Berliner Boersenzeitung - Russland und Belarus beginnen gemeinsames Militärmanöver an Nato-Ostflanke

EUR -
AED 4.301512
AFN 73.790669
ALL 95.475949
AMD 435.455176
ANG 2.096449
AOA 1075.231129
ARS 1631.267406
AUD 1.639479
AWG 2.109762
AZN 1.993763
BAM 1.95698
BBD 2.358572
BDT 143.684199
BGN 1.953808
BHD 0.44278
BIF 3483.241172
BMD 1.171276
BND 1.495877
BOB 8.091742
BRL 5.858121
BSD 1.170981
BTN 110.304167
BWP 15.861295
BYN 3.317244
BYR 22957.016762
BZD 2.35517
CAD 1.602335
CDF 2709.161787
CHF 0.919733
CLF 0.026655
CLP 1048.983684
CNY 7.99572
CNH 8.002564
COP 4177.849093
CRC 532.910009
CUC 1.171276
CUP 31.038824
CVE 110.331538
CZK 24.371626
DJF 208.531309
DKK 7.472907
DOP 69.76088
DZD 155.189145
EGP 61.636019
ERN 17.569145
ETB 181.029683
FJD 2.582255
FKP 0.86795
GBP 0.86805
GEL 3.144875
GGP 0.86795
GHS 13.000618
GIP 0.86795
GMD 86.086277
GNF 10279.023486
GTQ 8.952246
GYD 244.992519
HKD 9.176892
HNL 31.117102
HRK 7.530488
HTG 153.309839
HUF 365.371516
IDR 20198.953741
ILS 3.490392
IMP 0.86795
INR 110.306533
IQD 1533.992368
IRR 1543800.813561
ISK 143.797682
JEP 0.86795
JMD 184.805396
JOD 0.830482
JPY 186.749479
KES 151.434177
KGS 102.373297
KHR 4691.749355
KMF 494.278817
KPW 1054.179114
KRW 1730.461294
KWD 0.360495
KYD 0.975872
KZT 543.956435
LAK 25659.927124
LBP 104864.050107
LKR 373.26714
LRD 214.875917
LSL 19.472311
LTL 3.458474
LVL 0.708493
LYD 7.43064
MAD 10.83458
MDL 20.363933
MGA 4865.830595
MKD 61.628235
MMK 2459.520119
MNT 4193.680971
MOP 9.450038
MRU 46.737388
MUR 54.850527
MVR 18.107528
MWK 2030.589921
MXN 20.364633
MYR 4.644121
MZN 74.847383
NAD 19.472311
NGN 1586.317933
NIO 43.09507
NOK 10.953015
NPR 176.486667
NZD 1.993776
OMR 0.450348
PAB 1.170981
PEN 4.060062
PGK 5.083087
PHP 71.043763
PKR 326.447304
PLN 4.240132
PYG 7425.35124
QAR 4.268874
RON 5.090948
RSD 117.412229
RUB 88.320226
RWF 1711.602996
SAR 4.392961
SBD 9.427115
SCR 17.433904
SDG 703.347971
SEK 10.815408
SGD 1.494912
SHP 0.874476
SLE 28.811972
SLL 24561.075254
SOS 669.192145
SRD 43.804604
STD 24243.055967
STN 24.514261
SVC 10.246004
SYP 129.499113
SZL 19.464406
THB 37.911856
TJS 11.007503
TMT 4.105324
TND 3.419489
TOP 2.820153
TRY 52.735436
TTD 7.95266
TWD 36.860651
TZS 3048.247428
UAH 51.602622
UGX 4356.534322
USD 1.171276
UYU 46.387183
UZS 14069.244547
VES 565.414603
VND 30873.673716
VUV 138.011302
WST 3.176816
XAF 656.341615
XAG 0.015411
XAU 0.000249
XCD 3.165433
XCG 2.110428
XDR 0.815912
XOF 656.366847
XPF 119.331742
YER 279.495832
ZAR 19.399263
ZMK 10542.873009
ZMW 22.160986
ZWL 377.150512
  • MDAX

    -459.9500

    30391.79

    -1.51%

  • TecDAX

    25.7200

    3673.81

    +0.7%

  • Goldpreis

    -13.7000

    4710.3

    -0.29%

  • Euro STOXX 50

    -9.7200

    5885.01

    -0.17%

  • SDAX

    -77.7700

    17805.06

    -0.44%

  • DAX

    -20.3300

    24135.12

    -0.08%

  • EUR/USD

    0.0026

    1.1714

    +0.22%

Russland und Belarus beginnen gemeinsames Militärmanöver an Nato-Ostflanke
Russland und Belarus beginnen gemeinsames Militärmanöver an Nato-Ostflanke / Foto: Handout - Russian Defence Ministry/AFP

Russland und Belarus beginnen gemeinsames Militärmanöver an Nato-Ostflanke

Nach dem Eindringen russischer Drohnen in den polnischen Luftraum sorgt ein Militärmanöver von Russland und Belarus an der Ostflanke der Nato für zusätzliche Spannungen. Die Nato erklärte zwar, von den am Freitag gestarteten Übungen gehe keine "unmittelbare militärische Bedrohung" aus. Insbesondere die angrenzenden Nato-Staaten Polen, Litauen und Lettland sind aber sehr besorgt. Polens Regierungschefs Donald Tusk widersprach zudem US-Präsident Donald Trump, der das Eindringen der russischen Drohnen als mögliches "Versehen" bezeichnet hatte.

Textgröße:

Das Verteidigungsministerium in Moskau verkündete am Freitagmorgen den Beginn des Manövers "Sapad-2025" (Westen-2025). Der Großteil der Übungen findet nach Angaben aus Belarus bis Dienstag östlich der Hauptstadt Minsk statt - rund hundert Kilometer von der Grenze zum EU- und Nato-Land Litauen entfernt. Nach Angaben der russischen Armee werden einige "praktische" Übungen auch auf russischem Staatsgebiet sowie in der Barentssee und in der Ostsee stattfinden.

Polen, Litauen und Lettland haben wegen des Manövers ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärft und den Flugverkehr eingeschränkt. Polen ordnete zudem die Schließung seiner Grenze zu Belarus an.

In der Nacht zum Mittwoch waren mindestens 19 Drohnen teils hunderte Kilometer weit in den Luftraum des EU- und Nato-Lands Polen eingedrungen. Mehrere der Drohnen wurden abgeschossen. Polen und Nato-Verbündete wie Deutschland verurteilten den Vorfall als gezielte Provokation gegen das gesamte westliche Militärbündnis.

Moskau bestritt einen gezielten Angriff. In der Nacht zum Freitag fing Russland nach eigenen Angaben mehr als 220 ukrainische Drohnen ab, unter anderem nahe der zweitgrößten russischen Stadt St. Petersburg.

Trump äußerte sich zurückhaltend zu der Verletzung des polnischen Luftraums und schloss ein Versehen Moskaus nicht aus: "Es könnte ein Fehler gewesen sein", sagte der US-Präsident. Tusk erwiderte im Onlinedienst X: "Wir würden uns auch wünschen, dass der Drohnenangriff auf Polen ein Fehler war. Aber das war er nicht."

Die Bundesregierung bestellte wegen des Drohnen-Vorfalls den russischen Botschafter ein. "Mit russischen Drohnen im Nato-Luftraum" handele Kreml-Chef Wladimir Putin "gefährlich und inakzeptabel", erklärte das Auswärtige Amt dazu am Freitag auf X. Auch der russische Botschafter in Paris wurde einbestellt, die EU bestellte die Botschafter von Russland und Belarus ein.

Die Nato erklärte, sie beobachte das Militärmanöver genau. "Wir fordern Russland und Belarus auf, im Einklang mit ihren internationalen Verpflichtungen vorhersehbar und transparent zu handeln", erklärte eine Nato-Vertreterin. Es sei bekannt, dass Russland Militärübungen als politische Drohgebärde nutze.

Nach Angaben Tusks wollte die Nato am Freitag zudem einen "Aktionsplan" für die Ostflanke des Verteidigungsbündnisses vorlegen. In Brüssel war für den späten Nachmittag eine Pressekonferenz mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und dem Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, General Alexus Grynkewich, angesetzt.

Die Militärübung Sapad findet in der Regel alle vier Jahre statt. 2021, also noch vor Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022, hatten rund 200.000 russische Soldaten daran teilgenommen. Diesmal dürften es deutlich weniger sein. Belarus hatte im Januar die Teilnahme von 13.000 Soldaten angekündigt. Im Mai gab Minsk aber bekannt, die Zahl um die Hälfte zu reduzieren.

Wie Belarus im August verkündet hatte, soll bei dem Manöver unter anderem der Einsatz atomwaffenfähiger Oreschnik-Raketen geübt werden, die Russland in Belarus stationieren will. Nach Angaben Tusks soll bei der Übung auch die Besetzung der sogenannten Suwalki-Lücke simuliert werden.

Das Gebiet an der polnisch-litauischen Grenze schließt im Norden an die russische Exklave Kaliningrad und im Süden an Belarus an. Es wird befürchtet, dass Russland und sein Verbündeter Belarus den 65 Kilometer breiten Landstreifen im Fall einer Ausweitung des Ukraine-Krieges besetzen könnten. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko wies diese Befürchtung als "völligen Unsinn" zurück.

(U.Gruber--BBZ)