Berliner Boersenzeitung - Studie: Juden in Deutschland fühlen sich alleingelassen und benachteiligt

EUR -
AED 4.299291
AFN 74.338984
ALL 95.44428
AMD 439.131904
ANG 2.095367
AOA 1074.676933
ARS 1613.805717
AUD 1.636342
AWG 2.107209
AZN 2.010472
BAM 1.955043
BBD 2.366015
BDT 144.134211
BGN 1.9528
BHD 0.441591
BIF 3493.118107
BMD 1.170672
BND 1.495208
BOB 8.116962
BRL 5.816484
BSD 1.17466
BTN 110.122376
BWP 15.794089
BYN 3.305163
BYR 22945.168791
BZD 2.362616
CAD 1.600086
CDF 2705.422275
CHF 0.919007
CLF 0.02648
CLP 1042.166921
CNY 7.989605
CNH 7.999183
COP 4181.019489
CRC 535.197417
CUC 1.170672
CUP 31.022805
CVE 110.222808
CZK 24.354833
DJF 209.181714
DKK 7.472832
DOP 70.693241
DZD 155.129271
EGP 60.886828
ERN 17.560078
ETB 184.908508
FJD 2.59643
FKP 0.86692
GBP 0.867526
GEL 3.149058
GGP 0.86692
GHS 13.004022
GIP 0.86692
GMD 85.458806
GNF 10310.09742
GTQ 8.978563
GYD 245.785915
HKD 9.169135
HNL 31.209187
HRK 7.535961
HTG 153.769168
HUF 365.014304
IDR 20237.170605
ILS 3.51709
IMP 0.86692
INR 110.119838
IQD 1538.810957
IRR 1544701.541974
ISK 143.79383
JEP 0.86692
JMD 186.089561
JOD 0.829987
JPY 186.777182
KES 151.192824
KGS 102.348797
KHR 4702.139813
KMF 492.852909
KPW 1053.546179
KRW 1733.40213
KWD 0.36066
KYD 0.978925
KZT 544.321638
LAK 25917.07917
LBP 105195.330741
LKR 373.277113
LRD 216.146338
LSL 19.310008
LTL 3.45669
LVL 0.708127
LYD 7.42822
MAD 10.846741
MDL 20.122469
MGA 4872.155791
MKD 61.669331
MMK 2458.131184
MNT 4189.948152
MOP 9.476173
MRU 46.89425
MUR 54.717092
MVR 18.086501
MWK 2036.529133
MXN 20.311742
MYR 4.642303
MZN 74.817505
NAD 19.310008
NGN 1582.268656
NIO 43.233266
NOK 10.887603
NPR 176.197306
NZD 1.987997
OMR 0.450123
PAB 1.174755
PEN 4.036903
PGK 5.167331
PHP 70.740208
PKR 327.479841
PLN 4.244716
PYG 7389.234586
QAR 4.282861
RON 5.092536
RSD 117.350542
RUB 87.91709
RWF 1716.550251
SAR 4.390732
SBD 9.42203
SCR 16.552177
SDG 703.023709
SEK 10.801614
SGD 1.494099
SHP 0.874025
SLE 28.856723
SLL 24548.399438
SOS 671.345882
SRD 43.851016
STD 24230.544279
STN 24.492089
SVC 10.279065
SYP 129.514287
SZL 19.302776
THB 37.911623
TJS 11.059719
TMT 4.103205
TND 3.415693
TOP 2.818697
TRY 52.591845
TTD 7.963951
TWD 36.919514
TZS 3037.893389
UAH 51.540591
UGX 4352.333965
USD 1.170672
UYU 46.701923
UZS 14247.485336
VES 564.445474
VND 30821.44918
VUV 138.1773
WST 3.190548
XAF 655.708801
XAG 0.01539
XAU 0.000248
XCD 3.163799
XCG 2.11709
XDR 0.815491
XOF 655.711601
XPF 119.331742
YER 279.380664
ZAR 19.322285
ZMK 10537.450421
ZMW 22.348636
ZWL 376.955867
  • DAX

    -36.9400

    24157.96

    -0.15%

  • Euro STOXX 50

    -20.7700

    5885.45

    -0.35%

  • SDAX

    -64.4300

    17977.3

    -0.36%

  • MDAX

    -357.7500

    30818.89

    -1.16%

  • Goldpreis

    -27.4000

    4725.6

    -0.58%

  • TecDAX

    0.6800

    3671.45

    +0.02%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1703

    -0.07%

Studie: Juden in Deutschland fühlen sich alleingelassen und benachteiligt
Studie: Juden in Deutschland fühlen sich alleingelassen und benachteiligt / Foto: John MACDOUGALL - AFP/Archiv

Studie: Juden in Deutschland fühlen sich alleingelassen und benachteiligt

Nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel vor zwei Jahren erleben Jüdinnen und Juden in Deutschland einer Befragung zufolge massive Anfeindungen, Ausgrenzung und Diskriminierung. In einer Studie über die Auswirkungen des Hamas-Überfalls auf Deutschland berichteten die Befragten über soziale Isolation und Ausgrenzung in allen Lebensbereichen - zum Beispiel in Schulen, Hochschulen, am Arbeitsplatz oder in Arztpraxen: Dies geht aus dem Zwischenbericht der Untersuchung hervor, den die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Dienstag in Berlin vorstellte.

Textgröße:

Nach Angaben der Autorinnen handelt es sich um die bundesweit erste Studie dieser Art. Generell habe sich in den Einzel- und Gruppenbefragungen ein Vertrauensverlust jüdischer Menschen in ihr bisheriges Umfeld gezeigt, erklärte die Antidiskriminierungsstelle.

Einige Befragte verbergen demnach inzwischen ihre jüdische Identität, um sich vor Angriffen und Diskriminierung zu schützen. Auch auf die psychische Gesundheit der Befragten habe der Hamas-Angriff und seine Folgen erhebliche Auswirkungen. Betroffene berichteten von Depressionen, Schlafstörungen, Angstzuständen und Panikattacken.

Die Studie zeichne "ein bedrückendes Bild, das Jüdinnen und Juden aber keinesfalls erstaunt", erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. "Die dramatische Zuspitzung des Antisemitismus in den vergangenen zwei Jahren hat zur Folge, dass Jüdinnen und Juden zunehmend von einer gleichberechtigten gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen sind." Derartige Erfahrungen "bedeuten den Verlust von Freiheit und schüren Angst", erklärte Schuster. "Es ist Zeit, dieser Diskriminierung etwas entgegenzusetzen."

Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, mahnte: "Wir müssen die Ängste und Sorgen von Jüdinnen und Juden ernst nehmen. Sie müssen spüren, dass der Rechtsstaat für sie da ist." Nötig sei "zum einen eine konsequente Strafverfolgung, zum anderen aber auch einen besseren Schutz vor Diskriminierung im Alltag".

Ataman forderte auch mehr Beratungsangebote und ein "besseres Antidiskriminierungsrecht, das bei Antisemitismus wirkt". Zum Beispiel seien israelische Staatsangehörige in Deutschland wegen einer Rechtslücke im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz momentan nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt.

Die Studie befasste sich mit den Auswirkungen des Hamas-Angriffs auf "jüdische und israelische Communities in Deutschland". Dafür nahmen laut den Autorinnen mehr als 110 Jüdinnen und Juden über ein Jahr hinweg an qualitativen Forschungsinterviews teil.

Die Autorinnen Marina Chernivsky vom Kompetenzzentrum für antisemitismuskritische Bildung und Forschung und Friederike Lorenz-Sinai von der Fachhochschule Potsdam forderten "einen umfassenden Diskriminierungsschutz, der die Kategorien der israelischen Herkunft und der hebräischen Muttersprache einschließt und Jüdinnen und Juden wirksam vor Diskriminierung" schütze.

Ihre Befunde zeigten, "dass jüdische und israelische Communities in Deutschland zunehmend an gleichberechtigter Teilhabe gehindert werden und Exklusion sowie Diskriminierung in nahezu allen öffentlichen Alltagssphären und institutionellen Kontexten erfahren", resümierten die Wissenschaftlerinnen.

(Y.Yildiz--BBZ)