Berliner Boersenzeitung - Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Kriegsrecht-Ausrufung zu lebenslanger Haft verurteilt

EUR -
AED 4.32583
AFN 73.02972
ALL 96.223216
AMD 445.013651
ANG 2.108121
AOA 1080.132513
ARS 1645.537524
AUD 1.671311
AWG 2.123161
AZN 1.999754
BAM 1.953226
BBD 2.380464
BDT 144.4297
BGN 1.940759
BHD 0.444118
BIF 3503.18421
BMD 1.177898
BND 1.493932
BOB 8.167239
BRL 6.185025
BSD 1.181943
BTN 107.115864
BWP 15.567488
BYN 3.376851
BYR 23086.800865
BZD 2.377068
CAD 1.612395
CDF 2679.718386
CHF 0.911812
CLF 0.025756
CLP 1016.867257
CNY 8.137503
CNH 8.126277
COP 4337.432713
CRC 569.549562
CUC 1.177898
CUP 31.214297
CVE 110.119906
CZK 24.240139
DJF 210.472682
DKK 7.471484
DOP 72.714192
DZD 152.983649
EGP 56.057582
ERN 17.66847
ETB 181.653953
FJD 2.592316
FKP 0.870209
GBP 0.874731
GEL 3.1447
GGP 0.870209
GHS 13.006862
GIP 0.870209
GMD 87.164253
GNF 10374.330797
GTQ 9.065056
GYD 247.274192
HKD 9.204507
HNL 31.260811
HRK 7.53419
HTG 154.92587
HUF 379.475148
IDR 19921.78893
ILS 3.698617
IMP 0.870209
INR 107.314695
IQD 1548.359883
IRR 49618.953576
ISK 144.892785
JEP 0.870209
JMD 184.037512
JOD 0.835144
JPY 182.090885
KES 151.948932
KGS 103.006872
KHR 4747.744379
KMF 491.184091
KPW 1060.10472
KRW 1706.697623
KWD 0.361332
KYD 0.984902
KZT 578.008417
LAK 25323.633618
LBP 105839.645839
LKR 365.588301
LRD 219.241128
LSL 18.91288
LTL 3.478026
LVL 0.712499
LYD 7.462168
MAD 10.798971
MDL 20.157441
MGA 5142.224612
MKD 61.643064
MMK 2473.114374
MNT 4205.491816
MOP 9.515962
MRU 47.087957
MUR 54.421916
MVR 18.145525
MWK 2049.399714
MXN 20.315331
MYR 4.603811
MZN 75.257891
NAD 18.91288
NGN 1584.53208
NIO 43.492694
NOK 11.245487
NPR 171.385183
NZD 1.973049
OMR 0.452904
PAB 1.181943
PEN 3.953191
PGK 5.151213
PHP 68.401672
PKR 330.342541
PLN 4.220544
PYG 7724.821786
QAR 4.297338
RON 5.096179
RSD 117.413325
RUB 90.40406
RWF 1726.125659
SAR 4.418343
SBD 9.476404
SCR 16.144013
SDG 708.494332
SEK 10.671208
SGD 1.493357
SHP 0.883729
SLE 28.876433
SLL 24699.931416
SOS 674.311528
SRD 44.407911
STD 24380.110502
STN 24.467761
SVC 10.341374
SYP 13027.051186
SZL 18.92107
THB 36.756285
TJS 11.145415
TMT 4.122643
TND 3.413303
TOP 2.836096
TRY 51.557068
TTD 8.008448
TWD 37.185413
TZS 3040.040504
UAH 51.188954
UGX 4183.487843
USD 1.177898
UYU 45.919497
UZS 14346.097603
VES 466.296827
VND 30590.011147
VUV 139.631257
WST 3.181773
XAF 655.093849
XAG 0.015176
XAU 0.000236
XCD 3.183329
XCG 2.130093
XDR 0.814727
XOF 655.093849
XPF 119.331742
YER 280.840306
ZAR 19.066869
ZMK 10602.491589
ZMW 22.107871
ZWL 379.282676
  • TecDAX

    -16.8200

    3705

    -0.45%

  • MDAX

    -251.1700

    31491.05

    -0.8%

  • Euro STOXX 50

    -64.0700

    6039.3

    -1.06%

  • Goldpreis

    -14.8000

    4994.7

    -0.3%

  • DAX

    -258.9100

    25019.3

    -1.03%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1752

    -0.31%

  • SDAX

    -98.2400

    17994.79

    -0.55%

Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Kriegsrecht-Ausrufung zu lebenslanger Haft verurteilt
Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Kriegsrecht-Ausrufung zu lebenslanger Haft verurteilt / Foto: Jung Yeon-je - AFP

Südkoreas Ex-Präsident Yoon wegen Kriegsrecht-Ausrufung zu lebenslanger Haft verurteilt

Wegen seiner kurzzeitigen Ausrufung des Kriegsrechts vor gut einem Jahr ist der frühere südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Yoon sei wegen der "Anführung eines Aufstands" schuldig gesprochen worden, sagte der Richter Ji Gwi Yeon am Donnerstag in Seoul. Yoon hatte am 3. Dezember 2024 vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits zeitweise das Kriegsrechts ausgerufen und Südkorea damit in eine tiefe politische Krise gestürzt.

Textgröße:

Yoon habe Soldaten zum Parlamentsgebäude entsandt, um seine politischen Gegner zum Schweigen zu bringen, sagte Richter Ji. Ziel sei es gewesen, "das Parlament für einen beträchtlichen Zeitraum lahmzulegen". Die Verhängung des Kriegsrechts habe "enorme soziale Kosten zur Folge" gehabt, fügte der Richter hinzu. Es gebe kaum Anzeichen dafür, "dass der Angeklagte Reue gezeigt hat".

Das Vorgehen von Yoon hatte Südkorea in eine tiefe politische Krise gestürzt. Auch wenn das Kriegsrecht damals durch eine Dringlichkeitssitzung des Parlaments nach nur sechs Stunden aufgehoben wurde, löste der Fall unter den Bürgern des Landes Panik aus, brachte die Börse in Aufruhr und überraschte internationale Partner.

Die Anklage hatte die Todesstrafe für Yoon gefordert, obwohl Südkorea die Vollstreckung der Todesstrafe faktisch seit 1997 ausgesetzt hat. Der damalige Präsident sei von "Machtgier mit dem Ziel einer Diktatur und langfristigen Herrschaft" angetrieben gewesen, hatte die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer Mitte Januar erklärt.

Die Verteidigung pochte in dem Prozess dagegen auf die Unschuld ihres Mandanten. Yoon hatte die Ausrufung des Kriegsrechts in einer Fernsehansprache damit begründet, dass drastische Maßnahmen erforderlich seien, um "staatsfeindliche Kräfte" zu beseitigen. Er habe "die Freiheit schützen" und eine "legislative Diktatur" der Opposition verhindern wollen.

Nach südkoreanischem Recht können nur zwei Strafen für den Vorwurf eines Aufstands verhängt werden: lebenslange Haft oder die Todesstrafe. In der Regel können zu lebenslanger Haft verurteilte Insassen nach 20 Jahren erstmals einen Antrag auf Bewährung stellen. Ob der 65-jährige Yoon Anspruch auf Bewährung haben wird, blieb zunächst unklar.

Yoon war vor gut einem Monat bereits wegen Justizbehinderung und weiterer Anklagepunkte im Zusammenhang mit der Ausrufung des Kriegsrechts zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Ex-Präsident habe die Ermittler daran gehindert, ihn festzunehmen, hieß es zur Urteilsbegründung. Er wurde zudem für schuldig befunden, Kabinettsmitglieder von einer Sitzung zur Planung der Kriegsrecht-Ausrufung ausgeschlossen zu haben.

Während der Urteilsverkündung in Seoul versammelten sich tausende Anhänger des Ex-Präsidenten vor dem Gerichtsgebäude. Sie trugen Plakate mit Aufschriften, wie "Yoon Great Again" (Yoon wieder großartig) und "Lasst die Anklage gegen Präsident Yoon fallen".

Bei einer Gegendemonstration brachten dagegen einige Demonstranten ihre Enttäuschung zum Ausdruck. Sie argumentierten, der ehemalige Regierungschef sei zu glimpflich davongekommen. "Wir haben natürlich die Todesstrafe erwartet, darum sind wir sehr enttäuscht", sagte der Demonstrant Lim Choon Hee der Nachrichtenagentur AFP.

Fünf Verbündete Yoons wurden ebenfalls Donnerstag wegen ihrer Beteiligung an der Staatskrise verurteilt: Der ehemalige Verteidigungsminister und Schulfreund von Yoon, Kim Yong Hyun, wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt. Der damalige General Noh Sang Won erhielt eine Haftstrafe von 18 Jahren.

Mit dem Schuldspruch ist Yoon bereits der dritte südkoreanische Präsident, der wegen Aufruhrs verurteilt wurde - nach zwei Militärführern im Zusammenhang mit einem Staatsstreich im Jahr 1979.

(G.Gruner--BBZ)