Berliner Boersenzeitung - Behörden nehmen offenbar erstmals Kontakt mit Telegram-Betreibern auf

EUR -
AED 3.98297
AFN 79.787047
ALL 103.769575
AMD 438.837863
ANG 1.954052
AOA 901.25291
ARS 912.252337
AUD 1.657279
AWG 1.952172
AZN 1.839658
BAM 1.953072
BBD 2.189142
BDT 118.993772
BGN 1.956398
BHD 0.408762
BIF 3108.291502
BMD 1.08454
BND 1.456525
BOB 7.508442
BRL 5.351232
BSD 1.084185
BTN 89.816403
BWP 14.913754
BYN 3.548145
BYR 21256.983054
BZD 2.185356
CAD 1.467128
CDF 3004.175779
CHF 0.953743
CLF 0.038577
CLP 1064.454604
CNY 7.806303
COP 4264.302636
CRC 557.815616
CUC 1.08454
CUP 28.740309
CVE 110.622972
CZK 25.320865
DJF 192.744875
DKK 7.453932
DOP 63.689635
DZD 145.742104
EGP 33.508377
ERN 16.268099
ETB 61.509663
FJD 2.456754
FKP 0.855252
GBP 0.855181
GEL 2.885027
GGP 0.855252
GHS 13.638115
GIP 0.855252
GMD 73.646041
GNF 9324.33517
GTQ 8.462101
GYD 226.841023
HKD 8.48595
HNL 26.864162
HRK 7.624419
HTG 143.928938
HUF 390.970151
IDR 16986.173178
ILS 3.913335
IMP 0.855252
INR 89.916171
IQD 1420.747337
IRR 45596.77204
ISK 149.319398
JEP 0.855252
JMD 169.016879
JOD 0.768961
JPY 163.220032
KES 158.3427
KGS 96.990582
KHR 4424.922657
KMF 492.327523
KPW 976.079919
KRW 1445.306715
KWD 0.333703
KYD 0.903513
KZT 488.008029
LAK 22634.348241
LBP 97283.233238
LKR 336.715654
LRD 206.919766
LSL 20.692943
LTL 3.202364
LVL 0.656028
LYD 5.249568
MAD 10.914857
MDL 19.298863
MGA 4929.234134
MKD 61.567596
MMK 2276.824918
MNT 3690.447716
MOP 8.738512
MRU 43.306058
MUR 49.574634
MVR 16.70496
MWK 1825.280587
MXN 18.511091
MYR 5.164605
MZN 68.868691
NAD 20.692998
NGN 1712.575688
NIO 39.878346
NOK 11.42219
NPR 143.705925
NZD 1.757508
OMR 0.417484
PAB 1.084141
PEN 4.122322
PGK 4.03964
PHP 60.838893
PKR 303.13376
PLN 4.30604
PYG 7893.645446
QAR 3.948268
RON 4.96676
RSD 117.204051
RUB 99.831781
RWF 1400.683348
SAR 4.067506
SBD 9.191677
SCR 14.794683
SDG 651.808084
SEK 11.178467
SGD 1.457402
SHP 1.375468
SLE 24.409226
SLL 21419.663901
SOS 619.814351
SRD 38.28752
STD 22447.787323
SVC 9.486311
SYP 14100.970489
SZL 20.693241
THB 38.901982
TJS 11.882707
TMT 3.806735
TND 3.383493
TOP 2.56228
TRY 33.777782
TTD 7.359651
TWD 34.284589
TZS 2765.576565
UAH 41.505497
UGX 4263.044739
USD 1.08454
UYU 42.36886
UZS 13589.285546
VEF 3906628.855253
VES 39.071137
VND 26717.641711
VUV 130.108178
WST 2.953272
XAF 655.023845
XAG 0.048267
XAU 0.000534
XCD 2.931024
XDR 0.816936
XOF 654.507998
XPF 119.331742
YER 271.514328
ZAR 20.695301
ZMK 9762.159729
ZMW 25.15363
ZWL 349.221422
  • MDAX

    179.0300

    25964.82

    +0.69%

  • TecDAX

    26.6400

    3427.32

    +0.78%

  • DAX

    133.2600

    17556.49

    +0.76%

  • SDAX

    143.5100

    13884.12

    +1.03%

  • Euro STOXX 50

    21.4500

    4885.74

    +0.44%

  • Goldpreis

    -4.4000

    2039.7

    -0.22%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.0847

    -0.06%

Behörden nehmen offenbar erstmals Kontakt mit Telegram-Betreibern auf
Behörden nehmen offenbar erstmals Kontakt mit Telegram-Betreibern auf

Behörden nehmen offenbar erstmals Kontakt mit Telegram-Betreibern auf

Das Bundesinnenministerium hat laut eigenen Angaben nach anhaltendem Druck einen direkten Kontakt zur Konzernspitze des umstrittenen Messengerdienstes Telegram herstellen können. Ein Ministeriumssprecher sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben), dass am Mittwoch "ein konstruktives Gespräch mit Vertretern aus der Konzernspitze von Telegram per Videokonferenz" stattgefunden habe.

Textgröße:

Das Gespräch habe demnach Staatssekretär Markus Richter aus dem Bundesinnenministerium mit weiteren Vertretern des Bundesinnen- und des Bundesjustizministeriums geführt. Dabei habe die Spitze von Telegram ihre größtmögliche Kooperationsbereitschaft mit den deutschen Behörden erklärt. Für den künftigen direkten Austausch sei von Telegram ein hochrangiger Ansprechpartner benannt worden. Der Kontakt sei demnach über eine von der Suchmaschine Google vermittelte Emailadresse zustande gekommen.

Der Ministeriumssprecher sagte dem RND: "Das Bundesinnenministerium wertet diesen hergestellten Kontakt als großen Erfolg und wird den weiteren Austausch mit Telegram fördern und intensivieren."

Telegram gilt als Hauptmedium für die Koordination der Proteste gegen Corona-Maßnahmen und steht wegen der Verbreitung von Morddrohungen gegen Politiker sowie Falschmeldungen in der Kritik. Die Sicherheitsbehörden hatten sich lange um einen Kontakt zu den Menschen hinter der Plattform bemüht, die sich nicht an Aufforderungen zum Löschen von Hassbotschaften und illegalen Inhalten hielten. Einige Politiker hatten deshalb mit der Blockierung des Dienstes in Deutschland gedroht, falls sich Telegram nicht an hiesige Gesetze halte.

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) drohte den Plattformbetreibern in der "Rheinischen Post" und dem "General-Anzeiger" (Freitagsausgaben) unterdessen mit der Vollstreckung von Vermögen und strafrechtlicher Verfolgung auch außerhalb der EU. "Die Rechtslage ist eindeutig", sagte er den Zeitungen. "Wir werden beispielsweise prüfen, ob und wo Telegram Vermögen hat, in das wir im Falle eines rechtskräftigen Bußgeldbescheides vollstrecken können."

Telegram sei mehr als ein Messengerdienst. Es biete die öffentlichen Funktionen eines sozialen Netzwerkes und müsse sich an das dafür gültige deutsche Recht halten. "Dazu gehört unter anderem, einen Ansprechpartner für deutsche Behörden zu benennen, wenn auf Telegram zu Straftaten aufgerufen wird, indem zum Beispiel sogenannte Feindeslisten veröffentlicht werden." Telegram komme dieser Verpflichtung nicht nach.

Gegenwärtig würden zwei Bußgeldverfahren gegen Telegram geführt, betonte Buschmann. Es sei allerdings nicht gelungen, die dazu fälligen Bescheide für eine Anhörung dem Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch erfolgreich zuzustellen. "Als nächstes werden wir deshalb den Weg der öffentlichen Zustellung gehen, indem wir eine Benachrichtigung im Bundesanzeiger veröffentlichen. Wir werden also nicht lockerlassen."

Die Herausforderung liege allerdings darin, deutsches oder europäisches Recht auch durchzusetzen, wenn ein Unternehmen wie Telegram seinen Sitz in Dubai und somit außerhalb der EU habe. "Uns fehlen also keine Strafrechtsnormen oder Gesetze, aber es braucht eine gewisse Ausdauer, um an das Unternehmen heranzukommen", sagte Buschmann den Zeitungen und bekräftigte: "Die haben wir."

(G.Gruner--BBZ)