Berliner Boersenzeitung - Pflegekräfte wollen neben mehr Geld zahlreiche weitere Verbesserungen

EUR -
AED 4.238167
AFN 72.703472
ALL 95.948185
AMD 434.474841
ANG 2.065807
AOA 1058.243533
ARS 1578.710692
AUD 1.673208
AWG 2.080136
AZN 1.954743
BAM 1.955568
BBD 2.320714
BDT 141.382012
BGN 1.972591
BHD 0.435092
BIF 3422.586603
BMD 1.154028
BND 1.480735
BOB 7.980054
BRL 6.045144
BSD 1.152208
BTN 108.589712
BWP 15.8437
BYN 3.46021
BYR 22618.952222
BZD 2.317415
CAD 1.598825
CDF 2637.532564
CHF 0.918047
CLF 0.027134
CLP 1071.387813
CNY 7.976008
CNH 7.984283
COP 4257.660007
CRC 534.199632
CUC 1.154028
CUP 30.581747
CVE 110.256705
CZK 24.517374
DJF 205.185893
DKK 7.472638
DOP 69.466948
DZD 153.462246
EGP 60.817973
ERN 17.310423
ETB 178.075485
FJD 2.605104
FKP 0.863023
GBP 0.865054
GEL 3.110139
GGP 0.863023
GHS 12.597834
GIP 0.863023
GMD 84.818666
GNF 10101.102147
GTQ 8.81549
GYD 241.069329
HKD 9.037945
HNL 30.595517
HRK 7.532806
HTG 150.893611
HUF 388.116406
IDR 19567.701729
ILS 3.616033
IMP 0.863023
INR 109.252656
IQD 1509.468712
IRR 1515585.201475
ISK 143.387749
JEP 0.863023
JMD 181.087545
JOD 0.818156
JPY 184.228715
KES 149.79249
KGS 100.91994
KHR 4614.193034
KMF 492.770335
KPW 1038.692058
KRW 1740.384121
KWD 0.354668
KYD 0.960253
KZT 555.085707
LAK 24887.539645
LBP 103182.101767
LKR 362.375055
LRD 211.457755
LSL 19.711967
LTL 3.407546
LVL 0.69806
LYD 7.357777
MAD 10.758324
MDL 20.238373
MGA 4802.160161
MKD 61.620753
MMK 2423.440448
MNT 4135.838138
MOP 9.285077
MRU 45.961365
MUR 53.973798
MVR 17.841104
MWK 1997.950583
MXN 20.670372
MYR 4.625926
MZN 73.754093
NAD 19.711796
NGN 1597.371051
NIO 42.40185
NOK 11.165927
NPR 173.72136
NZD 2.000237
OMR 0.44372
PAB 1.152263
PEN 3.987793
PGK 4.979065
PHP 69.636342
PKR 321.664517
PLN 4.278063
PYG 7542.746226
QAR 4.201757
RON 5.095492
RSD 117.443117
RUB 93.914379
RWF 1682.605733
SAR 4.329724
SBD 9.280665
SCR 15.749408
SDG 693.570768
SEK 10.880922
SGD 1.483607
SHP 0.86582
SLE 28.331025
SLL 24199.4063
SOS 658.481987
SRD 43.34756
STD 23886.053241
STN 24.495398
SVC 10.082455
SYP 128.608212
SZL 19.709627
THB 37.930019
TJS 11.028061
TMT 4.050639
TND 3.390704
TOP 2.778622
TRY 51.305321
TTD 7.820666
TWD 36.878701
TZS 2976.223682
UAH 50.559558
UGX 4286.6032
USD 1.154028
UYU 46.717295
UZS 14035.214319
VES 537.798069
VND 30395.371077
VUV 137.356281
WST 3.173036
XAF 655.842301
XAG 0.016571
XAU 0.000259
XCD 3.118819
XCG 2.076682
XDR 0.815657
XOF 655.847983
XPF 119.331742
YER 275.408571
ZAR 19.711055
ZMK 10387.639498
ZMW 21.633404
ZWL 371.596601
  • Goldpreis

    88.4000

    4464.7

    +1.98%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1543

    +0.03%

  • MDAX

    -556.5400

    28264.78

    -1.97%

  • SDAX

    -278.5900

    16626.81

    -1.68%

  • DAX

    -344.1100

    22612.97

    -1.52%

  • Euro STOXX 50

    -83.4000

    5565.93

    -1.5%

  • TecDAX

    -54.3300

    3423.19

    -1.59%

Pflegekräfte wollen neben mehr Geld zahlreiche weitere Verbesserungen
Pflegekräfte wollen neben mehr Geld zahlreiche weitere Verbesserungen / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Pflegekräfte wollen neben mehr Geld zahlreiche weitere Verbesserungen

Pflegekräfte wünschen sich im Beruf nicht nur eine angemessene Bezahlung und eine bessere Personaldecke. Sie wollen auch mehr Unterstützung bei der Kinderbetreuung, verlässliche Dienstpläne und Entlastung durch Digitalisierung, wie eine am Freitag zum Tag der Pflegenden veröffentlichte Studie des Bundesgesundheitsministeriums ergab. Minister Karl Lauterbach (SPD) betonte die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Die Stiftung Patientenschutz forderte Entlastungen auch für pflegende Familienangehörige.

Textgröße:

Der Studie zufolge halten viele der befragten Pflegekräfte auch das Arbeitsklima und den Führungsstil von Vorgesetzten für deutlich verbesserungswürdig. Das Ministerium hatte die Studie zur Zufriedenheit in der Akut- und Langzeitpflege bereits 2020 beauftragt. Befragt und teilweise einzeln interviewt wurden mehr als 5500 beruflich Pflegende sowie Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr.

"Der Wunsch nach einer angemessenen Bezahlung, einer am Pflegeaufwand ausgerichteten Personaldecke und einer besseren digitalen Ausstattung ist berechtigt", betonte Lauterbach. Der Alltag in der Pflege werde zu stark durch ökonomische Zwänge bestimmt. "Niemand will im Akkord arbeiten. Erst recht nicht in der Pflege."

Lauterbach verwies darauf, dass die Bezahlung auf Tarifniveau in der Langzeitpflege zur Pflicht geworden sei. "Jetzt müssen die Arbeitsbedingungen besser werden", so der Minister. "Wir treffen klare bundeseinheitliche Vorgaben zur Personalbemessung und digitalisieren das Gesundheitswesen." Aber auch die Arbeitgeber müssten mehr tun, um Fach- und Hilfskräfte zu halten.

Die Studie ergab, dass eine angemessene Bezahlung für nahezu alle Pflegenden wesentlich ist. Die Mehrheit der beruflich Pflegenden will zudem einen digital unterstützten Arbeitsplatz. 80 Prozent wollen etwa einen stabilen Internetzugang am Arbeitsplatz. Die Einführung der elektronischen Patientenakte zur Unterstützung der Pflege wünschen rund 75 Prozent.

Fast 90 Prozent der Befragten halten zudem eine am tatsächlichen Pflegebedarf ausgerichtete Personalzusammensetzung für dringend notwendig. Dass Hilfskräfte die Arbeit der Pflegekräfte unterstützen, wird von mehr als 80 Prozent der beruflich Pflegenden begrüßt. Das Ministerium verweist in dem Zusammenhang darauf, dass ab Juli für vollstationäre Pflegeeinrichtungen bundeseinheitliche, an der Bewohnerstruktur und dem Pflegebedarf ausgerichtete Personalvorgaben gelten.

Für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nannten die Befragten als mögliche Unterstützungsangebote eine Betriebskita, Ferienbetreuung, Abhol- und Bringdienste für Schul- und Kita-Kinder sowie Hausaufgabenbetreuung. Das Bundesgesundheitsministerium verweist darauf, dass zur Unterstützung solcher Maßnahmen ein Förderprogramm ins Leben gerufen wurde: Angebote von Arbeitgebern können mit bis zu 7500 Euro jährlich bezuschusst werden.

Der Sozialverband Awo forderte, die geplanten sogenannten Springerpools schnell aufzubauen, um das ständige Einspringen von Pflegekräften zu beenden und deren Erholung zu sichern. Diese Pools sollten "aber vor allem auch die umstrittene Leiharbeit in der Pflege ablösen", erklärte Awo-Präsidentin Kathrin Sonnenholzner.

Die Stiftung Patientenschutz mahnte, "der größte Pflegedienst Deutschlands" dürfe nicht vergessen werden. Ohne pflegende Familienangehörige "wäre das System Altenpflege schon längst kollabiert", erklärte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Für die häusliche Versorgung von über vier Millionen Pflegebedürftigen sehe die geplante Pflegereform aber keine Entlastungen vor. Gebraucht werde ein Rechtsanspruch auf Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie die Erhöhung des Pflegegelds um mindestens 340 Euro monatlich, forderte Brysch.

Der Internationale Tag der Pflege geht zurück auf die britische Krankenschwester Florence Nightingale, deren Dienste den Grundstein für die moderne Pflege legten. Sie wurde am 12. Mai 1820 geboren.

(P.Werner--BBZ)