Berliner Boersenzeitung - Warnungen vor Ende der Demokratie nach Trumps Aufruf zur Verfolgung seiner Gegner

EUR -
AED 4.291361
AFN 73.616438
ALL 95.350706
AMD 434.487516
ANG 2.0915
AOA 1072.693258
ARS 1627.450908
AUD 1.638394
AWG 2.104781
AZN 1.98805
BAM 1.956463
BBD 2.353708
BDT 143.38861
BGN 1.949196
BHD 0.441363
BIF 3464.635511
BMD 1.168511
BND 1.492606
BOB 8.075772
BRL 5.88114
BSD 1.168601
BTN 109.889724
BWP 15.795355
BYN 3.299719
BYR 22902.818216
BZD 2.350407
CAD 1.600767
CDF 2702.766462
CHF 0.918719
CLF 0.026572
CLP 1045.782126
CNY 7.976843
CNH 7.986399
COP 4168.546618
CRC 532.082657
CUC 1.168511
CUP 30.965545
CVE 110.483145
CZK 24.36001
DJF 207.667817
DKK 7.47288
DOP 69.713607
DZD 154.929027
EGP 61.489533
ERN 17.527667
ETB 182.987411
FJD 2.575574
FKP 0.86532
GBP 0.867678
GEL 3.137452
GGP 0.86532
GHS 12.959118
GIP 0.86532
GMD 85.899799
GNF 10253.685222
GTQ 8.934029
GYD 244.514985
HKD 9.152574
HNL 31.105972
HRK 7.535957
HTG 153.091899
HUF 366.688729
IDR 20257.601138
ILS 3.489647
IMP 0.86532
INR 109.97238
IQD 1530.749585
IRR 1540156.099305
ISK 143.796711
JEP 0.86532
JMD 184.482541
JOD 0.828472
JPY 186.687773
KES 151.093563
KGS 102.145749
KHR 4685.730209
KMF 493.111675
KPW 1051.601617
KRW 1732.293963
KWD 0.359644
KYD 0.97393
KZT 542.896369
LAK 25625.449097
LBP 104640.171877
LKR 370.635648
LRD 215.327366
LSL 19.455887
LTL 3.450309
LVL 0.70682
LYD 7.41994
MAD 10.82096
MDL 20.275874
MGA 4843.478469
MKD 61.641367
MMK 2453.594138
MNT 4182.214641
MOP 9.428437
MRU 46.752464
MUR 54.615584
MVR 18.06522
MWK 2029.703979
MXN 20.349038
MYR 4.63779
MZN 74.671117
NAD 19.455777
NGN 1579.032504
NIO 42.896048
NOK 10.906941
NPR 175.822605
NZD 1.995502
OMR 0.449294
PAB 1.168601
PEN 4.05009
PGK 4.981071
PHP 70.643563
PKR 325.780026
PLN 4.242742
PYG 7399.508485
QAR 4.259804
RON 5.09202
RSD 117.49611
RUB 88.664548
RWF 1707.194766
SAR 4.382848
SBD 9.404859
SCR 16.557354
SDG 701.696166
SEK 10.817737
SGD 1.493176
SHP 0.872412
SLE 28.741907
SLL 24503.089733
SOS 667.799648
SRD 43.701104
STD 24185.821248
STN 24.766593
SVC 10.225467
SYP 129.275239
SZL 19.455954
THB 37.930461
TJS 10.985171
TMT 4.095632
TND 3.36823
TOP 2.813495
TRY 52.559164
TTD 7.92272
TWD 36.8783
TZS 3038.128649
UAH 51.336904
UGX 4347.473824
USD 1.168511
UYU 46.215667
UZS 14080.559252
VES 564.079732
VND 30763.392611
VUV 137.922262
WST 3.184659
XAF 656.179449
XAG 0.015445
XAU 0.000249
XCD 3.157959
XCG 2.106223
XDR 0.813986
XOF 653.198336
XPF 119.331742
YER 278.83595
ZAR 19.423572
ZMK 10518.000921
ZMW 21.882512
ZWL 376.260108
  • EUR/USD

    0.0000

    1.1688

    0%

  • SDAX

    -158.9000

    17882.83

    -0.89%

  • TecDAX

    -22.6800

    3648.09

    -0.62%

  • MDAX

    -324.9000

    30851.74

    -1.05%

  • Goldpreis

    -4.3000

    4719.7

    -0.09%

  • Euro STOXX 50

    -11.4900

    5894.73

    -0.19%

  • DAX

    -39.4500

    24155.45

    -0.16%

Warnungen vor Ende der Demokratie nach Trumps Aufruf zur Verfolgung seiner Gegner
Warnungen vor Ende der Demokratie nach Trumps Aufruf zur Verfolgung seiner Gegner / Foto: Oliver Contreras - AFP/Archiv

Warnungen vor Ende der Demokratie nach Trumps Aufruf zur Verfolgung seiner Gegner

Nachdem US-Präsident Donald Trump das Justizministerium zur Verfolgung seiner politischen Gegner aufgerufen hat, sehen führende Vertreter der Opposition die Demokratie in den Vereinigten Staaten in Gefahr. Trump verwandele das Justizministerium "in ein Instrument, das seine Feinde verfolgt, egal ob sie schuldig sind oder nicht", sagte der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, am Sonntag dem Sender CBS: "Das tun Diktaturen."

Textgröße:

Trump setze "die ganze Macht der Regierung, der Medienaufsichtsbehörde FCC und des Justizministeriums ein, um alle seine politischen Feinde zu bestrafen, einzusperren und vom Sender zu nehmen", sagte der demokratische Senator Chris Murphy aus Connecticut dem Sender ABC. Es handele sich um einen der "gefährlichsten Augenblicke" in der Geschichte der USA: "Wir verwandeln uns rasch in eine Bananenrepublik", warnte Murphy.

Auch im Trump-Lager gab es vereinzelt Warnungen, nicht zu weit zu gehen. Nach der vom Präsidenten gefeierten Absetzung der Late-Night-Show des Trump-kritischen Satirikers Jimmy Kimmel und Trumps Drohung mit einem Lizenzentzug gegen alle kritischen US-Sender meldete sich Senator Ted Cruz von den Republikanern zu Wort: Das Vorgehen erinnere ihn an den Mafia-Film "Der Pate", sagte er. "Der Mafioso kommt in eine Bar und sagt, 'Schöne Bar, die Sie hier haben. Es wäre schade, wenn etwas damit passieren würde'."

Allerdings ging der Republikaner nicht so weit, Trump selbst zu kritisieren. Stattdessen rügte er den vom Präsidenten eingesetzten Chef der US-Medienaufsichtsbehörde, Brendan Carr.

Trump hatte Justizministerin Pam Bondi am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social aufgerufen, gegen bestimmte seiner politischen Gegner vorzugehen. Politiker der Demokratischen Partei hätten ihn zweimal einem Amtsenthebungsverfahren ausgesetzt und ihn fünf Mal vor Gericht gestellt. Dies sei "ohne Grund" geschehen, schrieb der Präsident. "Gerechtigkeit muss jetzt hergestellt werden!!!", forderte er.

In seiner Onlinebotschaft ging Trump namentlich den demokratischen Senator Adam Schiff aus Kalifornien sowie die New Yorker Staatsanwältin Letitia James an, die ebenfalls der Demokratischen Partei angehört. Schiff wie James waren in den vergangenen Jahren an Ermittlungsverfahren gegen Trump beteiligt, in denen der Republikaner eine politisch motivierte "Hexenjagd" gegen sich sieht.

Trump rief Justizministerin Bondi zu Ermittlungsverfahren gegen Schiff und James auf. "Wir können nicht länger zögern, das zerstört unseren Ruf und unsere Glaubwürdigkeit", schrieb er. Als Hebel dienen Vorwürfe, Schiff und James hätten Hypothekenanträge gefälscht. Trumps enger Verbündeter Bill Pulte, Chef der US-Behörde für Wohnungsbaufinanzierung (FHFA), hatte Schiff, James und weitere Trump-Kritiker der Urkundenfälschung beschuldigt. Belege legte Pulte nicht vor.

Unter dem Druck des Präsidenten war am Freitag zudem ein US-Bundesstaatsanwalt zurückgetreten, der sich geweigert hatte, gegen die Trump-Gegner zu ermitteln. Dabei handelt es sich laut US-Medien um Erik Siebert, den Staatsanwalt für den östlichen Bezirk des Bundesstaates Virginia. Siebert hatte laut "Washington Post" die Einleitung eines Betrugsverfahrens gegen James abgelehnt, weil es dafür nicht genügend Beweise gebe.

"Ich habe ihn gefeuert", erklärte Trump danach. Als Nachfolgerin für Siebert nominierte er die Juristin Lindsey Halligan, die bisher im Weißen Haus tätig ist.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin James hatte Trump verklagt, weil er die Vermögenswerte seines Immobilienimperiums künstlich aufgebläht habe, um so von Banken und Versicherungen günstige Konditionen zu erhalten. Im Februar 2024 wurde Trump deswegen zu einer Strafe von insgesamt 464 Millionen Euro verurteilt. Ein New Yorker Berufungsgericht hob die Millionenbuße im August als "übermäßig" auf, James kündigte jedoch den Gang in die nächste Instanz an.

Senator Schiff hatte in Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021), damals noch als Mitglied des Repräsentantenhauses, eine wichtige Rolle im ersten Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten zur sogenannten Ukraine-Affäre gespielt. Die Demokraten hatten Trump damals vorgeworfen, die Ukraine zu Ermittlungen gegen seinen Präsidentschaftsrivalen Joe Biden gedrängt zu haben. In dem von Trumps Republikanern kontrollierten Senat gab es damals aber keine Mehrheit für eine Amtsenthebung des Präsidenten.

(B.Hartmann--BBZ)