Berliner Boersenzeitung - Stiftung: In diesem Jahr droht Rückgang bei Organspenden

EUR -
AED 4.236712
AFN 72.665956
ALL 96.022799
AMD 435.257147
ANG 2.064731
AOA 1057.692942
ARS 1577.615487
AUD 1.673332
AWG 2.079053
AZN 1.959043
BAM 1.956126
BBD 2.321548
BDT 141.427264
BGN 1.971564
BHD 0.434867
BIF 3425.679234
BMD 1.153427
BND 1.481286
BOB 7.982539
BRL 6.04304
BSD 1.152622
BTN 108.616468
BWP 15.847124
BYN 3.461467
BYR 22607.176092
BZD 2.318227
CAD 1.598767
CDF 2636.160519
CHF 0.916969
CLF 0.02706
CLP 1068.465647
CNY 7.971856
CNH 7.981481
COP 4256.412216
CRC 534.403019
CUC 1.153427
CUP 30.565825
CVE 110.584829
CZK 24.514256
DJF 204.987513
DKK 7.473747
DOP 68.62749
DZD 153.44429
EGP 60.791277
ERN 17.30141
ETB 181.261143
FJD 2.603748
FKP 0.862574
GBP 0.865128
GEL 3.108482
GGP 0.862574
GHS 12.641647
GIP 0.862574
GMD 84.776091
GNF 10124.205613
GTQ 8.8177
GYD 241.146487
HKD 9.028625
HNL 30.588869
HRK 7.537188
HTG 150.949099
HUF 388.174552
IDR 19516.509832
ILS 3.603426
IMP 0.862574
INR 108.853956
IQD 1510.989831
IRR 1514796.140719
ISK 143.428837
JEP 0.862574
JMD 181.15021
JOD 0.817785
JPY 184.217354
KES 149.90357
KGS 100.866941
KHR 4631.0108
KMF 492.514024
KPW 1038.151282
KRW 1745.944431
KWD 0.354345
KYD 0.960585
KZT 555.29464
LAK 25072.63066
LBP 103317.104717
LKR 362.509883
LRD 211.881873
LSL 19.666067
LTL 3.405771
LVL 0.697697
LYD 7.358381
MAD 10.773007
MDL 20.245991
MGA 4815.5589
MKD 61.644478
MMK 2422.178729
MNT 4133.684892
MOP 9.288331
MRU 46.263695
MUR 53.772525
MVR 17.83222
MWK 2002.350632
MXN 20.700589
MYR 4.606826
MZN 73.715389
NAD 19.665942
NGN 1598.027908
NIO 42.353842
NOK 11.182362
NPR 173.786748
NZD 2.002067
OMR 0.443541
PAB 1.152617
PEN 3.990279
PGK 4.970691
PHP 69.286624
PKR 322.094446
PLN 4.278581
PYG 7543.851871
QAR 4.217508
RON 5.099076
RSD 117.44313
RUB 93.864533
RWF 1684.003933
SAR 4.327353
SBD 9.275834
SCR 16.001761
SDG 693.209747
SEK 10.869334
SGD 1.482619
SHP 0.865369
SLE 28.316572
SLL 24186.807336
SOS 659.185069
SRD 43.325069
STD 23873.617418
STN 24.625674
SVC 10.085857
SYP 128.541255
SZL 19.665916
THB 37.959213
TJS 11.030826
TMT 4.04853
TND 3.372049
TOP 2.777176
TRY 51.180109
TTD 7.823508
TWD 36.846272
TZS 2970.07571
UAH 50.577712
UGX 4287.807994
USD 1.153427
UYU 46.728198
UZS 14060.279504
VES 537.518075
VND 30393.964142
VUV 137.284769
WST 3.171384
XAF 656.080632
XAG 0.01693
XAU 0.000263
XCD 3.117195
XCG 2.077391
XDR 0.813675
XOF 653.41757
XPF 119.331742
YER 275.266181
ZAR 19.750156
ZMK 10382.238471
ZMW 21.641078
ZWL 371.403137
  • DAX

    -344.1100

    22612.97

    -1.52%

  • MDAX

    -556.5400

    28264.78

    -1.97%

  • TecDAX

    -54.3300

    3423.19

    -1.59%

  • SDAX

    -278.5900

    16626.81

    -1.68%

  • Goldpreis

    25.3000

    4401.6

    +0.57%

  • EUR/USD

    -0.0024

    1.1541

    -0.21%

  • Euro STOXX 50

    -83.4000

    5565.93

    -1.5%

Stiftung: In diesem Jahr droht Rückgang bei Organspenden
Stiftung: In diesem Jahr droht Rückgang bei Organspenden / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Stiftung: In diesem Jahr droht Rückgang bei Organspenden

In Deutschland zeichnet sich in diesem Jahr ein Rückgang bei den Organspenden ab. "Der Organmangel hat sich im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verschärft", erklärte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt am Main zu ihrem Jahreskongress. So sank die Zahl der Organspender bis Oktober auf 710 - ein Rückgang um 65 oder 8,4 Prozent.

Textgröße:

Auch die Zahl der nach dem Tod gespendeten Organe, die für eine Transplantation an die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant gemeldet wurden, sank zwischen Januar und Oktober um zehn Prozent auf 2178. Das ist der niedrigste Wert der vergangenen zehn Jahre. Insgesamt konnten bisher 2293 Organe aus dem Eurotransplant-Verbund in Deutschland transplantiert werden, im Vergleichszeitraum 2021 waren es mit 2492 rund 200 mehr. Derzeit warten etwa 8500 Schwerkranke auf ein Spenderorgan.

Der medizinische DSO-Vorstand Axel Rahmel äußert sich besorgt über die aktuelle Entwicklung. Nach dem dramatischen Einbruch der Organspendezahlen um beinahe 30 Prozent im ersten Quartal 2022 habe es in den vergangenen Monaten zwar eine gewisse Stabilisierung gegeben. Insgesamt bleibe die Situation für die Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten und ihre Angehörigen allerdings "im höchsten Maße bedrückend", erklärte Rahmel.

Für den Rückgang der Spenderzahlen sieht die DSO mehrere Gründe. Die Realisierung möglicher Organspenden werde unter anderem durch die Pandemie "ausgebremst", die noch immer das Gesundheitssystem belaste. Vor allem zu Beginn der Omikron-Welle hatte es hohe Personalausfälle in den Kliniken geben. Auch die gesetzlichen Initiativen zur Förderung der Organspende konnten nicht im geplanten Maß umgesetzt werden. So verzögert sich die Einführung des digitalen Organspenderegisters, das Kernstück der Organspendereform ist, weiter.

Hinzu kommt laut DSO der eklatante Personalmangel in vielen Kliniken. "Die Organspende ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die nicht nur intensivmedizinische Expertise, sondern auch Zeit und Ressourcen braucht", betont Rahmel. Gerade für kleinere Häuser sei sie eine zusätzliche Herausforderung. Bis Ende Februar wurden zudem Sars-CoV-2-positive Spender von einer möglichen Organspende ausgeschlossen.

DSO-Chef Rahmel forderte zur Erhöhung der Organspenden weitere Maßnahmen und dringt auf die Einführung der Widerspruchslösung. Alle dem Eurotransplant-Verbund angeschlossenen Mitgliedsstaaten hätten inzwischen die Widerspruchsregelung eingeführt. Diese schaffe "die Voraussetzungen für einen Kulturwandel bei der Organspende", erklärte er.

Bei diesem Modell soll jeder Bürger als möglicher Organspender gelten, der zu Lebzeiten keinen Widerspruch erklärt oder dessen nächste Angehörige keinen Widerspruch bekannt machen. Der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und sein Nachfolger Karl Lauterbach (SPD) kämpften Anfang 2020 für eine doppelte Widerspruchslösung, erhielten aber keine Mehrheit. In Deutschland gilt nach wie vor die sogenannte Entscheidungslösung, bei der die Bürger freiwillig ihre Entscheidung dokumentieren sollen.

(A.Lehmann--BBZ)