Berliner Boersenzeitung - Assistenzärzte in England beginnen den längsten Streik in Geschichte des NHS

EUR -
AED 4.248105
AFN 75.770596
ALL 92.830359
AMD 423.156353
ANG 2.0703
AOA 1061.880869
ARS 1706.354669
AUD 1.634265
AWG 2.083564
AZN 1.971037
BAM 1.956743
BBD 2.328663
BDT 141.919628
BGN 1.962242
BHD 0.436037
BIF 3456.475084
BMD 1.156733
BND 1.478902
BOB 13.474494
BRL 6.040925
BSD 1.156227
BTN 110.266145
BWP 15.57645
BYN 3.516708
BYR 22671.957183
BZD 2.325221
CAD 1.60514
CDF 2629.253412
CHF 0.941015
CLF 0.026895
CLP 1058.51481
CNY 7.800083
CNH 7.801606
COP 3644.771598
CRC 520.182191
CUC 1.156733
CUP 30.653411
CVE 110.322941
CZK 24.210763
DJF 205.574957
DKK 7.473191
DOP 67.676714
DZD 152.325697
EGP 57.668157
ERN 17.350988
ETB 187.022939
FJD 2.56037
FKP 0.857112
GBP 0.855002
GEL 3.019524
GGP 0.857112
GHS 12.660102
GIP 0.857112
GMD 85.024294
GNF 10156.334049
GTQ 8.821328
GYD 241.836558
HKD 9.077054
HNL 30.994814
HRK 7.534035
HTG 151.232041
HUF 363.017812
IDR 20622.34285
ILS 3.418265
IMP 0.857112
INR 110.600806
IQD 1514.621659
IRR 1590030.052589
ISK 142.166837
JEP 0.857112
JMD 183.099329
JOD 0.820169
JPY 184.272161
KES 149.519689
KGS 101.156702
KHR 4678.254774
KMF 493.925187
KPW 1041.059598
KRW 1638.477341
KWD 0.357061
KYD 0.963523
KZT 536.501043
LAK 26093.576298
LBP 103531.599032
LKR 384.738715
LRD 209.853842
LSL 18.703876
LTL 3.415531
LVL 0.699696
LYD 7.36193
MAD 10.723725
MDL 20.048876
MGA 4977.398953
MKD 61.563397
MMK 2428.460304
MNT 4161.151475
MOP 9.344704
MRU 46.43078
MUR 54.486429
MVR 17.871955
MWK 2004.766235
MXN 19.69164
MYR 4.726298
MZN 73.927211
NAD 18.703715
NGN 1572.659254
NIO 42.552716
NOK 10.922567
NPR 176.436714
NZD 1.963226
OMR 0.441083
PAB 1.156157
PEN 3.899682
PGK 5.193773
PHP 71.098608
PKR 321.135211
PLN 4.306226
PYG 6939.34455
QAR 4.21485
RON 5.236186
RSD 117.376006
RUB 97.377191
RWF 1700.222344
SAR 4.346103
SBD 9.310058
SCR 15.912008
SDG 694.622124
SEK 11.020235
SGD 1.479697
SHP 0.856984
SLE 28.344188
SLL 24256.10146
SOS 660.758451
SRD 43.926343
STD 23942.02751
STN 24.513298
SVC 10.116313
SYP 15039.835978
SZL 18.702146
THB 38.337629
TJS 10.676846
TMT 4.060131
TND 3.389734
TOP 2.785134
TRY 55.381697
TTD 7.833249
TWD 37.04043
TZS 3065.33888
UAH 51.722311
UGX 4295.33015
USD 1.156733
UYU 46.32453
UZS 13763.752692
VES 890.810236
VND 30246.82002
VUV 137.202351
WST 3.162108
XAF 656.273303
XAG 0.017873
XAU 0.000264
XCD 3.126128
XCG 2.08373
XDR 0.81787
XOF 656.307363
XPF 119.331742
YER 274.381102
ZAR 18.703491
ZMK 10411.984809
ZMW 21.850531
ZWL 372.467396
  • DAX

    140.6100

    26440.31

    +0.53%

  • MDAX

    199.4900

    32464.39

    +0.61%

  • SDAX

    80.4100

    18633.51

    +0.43%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • Goldpreis

    16.9000

    4437.3

    +0.38%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • EUR/USD

    0.0042

    1.1573

    +0.36%

Assistenzärzte in England beginnen den längsten Streik in Geschichte des NHS
Assistenzärzte in England beginnen den längsten Streik in Geschichte des NHS / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Assistenzärzte in England beginnen den längsten Streik in Geschichte des NHS

In England hat der geplant längste Streik am Stück in der 70-jährigen Geschichte des britischen Gesundheitsdienstes NHS begonnen: In den englischen Krankenhäusern legten Assistenzärzte am Mittwochmorgen ihre Arbeit nieder, ganze sechs Tage lang soll der Arbeitskampf dauern. Es ist bereits der zweite Streik innerhalb von zwei Wochen in der seit Monaten anhaltenden Tarifauseinandersetzung. Der medizinische Direktor des NHS, Stephen Powis, rechnet mit "einem der schwierigsten Jahresanfänge" in der Geschichte des Gesundheitsdienstes.

Textgröße:

Der Arbeitskampf fällt in eine der arbeitsreichsten Zeiten des Jahres. Traditionell verzeichnet die NHS in den zwei Wochen nach Weihnachten einen Anstieg von Einlieferungen in Krankenhäuser, da die Menschen ihre Behandlung wegen der Festtage aufschieben. Zudem ist der Arbeitsdruck wegen winterlicher Atemwegserkrankungen hoch. Der Streik werde "erhebliche Auswirkungen auf fast alle Routinebehandlungen" haben, erklärte der NHS.

Vor einem Krankenhaus in London hielten streikende Mediziner Schilder hoch, auf denen sie etwa eine bessere Finanzierung des NHS forderten. "Viele Ärzte ziehen nach Australien, nicht nur wegen der Bezahlung, sondern auch, weil die Work-Life-Balance besser ist", sagte die 28-jährige Ärztin Georgia Blackwell. "Andere Länder verstehen, dass Ärzte hier nicht angemessen bezahlt werden und sie machen viel bessere Angebote", sagte der Medizinstudent Shivani Ganesh.

Assistenzärzte in England verdienen nach Angaben der Regierung in ihrem ersten Berufsjahr etwa 32.000 Pfund (etwa 37.000 Euro). Der Ärztegewerkschaft British Medical Association (BMA) zufolge sind die Gehälter seit 2008 unter Berücksichtigung der Inflation um fast ein Viertel gesunken. Die Inflation in Großbritannien fiel in den vergangenen zwei Jahren noch höher aus als in vielen anderen westlichen Staaten.

Gesundheitsministerin Victoria Atkins warnte vor den "ernsthaften" Auswirkungen, die der Streik auf die Patienten habe. Mehr als 1,2 Millionen Termine hätten seit dem Start des Arbeitskampfes verschoben werden müssen, gab sie an. Im vergangenen Monat seien es 88.000 Termine gewesen. "Ich fordere den Assistenzarzt-Ausschuss der BMA dazu auf, ihren Streik abzusagen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, so dass wir eine faire und vernünftige Lösung finden können, um die Streiks ein für allemal zu beenden", erklärte Atkins.

Gewerkschaftsvertreter Robert Laurenson hingegen sagte, dass Streiks das einzige seien, worauf die britische Regierung reagiere. Er warnte, dass es weitere Aktionen geben könne, wenn London kein "glaubwürdiges" Angebot vorlege.

In den Verhandlungen war der Gewerkschaft zufolge von der Regierung zusätzlich zu einer bereits im Sommer vereinbarten durchschnittlichen Gehaltserhöhung um 8,8 Prozent eine Steigerung der Löhne um drei Prozent angeboten worden. Die BMA habe das Angebot mit dem Verweis auf eine ungleichmäßige Verteilung auf die verschiedenen Arztgruppen abgelehnt und argumentiert, dass das Angebot "für viele Ärzte immer noch eine Gehaltskürzung bedeuten würde".

In England hatte es im vergangenen Jahr bereits mehrere Streiks im Gesundheitswesen gegeben, die zu verzögerten Behandlungen und abgesagten Terminen für hunderttausende Patienten führten. Zuletzt hatten die Assistenzärzte vor Weihnachten für drei Tage die Arbeit niedergelegt. Der jahrelang unterfinanzierte NHS hat nach der Corona-Pandemie ohnehin einen gigantischen Rückstand an Behandlungen aufzuarbeiten.

Die Gesundheitspolitik in Schottland, Wales und Nordirland ist Sache der dortigen Regierungen, die britische Regierung in London ist nur für England zuständig.

(O.Joost--BBZ)