Berliner Boersenzeitung - Merz warnt vor Folgen von US-Zöllen und drängt auf Verhandlungslösung

EUR -
AED 4.306392
AFN 72.701878
ALL 95.532612
AMD 435.350472
ANG 2.098828
AOA 1076.452057
ARS 1661.016737
AUD 1.629988
AWG 2.113621
AZN 1.987082
BAM 1.956476
BBD 2.366608
BDT 144.559965
BGN 1.956025
BHD 0.442464
BIF 3492.177234
BMD 1.172605
BND 1.496004
BOB 8.119806
BRL 5.864782
BSD 1.175001
BTN 110.616761
BWP 15.820401
BYN 3.299926
BYR 22983.063729
BZD 2.365608
CAD 1.59659
CDF 2726.307103
CHF 0.920513
CLF 0.026637
CLP 1048.355706
CNY 8.000862
CNH 8.003614
COP 4249.075989
CRC 533.882251
CUC 1.172605
CUP 31.07404
CVE 110.303125
CZK 24.355774
DJF 209.241429
DKK 7.472445
DOP 69.853846
DZD 155.295147
EGP 61.619353
ERN 17.589079
ETB 184.098817
FJD 2.572168
FKP 0.868745
GBP 0.865975
GEL 3.148482
GGP 0.868745
GHS 13.036506
GIP 0.868745
GMD 85.600033
GNF 10312.476398
GTQ 8.983105
GYD 245.834969
HKD 9.189778
HNL 31.214224
HRK 7.536452
HTG 153.841861
HUF 364.300908
IDR 20195.780949
ILS 3.489028
IMP 0.868745
INR 110.528427
IQD 1539.332046
IRR 1541975.959332
ISK 143.432673
JEP 0.868745
JMD 185.493322
JOD 0.83136
JPY 186.824137
KES 151.752451
KGS 102.5217
KHR 4702.58527
KMF 492.494002
KPW 1055.344757
KRW 1729.510551
KWD 0.360823
KYD 0.979238
KZT 538.336067
LAK 25732.823505
LBP 105006.803837
LKR 373.959253
LRD 215.612791
LSL 19.364811
LTL 3.462399
LVL 0.709297
LYD 7.433984
MAD 10.857953
MDL 20.339943
MGA 4860.4493
MKD 61.653954
MMK 2462.38082
MNT 4193.811949
MOP 9.485378
MRU 46.919017
MUR 54.772344
MVR 18.128912
MWK 2037.49554
MXN 20.371731
MYR 4.634725
MZN 74.930856
NAD 19.364893
NGN 1593.840372
NIO 43.040482
NOK 10.886679
NPR 176.986418
NZD 1.981709
OMR 0.450864
PAB 1.175006
PEN 4.097316
PGK 5.097903
PHP 71.245185
PKR 326.951676
PLN 4.245447
PYG 7402.527001
QAR 4.295285
RON 5.088518
RSD 117.407103
RUB 87.789891
RWF 1713.762635
SAR 4.398076
SBD 9.437811
SCR 17.237737
SDG 704.145291
SEK 10.805593
SGD 1.493582
SHP 0.875468
SLE 28.850964
SLL 24588.942181
SOS 671.52924
SRD 43.814388
STD 24270.56207
STN 24.859232
SVC 10.281554
SYP 129.602178
SZL 19.383505
THB 37.945631
TJS 11.036515
TMT 4.109982
TND 3.418482
TOP 2.823352
TRY 52.808259
TTD 7.978758
TWD 36.902712
TZS 3050.383701
UAH 51.82139
UGX 4371.510943
USD 1.172605
UYU 46.736154
UZS 14182.660586
VES 567.464121
VND 30915.738531
VUV 138.589688
WST 3.199461
XAF 656.181001
XAG 0.015412
XAU 0.00025
XCD 3.169025
XCG 2.117732
XDR 0.816079
XOF 653.730051
XPF 119.331742
YER 279.772119
ZAR 19.378282
ZMK 10554.852517
ZMW 22.237591
ZWL 377.578426
  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1716

    -0.08%

  • Euro STOXX 50

    -23.1600

    5860.32

    -0.4%

  • MDAX

    112.0800

    30362.01

    +0.37%

  • DAX

    -45.4500

    24083.53

    -0.19%

  • SDAX

    -57.3200

    17670.01

    -0.32%

  • TecDAX

    -12.5500

    3651.75

    -0.34%

  • Goldpreis

    -2.5000

    4691.2

    -0.05%

Merz warnt vor Folgen von US-Zöllen und drängt auf Verhandlungslösung
Merz warnt vor Folgen von US-Zöllen und drängt auf Verhandlungslösung / Foto: Sergei GAPON - AFP

Merz warnt vor Folgen von US-Zöllen und drängt auf Verhandlungslösung

Nach der Androhung von US-Zöllen in Höhe von 30 Prozent gegen die EU wollen die Europäer eine Verhandlungslösung mit Washington vorantreiben. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte am Sonntag, solche Zölle würden "die deutsche Exportwirtschaft ins Mark treffen". Er setze sich "intensiv" dafür ein, bis zum 1. August "eine Lösung hinzubekommen". Um eine Verhandlungslösung zu ermöglichen, setzte die EU geplante Gegenzölle gegen die USA vorerst aus.

Textgröße:

Merz sagte am Sonntagabend im "Sommerinterview" der ARD, wenn die Zölle in Höhe von 30 Prozent kämen, "dann könnten wir große Teile unserer Anstrengungen um die Wirtschaftspolitik hintanstellen, denn das würde alles überlagern". Ziel sei es daher, "dafür zu sorgen, dass eben diese Zölle in dieser Größenordnung nicht kommen".

Voraussetzung sei die Geschlossenheit in der EU und ein "vernünftiger Gesprächsfäden zum amerikanischen Präsidenten". Merz sagte, er habe am Freitag "intensiv" mit US-Präsident Donald Trump gesprochen und am Wochenende mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Trump hatte am Samstag einen neuen pauschalen Zollsatz auf EU-Produkte von 30 Prozent ab August angekündigt. Er begründete seine Drohung in einem auf seiner Onlineplattform Truth Social veröffentlichten Schreiben mit einem angeblichen Handelsüberschuss der EU. Der 30-Prozent-Zollsatz ist erheblich höher als die 20 Prozent, mit denen er der EU zunächst Anfang April gedroht hatte.

Ende Mai hatte Trump dann einen Zollsatz in Höhe von 50 Prozent angekündigt, der schon zum 1. Juni in Kraft treten sollte. Später verschob er die Frist auf den 1. August, während die Verhandlungen mit EU-Vertretern andauerten. Nun kündigte er während der laufenden Gespräche 30 Prozent an.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gab am Sonntag die Verschiebung von geplanten Gegenzöllen der EU an. Dies solle weitere Verhandlungen über eine Beilegung des Handelskonflikts ermöglichen, sagte sie in Brüssel. Dabei geht es um Gegenzölle, die die EU bereits vor der 30-Prozent-Ankündigung von Trump wegen höherer US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminiums vorbereitet hatte und die in der Nacht zum Dienstag in Kraft getreten wären - sie bleiben nun bis August weiter ausgesetzt. Die Gegenzölle richten sich gegen US-Produkte im Umfang von rund 21 Milliarden Euro, eine erste Liste umfasst US-Produkte wie Jeans und Motorräder.

Derzeit arbeiten die EU-Staaten auch an einer zweiten Liste mit US-Produkten im Wert von insgesamt bis zu 95 Milliarden Euro. Trump droht jedoch damit, im Falle von EU-Gegenmaßnahmen wiederum mit noch höheren Zöllen auf EU-Produkte zu reagieren.

Von der Leyen hob hervor, dass EU immer deutlich gemacht habe, dass sie eine Verhandlungslösung mit den USA bevorzuge. "Das bleibt der Fall und wir werden die Zeit nutzen, die wir nun bis zum 1. August haben."

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) warnte, die Hand der EU bleibe zwar "ausgestreckt, aber wir werden nicht alles mitmachen". "Wenn eine faire Verhandlungslösung nicht gelingt, dann müssen wir entschlossene Gegenmaßnahmen treffen, um Arbeitsplätze und Unternehmen in Europa zu schützen", sagt der SPD-Chef der "Süddeutschen Zeitung".

Der Chef des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange (SPD), bezeichnete Trumps Brief an die EU als "eine Unverschämtheit". Er forderte von der Leyen auf, robuster als bisher auf die Zolldrohungen aus den USA zu reagieren.

Deutschland ist nach Irland das EU-Land mit dem höchsten Überschuss im Handel mit den USA. Entsprechend besorgt reagierte die deutsche Industrie auf Trumps neue Zolldrohung. Diese sei "ein Alarmsignal für die Industrie auf beiden Seiten des Atlantiks", erklärte Wolfgang Niedermark von der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Er forderte Bundesregierung, EU-Kommission und US-Regierung auf, "jetzt sehr zügig in einem sachlichen Dialog Lösungen zu finden und eine Eskalation zu vermeiden".

In den USA wird auf Waren aus der EU derzeit grundsätzlich ein Zoll von zehn Prozent fällig. Für Autos aus der EU gilt bereits ein erhöhter Zollsatz von 25 Prozent. Für Stahl- und Aluminiumprodukte müssen Importeure Aufschläge von 50 Prozent zahlen, darunter auch auf den in Kühlschränken oder Waschmaschinen verbauten Stahl. Neben der EU drohte Trump am Samstag auch dem Nachbarland Mexiko mit einem 30-Prozent-Zollsatz und begründete dies mit dem Drogenschmuggel in die USA.

(F.Schuster--BBZ)