Berliner Boersenzeitung - Netanjahu verteidigt israelische Gaza-Pläne - Scharfe Kritik im UN-Sicherheitsrat

EUR -
AED 4.305195
AFN 72.681647
ALL 95.422252
AMD 435.210269
ANG 2.098242
AOA 1076.151323
ARS 1630.008661
AUD 1.642996
AWG 2.1101
AZN 1.997526
BAM 1.955846
BBD 2.357256
BDT 143.603388
BGN 1.955479
BHD 0.44241
BIF 3481.282142
BMD 1.172278
BND 1.495035
BOB 8.087191
BRL 5.838651
BSD 1.170328
BTN 110.242601
BWP 15.852374
BYN 3.315378
BYR 22976.642144
BZD 2.353856
CAD 1.6035
CDF 2713.823208
CHF 0.92276
CLF 0.026706
CLP 1051.074801
CNY 8.014047
CNH 8.011674
COP 4166.49831
CRC 532.612567
CUC 1.172278
CUP 31.065358
CVE 110.267602
CZK 24.357004
DJF 208.414918
DKK 7.473392
DOP 69.721645
DZD 155.165661
EGP 61.583953
ERN 17.584165
ETB 180.927869
FJD 2.584462
FKP 0.866289
GBP 0.868643
GEL 3.142162
GGP 0.866289
GHS 12.993307
GIP 0.866289
GMD 86.166922
GNF 10273.242401
GTQ 8.947211
GYD 244.855777
HKD 9.185323
HNL 31.099734
HRK 7.537164
HTG 153.223615
HUF 365.188391
IDR 20224.954791
ILS 3.50048
IMP 0.866289
INR 110.48776
IQD 1533.136175
IRR 1543889.679138
ISK 143.780307
JEP 0.866289
JMD 184.694358
JOD 0.831191
JPY 186.831798
KES 151.323571
KGS 102.460824
KHR 4689.111052
KMF 492.357028
KPW 1055.049849
KRW 1731.032534
KWD 0.360781
KYD 0.975323
KZT 543.652828
LAK 25645.605119
LBP 104805.07292
LKR 373.058802
LRD 214.755067
LSL 19.461359
LTL 3.461432
LVL 0.7091
LYD 7.426175
MAD 10.828255
MDL 20.35248
MGA 4863.114747
MKD 61.641454
MMK 2462.028208
MNT 4193.389942
MOP 9.444723
MRU 46.711102
MUR 54.898206
MVR 18.112133
MWK 2029.447886
MXN 20.374308
MYR 4.648126
MZN 74.920708
NAD 19.461359
NGN 1590.781188
NIO 43.071016
NOK 10.922156
NPR 176.388162
NZD 2.000304
OMR 0.450331
PAB 1.170328
PEN 4.057796
PGK 5.08012
PHP 71.151438
PKR 326.265098
PLN 4.243587
PYG 7421.175106
QAR 4.266401
RON 5.088276
RSD 117.422771
RUB 88.242082
RWF 1710.640363
SAR 4.396537
SBD 9.431334
SCR 17.347409
SDG 703.957044
SEK 10.808811
SGD 1.495948
SHP 0.875224
SLE 28.867382
SLL 24582.071905
SOS 668.815781
SRD 43.917629
STD 24263.780751
STN 24.500578
SVC 10.240242
SYP 129.565974
SZL 19.453459
THB 37.905643
TJS 11.00136
TMT 4.108833
TND 3.417581
TOP 2.822563
TRY 52.770123
TTD 7.948188
TWD 36.907408
TZS 3045.871869
UAH 51.571617
UGX 4354.102737
USD 1.172278
UYU 46.361094
UZS 14061.331783
VES 566.403138
VND 30901.239128
VUV 137.811365
WST 3.198567
XAF 655.972478
XAG 0.015486
XAU 0.000249
XCD 3.168139
XCG 2.10925
XDR 0.815819
XOF 655.972478
XPF 119.331742
YER 279.764489
ZAR 19.382861
ZMK 10551.909878
ZMW 22.148523
ZWL 377.472928
  • Goldpreis

    16.9000

    4740.9

    +0.36%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • MDAX

    -601.8100

    30249.93

    -1.99%

  • DAX

    -26.4700

    24128.98

    -0.11%

  • SDAX

    -155.5000

    17727.33

    -0.88%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1726

    +0.32%

Netanjahu verteidigt israelische Gaza-Pläne - Scharfe Kritik im UN-Sicherheitsrat
Netanjahu verteidigt israelische Gaza-Pläne - Scharfe Kritik im UN-Sicherheitsrat / Foto: ABIR SULTAN - POOL/AFP

Netanjahu verteidigt israelische Gaza-Pläne - Scharfe Kritik im UN-Sicherheitsrat

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hält trotz der massiven Kritik im In- und Ausland an den Plänen zur Ausweitung des Militäreinsatzes im Gazastreifen fest. "Israel hat keine andere Wahl, als den Job zu Ende zu bringen und den Sieg über die Hamas zu vollenden", sagte Netanjahu am Sonntag in Jerusalem vor Journalisten. Das Vorhaben sei "der beste Weg, um den Krieg zu beenden, und der beste Weg, ihn schnell zu beenden".

Textgröße:

Derweil wurde bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats scharfe Kritik an den Plänen Israels laut, die Stadt Gaza einzunehmen. Der beigeordnete UN-Generalsekretär Miroslav Jenca sagte, die Pläne würden "wahrscheinlich zu einer weiteren Katastrophe in Gaza führen, mit Auswirkungen auf die ganze Region und weiteren erzwungenen Vertreibungen, Tötungen und mehr Zerstörung". Kritik kam auch von Großbritannien und Frankreich, während die Vertreter Israels und der USA dagegenhielten.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte in der Nacht zum Freitag eine Ausweitung des Militäreinsatzes gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen beschlossen. Netanjahu stellte die Pläne am Sonntag genauer vor.

Derzeit würden "70 bis 75 Prozent" des Gazastreifens von der israelischen Armee kontrolliert, sagte der Regierungschef. Der Hamas seien zwei wichtige Stellungen geblieben, die Stadt Gaza und die in Al-Mawasi im Zentrum des Gazastreifens liegenden Vertriebenenlager. "Das israelische Sicherheitskabinett hat die Armee angewiesen, diese zwei verbleibenden Hamas-Hochburgen (...) zu zerschlagen", sagte Netanjahu.

Zum "exakten Zeitplan" für den Einsatz wolle er sich nicht äußern, sagte der Ministerpräsident weiter. "Aber wir reden über einen ziemlich kurzen Zeitraum, weil wir den Krieg beenden wollen."

Israel werde zudem "sichere Korridore" für die "Lieferung und Verteilung von Hilfsgütern" in das Palästinensergebiet ermöglichen, kündigte Netanjahu an. Zudem werde Israel den palästinensischen Zivilistinnen und Zivilisten ermöglichen, die Kampfgebiete vor dem Beginn der Einsätze über "sichere Korridore" zu verlassen. Zugleich kündigte er an, es sollten mehr ausländische Journalisten das israelische Militär im Gazastreifen begleiten dürfen.

Mit Blick auf die stärker werdende Kritik an den Plänen und der Ankündigung der Bundesregierung, die Waffenlieferungen nach Israel einzuschränken, sagte Netanjahu: "Wir werden den Krieg gewinnen, mit oder ohne Unterstützung anderer."

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Freitag erklärt, es würden "bis auf Weiteres keine Ausfuhren von Rüstungsgütern" mehr an Israel genehmigt, "die im Gazastreifen zum Einsatz kommen können". Kritik aus der Union an dieser Entscheidung wies er am Sonntag zurück. "Wir stehen ohne Zweifel an der Seite dieses Landes", sagte Merz der ARD.

Netanjahu ist zuletzt auch innenpolitisch verstärkt unter Druck geraten. Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich warf Netanjahu und dem Sicherheitskabinett in einem am Samstag veröffentlichten Video vor, sich "der Schwäche gebeugt" zu haben. Netanjahus rechtsextreme Koalitionspartner, auf deren Stimmen der Likud-Politiker angewiesen ist, wollen den Krieg im Gazastreifen weiterführen, weil sie dessen erneute Besetzung durch Israel anstreben.

Dagegen forderten am Samstag zehntausende Demonstranten in Tel Aviv, Jerusalem und weiteren israelischen Städten Verhandlungen für eine Waffenruhe und protestierten gegen die Regierungspläne. Angehörige der Geiseln befürchten, dass eine Ausweitung des Krieges das Leben der noch im Gazastreifen gefangenen Geiseln gefährdet.

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats in New York warnte der britische Vize-UN-Botschafter James Kariuki, Israels Pläne würden "das Leiden der palästinensischen Zivilisten in Gaza nur vergrößern". "Dies ist kein Weg hin zu einer Lösung. Es ist ein Weg zu noch mehr Blutvergießen." Der französische Diplomat Jay Dharmadhikari sagte, wegen der israelischen Pläne müsse "Alarm" geschlagen werden. Frankreich verurteile das Vorhaben Israels "auf das Schärfste".

Israels stellvertretender UN-Botschafter Jonathan Miller sagte dagegen, nicht auf Israel, das mit dem Hamas-Großangriff vom 7. Oktober 2023 "den schlimmsten Angriff auf das jüdische Volk seit dem Holocaust erlitten" habe, müsse Druck ausgeübt werden, sondern auf die Hamas.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Dorothy Shea, warf den Ländern, die die Sitzung des Sicherheitsrates befürwortet hatten, vor, "den Krieg durch die Verbreitung von Lügen über Israel aktiv zu verlängern". "Israel hat das Recht zu entscheiden, was für seine Sicherheit notwendig ist und welche Maßnahmen angemessen sind, um die Bedrohung durch Hamas zu beenden", sagte die US-Diplomatin.

(Y.Yildiz--BBZ)