.775725
MWK 1996.001016
MXN 19.912755
MYR 4.67359
MZN 73.472723
NAD 18.628478
NGN 1562.675001
NIO 42.093194
NOK 11.063203
NPR 173.955466
NZD 1.993533
OMR 0.442084
PAB 1.150374
PEN 3.923602
PGK 5.044904
PHP 69.415075
PKR 319.978906
PLN 4.193981
PYG 7019.938324
QAR 4.18574
RON 5.182055
RSD 116.208466
RUB 83.900495
RWF 1710.85776
SAR 4.313815
SBD 9.268784
SCR 16.229145
SDG 690.436107
SEK 10.942815
SGD 1.474039
SHP 0.858419
SLE 28.457143
SLL 24110.106228
SOS 657.102209
SRD 42.923244
STD 23797.917624
STN 24.605078
SVC 10.065367
SYP 127.08649
SZL 18.622687
THB 37.407193
TJS 10.663847
TMT 4.035693
TND 3.347843
TOP 2.768371
TRY 53.247545
TTD 7.814461
TWD 36.285019
TZS 3018.149665
UAH 51.519916
UGX 4255.94906
USD 1.14977
UYU 46.443345
UZS 13802.988686
VES 685.304768
VND 30268.84502
VUV 137.113321
WST 3.150041
XAF 649.841615
XAG 0.016919
XAU 0.00027
XCD 3.107311
XCG 2.073271
XDR 0.80909
XOF 649.620256
XPF 119.331742
YER 274.363895
ZAR 18.85421
ZMK 10349.317503
ZMW 20.332658
ZWL 370.225471
  • EUR/USD

    0.0006

    1.1513

    +0.05%

  • TecDAX

    -18.1600

    3948.38

    -0.46%

  • DAX

    24.2600

    24934.67

    +0.1%

  • MDAX

    269.2800

    32855.82

    +0.82%

  • SDAX

    52.1400

    18475.26

    +0.28%

  • Euro STOXX 50

    42.6500

    6300.07

    +0.68%

  • Goldpreis

    -89.4000

    4292

    -2.08%

Vorwürfe der Vertuschung nach Veröffentlichung der Epstein-Akten werden lauter
Vorwürfe der Vertuschung nach Veröffentlichung der Epstein-Akten werden lauter / Foto: Mandel NGAN - AFP

Vorwürfe der Vertuschung nach Veröffentlichung der Epstein-Akten werden lauter

Die unvollständige Veröffentlichung der Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat am Wochenende scharfe Kritik aus dem US-Kongress und von Epstein-Opfern ausgelöst. Dokumente wurden an vielen Stellen geschwärzt, Gesichter auf Fotos unkenntlich gemacht, einige Aufnahmen nach ihrer Offenlegung wieder gelöscht. Die oppositionellen Demokraten beschuldigten Präsident Donald Trump, sich damit selbst schützen zu wollen.

Textgröße:

"All das dient dazu, Dinge zu verbergen, die Donald Trump aus dem einen oder anderen Grund nicht öffentlich machen will, ob es um ihn selbst, andere Mitglieder seiner Familie, seine Freunde geht", kritisierte der demokratische Abgeordnete Jamie Raskin am Sonntag im Sender CNN.

Hakeem Jeffries, Chef der demokratischen Minderheit im Repräsentantenhaus, betonte, "die Opfer dieses Martyriums" verdienten "totale und vollständige Transparenz". Justizbeamte sollten binnen zwei Wochen schriftlich erklären, warum sie Dokumente zurückhielten, forderte er.

"Wir sind sehr enttäuscht", erklärte Marina Lacerda, eines von mutmaßlich mehr als tausend Opfern des Multimillionärs Epstein. "Warum können wir nicht einfach die Namen offenlegen, die offengelegt werden sollten?", fragte sie im Sender CNN.

Die Trump-Regierung hatte am Freitag tausende Fotos, Videos und Texte aus der Untersuchung zu Epstein veröffentlicht. Das Justizministerium gab trotz einer vom Kongress gesetzten Frist jedoch nur einen Teil der Dokumente frei. Zahlreiche Dateien waren zudem vorab unleserlich gemacht worden wie etwa ein komplett geschwärztes, 119-seitiges Dokument der New Yorker Justiz.

Kritik kam auch aus den Reihen von Trumps Republikanern. Die republikanische Abgeordnete Marjorie Taylor Greene kritisierte, die starke Bearbeitung der Epstein-Akten entspreche nicht den Zielen von Trumps Maga-Bewegung (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig). "Die Leute sind wütend und wenden sich ab", schrieb sie im Onlinedienst X.

Die ehemalige vehemente Trump-Unterstützerin Taylor-Greene war wegen mangelnder Transparenz im Epstein-Skandal schon seit einigen Wochen auf deutliche Distanz zum Präsidenten gegangen. Auch der republikanische Abgeordnete Thomas Massie kritisierte nun, die starken Einschränkungen bei der Freigabe der Epstein-Dokumente widersprächen "Geist und Buchstaben" des vom Kongress verabschiedeten Gesetzes.

Demokraten forderten Antworten, nachdem ein Foto mit Trump in der Online-Veröffentlichung des Justizministeriums plötzlich nicht länger sichtbar war. "Wenn sie dieses Bild runternehmen, stellt Euch vor, was sie noch alles verbergen wollen", erklärte der Chef der Demokraten im Senat, Chuck Schumer. "Dies könnte eine der größten Vertuschungen in der US-Geschichte sein." US-Medien zufolge wurden mehr als ein Dutzend weiterer Bilder aus dem Aktenfundus entfernt.

Das Justizministerium wies die Vorwürfe zurück. "Fotos und anderes Material werden weiter gesichtet und in Übereinstimmung mit dem Gesetz mit großer Sorgfalt editiert, sobald wir neue Informationen erhalten", erklärte das Ministerium auf X.

Der Kongress hatte die Regierung mit einem Transparenzgesetz mit dem Stichtag Freitag zur Freigabe nahezu aller Akten verpflichtet. Der bis in höchste Kreise vernetzte Finanzberater Epstein war 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden worden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid. Ihm wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und Frauen missbraucht und an Prominente weitergereicht zu haben.

Viele der neu veröffentlichten Fotos zeigen den früheren Präsidenten Bill Clinton. Auf einem Bild liegt Clinton in einem Whirlpool, auf einem anderen schwimmt er neben einer dunkelhaarigen Frau, womöglich Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell.

Weitere Bilder zeigen den britischen Ex-Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor, auf einem ist zu sehen, wie er auf den Beinen von fünf Frauen liegt.

Vize-Justizminister Todd Blanche kündigte im Sender Fox News die Veröffentlichung hunderttausender weiterer Akten in den kommenden Wochen an. Den Fristverstoß erklärte er mit hohen Auflagen zum Schutz der Epstein-Opfer.

Trump bestreitet engere Beziehungen zu Epstein, bisher veröffentlichte Fotos und Dokumente legen aber das Gegenteil nahe. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten nicht nachgewiesen werden. Trump hatte sich monatelang gegen die Freigabe der Dokumente gesperrt und nannte die Epstein-Affäre einen "Schwindel".

In Trumps Maga-Lager wird bereits seit Jahren eine vollständige Freigabe der Akten gefordert. Spekuliert wird über eine Liste mit einflussreichen "Kunden" Epsteins, die von interessierten Kreisen geheim gehalten wird. Trumps Justizministerin Pam Bondi hatte zunächst die Freigabe der Liste in Aussicht gestellt, ihre Existenz im Sommer dann aber überraschend bestritten.

Der Kongress verabschiedete daraufhin im Herbst mit überwältigender Mehrheit das Transparenzgesetz. Ausgenommen von der Veröffentlichung sind lediglich Dokumente zu laufenden Ermittlungen oder Unterlagen, die die nationale Sicherheit beeinträchtigen könnten.

(G.Gruner--BBZ)