Berliner Boersenzeitung - Diplomatische Spannungen zwischen Peking und Tokio wegen Taiwan

EUR -
AED 4.323642
AFN 75.937163
ALL 95.687919
AMD 441.244289
ANG 2.107233
AOA 1080.762917
ARS 1611.231553
AUD 1.640798
AWG 2.120614
AZN 2.000018
BAM 1.955553
BBD 2.3752
BDT 144.991694
BGN 1.963859
BHD 0.444944
BIF 3506.557268
BMD 1.177301
BND 1.500811
BOB 8.148971
BRL 5.860962
BSD 1.179351
BTN 109.437183
BWP 15.823002
BYN 3.349577
BYR 23075.106578
BZD 2.371801
CAD 1.622145
CDF 2719.566576
CHF 0.920235
CLF 0.026225
CLP 1032.128132
CNY 8.026546
CNH 8.025239
COP 4244.901315
CRC 537.832094
CUC 1.177301
CUP 31.198486
CVE 110.25108
CZK 24.293027
DJF 210.003485
DKK 7.478572
DOP 70.701073
DZD 156.181281
EGP 61.072914
ERN 17.65952
ETB 184.138251
FJD 2.611603
FKP 0.870553
GBP 0.870527
GEL 3.178865
GGP 0.870553
GHS 13.031355
GIP 0.870553
GMD 86.525078
GNF 10346.693645
GTQ 9.018861
GYD 246.728848
HKD 9.228924
HNL 31.334044
HRK 7.54026
HTG 154.430502
HUF 361.796321
IDR 20178.945242
ILS 3.484565
IMP 0.870553
INR 109.021108
IQD 1544.904943
IRR 1555803.741662
ISK 143.98737
JEP 0.870553
JMD 186.456458
JOD 0.834707
JPY 186.772964
KES 151.89563
KGS 102.954842
KHR 4717.404389
KMF 492.111293
KPW 1059.56199
KRW 1727.147953
KWD 0.363033
KYD 0.982776
KZT 552.970183
LAK 26018.714923
LBP 105606.366328
LKR 372.772934
LRD 216.992603
LSL 19.32916
LTL 3.476265
LVL 0.712138
LYD 7.457058
MAD 10.880726
MDL 20.27244
MGA 4891.382423
MKD 61.632218
MMK 2471.658429
MNT 4208.291108
MOP 9.512799
MRU 47.137049
MUR 54.497464
MVR 18.200821
MWK 2044.941809
MXN 20.380381
MYR 4.653282
MZN 75.294283
NAD 19.32916
NGN 1581.90452
NIO 43.394521
NOK 11.029784
NPR 175.099892
NZD 2.001533
OMR 0.452671
PAB 1.179351
PEN 4.057288
PGK 5.112355
PHP 70.124735
PKR 328.818584
PLN 4.231751
PYG 7513.051416
QAR 4.299457
RON 5.098183
RSD 117.335185
RUB 89.732227
RWF 1723.182434
SAR 4.416595
SBD 9.460379
SCR 17.728762
SDG 707.55816
SEK 10.789262
SGD 1.495287
SHP 0.878974
SLE 28.991057
SLL 24687.416271
SOS 674.0149
SRD 44.391297
STD 24367.761108
STN 24.496907
SVC 10.318697
SYP 130.147697
SZL 19.32356
THB 37.81519
TJS 11.120796
TMT 4.126441
TND 3.422668
TOP 2.834659
TRY 52.775594
TTD 8.009989
TWD 37.064993
TZS 3060.313623
UAH 51.917945
UGX 4367.448574
USD 1.177301
UYU 46.914077
UZS 14311.193094
VES 564.700886
VND 31004.231211
VUV 137.732986
WST 3.196592
XAF 655.87419
XAG 0.014569
XAU 0.000243
XCD 3.181716
XCG 2.125432
XDR 0.815697
XOF 655.87419
XPF 119.331742
YER 280.905154
ZAR 19.209088
ZMK 10597.114611
ZMW 22.436167
ZWL 379.090556
  • Goldpreis

    0.0000

    4879.6

    0%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • EUR/USD

    -0.0046

    1.1738

    -0.39%

Diplomatische Spannungen zwischen Peking und Tokio wegen Taiwan
Diplomatische Spannungen zwischen Peking und Tokio wegen Taiwan / Foto: - - AFP

Diplomatische Spannungen zwischen Peking und Tokio wegen Taiwan

Eine Aussage der japanischen Regierungschefin Sanae Takaichi über einen möglichen japanischen Militäreinsatz zur Verteidigung Taiwans hat schwere diplomatische Spannungen zwischen Peking und Tokio ausgelöst. Beide Regierungen bestellten den Botschafter der jeweiligen Gegenseite ein.

Textgröße:

Takaichi hatte vor einer Woche im Parlament in Tokio gesagt, eine militärische Eskalation des Taiwan-Konflikts etwa durch den Einsatz chinesischer Kriegsschiffen könne auch Japan in seiner Existenz bedrohen. Für den Fall eines solchen "Worst-Case-Szenarios" schloss die Regierungschefin den Einsatz japanischer Soldaten nicht aus und verwies auf das Recht zur "kollektiven Selbstverteidigung".

Der chinesische Vize-Außenminister Sun Weidong habe den japanischen Botschafter einbestellt und ihm "ernste Vorhaltungen wegen der fehlerhaften Äußerungen der Regierungschefin zu China gemacht", erklärte das chinesische Außenministerium am Freitag. "Sollte es irgendjemand wagen, sich in irgendeiner Form in Chinas Einigungsprozess einzumischen, wird China mit Sicherheit hart zurückschlagen", hieß es auf der Website des Ministeriums.

Das japanische Außenministerium wiederum bestellte am Freitag den chinesischen Botschafter ein. Dabei sei ihm Tokios "starker Protest gegen die extrem unangemessenen Äußerungen" des chinesischen Generalkonsuls in Osaka, Xue Jian, übermittelt worden, erklärte das Ministerium. In einem inzwischen gelöschten Online-Beitrag hatte Xue vor wenigen Tagen gedroht, er würde Takaichi wegen ihrer Äußerungen zu Taiwan "ohne zu zögern den dreckigen Hals abschneiden".

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt.

Der japanische Chef-Kabinettssekretär Minoru Kihara betonte am Freitag, Japans Haltung zu Taiwan bleibe unverändert und entspreche weiterhin einer gemeinsamen Erklärung von 1972. Darin hatte Japan die chinesische "Ein-China"-Politik anerkannt. "Frieden und Sicherheit in der Straße von Taiwan sind nicht nur für Japans Sicherheit, sondern für die Stabilität der internationalen Gemeinschaft wichtig", sagte Kihara.

Takaichi, die im vergangenen Monat die erste weibliche Regierungschefin in der Geschichte Japans wurde, war in ihrem vorherigen Amt als Ministerin für wirtschaftliche Sicherheit als lautstarke Kritikerin Chinas und Unterstützerin Taiwans aufgetreten. Nach dem Wirbel um ihre jüngste Äußerung zu Taiwan hatte die konservative Regierungschefin erklärt, sie habe nichts zurückzunehmen. Zukünftig wolle sie jedoch keine spezifischen Szenarien mehr ansprechen, sagte sie vor dem Parlament.

Ein 2015 verabschiedetes Gesetz spricht Japan unter bestimmten Bedingungen - etwa, wenn es eine konkrete Gefahr für den Fortbestand des Landes gibt - das Recht auf "kollektive Selbstverteidigung" zu.

Unterdessen stimmte die US-Regierung erstmals seit Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar einer Rüstungslieferung an Taiwan zu. Das Militärpaket im Wert von 330 Millionen Dollar (280 Millionen Euro) umfasse Ersatzteile und Zubehör etwa für Kampf- und militärische Frachtflugzeuge, erklärte die US-Behörde für Zusammenarbeit im Verteidigungssektor.

Der Deal trage dazu bei, Taiwans "Kampfbereitschaft" und "Widerstandsfähigkeit" gegen China aufrechtzuerhalten, erklärte das Verteidigungsministerium in Taipeh am Freitag. Das chinesische Außenministerium erklärte dagegen, es lehne die Rüstungslieferung "entschieden ab".

Die USA erkennen Taiwan zwar diplomatisch nicht an, sind jedoch dessen größter Waffenlieferant.

(S.G.Stein--BBZ)