Berliner Boersenzeitung - Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

EUR -
AED 4.091763
AFN 72.410635
ALL 90.932026
AMD 401.611055
ANG 1.993834
AOA 1022.658782
ARS 1717.326097
AUD 1.583071
AWG 2.005213
AZN 1.890098
BAM 1.956454
BBD 2.24255
BDT 138.286221
BGN 1.947097
BHD 0.420316
BIF 3343.693055
BMD 1.114007
BND 1.427764
BOB 13.411362
BRL 5.992024
BSD 1.113372
BTN 105.963417
BWP 15.402425
BYN 3.281667
BYR 21834.544022
BZD 2.239248
CAD 1.56386
CDF 2578.371001
CHF 0.924275
CLF 0.027876
CLP 1100.705892
CNY 7.426029
CNH 7.423901
COP 3529.33124
CRC 506.269216
CUC 1.114007
CUP 26.721932
CVE 110.53739
CZK 24.369412
DJF 197.981283
DKK 7.474416
DOP 67.252206
DZD 150.699584
EGP 62.481883
ERN 16.71011
ETB 182.538774
FJD 2.500056
FKP 0.836775
GBP 0.837343
GEL 2.863557
GGP 0.836775
GHS 12.977955
GIP 0.836775
GMD 81.880581
GNF 9797.694872
GTQ 8.508844
GYD 233.31589
HKD 8.739948
HNL 29.890991
HRK 7.540727
HTG 145.877449
HUF 367.187859
IDR 20252.653588
ILS 3.479218
IMP 0.836775
INR 106.096333
IQD 1687.964189
IRR 2077233.801863
ISK 135.808547
JEP 0.836775
JMD 176.600613
JOD 0.789851
JPY 176.271625
KES 144.820881
KGS 97.418385
KHR 4540.143128
KMF 492.390939
KPW 1002.60657
KRW 1496.880475
KWD 0.346467
KYD 0.927927
KZT 506.87942
LAK 25093.01566
LBP 99759.358344
LKR 370.203738
LRD 189.64905
LSL 18.569948
LTL 3.289374
LVL 0.673852
LYD 7.162835
MAD 10.976372
MDL 20.042059
MGA 5058.690827
MKD 61.60059
MMK 2339.004048
MNT 4011.627171
MOP 8.997026
MRU 44.779829
MUR 52.993347
MVR 17.222617
MWK 1935.030473
MXN 20.808003
MYR 4.541364
MZN 71.181182
NAD 18.570812
NGN 1495.321194
NIO 40.973695
NOK 10.332931
NPR 169.544713
NZD 1.982097
OMR 0.428338
PAB 1.113362
PEN 3.840684
PGK 4.991713
PHP 71.261384
PKR 308.052664
PLN 4.405398
PYG 6517.236837
QAR 4.059293
RON 5.350354
RSD 117.526618
RUB 89.686879
RWF 1648.436179
SAR 4.177878
SBD 8.984076
SCR 15.568958
SDG 670.083862
SEK 11.060316
SGD 1.42916
SHP 0.834775
SLE 25.48292
SLL 23360.181985
SOS 636.32411
SRD 41.903939
STD 23057.702933
STN 24.508192
SVC 9.742256
SYP 14484.323189
SZL 18.556202
THB 37.635667
TJS 10.254666
TMT 3.899026
TND 3.340517
TOP 2.682262
TRY 55.519672
TTD 7.557526
TWD 36.140065
TZS 2945.912214
UAH 50.773927
UGX 4848.620613
USD 1.114007
UYU 44.795375
UZS 13377.591439
VES 987.822788
VND 28804.330995
VUV 132.548616
WST 3.083313
XAF 655.957
XAG 0.020798
XAU 0.000276034092
XCD 3.010661
XCG 2.006671
XDR 0.787661
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.072756
ZAR 18.582317
ZMK 10027.402112
ZMW 22.463307
ZWL 358.709912
SSP 6400.496031
MXV 2.346375
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen
Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen / Foto: Javier SORIANO - AFP

Mindestens 68 Tote bei Zugunglück in Spanien – Ursache wohl menschliches Versagen

Beim zweiten schweren Zugunglück in Spanien innerhalb eines Jahres sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt, als zwei Hochgeschwindigkeitszüge am Mittwochmorgen südlich von Madrid auf gerader Strecke kollidierten. Als Ursache vermutet die spanische Regierung menschliches Versagen. Auf der gleichen Strecke waren erst im Januar 46 Menschen bei einer Zugkollision gestorben.

Textgröße:

Ersten Erkenntnissen zufolge war in dem Gebiet in der Region Kastilien-La Mancha das automatische Sicherheitssystem für den Zugverkehr ausgefallen, wie Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente sagte. In der Folge seien mehrere Züge gestoppt und das manuelle Kontrollsystem aktiviert worden. Das Kontrollzentrum in Madrid habe dann aus "unerklärlichen Umständen" entschieden, einen der beiden betroffenen Züge wieder fahren zu lassen, obwohl ein anderer Zug noch auf dem selben Gleis gestanden habe.

Nach einer knapp 25 Kilometer langen Fahrt fuhr dieser Zug dann mit einer Geschwindigkeit von laut Puente "bis zu 200 Stundenkilometern" auf den anderen Zug auf. Der Minister sprach von einer "falschen Entscheidung", in deren Folge es zu dem Zusammenprall genommen sei.

An der Unfallstelle in der Provinz Toledo rund 110 Kilometer Luftlinie südlich der Hauptstadt Madrid bot sich am Mittwoch ein Bild der Verwüstung: Mehrere Waggons waren den Bahndamm herabgestürzt und lagen neben den Gleisen, andere waren ineinander verkeilt. Dutzende Fahrzeuge von Rettungsdiensten rasten zum Einsatzort, während auch mehrere schwarze Wagen eines Bestattungsunternehmens eintrafen.

Bislang gebe es 68 Tote, sagte der Präsident der Region Kastilien-La Mancha, Emiliano García-Page, am Nachmittag. Die Opferzahl könne jedoch weiter steigen. Laut der Regionalregierung wurden zudem mehr als 100 Menschen verletzt, viele von ihnen schwer.

Nach Angaben des Rettungsdienstes wurden alle verfügbaren Kräfte zur Unglücksstelle nahe der Stadt Urda entsandt. Hubschrauber, mehrere Mannschaften der Feuerwehr sowie mobile intensivmedizinische Rettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Die Straßen im Umkreis wurden gesperrt.

Er habe den ganzen Vormittag über mit seinem Privatauto überlebende Passagiere von der Unglücksstelle fortgebracht, schilderte Manuel Ortiz aus Urda der Nachrichtenagentur AFP. Der Anblick vor Ort sei "furchtbar, furchtbar" gewesen, sagte der 49-Jährige sichtlich schockiert.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez unterbrach seinen Wahlkampf für die vorgezogene Parlamentswahl im kommenden Monat. "Ganz Spanien trauert", sagte er bei einem Besuch der Unglücksregion und rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Sánchez bezeichnete es zudem als "inakzeptabel", dass es in Spanien in einem Jahr zwei schwere Unfälle mit Hochgeschwindigkeitszügen gegeben habe.

König Felipe VI. sprach von einer "furchtbaren Tragödie". Sämtliche für Mittwochabend geplanten Spiele des spanischen Fußball-Pokalwettbewerbs wurden verschoben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer "erschütternden" Nachricht. Ihre Gedanken seien bei den Opfern und deren Angehörigen. "Meine volle Unterstützung gilt dem spanischen Volk in diesen Stunden des Schmerzes", schrieb EU-Ratspräsident António Costa auf X. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) äußerte sich "tief betroffen".

Das nun zweite verheerende Zugunglück in Spanien in diesem Jahr wirft drängende Fragen zur Schienensicherheit auf. Bereits im Januar waren auf derselben Trasse zwischen Madrid und Sevilla nahe der südspanischen Stadt Adamuz 46 Menschen bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge ums Leben gekommen. Das Unglück erschütterte das Land und löste eine Debatte über die Wartung der Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere aus. Auch Regierungschef Sánchez geriet in die Kritik.

Mit rund 4000 Kilometern Strecke hat Spanien das zweitgrößte Hochgeschwindigkeitsnetz der Welt nach China. Nach dem Unglück zu Beginn des Jahres hatte die spanische Regierung Investitionen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro in das Streckennetz angekündigt.

(Y.Berger--BBZ)