Berliner Boersenzeitung - Grübeln, Chatten, Streamen: Psychisch bedingte Schlafstörungen nehmen zu

EUR -
AED 4.39647
AFN 79.010777
ALL 96.7817
AMD 453.834235
ANG 2.142963
AOA 1097.770504
ARS 1728.714548
AUD 1.697422
AWG 2.154839
AZN 2.03606
BAM 1.959479
BBD 2.410826
BDT 146.2646
BGN 2.010429
BHD 0.451359
BIF 3555.483592
BMD 1.197133
BND 1.514243
BOB 8.270527
BRL 6.218144
BSD 1.196947
BTN 110.127756
BWP 15.609305
BYN 3.381248
BYR 23463.797441
BZD 2.40732
CAD 1.614512
CDF 2702.527156
CHF 0.914657
CLF 0.026043
CLP 1028.337353
CNY 8.318156
CNH 8.313415
COP 4373.125105
CRC 592.211831
CUC 1.197133
CUP 31.724012
CVE 110.884406
CZK 24.328187
DJF 212.75416
DKK 7.467485
DOP 75.419599
DZD 154.65435
EGP 56.059366
ERN 17.956988
ETB 186.200377
FJD 2.621956
FKP 0.868641
GBP 0.866784
GEL 3.226251
GGP 0.868641
GHS 13.114581
GIP 0.868641
GMD 88.00166
GNF 10476.106643
GTQ 9.184243
GYD 250.420144
HKD 9.344996
HNL 31.588305
HRK 7.535923
HTG 156.894557
HUF 380.549872
IDR 20097.400931
ILS 3.704161
IMP 0.868641
INR 109.934056
IQD 1568.04388
IRR 50429.2077
ISK 144.996855
JEP 0.868641
JMD 187.812603
JOD 0.848796
JPY 183.318702
KES 154.514154
KGS 104.688869
KHR 4816.661042
KMF 493.218172
KPW 1077.499653
KRW 1713.586906
KWD 0.366789
KYD 0.997473
KZT 601.288873
LAK 25747.338611
LBP 102474.544325
LKR 370.335275
LRD 221.435728
LSL 18.885656
LTL 3.534821
LVL 0.724134
LYD 7.519117
MAD 10.83945
MDL 20.132798
MGA 5357.167785
MKD 61.629467
MMK 2514.472536
MNT 4270.0428
MOP 9.623167
MRU 47.746641
MUR 54.05048
MVR 18.507873
MWK 2075.496582
MXN 20.615098
MYR 4.704817
MZN 76.329328
NAD 18.885656
NGN 1661.703631
NIO 44.052706
NOK 11.415096
NPR 176.204811
NZD 1.969152
OMR 0.460301
PAB 1.196947
PEN 4.002915
PGK 5.201766
PHP 70.529025
PKR 334.819598
PLN 4.205952
PYG 8032.0796
QAR 4.363392
RON 5.097505
RSD 117.394378
RUB 90.079313
RWF 1746.378689
SAR 4.490097
SBD 9.670049
SCR 16.594223
SDG 720.018515
SEK 10.539112
SGD 1.512703
SHP 0.898159
SLE 29.091786
SLL 25103.269553
SOS 682.882058
SRD 45.495226
STD 24778.226215
STN 24.546083
SVC 10.473663
SYP 13239.776792
SZL 18.879445
THB 37.386326
TJS 11.179589
TMT 4.189964
TND 3.427835
TOP 2.882408
TRY 52.027807
TTD 8.124253
TWD 37.561827
TZS 3070.644609
UAH 51.226874
UGX 4257.99405
USD 1.197133
UYU 45.295038
UZS 14565.345295
VES 429.143458
VND 31125.445585
VUV 143.139968
WST 3.252382
XAF 657.190824
XAG 0.010137
XAU 0.00022
XCD 3.23531
XCG 2.15725
XDR 0.816474
XOF 657.190824
XPF 119.331742
YER 285.394994
ZAR 18.826046
ZMK 10775.631872
ZMW 23.669438
ZWL 385.476184
  • EUR/USD

    -0.0039

    1.1933

    -0.33%

  • Euro STOXX 50

    -41.2500

    5891.95

    -0.7%

  • MDAX

    -406.6900

    31233.68

    -1.3%

  • DAX

    -513.3300

    24309.46

    -2.11%

  • TecDAX

    -146.4500

    3577.09

    -4.09%

  • SDAX

    -331.8300

    17987.96

    -1.84%

  • Goldpreis

    79.9000

    5434.7

    +1.47%

Grübeln, Chatten, Streamen: Psychisch bedingte Schlafstörungen nehmen zu
Grübeln, Chatten, Streamen: Psychisch bedingte Schlafstörungen nehmen zu / Foto: SEBASTIAN WIDMANN - AFP/Archiv

Grübeln, Chatten, Streamen: Psychisch bedingte Schlafstörungen nehmen zu

Eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland liegt nachts wach. Laut einer am Dienstag in Hannover veröffentlichten Analyse der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) stieg die Zahl der ambulanten Diagnosen psychisch bedingter Schlafstörungen ohne organische Ursache zwischen 2014 und 2024 um 73,5 Prozent. Besonders betroffen sind demnach junge Erwachsene der sogenannten Generation Z.

Textgröße:

Allein von 2023 auf 2024 stiegen die Diagnosen psychisch bedingter Schlafstörungen um rund neun Prozent. Zu nicht organisch bedingten Schlafstörungen zählen demnach Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie Albträume und Angsttraumstörungen, wie sie unter hohen psychischen Belastungen entstehen können.

In der Generation Z nahmen die Fälle wie in keiner anderen Altersgruppe zu. So registrierte die Kasse im Zehnjahresvergleich bei den 25- bis 29-Jährigen einen Zuwachs an Schlafproblemen um gut 113 Prozent. Im Fünfjahresvergleich und in den vergangenen beiden Jahren machten die Diagnosen hingegen bei den 20- bis 24-Jährigen den größten Sprung - von 2019 auf 2024 um 45 Prozent, von 2023 auf 2024 um gut 15 Prozent.

Ursachen für nächtliches Wachliegen können unter anderem Konflikte und Überforderung in Beruf und Privatleben sein, traumatische oder belastende Ereignisse wie der Verlust eines nahestehenden Menschen oder "der Dauerkrisenmodus in Deutschland und der Welt". Auch die Nutzung digitaler Medien, ein voller oder leerer Magen, Alkohol, Nikotin und Sport kurz vor dem Zubettgehen gelten als Schlafräuber.

Laut einer Befragung unter 500 gesetzlich und privat Versicherten leidet derzeit mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) an mindestens drei Tagen pro Woche unter Schlafproblemen. Sie schlafen abends schlecht ein oder sind nachts häufiger wach. Die meisten davon (62 Prozent) geben an, dass ihre Gedanken dann häufig um Probleme und Sorgen kreisen.

Gut die Hälfte fühlt sich durch schlechten Schlaf tagsüber weniger leistungsfähig. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) ist häufig gereizt. 28 Prozent schlafen schlechter ein, wenn sie vor dem Zubettgehen auf das Smartphone oder einen anderen Bildschirm starren. Das sorgt für eine verzögerte Ausschüttung von Schlafhormonen und eine erhöhte geistige Aktivität, was wiederum zu einem unruhigen Schlaf führt.

Bei jungen Erwachsenen kann das ein Grund für Schlafprobleme sein. Zugleich sind sie laut Analyse mit Zukunftsängsten durch wirtschaftliche Unsicherheit und soziale Ungleichheit konfrontiert, was zu einem vermehrten Stressempfinden führen kann. Viele jüngere Menschen haben zudem eine unregelmäßige Schlafroutine, gehen spät ins Bett und schlafen lange, was den natürlichen Schlafrhythmus aus dem Lot bringen kann.

"Auf Dauer können Schlafstörungen und regelmäßiger Schlafentzug der Gesundheit schaden", warnte KKH-Expertin Aileen Könitz. Dadurch erhöhten sich beispielsweise die Infektanfälligkeit sowie das Risiko für Depressionen und Angststörungen oder Herzkreislauferkrankungen. Andererseits könnten Schlafstörungen auch eine Folge von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder posttraumatischen Belastungsstörungen sein.

Die KKH wertete Versichertendaten zu nichtorganischen Schlafstörungen von 2014 bis 2024 aus und befragte im Juli 500 gesetzlich und privat Versicherten.

(B.Hartmann--BBZ)