Berliner Boersenzeitung - Verbände und Opposition fordern von Bundesregierung besseren Hitzeschutz

EUR -
AED 4.294567
AFN 74.242338
ALL 95.860889
AMD 433.652521
ANG 2.092694
AOA 1073.305184
ARS 1638.767571
AUD 1.631336
AWG 2.107444
AZN 1.986399
BAM 1.954234
BBD 2.355139
BDT 143.504399
BGN 1.950308
BHD 0.441243
BIF 3478.305015
BMD 1.169178
BND 1.491705
BOB 8.110501
BRL 5.827244
BSD 1.169328
BTN 111.153934
BWP 15.873281
BYN 3.30755
BYR 22915.891865
BZD 2.352215
CAD 1.593064
CDF 2707.816505
CHF 0.916367
CLF 0.027099
CLP 1066.547693
CNY 7.98578
CNH 7.986603
COP 4361.2099
CRC 531.671706
CUC 1.169178
CUP 30.983221
CVE 110.662554
CZK 24.398879
DJF 207.78623
DKK 7.473272
DOP 69.707804
DZD 154.806756
EGP 62.57652
ERN 17.537672
ETB 183.648675
FJD 2.570789
FKP 0.860774
GBP 0.863946
GEL 3.139237
GGP 0.860774
GHS 13.088963
GIP 0.860774
GMD 85.937627
GNF 10262.466446
GTQ 8.937043
GYD 244.653963
HKD 9.158698
HNL 31.13474
HRK 7.534534
HTG 153.036614
HUF 365.157386
IDR 20331.949681
ILS 3.442055
IMP 0.860774
INR 111.375502
IQD 1531.623385
IRR 1537469.275437
ISK 143.353461
JEP 0.860774
JMD 184.222386
JOD 0.828981
JPY 183.784251
KES 151.034235
KGS 102.210142
KHR 4690.742595
KMF 491.637764
KPW 1052.260338
KRW 1727.402304
KWD 0.360142
KYD 0.974619
KZT 542.475323
LAK 25678.079953
LBP 104525.964223
LKR 373.677382
LRD 214.690352
LSL 19.677233
LTL 3.452279
LVL 0.707224
LYD 7.406735
MAD 10.81141
MDL 20.133867
MGA 4857.935526
MKD 61.637522
MMK 2454.981542
MNT 4181.7709
MOP 9.436139
MRU 46.708364
MUR 54.671139
MVR 18.069677
MWK 2036.126585
MXN 20.462017
MYR 4.621806
MZN 74.721833
NAD 19.677188
NGN 1603.949136
NIO 42.931959
NOK 10.847749
NPR 177.844215
NZD 1.99043
OMR 0.449529
PAB 1.169563
PEN 4.099145
PGK 5.065466
PHP 72.231513
PKR 325.908073
PLN 4.257971
PYG 7270.174526
QAR 4.259337
RON 5.195239
RSD 117.403067
RUB 87.677711
RWF 1707.584697
SAR 4.386985
SBD 9.38367
SCR 16.052975
SDG 702.088912
SEK 10.858506
SGD 1.492807
SHP 0.87291
SLE 28.819962
SLL 24517.076868
SOS 668.182785
SRD 43.79273
STD 24199.627276
STN 24.728118
SVC 10.233756
SYP 129.223397
SZL 19.677487
THB 38.233949
TJS 10.947228
TMT 4.097969
TND 3.373663
TOP 2.815101
TRY 52.829897
TTD 7.943635
TWD 37.036091
TZS 3034.017205
UAH 51.532108
UGX 4388.601394
USD 1.169178
UYU 47.102258
UZS 14027.799564
VES 571.661183
VND 30795.56805
VUV 138.873557
WST 3.174539
XAF 655.431813
XAG 0.016083
XAU 0.000259
XCD 3.159762
XCG 2.107911
XDR 0.813315
XOF 652.988275
XPF 119.331742
YER 278.995087
ZAR 19.661833
ZMK 10524.00789
ZMW 21.900452
ZWL 376.474889
  • Euro STOXX 50

    -117.9000

    5763.61

    -2.05%

  • MDAX

    -144.2100

    30445.74

    -0.47%

  • TecDAX

    10.6900

    3707.85

    +0.29%

  • Goldpreis

    -2.5000

    4530.8

    -0.06%

  • DAX

    -301.1100

    23991.27

    -1.26%

  • SDAX

    97.6200

    18008.68

    +0.54%

  • EUR/USD

    -0.0030

    1.1693

    -0.26%

Verbände und Opposition fordern von Bundesregierung besseren Hitzeschutz
Verbände und Opposition fordern von Bundesregierung besseren Hitzeschutz / Foto: Anthony WALLACE - AFP/Archiv

Verbände und Opposition fordern von Bundesregierung besseren Hitzeschutz

Verbände und Opposition haben die Bundesregierung zu einem besseren Hitzeschutz aufgefordert. So dringen die Grünen im Bundestag in einem Fraktionsbeschluss vom Dienstag auf mehr Unterstützung bei der hitzegerechten Umgestaltung von Kommunen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Caritas forderte ein "überzeugendes Maßnahmenpaket zum langfristigen Hitze- und Klimaschutz". Einen besseren Hitzeschutz von Kliniken und Pflegeheimen forderten auch Patientenschützer.

Textgröße:

Die Grünen fordern die Bundesregierung in ihrem Fraktionsbeschluss auf, den nationalen Hitzeschutzplan "insbesondere mit Blick auf klare Zuständigkeiten und eine auskömmliche Finanzierung" weiterzuentwickeln. Sie schlagen zudem 250 zusätzliche Projekte für die Klimaanpassung urbaner und ländlicher Räume vor. Hierfür müssten 650 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt bereitgestellt werden, hieß es. Zudem müssten verbindliche Bauvorschriften für mehr Grünflächen zur Hitzeminderung in Städten sorgen.

Gemeinsam mit den Ländern müsse der Bund auch das Förderprogramm "Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen" ausweiten, um die hitzegerechte Ausstattung von Pflegeeinrichtungen zu ermöglichen, heißt es in dem Beschluss weiter. Zudem müsse der Hitzeschutz am Arbeitsplatz stärker gesetzlich verankert werden. Arbeitgeber sollten verpflichtet werden, ab 26 Grad Maßnahmen zum Gesundheitsschutz zu ergreifen - zum Beispiel angepasste Arbeitszeiten oder längere und bezahlte Pausen.

Die Grünen sehen in der Hitze auch ein soziales Problem: "Hitze trifft nicht alle gleich", heißt es in dem Fraktionsbeschluss. "Wer wenig Geld hat, lebt häufig in schlecht gedämmten Wohnungen in dicht bebauten Vierteln ohne viel Grün - Orte, die sich besonders stark aufheizen." Die Bundesregierung dürfe "die Menschen mit geringem Einkommen nicht allein lassen". Kommunen könnten für Kinder und Jugendliche einen vergünstigten Zugang zu Schwimmbädern ermöglichen.

"Die beste Vorsorge gegen gefährliche Hitze ist konsequenter Klimaschutz", betonten die Grünen. "Wer Menschen vor Hitzetod, Atemnot und Allergien schützen will, muss jetzt handeln." Doch die Bundesregierung wolle "mit Klimageldern den Gasverbrauch verbilligen und neue fossile Gaskraftwerke finanzieren". Dies sei "eine Bankrotterklärung beim Klimaschutz".

Einen "ambitionierteren Kampf gegen die Erderhitzung" forderte auch der klimapolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Fabian Fahl. Zudem brauche es konkrete Maßnahmen bei Hitzewellen. "Beschäftigte sollten einen gesetzlichen Anspruch bekommen, dass sie ab 26 Grad Celsius Außentemperatur 25 Prozent weniger und ab 30 Grad 50 Prozent weniger arbeiten müssen." Diese Arbeitszeitverkürzung sei "kein Luxus, sondern eine Frage der Fürsorgepflicht und des Arbeitsschutzes".

Fahl forderte weiter, dass es Beschäftigten ermöglicht werden sollte, ihre Arbeit auch früh morgens oder spät abends zu leisten. Zudem müssten Klimaanlagen in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen gesetzlich vorgeschrieben sein.

Die nahende Hitzewelle mache unübersehbar deutlich, "wie dringlich umfassende Maßnahmen für den Klimaschutz sind", erklärte auch die Präsidentin des Deutschen Caritasverbands, Eva Welskop-Deffaa. Notwendig seien schnell konkrete Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Welskop-Deffaa wies zudem auf schlecht gedämmte Wohnungen hin. Die energetische Gebäudesanierung von Wohnungen, Altenheimen, Wohnheimen, Kitas und Krankenhäusern sei deshalb "kein Luxus, sondern schützt Menschenleben".

Einen besseren Hitzeschutz von Kliniken und Pflegeheimen forderte in der "Rheinischen Post" auch der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Notwendig seien in den nächsten fünf Jahren zehn Milliarden Euro an öffentlichen Fördermitteln. "Fehlender Hitzeschutz kostet jedes Jahr Menschenleben", betonte Brysch.

Die Unterstützung von Bund und Ländern beim Hitzeschutz mahnte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, André Berghegger, an. Ganz viele Kommunen würden die Anpassung an den Klimawandel schon angehen, sagte er den Sendern RTL und ntv. "Nur sie können es nicht alleine. Wir brauchen da Unterstützung von der Landes- und Bundesebene: nachhaltige, planbare Förderprogramme."

(T.Renner--BBZ)