Berliner Boersenzeitung - "Stadtbild"-Debatte: Kritik an Merz weitet sich aus - Sozialflügel für Stilwechsel

EUR -
AED 4.322109
AFN 75.320329
ALL 95.610423
AMD 437.176284
ANG 2.106486
AOA 1080.379579
ARS 1620.281661
AUD 1.642671
AWG 2.118391
AZN 1.998982
BAM 1.957037
BBD 2.370298
BDT 144.401258
BGN 1.963162
BHD 0.443873
BIF 3499.511601
BMD 1.176884
BND 1.496446
BOB 8.132139
BRL 5.838639
BSD 1.176844
BTN 109.979504
BWP 15.777971
BYN 3.33811
BYR 23066.921701
BZD 2.366896
CAD 1.607217
CDF 2719.778084
CHF 0.917149
CLF 0.026385
CLP 1038.435457
CNY 8.0237
CNH 8.021133
COP 4213.232093
CRC 535.33832
CUC 1.176884
CUP 31.18742
CVE 110.334729
CZK 24.304356
DJF 209.562438
DKK 7.474483
DOP 70.824759
DZD 155.544609
EGP 60.938449
ERN 17.653256
ETB 183.754628
FJD 2.584378
FKP 0.869176
GBP 0.870511
GEL 3.159965
GGP 0.869176
GHS 13.010222
GIP 0.869176
GMD 85.912641
GNF 10328.527363
GTQ 8.994684
GYD 246.215602
HKD 9.215765
HNL 31.268761
HRK 7.535474
HTG 154.107392
HUF 362.20483
IDR 20158.724241
ILS 3.520742
IMP 0.869176
INR 110.044513
IQD 1541.674298
IRR 1557017.214109
ISK 143.250161
JEP 0.869176
JMD 186.427818
JOD 0.834458
JPY 187.186885
KES 151.959872
KGS 102.91672
KHR 4704.973422
KMF 491.937379
KPW 1059.178196
KRW 1729.230559
KWD 0.362422
KYD 0.98072
KZT 546.445339
LAK 25964.408838
LBP 105386.401493
LKR 372.525426
LRD 216.536846
LSL 19.255669
LTL 3.475031
LVL 0.711885
LYD 7.450709
MAD 10.875473
MDL 20.241792
MGA 4872.079029
MKD 61.655151
MMK 2471.379128
MNT 4209.873933
MOP 9.492399
MRU 46.686505
MUR 54.571504
MVR 18.182836
MWK 2040.689663
MXN 20.36991
MYR 4.649865
MZN 75.267585
NAD 19.255669
NGN 1584.50915
NIO 43.307369
NOK 10.969204
NPR 175.967207
NZD 1.991058
OMR 0.452515
PAB 1.176844
PEN 4.042255
PGK 5.104226
PHP 70.418812
PKR 328.133472
PLN 4.230133
PYG 7483.729524
QAR 4.290311
RON 5.099556
RSD 117.417242
RUB 88.205924
RWF 1719.686798
SAR 4.414164
SBD 9.460633
SCR 15.870613
SDG 707.307191
SEK 10.749833
SGD 1.496343
SHP 0.878663
SLE 29.010069
SLL 24678.659498
SOS 672.525019
SRD 44.073144
STD 24359.117718
STN 24.515493
SVC 10.297508
SYP 130.095066
SZL 19.262173
THB 37.719355
TJS 11.062291
TMT 4.124978
TND 3.422463
TOP 2.833654
TRY 52.835732
TTD 7.980043
TWD 36.997109
TZS 3065.781898
UAH 51.919312
UGX 4359.755253
USD 1.176884
UYU 46.78957
UZS 14192.969591
VES 565.646948
VND 30987.349407
VUV 138.943713
WST 3.196377
XAF 656.37181
XAG 0.014864
XAU 0.000245
XCD 3.180587
XCG 2.12094
XDR 0.814833
XOF 656.37181
XPF 119.331742
YER 280.863667
ZAR 19.266181
ZMK 10593.391052
ZMW 22.389149
ZWL 378.956091
  • DAX

    100.6800

    24518.48

    +0.41%

  • SDAX

    154.3800

    18232.5

    +0.85%

  • TecDAX

    22.1900

    3733.55

    +0.59%

  • Goldpreis

    -17.2000

    4811.6

    -0.36%

  • MDAX

    159.5300

    31664.85

    +0.5%

  • EUR/USD

    -0.0022

    1.1766

    -0.19%

  • Euro STOXX 50

    12.6200

    5995.25

    +0.21%

"Stadtbild"-Debatte: Kritik an Merz weitet sich aus - Sozialflügel für Stilwechsel
"Stadtbild"-Debatte: Kritik an Merz weitet sich aus - Sozialflügel für Stilwechsel / Foto: Marijan Murat - POOL/AFP

"Stadtbild"-Debatte: Kritik an Merz weitet sich aus - Sozialflügel für Stilwechsel

Die Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wegen seiner Äußerungen zu Migranten im "Stadtbild" weitet sich aus. Der Generalsekretär des Koalitionspartners SPD, Tim Klüssendorf, nannte die Aussagen "schwer erträglich". Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, kritisierte den Stil des Kanzlers. Von der CSU bekam Merz hingegen Beifall. Der Kanzler selbst wollte sich am Dienstag nicht mehr zu dem Thema äußern.

Textgröße:

Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, riet dem Kanzler zu einem anderen Stil. "Friedrich Merz ist nicht mehr der launige Kommentator am Spielfeldrand, der einen raushaut", sagte Radtke den Funke-Zeitungen vom Dienstag. "Sondern ihm kommt als Kanzler eine besondere Verantwortung für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, die Debattenkultur und einer positiven Zukunftserzählung zu."

Der Kanzler habe recht, wenn er eine positive Zukunftserzählung einfordere, sagte Radtke. "Allerdings erwarte ich, dass er hier als Bundeskanzler voran geht. Allein die von ihm losgetretene Stadtbild-Debatte bewirkt das Gegenteil", kritisierte er. "Probleme wie Drogensucht, Obdachlosigkeit oder Mackertum bei Jugendlichen lassen sich nicht abschieben, sondern müssen angepackt werden."

Beim Koalitionspartner SPD herrschte Unverständnis darüber, dass Merz am Montag in der Debatte mit neuen Äußerungen nachlegte, anstatt zu beschwichtigen. Merz vermenge Dinge, die nicht vermengt gehörten, sagte SPD-Generalsekretär Klüssendorf am Montagabend in der ntv-Sendung "Pinar Atalay". "Er bringt nämlich das in einen Kontext, der damit aus meiner Sicht nichts zu tun hat, nämlich eher pauschalisiert."

Merz hatte am Montag seine umstrittene Äußerung zu Problemen im Stadtbild durch Migration verteidigt. "Ich habe gar nichts zurückzunehmen", sagte er. "Im Gegenteil, ich unterstreiche es noch einmal: Wir müssen daran etwas ändern, und der Bundesinnenminister ist dabei, daran etwas zu ändern, und wir werden diese Politik fortsetzen."

Es dürfe nicht verboten sein, Probleme zu adressieren, betonte Klüssendorf. Aber diese mit Rückführungen lösen zu wollen, halte er für falsch. Er frage sich, was das mit Menschen mache, die zugewandert sind oder anders aussehen als zum Beispiel Friedrich Merz. "Das ist kein schönes Gefühl und ich finde, dass wir das unterlassen sollten".

CSU-Chef Markus Söder sprang dem Kanzler dagegen bei. Der Wirbel um die "Stadtbild"-Äußerungen sei "eine völlig verzerrte Debatte, Wortklauberei und letztlich eine linke Kampagne", kritisierte Söder in München. Es sei "Realität in unserem Land, dass die Integration an einigen Stellen nicht gelungen ist", sagte er. Dabei sei es "ganz normal, dass der Bundeskanzler das benennt".

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich ähnlich. "Dass illegale Migration das Erscheinungsbild unserer Städte verändert, entspricht dem normalen Empfinden vieler Menschen - und ich halte es auch für eine Tatsache", sagte Dobrindt der "Bild". Wenn die Politik nicht mehr in der Lage sei, "das auszusprechen, was viele empfinden, fördert das geradezu die Politikverdrossenheit und stärkt am Ende radikale Kräfte".

Kanzler Merz selbst lehnte am Dienstag weitere Äußerungen zu dem Thema ab. Bei einer Pressekonferenz in Stuttgart verwies er bei einer entsprechenden Frage auf seine Äußerungen der vergangenen Tage, die er für "nicht erklärungsbedürftig" halte.

Zustimmung zu seinem "Stadtbild"-Befund bekam der Kanzler von der AfD, die Merz allerdings Untätigkeit vorwarf. Der Kanzler dürfe es nicht dabei belassen, "Phrasen zu dreschen", erklärte AfD-Vizechef Stephan Brandner. Viele Innenstädte seien "zu Ekelorten verkommen", erklärte Brandner. "Jetzt wird ideologisch über die Begrifflichkeit diskutiert, statt anzupacken und auch dieses Problem zu lösen."

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge bekräftigte ihre Kritik am Kanzler. Merz hätte sagen müssen: "Es tut mir leid, das habe ich so nicht gemeint. Ich wollte nicht Millionen von Menschen in Deutschland verletzen", sagte Dröge den Sendern RTL und ntv. "Die Entschuldigung war überfällig, und das ist ein Riesenproblem, dass er so spaltet und nicht in der Lage ist, ein Land zusammenzuführen."

(A.Lehmann--BBZ)