Berliner Boersenzeitung - "Parteipolitisch motiviert": Union verteidigt Spahn vor Anhörung in Maskenaffäre

EUR -
AED 4.375983
AFN 78.643058
ALL 96.58421
AMD 452.507034
ANG 2.132979
AOA 1092.655973
ARS 1720.646167
AUD 1.702052
AWG 2.144799
AZN 1.994202
BAM 1.955357
BBD 2.405937
BDT 145.956951
BGN 2.001062
BHD 0.449262
BIF 3538.973885
BMD 1.191555
BND 1.511261
BOB 8.253339
BRL 6.188218
BSD 1.194505
BTN 109.898422
BWP 15.577453
BYN 3.374405
BYR 23354.481892
BZD 2.402437
CAD 1.611775
CDF 2689.940429
CHF 0.916201
CLF 0.025922
CLP 1023.546213
CNY 8.279404
CNH 8.277977
COP 4352.75114
CRC 591.052975
CUC 1.191555
CUP 31.576213
CVE 110.242351
CZK 24.327088
DJF 212.712547
DKK 7.467602
DOP 75.054029
DZD 154.184086
EGP 55.796005
ERN 17.873328
ETB 185.836015
FJD 2.618321
FKP 0.864594
GBP 0.866273
GEL 3.211194
GGP 0.864594
GHS 13.049374
GIP 0.864594
GMD 87.582685
GNF 10483.121962
GTQ 9.165117
GYD 249.899707
HKD 9.302168
HNL 31.52583
HRK 7.534919
HTG 156.585571
HUF 380.916966
IDR 19994.296232
ILS 3.686904
IMP 0.864594
INR 109.500169
IQD 1564.726005
IRR 50194.262927
ISK 144.999784
JEP 0.864594
JMD 187.430931
JOD 0.844788
JPY 183.319637
KES 154.03242
KGS 104.201491
KHR 4794.218086
KMF 490.920784
KPW 1072.479687
KRW 1714.177233
KWD 0.36539
KYD 0.995362
KZT 600.016586
LAK 25694.260282
LBP 106970.807356
LKR 369.567175
LRD 220.974601
LSL 18.847198
LTL 3.518353
LVL 0.720759
LYD 7.503679
MAD 10.816923
MDL 20.092052
MGA 5339.171934
MKD 61.662346
MMK 2502.757853
MNT 4250.149086
MOP 9.602805
MRU 47.653209
MUR 53.798635
MVR 18.421741
MWK 2071.27876
MXN 20.575658
MYR 4.697707
MZN 75.973614
NAD 18.845696
NGN 1659.098076
NIO 43.966502
NOK 11.444286
NPR 175.860008
NZD 1.96952
OMR 0.458172
PAB 1.19446
PEN 3.994496
PGK 5.191565
PHP 70.223095
PKR 334.136374
PLN 4.207078
PYG 8015.790446
QAR 4.354305
RON 5.096879
RSD 117.408628
RUB 89.657039
RWF 1742.807764
SAR 4.469232
SBD 9.624997
SCR 16.807192
SDG 716.736374
SEK 10.552627
SGD 1.509975
SHP 0.893975
SLE 28.955703
SLL 24986.315863
SOS 681.494305
SRD 45.283266
STD 24662.78687
STN 24.497948
SVC 10.451502
SYP 13178.09396
SZL 18.84092
THB 37.380873
TJS 11.156308
TMT 4.170443
TND 3.420697
TOP 2.868979
TRY 51.793571
TTD 8.107198
TWD 37.415189
TZS 3056.339186
UAH 51.122771
UGX 4249.144856
USD 1.191555
UYU 45.200714
UZS 14534.526007
VES 427.14412
VND 30897.026299
VUV 142.473093
WST 3.23723
XAF 655.79475
XAG 0.010764
XAU 0.000229
XCD 3.220237
XCG 2.152685
XDR 0.815673
XOF 655.841524
XPF 119.331742
YER 284.066617
ZAR 18.867019
ZMK 10725.425812
ZMW 23.621436
ZWL 383.680288
  • Goldpreis

    -107.4000

    5247.4

    -2.05%

  • EUR/USD

    -0.0050

    1.1922

    -0.42%

  • Euro STOXX 50

    -41.2500

    5891.95

    -0.7%

  • MDAX

    -406.6900

    31233.68

    -1.3%

  • TecDAX

    -146.4500

    3577.09

    -4.09%

  • DAX

    -513.3300

    24309.46

    -2.11%

  • SDAX

    -331.8300

    17987.96

    -1.84%

"Parteipolitisch motiviert": Union verteidigt Spahn vor Anhörung in Maskenaffäre
"Parteipolitisch motiviert": Union verteidigt Spahn vor Anhörung in Maskenaffäre / Foto: Markus Schreiber - POOL/AFP/Archiv

"Parteipolitisch motiviert": Union verteidigt Spahn vor Anhörung in Maskenaffäre

Vor der Anhörung des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) zu den Vorwürfen bei der Beschaffung von Schutzmasken in der Corona-Pandemie ist die Union in die Offensive gegangen. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann verteidigte den heutigen Unionsfraktionschef Spahn: Ein durch den früheren SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach in Auftrag gegebener Untersuchungsbericht sei "parteipolitisch motiviert", sagte er am Dienstag. Spahn will am Mittwoch im Haushaltsausschuss zu den Vorwürfen Stellung beziehen.

Textgröße:

Der 168-seitige Bericht der Sonderermittlerin Margaretha Sudhof (SPD) sorgt seit Tagen für Schlagzeilen. Sie sollte die kostspielige Maskenbeschaffung während der Pandemie unter dem heutigen Unionsfraktionschef Spahn untersuchen. Der Bericht macht Spahn erhebliche Vorwürfe etwa bei der Auftragsvergabe.

Die jetzige Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wollte den Bericht eigentlich nicht veröffentlichen. Sie leitete ihn dem Haushaltsausschuss des Bundestages zu - allerdings mit geschwärzten Passagen. Inzwischen ist der Bericht aber auch der breiten Öffentlichkeit über Webangebote etwa der Initiative zugänglich.

Er sei froh, dass der Bericht nun "von allen" gelesen werden könne, sagte Spahn. Aus seiner Sicht habe "eher die vermeintliche Geheimhaltung" die aktuelle Debatte um sein Handeln als Gesundheitsminister befördert. Er werde am Mittwochnachmittag wie geplant dem Haushaltsausschuss im Bundestag "Rede und Antwort stehen".

CSU-Landesgruppenchef Hoffmann nannte den Sudhof-Bericht eine "ziemliche Räuberpistole". Quellen seien teils nicht nachvollziehbar und Fakten würden weggelassen. Hoffmann warf der SPD-Frau Sudhof vor, ihr Bericht sei kein neutrales Gutachten, sondern "parteipolitisch motiviert".

Das von Spahns Parteikollegin Warken geführte Bundesgesundheitsministerium äußerte in einer den Bericht begleitenden Einschätzung für den Haushaltsausschuss gleichfalls Bedenken. In dem Bericht würden "teilweise Tatsachen vorgetragen, die durch Quellen nicht untermauert sind", heißt es demnach. "Nur vereinzelt konnten Quellen rekonstruiert werden."

Dies wies der ehemalige SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach zurück, der den Bericht in Auftrag gegeben hatte. "Frau Sudhof hat gründlich und unparteiisch gearbeitet", schrieb er im Onlinedienst X. "Ich habe sie nie beeinflusst. Es ist nicht fair, sie zu diffamieren." Sudhofs Quellen seien im Bundesgesundheitsministerium verfügbar. "Gerne helfe ich, das Laufwerk zu finden."

Linken-Chefin Ines Schwerdtner warf Spahn vor, als Gesundheitsminister "selbstherrlich als Ich-AG gehandelt" zu haben. Ohne ausreichend Kompetenz habe er den Rat von Fachleuten ignoriert und Aufträge persönlichen Kontakten zugeschustert, sagte sie dem "Spiegel". Als Unionsfraktionschef sei er nicht mehr tragbar. Schwerdtner empfahl Spahn eine Politikpause: "Vielleicht braucht er Zeit, um fernab des Politikbetriebes sein Handeln zu reflektieren."

Kritik kam auch von den Grünen. "Wie erwartet erreicht der Sudhof-Bericht das Parlament nur mit massiven Schwärzungen, einige Seiten sind komplett geschwärzt", erklärte die Grünen-Haushaltspolitikerin Paula Piechotta. "Spahn und Warken versuchen weiterhin, immer nur das Nötigste zu sagen, während Deutschlands Steuerzahler weiterhin Milliarden verlieren wegen Spahns Maskengeschäften."

Am Mittwoch wollen Warken und Spahn im Haushaltsausschuss Stellung nehmen zu dem Bericht. Piechotta kündigte an, sie werde "sehr genau" fragen "zur Erpressbarkeit Spahns" und dazu, "warum er so oft die Interessen CDU-naher Unternehmen wichtiger fand als die Interessen der Bürgerinnen und Bürger".

Der Bundestag befasst sich am Mittwoch und Donnerstag auch im Plenum in zwei Aktuellen Stunden mit dem Sonderbericht zur Maskenbeschaffung. Sie wurden von Linken und Grünen beantragt. Union und SPD wollen die Corona-Pandemie insgesamt durch eine Enquetekommission im Bundestag aufarbeiten. Diese soll am Mittwoch eingesetzt werden.

(H.Schneide--BBZ)