Berliner Boersenzeitung - Auch die Niederlande drohen mit ESC-Boykott bei Teilnahme Israels

EUR -
AED 4.185954
AFN 72.947589
ALL 94.294632
AMD 417.830324
ANG 2.040717
AOA 1045.205368
ARS 1683.774482
AUD 1.652987
AWG 2.051656
AZN 1.936427
BAM 1.957791
BBD 2.287406
BDT 139.692031
BGN 1.927281
BHD 0.42823
BIF 3384.485685
BMD 1.139809
BND 1.473518
BOB 7.848117
BRL 5.900221
BSD 1.13574
BTN 107.155009
BWP 15.497553
BYN 3.232172
BYR 22340.254248
BZD 2.284202
CAD 1.61687
CDF 2587.365958
CHF 0.921797
CLF 0.026609
CLP 1047.267556
CNY 7.755088
CNH 7.754826
COP 3916.759484
CRC 516.91877
CUC 1.139809
CUP 30.204936
CVE 110.378679
CZK 24.26106
DJF 202.242967
DKK 7.474986
DOP 66.927167
DZD 151.937634
EGP 56.431257
ERN 17.097133
ETB 179.123465
FJD 2.582924
FKP 0.862513
GBP 0.862647
GEL 3.014799
GGP 0.862513
GHS 12.774212
GIP 0.862513
GMD 83.206091
GNF 9951.987623
GTQ 8.664924
GYD 237.635784
HKD 8.938364
HNL 30.389498
HRK 7.53345
HTG 148.444185
HUF 354.030908
IDR 20395.740282
ILS 3.415266
IMP 0.862513
INR 107.583366
IQD 1487.838853
IRR 1567294.214566
ISK 144.02629
JEP 0.862513
JMD 178.999641
JOD 0.808094
JPY 184.143532
KES 147.607196
KGS 99.676239
KHR 4573.750637
KMF 494.677183
KPW 1025.8284
KRW 1754.256722
KWD 0.352884
KYD 0.946479
KZT 550.449323
LAK 25242.107599
LBP 101708.364882
LKR 382.76589
LRD 206.698345
LSL 18.808453
LTL 3.36556
LVL 0.689459
LYD 7.293319
MAD 10.692259
MDL 20.159851
MGA 4841.859197
MKD 61.637914
MMK 2392.971959
MNT 4080.792105
MOP 9.171825
MRU 45.111273
MUR 54.380594
MVR 17.610087
MWK 1969.376428
MXN 19.991963
MYR 4.663073
MZN 72.832523
NAD 18.808453
NGN 1566.52989
NIO 41.79341
NOK 11.286559
NPR 171.447061
NZD 2.017627
OMR 0.438256
PAB 1.135775
PEN 3.886652
PGK 4.984002
PHP 69.821231
PKR 316.069401
PLN 4.286759
PYG 6939.995289
QAR 4.139964
RON 5.239589
RSD 117.401001
RUB 87.877339
RWF 1668.974951
SAR 4.264217
SBD 9.177687
SCR 16.007841
SDG 683.885259
SEK 11.07277
SGD 1.475243
SHP 0.850982
SLE 28.280114
SLL 23901.2267
SOS 649.051375
SRD 42.537564
STD 23591.742763
STN 24.524612
SVC 9.938279
SYP 125.985468
SZL 18.805873
THB 38.063948
TJS 10.49996
TMT 3.989331
TND 3.372273
TOP 2.744387
TRY 53.143533
TTD 7.713978
TWD 36.32035
TZS 2986.796222
UAH 51.068251
UGX 4202.346435
USD 1.139809
UYU 45.566929
UZS 13642.871264
VES 707.539771
VND 29970.704864
VUV 136.721107
WST 3.174934
XAF 656.615967
XAG 0.019708
XAU 0.000282
XCD 3.080391
XCG 2.046917
XDR 0.81662
XOF 656.615967
XPF 119.331742
YER 271.986885
ZAR 18.756463
ZMK 10259.644484
ZMW 20.499663
ZWL 367.017998
  • DAX

    -298.7000

    24696.13

    -1.21%

  • Euro STOXX 50

    -49.6400

    6217.89

    -0.8%

  • SDAX

    -239.0000

    17615.48

    -1.36%

  • MDAX

    -383.8100

    31588.83

    -1.22%

  • Goldpreis

    18.8000

    4066.4

    +0.46%

  • TecDAX

    -55.7500

    3836.97

    -1.45%

  • EUR/USD

    0.0028

    1.1405

    +0.25%

Auch die Niederlande drohen mit ESC-Boykott bei Teilnahme Israels
Auch die Niederlande drohen mit ESC-Boykott bei Teilnahme Israels / Foto: Maya Levin - AFP

Auch die Niederlande drohen mit ESC-Boykott bei Teilnahme Israels

Nach Ländern wie Irland wollen auch die Niederlande den European Song Contest (ESC) im Falle einer Teilnahme Israels boykottieren. Wenn Israel nicht von dem Wettbewerb im kommenden Jahr ausgeschlossen werde, nähmen die Niederlande nicht teil, erklärte der niederländische Sender Avotros am Freitag unter Verweis auf die katastrophale Lage im Gazastreifen. Eurovision-Direktor Martin Green äußerte Verständnis für die "Bedenken" angesichts des anhaltenden Konflikts.

Textgröße:

Wenn die verantwortliche Europäische Rundfunkunion (EBU) entscheide, Israel nicht zuzulassen, seien die Niederlande kommendes Jahr "gerne" dabei, erklärte Avotros. Der Sender begründete seine Boykottdrohung mit dem "anhaltenden und schwerwiegenden menschlichen Leid" im Gazastreifen. Zudem verwies er auf "ernsthafte Verletzungen der Pressefreiheit" im Gazastreifen durch Israel sowie auf "Einmischungen" in die Organisation des vergangenen ESC im schweizerischen Basel.

Israel habe die Musikveranstaltung im Mai "als politisches Instrument genutzt" und dies widerspreche dem "apolitischen Wesen" dieses Wettbewerbs, erklärte der niederländische Sender. Beim ESC in Basel war Yuval Raphael, eine Überlebendes des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023, für Israel mit dem Song "New day will rise" angetreten.

Am Donnerstag hatte bereits der irische Rundfunksender RTE einen ESC-Boykott angedroht und erklärt, aus seiner Sicht wäre eine Teilnahme Israels "angesichts des anhaltenden und entsetzlichen Verlusts von Menschenleben" im Gazastreifen unverantwortlich. Irland ist ein ESC-Schwergewicht, es hat den Musikwettbewerb schon sieben Mal gewonnen.

"Wir verstehen die Bedenken und tiefen Überzeugungen hinsichtlich des anhaltenden Konflikts im Nahen Osten", erklärte ESC-Direktor Green in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP. Im Juli hatte der ESC Konsultationen aller EBU-Mitgliedstaaten zu der Problematik angekündigt. Demnach sollte diskutiert werden, "wie wir mit der Teilnahme, geopolitischen Spannungen umgehen und wie andere Organisationen mit ähnlichen Herausforderungen umgegangen sind".

Laut Green laufen diese Konsultationen noch. Die Sender hätten bis Mitte Dezember Zeit mitzuteilen, ob sie im Mai in Wien dabei seien. Der ESC werde "jede Entscheidung respektieren, die die Sender treffen".

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte bereits im Mai den Ausschluss Israels von dem Musikwettbewerb gefordert. Wie die Regierung in Dublin kritisiert auch seine Regierung regelmäßig das Vorgehen der israelischen Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Der ESC in Wien ist bereits die 70. Ausgabe des Musikwettbewerbs. Mit jährlich rund 170 Millionen Zuschauern ist er das größte im Fernsehen übertragene Musikereignis der Welt. An dem farbenfrohen Spektakel nehmen üblicherweise mehr als 35 Ländern teil, Deutschland hat einen Stammplatz. Finanziert wird der Wettbewerb von den Mitgliedern der Europäischen Rundfunkunion (EBU).

Bereits die vergangenen beiden Wettbewerbe in Basel und im schwedischen Malmö waren von Kontroversen über Israels Kriegsführung im Gazastreifen überschattet worden.

Den Krieg im Gazastreifen hatten die Hamas und ihre Verbündeten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Bei dem Großangriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet und 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 47 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 25 von ihnen sind nach israelischen Angaben bereits tot.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bislang mehr als 64.600 Menschen getötet. Die UNO hat für Teile des Gazastreifens eine Hungersnot festgestellt.

(T.Renner--BBZ)