Berliner Boersenzeitung - Israels Armee weitet Einsatz gegen Hamas-Ziele im Zentrum des Gazastreifens aus

EUR -
AED 4.304901
AFN 72.676735
ALL 95.387569
AMD 434.68209
ANG 2.0981
AOA 1076.078103
ARS 1660.383579
AUD 1.630567
AWG 2.112888
AZN 1.990027
BAM 1.953472
BBD 2.363015
BDT 144.338026
BGN 1.955346
BHD 0.442316
BIF 3483.77353
BMD 1.172198
BND 1.493778
BOB 8.10734
BRL 5.847046
BSD 1.173192
BTN 110.448817
BWP 15.796381
BYN 3.294916
BYR 22975.087883
BZD 2.362016
CAD 1.596499
CDF 2725.361441
CHF 0.920897
CLF 0.026644
CLP 1048.651529
CNY 7.998085
CNH 8.002809
COP 4229.12758
CRC 533.083039
CUC 1.172198
CUP 31.063257
CVE 110.59703
CZK 24.353183
DJF 208.323134
DKK 7.472175
DOP 69.423424
DZD 155.241317
EGP 61.594684
ERN 17.582975
ETB 183.195398
FJD 2.57743
FKP 0.868444
GBP 0.865874
GEL 3.141302
GGP 0.868444
GHS 13.022886
GIP 0.868444
GMD 85.570202
GNF 10286.040401
GTQ 8.969313
GYD 245.457545
HKD 9.186677
HNL 31.18078
HRK 7.534773
HTG 153.612218
HUF 364.260673
IDR 20186.896861
ILS 3.487818
IMP 0.868444
INR 110.349992
IQD 1536.981845
IRR 1541440.845673
ISK 143.40701
JEP 0.868444
JMD 185.215641
JOD 0.831088
JPY 186.862481
KES 151.389553
KGS 102.48612
KHR 4699.931445
KMF 492.323375
KPW 1054.978519
KRW 1728.746575
KWD 0.360709
KYD 0.977743
KZT 537.514154
LAK 25709.696674
LBP 105063.864056
LKR 373.388305
LRD 215.286248
LSL 19.33541
LTL 3.461197
LVL 0.709051
LYD 7.44207
MAD 10.844595
MDL 20.308976
MGA 4876.231718
MKD 61.634651
MMK 2461.526297
MNT 4192.356564
MOP 9.470816
MRU 46.84878
MUR 54.753646
MVR 18.110052
MWK 2034.436776
MXN 20.381188
MYR 4.633111
MZN 74.915445
NAD 19.335327
NGN 1594.24821
NIO 43.18021
NOK 10.895889
NPR 176.721472
NZD 1.982393
OMR 0.450714
PAB 1.173202
PEN 4.091026
PGK 5.095125
PHP 71.26263
PKR 327.01196
PLN 4.248774
PYG 7391.256598
QAR 4.28869
RON 5.088985
RSD 117.388332
RUB 87.767998
RWF 1719.402723
SAR 4.396775
SBD 9.430696
SCR 16.330719
SDG 703.918334
SEK 10.813079
SGD 1.493797
SHP 0.875164
SLE 28.865349
SLL 24580.409045
SOS 670.521115
SRD 43.799219
STD 24262.139422
STN 24.471782
SVC 10.265856
SYP 129.557202
SZL 19.319229
THB 37.965148
TJS 11.019571
TMT 4.108555
TND 3.413233
TOP 2.822373
TRY 52.774125
TTD 7.966576
TWD 36.880285
TZS 3044.78379
UAH 51.742492
UGX 4364.799475
USD 1.172198
UYU 46.664401
UZS 14165.122688
VES 566.364823
VND 30897.976608
VUV 138.541593
WST 3.198351
XAF 655.195917
XAG 0.015565
XAU 0.00025
XCD 3.167925
XCG 2.114499
XDR 0.814853
XOF 655.170795
XPF 119.331742
YER 279.744858
ZAR 19.403792
ZMK 10551.19272
ZMW 22.203829
ZWL 377.447394
  • Euro STOXX 50

    -23.1600

    5860.32

    -0.4%

  • SDAX

    -57.3200

    17670.01

    -0.32%

  • TecDAX

    -12.5500

    3651.75

    -0.34%

  • MDAX

    112.0800

    30362.01

    +0.37%

  • Goldpreis

    -44.2000

    4696.7

    -0.94%

  • DAX

    -45.4500

    24083.53

    -0.19%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1727

    +0.01%

Israels Armee weitet Einsatz gegen Hamas-Ziele im Zentrum des Gazastreifens aus
Israels Armee weitet Einsatz gegen Hamas-Ziele im Zentrum des Gazastreifens aus / Foto: - - AFP

Israels Armee weitet Einsatz gegen Hamas-Ziele im Zentrum des Gazastreifens aus

Die israelische Armee hat eine Ausweitung ihres Einsatzes im Zentrum des Gazastreifens angekündigt. Die Armee dehne ihre "Aktivitäten" gegen die islamistische Hamas um die Stadt Deir al-Balah auf eine Gegend aus, "wo sie bisher nicht im Einsatz war", erklärte Armeesprecher Avichay Adraee am Sonntag im Onlinedienst X. Derweil machte die Hamas die israelische Armee erneut für Schüsse in nahe eines Hilfszentrums verantwortlich, dabei seien 57 Menschen getötet worden.

Textgröße:

In der auf Arabisch veröffentlichten Mitteilung der israelischen Armee rief Sprecher Adraee in dem betroffenen Gebiet lebende Palästinenser auf, sich an der Mittelmeerküste in der weiter südlich gelegenen Region Al-Mawasi in Sicherheit zu bringen. Al-Mawasi war von Israel als "humanitäre Zone" ausgewiesen worden.

Seit dem Beginn des durch den Hamas-Angriff auf Israel ausgelösten Krieges im Gazastreifen im Oktober 2023 sind die meisten der zwei Millionen Bewohner des Küstengebiets mindestens einmal vertrieben worden. Israel warnt die Bevölkerung immer wieder vor bevorstehenden Angriffen auf Hamas-Ziele und ruft die Zivilisten dazu auf, Teile des Gebiets vorsorglich zu verlassen.

Die Angehörigen der weiterhin von der Hamas im Gazastreifen festgehaltenen israelischen Geiseln reagierten indes besorgt auf die Mitteilung der Armee. Sie forderten die israelische Regierung in einer Erklärung dazu auf, "den israelischen Bürgern und Familien dringend zu erklären, wie der Kampfplan aussieht und wie genau dieser die Entführten schützt, die immer noch im Gazastreifen sind".

Angehörige der Geiseln und ihre Unterstützer hatten sich am Samstag erneut zu Tausenden in Tel Aviv versammelt, um für ein Ende des Krieges und die Freilassung der Geiseln durch die Hamas zu demonstrieren. Israel und die radikalislamische Palästinenserorganisation führen derzeit indirekte Verhandlungen über ein neues Abkommen über eine Waffenruhe und die Geisel-Freilassung.

Die israelische Armee erklärte überdies, sie habe in der Nähe von Dschabalija im Norden des Gazastreifens "dutzende Terroristen" getötet sowie "terroristische Infrastruktur" zerstört, darunter zum Teil 20 Meter unter der Erde liegende Tunnel. Der von der Hamas geführte Zivilschutz erklärte seinerseits, dass bei weiteren israelischen Angriffen in der Nacht zum Sonntag sieben Menschen in der Stadt Gaza und im Süden des Gazastreifens getötet worden seien.

Hamas-Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal sagte zudem der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, dass nahe eines Verteilzentrums für Hilfsgüter im Gebiet Sikim im Nordwesten der Stadt Gaza 57 Menschen durch israelische Schüsse getötet worden seien. Die israelische Armee erklärte auf AFP-Anfrage, sie prüfe die Angaben.

Bereits am Samstag hatte Bassal mitgeteilt, dass in der Nähe zweier Hilfszentren im Süden des Gazastreifens 39 Menschen durch israelischen Beschuss getötet worden seien. Die Schüsse seien am frühen Samstagmorgen nahe zweier Verteilzentren der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) bei Chan Junis und Rafah abgefeuert worden, sagte Bassal, dem Israel vorwirft, ein "aktiver Terrorist" zu sein und Falschinformationen zu verbreiten.

Die von den USA und Israel unterstützte GHF-Stiftung, die mittlerweile die bisher zuständigen UN-Organisationen als Hauptverteiler von Hilfsgütern im Gazastreifen abgelöst hat, beschuldigt dagegen die Hamas, Unruhe zu stiften und auf Zivilisten zu schießen.

Bereits wenige Tage zuvor hatte die GHF erklärt, es gebe "glaubwürdige Gründe" für die Annahme, dass Bewaffnete in Verbindung mit der Hamas die Unruhen absichtlich schürten. Nach den Vorwürfen des Hamas-Zivilschutzes am Samstag erklärte die Organisation dann im Onlinedienst X: "Wir haben Hilfesuchende wiederholt davor gewarnt, sich über Nacht und in den frühen Morgenstunden zu unseren Standorten zu begeben."

Auch die israelische Armee macht die Hamas für die Schüsse auf Zivilisten in der Umgebung der GHF-Verteilzentren verantwortlich. Die Schüsse am Samstag wurden einer Erklärung zufolge in einer Entfernung von etwa einem Kilometer von der Verteilstelle nahe Rafah abgegeben, "und zwar nachts, wenn diese nicht aktiv ist". Als sich den Soldaten nähernde Verdächtige der Aufforderung zur Umkehr nicht nachgekommen seien, hätten die Soldaten Warnschüsse abgegeben.

Der Krieg im Gazastreifen war durch den brutalen Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Geiseln von den Islamisten festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach Armeeangaben jedoch tot.

Als Reaktion auf den Hamas-Angriff geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 58.700 Menschen getötet. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Papst Leo XIV drang am Sonntag auf ein "sofortiges Ende der Barbarei" des Gaza-Krieges". In der päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo bei Rom forderte er "eine friedliche Lösung des Konflikts".

(U.Gruber--BBZ)