Berliner Boersenzeitung - FDP-Parteitag stellt sich hinter Forderung nach Waffenlieferungen

EUR -
AED 4.198746
AFN 72.027437
ALL 95.86206
AMD 431.78058
ANG 2.046593
AOA 1048.401651
ARS 1598.59809
AUD 1.629093
AWG 2.057931
AZN 1.946836
BAM 1.95299
BBD 2.306581
BDT 140.527788
BGN 1.954244
BHD 0.431609
BIF 3399.807863
BMD 1.143295
BND 1.465491
BOB 7.913613
BRL 6.101876
BSD 1.145252
BTN 105.710351
BWP 15.605613
BYN 3.388624
BYR 22408.579285
BZD 2.303186
CAD 1.56796
CDF 2580.416172
CHF 0.903826
CLF 0.026658
CLP 1052.620475
CNY 7.88485
CNH 7.890221
COP 4222.828168
CRC 538.827014
CUC 1.143295
CUP 30.297314
CVE 110.107044
CZK 24.460822
DJF 203.936547
DKK 7.471981
DOP 70.359065
DZD 151.640297
EGP 60.04596
ERN 17.149423
ETB 178.761853
FJD 2.540687
FKP 0.859503
GBP 0.862776
GEL 3.121081
GGP 0.859503
GHS 12.437104
GIP 0.859503
GMD 84.033056
GNF 10040.342872
GTQ 8.782401
GYD 239.595236
HKD 8.950958
HNL 30.314512
HRK 7.532942
HTG 150.159332
HUF 392.479443
IDR 19439.442529
ILS 3.586748
IMP 0.859503
INR 105.697035
IQD 1500.247787
IRR 1511121.400458
ISK 144.203925
JEP 0.859503
JMD 179.692219
JOD 0.810553
JPY 182.180041
KES 147.824753
KGS 99.98079
KHR 4592.371745
KMF 492.759942
KPW 1028.965312
KRW 1711.272575
KWD 0.351266
KYD 0.954331
KZT 560.655699
LAK 24539.688735
LBP 102552.832105
LKR 356.415579
LRD 209.569358
LSL 19.234523
LTL 3.375853
LVL 0.691568
LYD 7.307485
MAD 10.786179
MDL 19.978252
MGA 4755.178355
MKD 61.63634
MMK 2400.245131
MNT 4080.393301
MOP 9.232056
MRU 45.820067
MUR 53.436996
MVR 17.664024
MWK 1985.751297
MXN 20.413988
MYR 4.497148
MZN 73.068037
NAD 19.234607
NGN 1586.767474
NIO 42.139548
NOK 11.144552
NPR 169.136362
NZD 1.968262
OMR 0.439598
PAB 1.145152
PEN 3.949317
PGK 5.007794
PHP 68.540962
PKR 319.76907
PLN 4.270784
PYG 7388.368543
QAR 4.163028
RON 5.095547
RSD 117.422553
RUB 92.41403
RWF 1671.20254
SAR 4.29147
SBD 9.205487
SCR 17.02737
SDG 687.120342
SEK 10.786004
SGD 1.465069
SHP 0.857767
SLE 28.067799
SLL 23974.333974
SOS 653.362704
SRD 42.92844
STD 23663.895329
STN 24.464797
SVC 10.020625
SYP 126.362642
SZL 19.228331
THB 37.133099
TJS 10.976853
TMT 4.001532
TND 3.386841
TOP 2.752779
TRY 50.513259
TTD 7.766858
TWD 36.691537
TZS 2978.283153
UAH 50.502451
UGX 4305.804184
USD 1.143295
UYU 46.004004
UZS 13828.041733
VES 506.141923
VND 30040.072485
VUV 135.198356
WST 3.127157
XAF 655.017331
XAG 0.014233
XAU 0.000228
XCD 3.089812
XCG 2.063939
XDR 0.814631
XOF 655.01447
XPF 119.331742
YER 272.732354
ZAR 19.25994
ZMK 10291.026055
ZMW 22.290925
ZWL 368.140479
  • Euro STOXX 50

    -40.0200

    5676.59

    -0.71%

  • MDAX

    -183.9600

    28635.5

    -0.64%

  • DAX

    -97.1600

    23350.13

    -0.42%

  • TecDAX

    -27.0600

    3547.33

    -0.76%

  • SDAX

    -119.0100

    16665.92

    -0.71%

  • Goldpreis

    -72.7000

    4989

    -1.46%

  • EUR/USD

    0.0029

    1.1452

    +0.25%

FDP-Parteitag stellt sich hinter Forderung nach Waffenlieferungen
FDP-Parteitag stellt sich hinter Forderung nach Waffenlieferungen / Foto: John MACDOUGALL - AFP

FDP-Parteitag stellt sich hinter Forderung nach Waffenlieferungen

Der FDP-Bundesparteitag in Berlin hat sich klar hinter die Forderung nach Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gestellt. Mit sehr großer Mehrheit stimmten die Delegierten am Samstagabend einem entsprechenden Antrag des Bundesvorstands zu. Darin heißt es: "Das wichtigste und kurzfristig wirksamste Mittel, um den russischen Vormarsch zu stoppen, ist die deutliche Intensivierung und Beschleunigung der Lieferung hochwirksamer und dabei auch schwerer Waffen an die ukrainische Armee."

Textgröße:

Deutschland müsse diese Waffen so liefern, dass sie schnell von der Ukraine eingesetzt werden könnten, heißt es in dem Beschluss. Zusätzlich müsse die ukrainische Armee unterstützt werden durch die "schnelle Bereitstellung von Rüstungsgütern durch die deutsche Industrie, für die Deutschland wie angekündigt die Finanzierung übernimmt".

Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte vor dem Votum eindringlich für die Annahme des Antrags geworben - und erntete dafür stehende Ovationen und lang anhaltenden Beifall der Delegierten. "Das Gebot der Stunde ist, den Ukrainern auch schwere Waffen zu liefern", sagte sie. "Die Ukraine muss sich zur Wehr setzen können." Die Devise für die deutsche Ukraine-Politik müsse lauten: "Nicht zaudern, nicht zögern - Kühnheit und Mut."

Strack-Zimmermann hatte sich in den vorangegangenen Tagen wiederholt mit Kritik an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zu Wort gemeldet, dem sie in der Frage der Waffenlieferungen zu große Zögerlichkeit vorwarf. Zahlreiche Delegierte griffen diese Kritik in ihren Redebeiträgen auf dem Parteitag auf.

Der neue FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai wies bei der Einbringung des Antrags auf die Eilbedürftigkeit hin. "Worte alleine zählen nicht, es zählen Taten, es kommt auf jede Stunde an", sagte er. Für das deutsche Engagement zugunsten der Ukraine müssten allerdings zwei rote Linien gelten, machte er klar: "Unsere eigene Verteidigungsfähigkeit darf nicht beeinträchtigt werden und Deutschland darf keine Kriegspartei werden."

Auch FDP-Chef Christian Lindner hatte sich in seiner Parteitagsrede für die Lieferung schwerer Waffen ausgesprochen. In der Ukraine werde gekämpft "um die Werte, die uns wichtig sind", sagte Lindner. "Deshalb muss die Ukraine diesen Krieg gewinnen, und die Ukraine wird diesen Krieg gewinnen, denn alles andere wäre eine Einladung zur Wiederholung" an die Adresse des Aggressors Russland.

FDP-Fraktionschef Christian Dürr sprach sich ebenfalls für die Annahme des Antrags aus. Die Lieferungen an die Ukraine seien "auch im sicherheitspolitischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland, und deshalb werden wir schwere Waffen liefern".

FDP-Parlamentsgeschäftsführer Johannes Vogel rief angesichts der Waffendebatte dazu auf, das Verhältnis zur Bundeswehr in Deutschland grundsätzlich zu überdenken. Die sicherheitspolitische Debatte in Deutschland sei in den vergangenen Jahren von einem "Vulgärpazifismus" geprägt gewesen, kritisierte er. Soldaten würden auf der Straße angespuckt, Offiziere würden aus Schulen verbannt. "Das müssen wir ändern", sagte Vogel.

In dem Beschluss zollte der FDP-Bundesparteitag zudem den Kämpferinnen und Kämpfern in der Ukraine "höchsten Respekt". "Ihr entschlossener Überlebenskampf ist auch ein Kampf für die uns mit der Ukraine verbindenden europäischen Werte", heißt es in dem Papier.

Der Beschluss erhebt noch eine Reihe weiterer Forderungen: die Verschärfung der EU-Sanktionen gegen die russische Führung, die weitere Isolierung der russischen Wirtschaft und die Erteilung humanitärer EU-Visa an russische Deserteurinnen und Deserteure.

Zudem richtet sich der Beschluss gegen den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD), der seit Jahren für russische Konzerne tätig ist: Die finanzielle Unterstützung des Bundes für "aktive Kreml-Unterstützer wie Altkanzler Gerhard Schröder" solle auf ein Mindestmaß reduziert werden.

(K.Lüdke--BBZ)