Berliner Boersenzeitung - Linnemann will Beamtentum auf Polizei und Zoll beschränken

EUR -
AED 4.305195
AFN 72.681647
ALL 95.422252
AMD 435.827436
ANG 2.098242
AOA 1076.151323
ARS 1630.008661
AUD 1.642996
AWG 2.1101
AZN 1.997526
BAM 1.958653
BBD 2.357256
BDT 143.807031
BGN 1.955479
BHD 0.44221
BIF 3481.282142
BMD 1.172278
BND 1.495035
BOB 8.098659
BRL 5.838651
BSD 1.170328
BTN 110.242601
BWP 15.852374
BYN 3.315378
BYR 22976.642144
BZD 2.353856
CAD 1.603618
CDF 2713.823208
CHF 0.92276
CLF 0.026706
CLP 1051.074801
CNY 8.014047
CNH 8.011674
COP 4178.1617
CRC 532.612567
CUC 1.172278
CUP 31.065358
CVE 110.633752
CZK 24.357004
DJF 208.414918
DKK 7.473392
DOP 69.721645
DZD 155.165661
EGP 61.629454
ERN 17.584165
ETB 180.927869
FJD 2.584462
FKP 0.868692
GBP 0.868643
GEL 3.142162
GGP 0.868692
GHS 13.016802
GIP 0.868692
GMD 86.166922
GNF 10273.242401
GTQ 8.959899
GYD 245.201957
HKD 9.185323
HNL 31.099734
HRK 7.537164
HTG 153.223615
HUF 365.188391
IDR 20224.954791
ILS 3.50048
IMP 0.868692
INR 110.48776
IQD 1533.136175
IRR 1543889.679138
ISK 143.780307
JEP 0.868692
JMD 184.694358
JOD 0.831191
JPY 186.820076
KES 151.611121
KGS 102.460824
KHR 4689.111052
KMF 492.357028
KPW 1055.080305
KRW 1731.032534
KWD 0.360781
KYD 0.975323
KZT 543.652828
LAK 25645.605119
LBP 104805.07292
LKR 373.058802
LRD 214.755067
LSL 19.461359
LTL 3.461432
LVL 0.7091
LYD 7.426175
MAD 10.844014
MDL 20.35248
MGA 4863.114747
MKD 61.636454
MMK 2461.622702
MNT 4197.266044
MOP 9.444723
MRU 46.711102
MUR 54.945098
MVR 18.112133
MWK 2029.447886
MXN 20.373721
MYR 4.648126
MZN 74.920708
NAD 19.461359
NGN 1590.781188
NIO 43.071016
NOK 10.922156
NPR 176.388162
NZD 2.000304
OMR 0.450331
PAB 1.171982
PEN 4.087777
PGK 5.08012
PHP 71.151438
PKR 326.265098
PLN 4.243587
PYG 7421.175106
QAR 4.273543
RON 5.088276
RSD 117.422771
RUB 88.13868
RWF 1710.640363
SAR 4.39724
SBD 9.431334
SCR 17.347409
SDG 703.957044
SEK 10.808811
SGD 1.495948
SHP 0.875224
SLE 28.867382
SLL 24582.071905
SOS 668.815781
SRD 43.917629
STD 24263.780751
STN 24.500578
SVC 10.240242
SYP 129.609818
SZL 19.453459
THB 37.905643
TJS 11.00136
TMT 4.108833
TND 3.377376
TOP 2.822563
TRY 52.770123
TTD 7.948188
TWD 36.907408
TZS 3045.871869
UAH 51.571617
UGX 4360.258615
USD 1.172278
UYU 46.426838
UZS 14128.880742
VES 566.403138
VND 30901.239128
VUV 138.129285
WST 3.179532
XAF 655.972478
XAG 0.015467
XAU 0.000249
XCD 3.168139
XCG 2.10925
XDR 0.815819
XOF 655.972478
XPF 119.331742
YER 279.764489
ZAR 19.382861
ZMK 10551.909878
ZMW 22.148523
ZWL 377.472928
  • DAX

    -26.4700

    24128.98

    -0.11%

  • MDAX

    -601.8100

    30249.93

    -1.99%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • SDAX

    -155.5000

    17727.33

    -0.88%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • Goldpreis

    16.9000

    4740.9

    +0.36%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1726

    +0.32%

Linnemann will Beamtentum auf Polizei und Zoll beschränken
Linnemann will Beamtentum auf Polizei und Zoll beschränken / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Linnemann will Beamtentum auf Polizei und Zoll beschränken

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann will das Beamtentum auf wenige Bereiche mit hoheitlichen Aufgaben beschränken. "Wir sollten nur noch dort verbeamten, wo es ein besonderes Treueverhältnis zum Staat gibt, zum Beispiel bei der Polizei, der Feuerwehr oder in anderen Sicherheitsbereichen, bei Finanzbeamten oder beim Zoll", sagte Linnemann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Widerspruch kam aus CDU und Grünen sowie vom Deutschen Beamtenbund.

Textgröße:

Derzeit fänden die meisten Verbeamtungen in den Ländern statt, sagte Linnemann weiter. Gleichwohl könne man "dort anfangen, wo der Bund zuständig ist". Konkret stellte der CDU-Generalsekretär in Frage, ob Mitarbeitende in den Ministerien im bisherigen Umfang verbeamtet werden müssten. "Ich finde, das ist nicht überall notwendig", sagte er. So ließe sich der Beamtenapparat deutlich verkleinern. Zudem verwies er auf das Vorhaben, bis 2029 generell acht Prozent an Personal in den Ministerien einzusparen.

Gegen den Vorstoß Linnemanns wandte sich der Bundesvorsitzende des dbb beamtenbund und tarifunion (dbb), Volker Geyer. Das Beamtentum stehe "für Kontinuität, Verlässlichkeit und politische Neutralität" und müsse als "wichtiger Stabilitätsfaktor dieses Landes" erhalten bleiben, sagte er dem Berliner "Tagesspiegel" (Montagausgabe). Gerade im Bereich der Bildung sei es "enorm wichtig", dass "Bereiche der staatlichen Daseinsfürsorge durch die Beamtinnen und Beamten streikfrei" bleiben.

Zudem sei das Beamtentum durch den Eid auf das Grundgesetz "ein Bollwerk gegen Extremismus", argumentierte Geyer. Auch Linnemanns Initiative, mit weniger Verbeamtungen in den Bundesministerien zu beginnen, lehnte er ab. "Ich möchte keine Verhältnisse wie in den USA, wo ein Regierungschef alle öffentlich Bediensteten auf einmal rausschmeißen und den gesamten Staat umbauen kann", warnte der dbb-Vorsitzende.

"Das Berufsbeamtentum ist eine zentrale Säule unseres Staatswesens. Es sorgt für Stabilität, Verlässlichkeit und Unabhängigkeit – und trägt den Staat", sagte auch der Chef der bayerischen Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), dem "Münchner Merkur" (Montagsausgabe). "Wir stehen daher klar zum Berufsbeamtentum und wertschätzen die vielen Menschen, die in Verwaltung, Schulen, Polizei, Justiz oder Finanzwesen und Zoll tagtäglich Verantwortung übernehmen", stellte er klar.

"Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheiten und Fachkräftemangels braucht es qualifiziertes, engagiertes Personal in Bereichen wie Bildung, innere Sicherheit und Justiz", sagte auch der Grünen-Innenpoolitiker Marcel Emmerich dem "Tagesspiegel". "Der Beamtenstatus sichert nicht nur die Funktionsfähigkeit des Staates, sondern garantiert auch Neutralität und Loyalität", argumentierte auch er. Emmerich mahnte aber zugleich Reformbereitschaft an und forderte "deutlich mehr Flexibilität und Durchlässigkeit, um Wechsel aus der freien Wirtschaft zu erleichtern und umgekehrt".

Vorsichtige Zustimmung zu dem Vorstoß Linnemanns kam aus der SPD. "Auch wenn es hierzu keine Vereinbarung im Koalitionsvertrag gibt, kann man Diskussionen über die Ausgestaltung des Berufsbeamtentums grundsätzlich führen", sagte deren wirtschaftspolitischer Sprecher im Bundestag, Sebastian Roloff, dem "Münchner Merkur". Beispielsweise sprach er sich für "ein einheitliches System der Altersvorsorge für alle" aus.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts gab es Mitte 2024 in Deutschland rund 1,7 Millionen Beamtinnen oder Beamte, etwa ein Drittel der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Die größte Gruppe unter ihnen ist die der Lehrerinnen und Lehrer, gefolgt von Verwaltung und Polizei.

(L.Kaufmann--BBZ)