Berliner Boersenzeitung - Polizei: Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Bar in Schweizer Skiort

EUR -
AED 4.240296
AFN 75.617217
ALL 93.083152
AMD 422.302209
AOA 1058.645575
ARS 1729.82264
AUD 1.636276
AWG 2.078039
AZN 1.961476
BAM 1.954413
BBD 2.32575
BDT 142.678771
BHD 0.435487
BIF 3446.080757
BMD 1.154466
BND 1.477652
BOB 13.74131
BRL 5.89933
BSD 1.154681
BTN 109.988964
BWP 15.555829
BYN 3.432964
BYR 22627.53194
BZD 2.322352
CAD 1.609498
CDF 2621.228725
CHF 0.935352
CLF 0.026854
CLP 1056.88987
CNY 7.78987
CNH 7.78812
COP 3629.652382
CRC 524.223527
CUC 1.154466
CUP 30.593347
CVE 110.1873
CZK 24.260065
DJF 205.171643
DKK 7.476396
DOP 67.321653
DZD 153.506715
EGP 57.580253
ERN 17.316989
ETB 186.71441
FJD 2.553104
FKP 0.856327
GBP 0.854709
GEL 3.013466
GGP 0.856327
GHS 13.556499
GIP 0.856327
GMD 84.85355
GNF 10140.805176
GTQ 8.810825
GYD 241.830518
HKD 9.057166
HNL 30.951772
HRK 7.535892
HTG 150.982879
HUF 364.429679
IDR 20546.029894
ILS 3.461262
IMP 0.856327
INR 110.141647
IQD 1512.720185
IRR 1587073.155424
ISK 142.219135
JEP 0.856327
JMD 183.378306
JOD 0.818511
JPY 183.836609
KES 149.364912
KGS 100.958468
KHR 4681.678385
KMF 491.802117
KRW 1637.07876
KWD 0.356776
KYD 0.962313
KZT 538.345716
LAK 26078.38464
LBP 103405.03492
LKR 387.003748
LRD 208.422126
LSL 18.683944
LTL 3.408838
LVL 0.698325
LYD 7.358779
MAD 10.768107
MDL 20.068761
MGA 4945.448405
MKD 61.481646
MMK 2423.85844
MNT 4149.443164
MOP 9.331339
MRU 46.314739
MUR 54.259932
MVR 17.836749
MWK 2002.262067
MXN 19.80088
MYR 4.722574
MZN 73.776201
NAD 18.683863
NGN 1572.244127
NIO 42.489854
NOK 11.009397
NPR 175.980619
NZD 1.962043
OMR 0.443887
PAB 1.154686
PEN 3.900466
PGK 5.105334
PHP 70.301166
PKR 320.575877
PLN 4.302753
PYG 6873.123572
QAR 4.209432
RON 5.24428
RSD 117.416144
RUB 95.240463
RWF 1696.281808
SAR 4.323309
SBD 9.311572
SCR 16.03279
SDG 693.25397
SEK 10.962345
SGD 1.476674
SLE 28.399402
SOS 659.926071
SRD 43.581663
STD 23895.113589
STN 24.482418
SVC 10.103788
SZL 18.680584
THB 38.08578
TJS 10.663788
TMT 4.052175
TND 3.384913
TRY 55.039387
TTD 7.832409
TWD 37.240735
TZS 3059.332332
UAH 51.797302
UGX 4300.985739
USD 1.154466
UYU 46.517399
UZS 13778.164824
VES 872.501933
VND 30195.056014
VUV 137.804454
WST 3.155983
XAF 655.48626
XAG 0.017552
XAU 0.000263
XCD 3.120002
XCG 2.081114
XDR 0.815215
XOF 655.491933
XPF 119.331742
YER 275.22238
ZAR 18.690918
ZMK 10391.512984
ZMW 21.598676
ZWL 371.737554
  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1547

    -0.13%

  • SDAX

    -119.0900

    18540.54

    -0.64%

  • Euro STOXX 50

    11.7600

    6535.62

    +0.18%

  • MDAX

    -156.0600

    32251.14

    -0.48%

  • TecDAX

    -1.3600

    4067.42

    -0.03%

  • DAX

    4.4300

    26323.88

    +0.02%

  • Goldpreis

    38.1000

    4457.8

    +0.85%

Polizei: Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Bar in Schweizer Skiort

Polizei: Dutzende Tote und rund 100 Verletzte bei Feuer in Bar in Schweizer Skiort

Flammeninferno in der Silvesternacht: Bei einem verheerenden Feuer in einer Bar im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana sind nach Einschätzung der Polizei Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Mit den etwa hundert Verletzten waren die Krankenhäuser im Kanton Wallis am Donnerstag überlastet, einige wurden in andere Kliniken gebracht. Das Feuer in der bei Touristen beliebten Bar "Le Constellation" war aus noch unklarer Ursache während einer Silvester-Party ausgebrochen.

Textgröße:

Es sei mit "mehreren Dutzend Toten" zu rechnen, zudem gebe es etwa 100 Verletzte, sagte der Chef der Kantonspolizei Wallis, Frédéric Gisler, am Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz. Mittlerweile seien alle Verletzten in Behandlung, die meisten hätten schwere Verletzungen erlitten.

Die Nationalitäten der Opfer waren zunächst unbekannt. Weil Crans-Montana ein international bekannter Urlaubsort ist, wurde mit Nicht-Schweizern unter den Opfern gerechnet. Das französische Außenministerium erklärte, dass mindestens zwei Franzosen verletzt worden seien.

Die Polizei hatte zunächst lediglich von mehreren Toten und Verletzten gesprochen. In der Bar "Le Constellation" hatte sich demnach gegen 01.30 Uhr eine "Explosion unbekannter Ursache" ereignet. Einen Anschlag schlossen die Behörden aus.

Der für Sicherheit zuständige Staatsrat des Wallis, Stéphane Ganzer, sagte bei der Pressekonferenz, die Explosion habe sich erst nach dem Ausbruch des Feuers ereignet, der Brand sei nicht durch explosive Gegenstände ausgelöst werden. Er sprach von "Chaos" und dramatischen Szenen am Brandort.

Ein junger Mann, der sich während des Unglücks in der Bar aufhielt, sagte der Schweizer Zeitung "24 Heures", Feuerwerkskörper auf Flaschen hätten einen Deckenbrand ausgelöst, der sich schnell ausgebreitet und Panik ausgelöst habe. Zwei Franzosen nannten dem Sender BFMTV Geburtstagskerzen auf Champagnerflaschen als Brandauslöser.

Die Notaufnahme im wichtigsten Krankenhaus im Wallis war voll, die Brandopfer wurden auf Kliniken im ganzen Land verteilt. Mehr als ein Dutzend Verletzte wurden in die auf Brandverletzungen spezialisierte Züricher Uni-Klinik gebracht, wie die Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-ATS berichtete. Die Uni-Klinik Lausanne, die ebenfalls auf Brandopfer spezialisiert ist, nahm demnach 22 Verletzte auf. Andere Verletzte kamen nach Genf.

Der italienische Außenminister Antonio Tajani bot im Onlinedienst X die Unterstützung in einem Klinikzentrum für schwere Brandverletzungen in Mailand an.

Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) brachte sein Mitgefühl zum Ausdruck. "Ich bin zutiefst erschüttert über den tödlichen Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht", schrieb er auf X. Seine Gedanken seien "bei den Opfern und ihren Familien". Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron reagierte ebenfalls bestürzt und sprach der Schweiz Frankreichs "volle Solidarität" aus.

Das Unglück löste einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus. Auch etwa zehn Hubschrauber waren die Nacht über im Einsatz. Über Crans-Montana wurde wegen des Großeinsatzes eine Flugverbotszone verhängt. Für Angehörige wurden eine Notrufnummer und ein Informationszentrum eingerichtet.

Wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete, standen am Vormittag des Neujahrstags immer noch Krankenwagen und andere Fahrzeuge von Rettungskräften vor der Bar, deren Scheiben zersprungen waren.

Nach Angaben der Website von Crans-Montana hatte die Bar Platz für 300 Gäste im Inneren und 40 weitere auf der Terrasse. Laut "24 Heures" befindet sich das Lokal im Erdgeschoss eines Gebäudes, verfügt aber auch über ein Untergeschoss, das für Veranstaltungen genutzt wurde.

Ein Tourist aus New York filmte, wie orangefarbene Flammen aus der Bar schlugen. Er schilderte AFP, dass Menschen hinausgelaufen seien und in der Dunkelheit geschrien hätten.

Eine Anwohnerin sagte "24 Heures", als sich das Unglück ereignet habe, seien die Silvester-Feierlichkeiten in Crans-Montana "in vollem Gange" gewesen, der Champagner sei "in Strömen geflossen". Nach Ausbruch des Feuers hätten sich die Menschen "fassungslos, besorgt, still" auf den Straßen versammelt. Ein weiterer Anwohner sagte der Zeitung: "Es ist furchtbar, viele junge Menschen gehen in diese Bar."

Die Generalstaatsanwältin des Wallis, Béatrice Pilloud, sagte, für die Identifizierung der Todesopfer und deren schnellstmögliche Übergabe an die Hinterbliebenen werde großer Aufwand betrieben. Staatsrat Ganzer sagte, von dem Feuer und seinen Folgen seien "hunderte Menschen", darunter Rettungskräfte und Ermittler, betroffen.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sprach auf X von einer "Tragödie": "Was ein Moment der Freude sein sollte, verwandelte sich in der Nacht in Crans-Montana in eine Trauer, die die ganze Schweiz und das Ausland betrifft."

(U.Gruber--BBZ)