Berliner Boersenzeitung - Generaldebatte: Merz pocht auf Sozialreformen - Opposition geißelt verfehlte Politik

EUR -
AED 4.288249
AFN 73.562663
ALL 95.278508
AMD 434.173081
ANG 2.089985
AOA 1071.916369
ARS 1626.265177
AUD 1.639875
AWG 2.103256
AZN 1.985228
BAM 1.955046
BBD 2.352003
BDT 143.284748
BGN 1.947784
BHD 0.440939
BIF 3462.125949
BMD 1.167665
BND 1.491525
BOB 8.069923
BRL 5.876037
BSD 1.167755
BTN 109.810126
BWP 15.783914
BYN 3.297329
BYR 22886.228868
BZD 2.348704
CAD 1.600827
CDF 2700.808297
CHF 0.918963
CLF 0.026552
CLP 1045.025325
CNY 7.971067
CNH 7.986436
COP 4165.246947
CRC 531.69725
CUC 1.167665
CUP 30.943116
CVE 110.403359
CZK 24.365679
DJF 207.517783
DKK 7.472926
DOP 69.662483
DZD 154.816482
EGP 61.43726
ERN 17.514971
ETB 182.861565
FJD 2.575985
FKP 0.864693
GBP 0.867639
GEL 3.135148
GGP 0.864693
GHS 12.949433
GIP 0.864693
GMD 85.822914
GNF 10246.257748
GTQ 8.927557
GYD 244.337874
HKD 9.147894
HNL 31.082829
HRK 7.533304
HTG 152.981009
HUF 366.868773
IDR 20193.477216
ILS 3.48712
IMP 0.864693
INR 110.020054
IQD 1529.640807
IRR 1539040.508372
ISK 143.798287
JEP 0.864693
JMD 184.348913
JOD 0.827875
JPY 186.606819
KES 150.997221
KGS 102.071759
KHR 4682.335295
KMF 492.754748
KPW 1050.839904
KRW 1732.440925
KWD 0.359383
KYD 0.973225
KZT 542.503129
LAK 25606.887642
LBP 104503.766119
LKR 370.367183
LRD 215.171362
LSL 19.441807
LTL 3.44781
LVL 0.706308
LYD 7.414352
MAD 10.812877
MDL 20.261187
MGA 4839.970436
MKD 61.612561
MMK 2451.816911
MNT 4179.18531
MOP 9.421607
MRU 46.718194
MUR 54.576644
MVR 18.052713
MWK 2028.23323
MXN 20.372128
MYR 4.637973
MZN 74.611068
NAD 19.441709
NGN 1577.888436
NIO 42.864922
NOK 10.916032
NPR 175.69525
NZD 1.997559
OMR 0.448966
PAB 1.167755
PEN 4.047098
PGK 4.977463
PHP 70.943774
PKR 325.544192
PLN 4.24388
PYG 7394.148751
QAR 4.256726
RON 5.090321
RSD 117.400465
RUB 88.600804
RWF 1705.958182
SAR 4.379605
SBD 9.398047
SCR 16.046186
SDG 701.180424
SEK 10.826196
SGD 1.493257
SHP 0.87178
SLE 28.722747
SLL 24485.341251
SOS 667.323199
SRD 43.669519
STD 24168.302575
STN 24.748654
SVC 10.21806
SYP 129.1816
SZL 19.441844
THB 37.94268
TJS 10.977214
TMT 4.092665
TND 3.365793
TOP 2.811457
TRY 52.547713
TTD 7.916981
TWD 36.822893
TZS 3035.92864
UAH 51.299718
UGX 4344.32479
USD 1.167665
UYU 46.182192
UZS 14070.360484
VES 563.671149
VND 30757.456869
VUV 137.82236
WST 3.182352
XAF 655.704155
XAG 0.015593
XAU 0.00025
XCD 3.155672
XCG 2.104697
XDR 0.813397
XOF 652.724269
XPF 119.331742
YER 278.634007
ZAR 19.467482
ZMK 10510.380869
ZMW 21.866662
ZWL 375.987569
  • Goldpreis

    -35.4000

    4688.6

    -0.76%

  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1684

    -0.03%

  • Euro STOXX 50

    -11.4900

    5894.73

    -0.19%

  • TecDAX

    -22.6800

    3648.09

    -0.62%

  • DAX

    -39.4500

    24155.45

    -0.16%

  • SDAX

    -158.9000

    17882.83

    -0.89%

  • MDAX

    -324.9000

    30851.74

    -1.05%

Generaldebatte: Merz pocht auf Sozialreformen - Opposition geißelt verfehlte Politik
Generaldebatte: Merz pocht auf Sozialreformen - Opposition geißelt verfehlte Politik / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP

Generaldebatte: Merz pocht auf Sozialreformen - Opposition geißelt verfehlte Politik

Der Kanzler pocht auf Reformen der Sozialsysteme, die Opposition wirft seiner Regierung eine verfehlte Politik vor: In der Generaldebatte im Bundestag zum Haushalt 2025 stellte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Bürgerinnen und -bürger am Mittwoch auf tiefgreifende Veränderungen über seinen angekündigten "Herbst der Reformen" hinaus ein. Die AfD kritisierte hingegen mangelnden Reformwillen, Grüne und Linke eine Politik auf Kosten der Schwächsten in der Gesellschaft.

Textgröße:

"Unser Land steht in diesem Herbst vor wichtigen Entscheidungen", sagte Merz. Dabei gehe es "nicht um Details", sondern "um sehr Grundsätzliches". Merz sprach dabei von einer "Wegmarke" für das Land.

Eine Reform der Sozialsysteme sei "unumgänglich", betonte der Kanzler. "Es geht darum, dass wir die Lasten so verteilen, dass unser Sozialstaat auch künftig funktioniert." Bei der Rente müsse "der Generationenvertrag neu gedacht werden". Reformen beim Bürgergeld seien eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Angesichts der Tragweite der geplanten Reformen könne es bei einem "Herbst der Reformen" nicht bleiben, betonte Merz. "Es wird sich ein Winter, ein Frühling, ein Sommer, ein nächster Herbst anschließen mit Reformen." Er forderte "Ausdauer" bei der Reformbereitschaft. "Wir haben erst begonnen."

Merz verteidigte gleichzeitig die deutliche Steigerung der Verteidigungsausgaben. Russlands Präsident Wladimir Putin teste "längst die Grenzen" der Nato, sagte Merz mit Blick auf die jüngsten Vorfälle mit Drohnen in Polen und Rumänien. Um seine Freiheit zu verteidigen, brauche Deutschland deshalb eine "starke Bundeswehr zur Abschreckung".

Deutschlands Wirtschaftsmodell sei zudem durch Protektionismus, hohe Energiepreise und eine Welle neuer Technologien "unter Druck", sagte Merz. Er stellte sich dabei hinter die Vorschläge von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zur Neuausrichtung in der Energiepolitik. Reiche hatte am Montag angekündigt, sie wolle staatliche Subventionen für den Ausbau erneuerbarer Energien senken.

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch bekannte sich zu notwendigen Reformen, mahnte aber Gerechtigkeit an. Dazu gehöre auch eine angemessene Beteiligung "der ganz großen Vermögen", sagte er. Miersch mahnte dabei auch Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung an, durch die "jährlich Milliarden verloren gehen". Umgekehrt sei es ebenso richtig, dann einzugreifen, "wenn es um den Missbrauch des Sozialsystems geht".

AfD-Chefin Alice Weidel warf Merz das Brechen von Wahlversprechen unter anderem bei der Einhaltung der Schuldenbremse und der Senkung der Stromsteuer vor. Ergebnis "der CDU-Umfallerei in Serie ist ein zusammengeschusterter, verantwortungsloser Haushalt ohne Maß und Ziel", sagte sie. Der von Merz ausgelobte "Herbst der Reformen" werde "zum Winter der noch höheren Ausgaben führen". Während Merz auf sinkende Asylzahlen verwies, kritisierte Weidel auch eine unwirksame Migrationspolitik.

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge kritisierte den Umgang mit dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz. Statt "einen Moment des Aufbruchs" zu schaffen, sorge die schwarz-rote Koalition für "Enttäuschung", sagte sie. Dröge warf Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) vor, "mit intransparenten Buchungstricks so viel Geld aus dem Sondervermögen eben nicht zu investieren, sondern im Haushalt zu versenken".

Statt Vertrauen bei Wirtschaft und Bürgern zu schaffen, mache die schwarz-rote Koalition "Politik für die Falschen", sagte die Grünen-Politikerin. Die Regierung entlaste vor allem auch Vermögende, während die Union "Ablenkungsdebatten" über das Bürgergeld führe. "Die Mehrheit muss den Gürtel enger schnallen und einige wenige, die kriegen noch Geld obendrauf."

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek warf Merz vor diesem Hintergrund eine "zynische, widerliche Politik" vor. Was die Regierung als Gerechtigkeit verkaufen wolle, sei "nichts anderes als Armenhass", sagte Reichinnek. Mit der Debatte um das Bürgergeld suche die Union "Sündenböcke statt Lösungen". Und statt Vermögende fair an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen und einen "armutsfesten Mindestlohn" zu schaffen, plane Schwarz-Rot einen "Herbst der sozialen Grausamkeiten", sagte Reichinnek.

(A.Berg--BBZ)