Berliner Boersenzeitung - Krise in Frankreich: Macron trifft Parteichefs vor Ernennung des Premiers

EUR -
AED 4.309995
AFN 73.936041
ALL 95.399128
AMD 438.927911
ANG 2.100582
AOA 1077.351572
ARS 1613.379269
AUD 1.640368
AWG 2.115387
AZN 1.996721
BAM 1.954152
BBD 2.364915
BDT 144.069097
BGN 1.95766
BHD 0.442764
BIF 3491.540145
BMD 1.173585
BND 1.494533
BOB 8.113122
BRL 5.840107
BSD 1.174115
BTN 110.07169
BWP 15.786617
BYN 3.303599
BYR 23002.268476
BZD 2.361498
CAD 1.603457
CDF 2715.676085
CHF 0.917339
CLF 0.026616
CLP 1047.550421
CNY 8.005787
CNH 8.01267
COP 4210.001924
CRC 534.946514
CUC 1.173585
CUP 31.100006
CVE 110.172543
CZK 24.34725
DJF 209.082756
DKK 7.47352
DOP 70.6601
DZD 155.358169
EGP 61.009054
ERN 17.603777
ETB 184.821823
FJD 2.575433
FKP 0.86864
GBP 0.868987
GEL 3.156791
GGP 0.86864
GHS 12.997981
GIP 0.86864
GMD 86.255871
GNF 10305.35174
GTQ 8.974392
GYD 245.671739
HKD 9.191431
HNL 31.194688
HRK 7.534294
HTG 153.699705
HUF 365.376364
IDR 20184.490587
ILS 3.521137
IMP 0.86864
INR 110.020848
IQD 1538.096122
IRR 1550305.951438
ISK 143.822843
JEP 0.86864
JMD 186.003905
JOD 0.832085
JPY 186.868828
KES 151.604124
KGS 102.603493
KHR 4700.015694
KMF 492.905803
KPW 1056.215175
KRW 1734.881516
KWD 0.361687
KYD 0.978471
KZT 544.068781
LAK 25905.039733
LBP 105145.565812
LKR 373.103712
LRD 216.046852
LSL 19.301038
LTL 3.465292
LVL 0.70989
LYD 7.424769
MAD 10.841702
MDL 20.11295
MGA 4869.871704
MKD 61.643936
MMK 2464.139346
MNT 4199.694615
MOP 9.471771
MRU 46.872664
MUR 54.595044
MVR 18.143271
MWK 2035.574399
MXN 20.321742
MYR 4.638596
MZN 74.993479
NAD 19.301038
NGN 1582.849376
NIO 43.213367
NOK 10.909768
NPR 176.114704
NZD 1.986416
OMR 0.451223
PAB 1.174205
PEN 4.035079
PGK 5.164666
PHP 70.606986
PKR 327.32492
PLN 4.246319
PYG 7385.801828
QAR 4.280907
RON 5.094568
RSD 117.403131
RUB 88.052687
RWF 1715.745525
SAR 4.40132
SBD 9.434184
SCR 16.735426
SDG 704.151029
SEK 10.774335
SGD 1.49469
SHP 0.8762
SLE 28.86538
SLL 24609.488807
SOS 671.031152
SRD 43.97717
STD 24290.842656
STN 24.479457
SVC 10.274378
SYP 129.835481
SZL 19.293644
THB 37.785923
TJS 11.054629
TMT 4.113416
TND 3.414135
TOP 2.825712
TRY 52.723337
TTD 7.960252
TWD 36.979087
TZS 3051.321422
UAH 51.516867
UGX 4350.349183
USD 1.173585
UYU 46.680825
UZS 14241.048899
VES 564.54934
VND 30891.694487
VUV 138.42082
WST 3.182155
XAF 655.401402
XAG 0.015006
XAU 0.000247
XCD 3.171672
XCG 2.116106
XDR 0.814658
XOF 655.406982
XPF 119.331742
YER 280.046691
ZAR 19.32421
ZMK 10563.638707
ZMW 22.338064
ZWL 377.893932
  • DAX

    -37.3100

    24233.56

    -0.15%

  • MDAX

    -98.9300

    31249

    -0.32%

  • SDAX

    -22.0700

    18108.95

    -0.12%

  • Euro STOXX 50

    -5.7700

    5924.48

    -0.1%

  • TecDAX

    -24.9400

    3675.29

    -0.68%

  • Goldpreis

    38.7000

    4758.3

    +0.81%

  • EUR/USD

    -0.0014

    1.1729

    -0.12%

Krise in Frankreich: Macron trifft Parteichefs vor Ernennung des Premiers
Krise in Frankreich: Macron trifft Parteichefs vor Ernennung des Premiers / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Krise in Frankreich: Macron trifft Parteichefs vor Ernennung des Premiers

In Frankreich tickt die Uhr für die von Präsident Emmanuel Macron selbst gesetzte Frist zur Ernennung eines neuen Regierungschefs. Es sei ein "Moment der gemeinsamen Verantwortung", erklärte der Elysée, während Macron am Freitag die Vertreter zahlreicher Parteien - unter Ausschluss der Rechts- und Linkspopulisten - an seinem Amtssitz empfing. Der Präsident sucht einen Premierminister, dem es nach mehreren gescheiterten Anläufen gelingt, den dringend nötigen Sparhaushalt durch das Parlament zu bekommen.

Textgröße:

Die von Macron selbst gesetzte Frist für die Personalie sollte kurz nach 20.00 Uhr am Freitag ablaufen. Am Montag hatte der seither geschäftsführende Premierminister Sébastien Lecornu überraschend seinen Rücktritt erklärt, nachdem die von ihm vorgestellte Regierungsmannschaft weithin scharfe Kritik ausgelöst hatte. Bis zum Freitagmittag zeichnete sich kein Kandidat für das Amt ab, der es schaffen könnte, den Sparhaushalt, auf den Frankreich wegen seiner horrenden Staatsverschuldung dringend angewiesen ist, gegen alle Widerstände durchs Parlament zu bringen.

Spekulationen, dass Macron seinen engen Vertrauten Lecornu erneut zum Premierminister machen könnte, löste auch im Regierungslager heftige Kritik aus. Dies würde den Eindruck erwecken, "sich festzuklammern und alles kontrollieren zu wollen", sagte der Chef der Regierungspartei, Gabriel Attal. Der frühere politische Zögling Macrons war in den vergangenen Tagen bereits auf Distanz zu Macron gegangen. Die geschäftsführende Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher warnte davor, dass eine erneute Ernennung Lecornus die falsche Botschaft an die Wähler sende. "Die Franzosen erwarten einen Neuanfang", betonte sie.

Lecornu selbst hatte am Mittwoch betont, dass er "dem Job nicht hinterherlaufe" und seine Mission als beendet ansehe. Er hatte sich aber auch optimistisch gezeigt, dass sich eine "absolute Mehrheit der Abgeordneten" auf einen Haushalt einigen könne. Auch der Name des 75 Jahre alten früheren Ministers Jean-Louis Borloo als möglicher neuer Premierminister fiel mehrfach. Er hat seit mehr als zehn Jahren kein politisches Amt mehr inne, gilt aber als gut vernetzt. Borloo erklärte allerdings, der Elysée habe ihn bislang nicht kontaktiert.

Es gab auch Vermutungen, dass Macron sich schließlich doch noch für einen Premierminister aus dem linken Lager entscheiden könnte, das bei der von ihm vorzeitig ausgerufenen Parlamentswahl im vergangenen Jahr stark abgeschnitten hatte. Als Kandidaten aus dem linken Lager galten der ehemalige Premierminister Bernard Cazeneuve und der Vorsitzende des Rechnungshofs, Pierre Moscovici.

Moscovici erinnerte am Freitag daran, dass der Haushaltsentwurf für 2026 am Montag im Kabinett vorgelegt werden müsse, um bis Jahresende verabschiedet werden zu können. Dabei müsse es derselbe Entwurf sein, der vor Lecornus Rücktritt bereits zur Prüfung an den Rechnungshof gegangen war. Dieser sehe ein Staatsdefizit von höchstens 4,7 Prozent vor, betonte Moscovici in einem Interview mit der Zeitung "Le Parisien". Lecornu hatte nach den jüngsten Beratungen mit Parteivertretern angedeutet, dass ein Defizitziel von fünf Prozent denkbar sei.

"Die Zinsen für die Schulden betragen inzwischen 70 Milliarden Euro, 2021 waren es noch 25 Milliarden", sagte Moscovici. Mit Blick auf die Staatsfinanzen warnte er vor einem "Schneeballeffekt, der eine Lawine auslösen könnte".

Seit der vorgezogenen Parlamentswahl im Sommer 2024 hat Frankreich keine stabile Regierung mehr: Der neue Premierminister wird seit dem der vierte sein. Diese Wahl hatte zu einer Spaltung der Nationalversammlung in drei Blöcke geführt - das linke Lager, das Regierungslager in der Mitte und das rechtspopulistische Lager - von denen keines mehrheitsfähig ist.

Sollte es am Ende doch noch zu Neuwahlen kommen, hat die rechtspopulistische Partei Rassemblement National (RN) mit Parteichef Jordan Bardella gute Chancen, ihr Ergebnis zu verbessern. In einer Umfrage des Instituts OpinionWay von Mittwoch liegt sie bei 33 oder 34 Prozent. Fraktionschefin Marine Le Pen würde in diesem Fall allerdings ihr Mandat verlieren, weil sie wegen ihrer Verurteilung wegen der Veruntreuung von EU-Geldern derzeit nicht bei Wahlen antreten darf.

(T.Renner--BBZ)