Berliner Boersenzeitung - Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor

EUR -
AED 4.315872
AFN 75.794412
ALL 95.6735
AMD 441.168417
ANG 2.103444
AOA 1078.819438
ARS 1603.819398
AUD 1.644592
AWG 2.116801
AZN 1.993043
BAM 1.955233
BBD 2.374822
BDT 144.967995
BGN 1.960328
BHD 0.443338
BIF 3506.073612
BMD 1.175184
BND 1.500604
BOB 8.147639
BRL 5.896013
BSD 1.179173
BTN 109.418365
BWP 15.820618
BYN 3.34903
BYR 23033.615969
BZD 2.371433
CAD 1.609727
CDF 2714.67638
CHF 0.920375
CLF 0.026599
CLP 1046.877718
CNY 8.012114
CNH 8.015875
COP 4237.903294
CRC 537.755624
CUC 1.175184
CUP 31.142389
CVE 110.232591
CZK 24.287653
DJF 209.970054
DKK 7.473128
DOP 70.69072
DZD 155.457161
EGP 60.815683
ERN 17.627767
ETB 184.108154
FJD 2.615079
FKP 0.868988
GBP 0.871229
GEL 3.174623
GGP 0.868988
GHS 13.029169
GIP 0.868988
GMD 86.378756
GNF 10345.398547
GTQ 9.01731
GYD 246.687472
HKD 9.204415
HNL 31.328922
HRK 7.533754
HTG 154.409201
HUF 361.990939
IDR 20183.969863
ILS 3.510218
IMP 0.868988
INR 109.328
IQD 1544.652434
IRR 1553006.301527
ISK 143.59549
JEP 0.868988
JMD 186.426776
JOD 0.833232
JPY 186.803212
KES 151.775044
KGS 102.769647
KHR 4716.753721
KMF 491.227363
KPW 1057.656825
KRW 1735.030433
KWD 0.362298
KYD 0.982615
KZT 552.879802
LAK 26011.696298
LBP 105589.105371
LKR 372.712006
LRD 216.955291
LSL 19.323945
LTL 3.470014
LVL 0.710857
LYD 7.455871
MAD 10.878948
MDL 20.266972
MGA 4890.645351
MKD 61.650219
MMK 2467.214219
MNT 4200.724314
MOP 9.511244
MRU 47.130146
MUR 54.540791
MVR 18.168213
MWK 2044.633661
MXN 20.401908
MYR 4.650791
MZN 75.158971
NAD 19.326
NGN 1583.361798
NIO 43.389089
NOK 11.040149
NPR 175.071273
NZD 2.00292
OMR 0.451872
PAB 1.179158
PEN 4.056625
PGK 5.111715
PHP 70.499229
PKR 328.766238
PLN 4.233737
PYG 7511.855387
QAR 4.298718
RON 5.0983
RSD 117.349203
RUB 89.648817
RWF 1722.908115
SAR 4.408351
SBD 9.443368
SCR 17.505482
SDG 706.286593
SEK 10.799299
SGD 1.495775
SHP 0.877394
SLE 28.938917
SLL 24643.02662
SOS 673.907601
SRD 44.311511
STD 24323.946218
STN 24.493841
SVC 10.317011
SYP 129.913682
SZL 19.320648
THB 37.752802
TJS 11.118884
TMT 4.119022
TND 3.422079
TOP 2.829562
TRY 52.736492
TTD 8.008679
TWD 37.041231
TZS 3061.855058
UAH 51.910122
UGX 4366.716157
USD 1.175184
UYU 46.90601
UZS 14308.853984
VES 563.685433
VND 30946.133128
VUV 137.485333
WST 3.190845
XAF 655.76978
XAG 0.014727
XAU 0.000245
XCD 3.175995
XCG 2.125084
XDR 0.815574
XOF 655.76978
XPF 119.331742
YER 280.401468
ZAR 19.27361
ZMK 10578.071092
ZMW 22.432786
ZWL 378.408926
  • Euro STOXX 50

    -80.2000

    5977.51

    -1.34%

  • Goldpreis

    -66.3000

    4813.3

    -1.38%

  • MDAX

    -505.4200

    31446.68

    -1.61%

  • TecDAX

    -60.8100

    3704.71

    -1.64%

  • SDAX

    -184.7700

    18084.02

    -1.02%

  • DAX

    -340.4900

    24361.75

    -1.4%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1765

    -0.02%

Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor
Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor

Anlässlich des Stahlgipfels am Donnerstag im Kanzleramt hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die strategische Bedeutung der Branche hervorgehoben. "Deutschland braucht die Stahlindustrie - wettbewerbsfähig, zukunftssicher, modern", erklärte Merz vor dem Treffen im Onlinedienst X. Das sei "im strategischen Interesse unseres Landes", sichere "Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten" sowie "den Wohlstand unseres Landes", schrieb Merz weiter. Darum gehe es beim Stahlgipfel.

Textgröße:

Merz empfängt am Donnerstag Vertreter von Industrieunternehmen, Gewerkschafter sowie eine Reihe von Ministerpräsidenten der Bundesländer zu einem Stahlgipfel im Kanzleramt. Die deutsche Stahlindustrie leidet unter billiger Konkurrenz vor allem aus Asien. Die Zölle von US-Präsident Donald Trump erschweren zudem den Export. Zugleich ist die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie sehr teuer. Bei dem Treffen soll erörtert werden, wie die bedeutende Branche in Deutschland und Europa erhalten bleiben kann.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) unterstrich die Unterstützung der Bundesregierung für die Stahlbranche. Die Regierung stehe "fest zum Stahlstandort Deutschland und damit fest an der Seite der Unternehmen und ihrer Beschäftigten", sagte Bas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Ziel sei es, faire Wettbewerbsbedingungen, Schutz vor Billigimporten und bezahlbare Energie zu sichern. Vom Gipfel müsse ein "klares Bekenntnis zu diesem gemeinsamen Kraftakt" ausgehen.

Viele Anliegen der Industrie und der Bundesregierung werden allerdings in Brüssel entschieden. Berlin macht sich unter anderem für eine schnelle Umsetzung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verschärfung der Einfuhrbeschränkungen für Stahl stark. Details bleiben allerdings zu klären, so wird unter anderem befürchtet, dass etwa die Autoindustrie unter höheren Stahlpreisen leiden könnte.

Beim Stahlgipfel sind auch Bundesländer ohne nennenswerte Stahl-, aber wichtiger Autoindustrie vertreten, denn die Branchen sind eng verknüpft. Auch hier spielt die Musik vor allem in Brüssel: Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Verwendung von grünem Stahl in Autos für deren Umweltbilanz anzurechnen, um so unter Umständen auch Autos mit Verbrennermotor länger zulassen zu können.

Die Zoll-Verhandlungen mit den USA führt ebenfalls die EU-Kommission. Hier mobilisiert unter anderem die Maschinenbaubranche, die Washington vorwirft, die Stahlzölle auf immer mehr Produkte auszuweiten, in denen Stahl verbaut ist. Brüssel muss zudem grünes Licht geben, wenn die Bundesregierung die Stahlindustrie etwa über Strompreissubventionen stützen will. Der Stahlgipfel soll nun dazu dienen, dass Berlin in all diesen Punkten geeint und klar in Brüssel vorsprechen kann.

Die Stahlindustrie selbst fordert eine entschlossene industriepolitische Wende. Konkret solle sich Deutschland in Brüssel für einen wirksamen Handelsschutz gegen Dumpingimporte starkmachen, erklärten Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, und Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin des Verbands in einem Beitrag im "Handelsblatt". Die CO2-Grenzabgabe, genannt CBAM, müsse zudem so gestaltet werden, "dass Wettbewerbsnachteile effektiv verhindert werden". Andernfalls brauche es eine Verlängerung der freien Zuteilung von Emissionsrechten.

CBAM soll künftig verhindern, dass europäischen Unternehmen Wettbewerbsnachteile durch Klimaschutzvorgaben entstehen. In der EU müssen Firmen CO2-Zertifikate für die betroffenen Waren kaufen - ohne einen Ausgleichsmechanismus für Importe wäre die Produktion außerhalb der EU also günstiger. Derzeit erhalten die europäischen Industrieunternehmen deshalb kostenlose CO2-Zertifikate, die einen großen Teil ihrer Emissionen abdecken. Sie sollen aber in den kommenden zehn Jahren auslaufen und das alte System durch die CO2-Grenzabgabe ersetzt werden.

Die Branche sieht überdies Handlungsbedarf bei den Energiekosten in Deutschland. "Wir brauchen dauerhaft niedrigere Netzentgelte, eine verlässliche Strompreiskompensation und einen Industriestrompreis, der Investitionen ermöglicht", schreiben Groebler und Rippel.

Die neue Chefin von Thyssenkrupp Steel, Marie Jaroni, forderte auch Quoten für deutschen Stahl. Die Milliarden, die der Staat über das Infrastrukturpaket investiere, "sollten mit der Anforderung verknüpft werden, dass dabei vor allem Stahl aus der EU genutzt wird", sagte Jaroni der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Es kann doch nicht sein, dass die deutschen Steuermilliarden am Ende vor allem bei Herstellern aus Asien landen."

(T.Renner--BBZ)