Berliner Boersenzeitung - Mindestens 18 Tote durch Autobombe und Drohnenangriff in Kolumbien

EUR -
AED 4.305195
AFN 72.681647
ALL 95.422252
AMD 435.210269
ANG 2.098242
AOA 1076.151323
ARS 1630.008661
AUD 1.642996
AWG 2.1101
AZN 1.997526
BAM 1.955846
BBD 2.357256
BDT 143.603388
BGN 1.955479
BHD 0.44241
BIF 3481.282142
BMD 1.172278
BND 1.495035
BOB 8.087191
BRL 5.838651
BSD 1.170328
BTN 110.242601
BWP 15.852374
BYN 3.315378
BYR 22976.642144
BZD 2.353856
CAD 1.6035
CDF 2713.823208
CHF 0.92276
CLF 0.026706
CLP 1051.074801
CNY 8.014047
CNH 8.011674
COP 4166.49831
CRC 532.612567
CUC 1.172278
CUP 31.065358
CVE 110.267602
CZK 24.357004
DJF 208.414918
DKK 7.473392
DOP 69.721645
DZD 155.165661
EGP 61.629454
ERN 17.584165
ETB 180.927869
FJD 2.584462
FKP 0.86741
GBP 0.868643
GEL 3.142162
GGP 0.86741
GHS 12.993307
GIP 0.86741
GMD 86.166922
GNF 10273.242401
GTQ 8.947211
GYD 244.855777
HKD 9.185323
HNL 31.099734
HRK 7.537164
HTG 153.223615
HUF 365.188391
IDR 20224.954791
ILS 3.50048
IMP 0.86741
INR 110.48776
IQD 1533.136175
IRR 1543889.679138
ISK 143.780307
JEP 0.86741
JMD 184.694358
JOD 0.831191
JPY 186.831798
KES 151.323571
KGS 102.460824
KHR 4689.111052
KMF 492.357028
KPW 1055.030569
KRW 1731.067702
KWD 0.360781
KYD 0.975323
KZT 543.652828
LAK 25645.605119
LBP 104805.07292
LKR 373.058802
LRD 214.755067
LSL 19.461359
LTL 3.461432
LVL 0.7091
LYD 7.426175
MAD 10.828255
MDL 20.35248
MGA 4863.114747
MKD 61.641454
MMK 2462.196871
MNT 4211.458432
MOP 9.444723
MRU 46.711102
MUR 54.898206
MVR 18.112133
MWK 2029.447886
MXN 20.374308
MYR 4.648126
MZN 74.920708
NAD 19.461359
NGN 1590.781188
NIO 43.071016
NOK 10.922156
NPR 176.388162
NZD 2.000304
OMR 0.450331
PAB 1.170328
PEN 4.057796
PGK 5.08012
PHP 71.151438
PKR 326.265098
PLN 4.243587
PYG 7421.175106
QAR 4.266401
RON 5.088276
RSD 117.422771
RUB 88.242082
RWF 1710.640363
SAR 4.396537
SBD 9.431334
SCR 17.347409
SDG 703.957044
SEK 10.808811
SGD 1.495948
SHP 0.875224
SLE 28.867382
SLL 24582.071905
SOS 668.815781
SRD 43.917629
STD 24263.780751
STN 24.500578
SVC 10.240242
SYP 129.569183
SZL 19.453459
THB 37.905643
TJS 11.00136
TMT 4.108833
TND 3.417581
TOP 2.822563
TRY 52.770123
TTD 7.948188
TWD 36.907408
TZS 3045.871869
UAH 51.571617
UGX 4354.102737
USD 1.172278
UYU 46.361094
UZS 14061.331783
VES 566.403138
VND 30901.239128
VUV 138.501946
WST 3.198573
XAF 655.972478
XAG 0.015486
XAU 0.000249
XCD 3.168139
XCG 2.10925
XDR 0.815819
XOF 655.972478
XPF 119.331742
YER 279.764489
ZAR 19.382861
ZMK 10551.909878
ZMW 22.148523
ZWL 377.472928
  • MDAX

    -601.8100

    30249.93

    -1.99%

  • DAX

    -26.4700

    24128.98

    -0.11%

  • SDAX

    -155.5000

    17727.33

    -0.88%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1726

    +0.32%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • Goldpreis

    16.9000

    4740.9

    +0.36%

Mindestens 18 Tote durch Autobombe und Drohnenangriff in Kolumbien
Mindestens 18 Tote durch Autobombe und Drohnenangriff in Kolumbien / Foto: STRINGER - AFP

Mindestens 18 Tote durch Autobombe und Drohnenangriff in Kolumbien

In Kolumbien sind am Donnerstag bei zwei Angriffen in verschiedenen Teilen des Landes Behördenangaben zufolge mindestens 18 Menschen getötet worden. Zwölf Polizisten wurden demnach in der nördlichen Region Antioquia getötet, als ein Polizeihubschrauber von einer Drohne abgeschossen wurde. Sechs weitere Menschen wurden durch eine Autobombe in der Stadt Cali südwestlich von Bogotá getötet. Die Regierung machte Splittergruppen der ehemaligen Farc-Guerilla für die Vorfälle verantwortlich.

Textgröße:

Angreifer hätten in der Region Antioquia eine Gruppe "bedrängt", die mit der Vernichtung von Kokapflanzen beauftragt gewesen sei, teilte ein Polizeibeamter der Nachrichtenagentur AFP mit. Mit Gewehren und einer Drohne hätten sie einen Hubschrauber der Einsatzkräfte angegriffen, welcher daraufhin abstürzte. In Onlinediensten verbreitete Aufnahmen zeigten einen Hubschrauber im Anflug auf eine Gebiet. Es folgen eine Explosion und der Absturz des Hubschraubers. Zwölf Polizisten wurden dabei getötet und drei weitere verletzt, wie der Gouverneur von Antioquia, Andrés Julián Rendón, auf einer Pressekonferenz sagte.

Die Polizei, das Verteidigungsministerium sowie Kolumbiens Präsident Gustavo Petro machten zunächst das Kartell Clan del Golfo für die Angriffe verantwortlich. Verteidigungsminister Pedro Sánchez dementierte dies jedoch später und erklärte im Onlinedienst X, dass nach jüngsten Informationen der Polizei eine Splittergruppen der Guerillaorganisation EMC unter Führung eines Kommandeurs mit dem Decknamen "Calarca" hinter dem Vorfall stehe.

Die EMC spaltete sich von der Farc ab, nachdem diese 2016 in einem Friedensabkommen mit der Regierung ihre Waffen niedergelegt hatte. Die EMC lehnt das Friedensabkommen ab.

Zuvor war bereits in der Stadt Cali im Südwesten Kolumbiens eine Autobombe explodiert. Dabei wurden den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet und mehr als 60 weitere Menschen verletzt. Ziel der Anschlags war offenbar ein Luftwaffenstützpunkt.

Nach Angaben der Polizei wurde der Sprengkörper nahe einer Militärflugschule gezündet. In den Onlinenetzwerken verbreitete Aufnahmen zeigen einen brennenden Lastwagen, mehrere beschädigte Fahrzeuge und zahlreiche zerbrochene Fensterscheiben sowie mehrere am Boden liegende Menschen, die von Rettungskräften versorgt werden. Auch brennende Fahrzeuge und in Panik davonrennende Menschen sind zu sehen. Mehrere Gebäude und eine Schule wurden evakuiert. Zeugenaussagen zufolge waren unter den Toten zivile Opfer.

"Es gab einen ohrenbetäubenden Knall, als etwas in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts explodierte", sagte ein 65-jähriger Augenzeuge AFP. "Es gab so viele Verletzte", fügte er hinzu.

Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, verbannte nach dem Vorfall große Lastwagen aus der Stadt, um weitere Explosionen von Autobomben zu verhindern, und setzte eine Belohnung von 10.000 Dollar (rund 8565 Euro) für Hinweise zur Tat aus. Verteidigungsminister Sánchez machte EMC für den Angriff verantwortlich.

Zuletzt hatte der Tod des Präsidentschaftskandidaten Miguel Uribe in Kolumbien für Entsetzen gesorgt. Der konservative Senator war vor zwei Monaten bei einem Wahlkampfauftritt in der Hauptstadt Bogotá angeschossen worden und später an den Folgen des Attentats gestorben. Der kolumbianische Geheimdienst macht die Segunda Marquetalia, eine Splittergruppe der ehemaligen Farc-Guerilla, für die Ermordung Uribes verantwortlich.

Das Attentat lösten Befürchtungen bei vielen Menschen in dem südamerikanischen Land aus, dass es zu einer Gewaltspirale wie in den 1980er und 1990er Jahren kommen könnte, als bewaffnete Angriffe der Drogenkartelle und Morde an Politikern zum Alltag gehörten.

Viele der bewaffneten Gruppen Kolumbiens, die einst auf linken oder rechten Ideologien basierten, sind heute Drogenkartelle, die sich durch den lukrativen Kokainhandel finanzieren. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt und verzeichnete 2023 eine Rekordfläche von 253.000 Hektar Kokapflanzen. Die Regierung von Petro treibt einen Plan zur freiwilligen Vernichtung der Pflanzen durch die Bauern voran, der ihnen wirtschaftlichen Anreize bietet.

(S.G.Stein--BBZ)