Berliner Boersenzeitung - Trump-Boykott und Ukraine-Plan prägen Auftakt des G20-Gipfels in Südafrika

EUR -
AED 4.283304
AFN 74.644142
ALL 96.175141
AMD 438.90908
AOA 1069.515032
ARS 1617.726613
AUD 1.65741
AWG 2.099375
AZN 1.979622
BAM 1.950064
BBD 2.347594
BDT 143.241916
BHD 0.440024
BIF 3464.551804
BMD 1.166319
BND 1.485885
BOB 8.053862
BRL 5.949159
BSD 1.165522
BTN 107.605417
BWP 15.638131
BYN 3.402091
BYR 22859.860415
BZD 2.344194
CAD 1.615842
CDF 2683.701122
CHF 0.923399
CLF 0.026589
CLP 1046.468304
CNY 7.973251
CNH 7.972447
COP 4256.797589
CRC 542.181992
CUC 1.166319
CUP 30.907464
CVE 110.625561
CZK 24.393568
DJF 207.277961
DKK 7.47331
DOP 70.737153
DZD 154.494176
EGP 62.145034
ERN 17.494791
ETB 181.508431
FJD 2.583278
FKP 0.867832
GBP 0.87092
GEL 3.131532
GGP 0.867832
GHS 12.846987
GIP 0.867832
GMD 85.141032
GNF 10240.284446
GTQ 8.916772
GYD 243.853326
HKD 9.137197
HNL 31.047261
HRK 7.535601
HTG 152.803341
HUF 377.917818
IDR 19916.070227
ILS 3.611044
IMP 0.867832
INR 108.18837
IQD 1527.878426
IRR 1533710.022684
ISK 143.804125
JEP 0.867832
JMD 183.480314
JOD 0.826886
JPY 185.255257
KES 150.926917
KGS 101.994433
KHR 4681.605657
KMF 495.097775
KPW 1049.633969
KRW 1728.80052
KWD 0.360591
KYD 0.971289
KZT 557.26415
LAK 25615.296945
LBP 104422.026763
LKR 367.399338
LRD 214.835936
LSL 19.378438
LTL 3.443838
LVL 0.705495
LYD 7.400275
MAD 10.852571
MDL 20.070845
MGA 4825.639768
MKD 61.642855
MMK 2449.014313
MNT 4169.883976
MOP 9.403557
MRU 46.773985
MUR 54.3273
MVR 18.031305
MWK 2025.897003
MXN 20.344518
MYR 4.645429
MZN 74.597552
NAD 19.372283
NGN 1608.942254
NIO 42.838562
NOK 11.180629
NPR 172.171411
NZD 2.000051
OMR 0.448457
PAB 1.165512
PEN 3.96986
PGK 5.026882
PHP 69.677113
PKR 325.403226
PLN 4.252564
PYG 7560.760913
QAR 4.252401
RON 5.094954
RSD 117.365566
RUB 91.608561
RWF 1703.409497
SAR 4.377067
SBD 9.387133
SCR 17.377115
SDG 700.958317
SEK 10.879486
SGD 1.487179
SLE 28.750027
SOS 666.553081
SRD 43.799922
STD 24140.456975
STN 25.005888
SVC 10.199001
SYP 128.941074
SZL 19.378419
THB 37.368886
TJS 11.078591
TMT 4.082118
TND 3.372971
TRY 51.978319
TTD 7.905408
TWD 37.118701
TZS 3038.262404
UAH 50.510711
UGX 4312.113082
USD 1.166319
UYU 47.350723
UZS 14264.085945
VES 553.321637
VND 30698.693162
VUV 139.415655
WST 3.229879
XAF 653.996897
XAG 0.015747
XAU 0.000247
XCD 3.152036
XCG 2.100658
XDR 0.81523
XOF 657.804348
XPF 119.331742
YER 278.254659
ZAR 19.145425
ZMK 10498.272527
ZMW 22.291286
ZWL 375.554374
  • Euro STOXX 50

    -36.5900

    5876.78

    -0.62%

  • DAX

    -197.7400

    23882.89

    -0.83%

  • SDAX

    -125.0100

    17109.95

    -0.73%

  • Goldpreis

    -40.0000

    4737.2

    -0.84%

  • TecDAX

    -44.9500

    3550.72

    -1.27%

  • MDAX

    -294.9000

    30000.18

    -0.98%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1662

    -0.07%

Trump-Boykott und Ukraine-Plan prägen Auftakt des G20-Gipfels in Südafrika
Trump-Boykott und Ukraine-Plan prägen Auftakt des G20-Gipfels in Südafrika / Foto: Thomas Mukoya - POOL/AFP

Trump-Boykott und Ukraine-Plan prägen Auftakt des G20-Gipfels in Südafrika

Boykott durch den US-Präsidenten und intensive Debatten über dessen Ukraine-Plan - Vorgaben aus Washington haben den ersten Tag des G20-Gipfels in Johannesburg dominiert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beriet am Samstag am Rande des Treffens der großen Volkswirtschaften mit Frankreich und Großbritannien über den US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hob "angesichts der Bedrohungen für die Menschheit" die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit hervor.

Textgröße:

Der vor wenigen Tagen vorgelegte US-Plan war bei den diplomatischen Unterredungen in Johannesburg eines der großen Themen. Der 28-Punkte-Plan wurde ohne Beteiligung der Europäer ausgearbeitet, kommt Russland in zentralen Forderungen weit entgegen und überschreitet von Kiew seit langem formulierte rote Linien. Unter anderem sieht er vor, dass die Ukraine den gesamten Donbass an Russland abtreten und auf eine Nato-Mitgliedschaft dauerhaft verzichten soll.

Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer berieten am Mittag in Johannesburg nach Angaben des französischen Präsidialamtes über die Vorschläge aus Washington. Ein EU-Vertreter sagte, auch führende Politiker aus Kanada, Japan und Australien sollten einbezogen werden, um "über das weitere Vorgehen in der Ukraine zu beraten". Ein anderer EU-Diplomat führte aus: "Wir arbeiten daran, den US-Plan auf der Grundlage früherer Gespräche besser umsetzbar zu machen."

Merz hatte zu dem US-Vorstoß am Freitag gemeinsam mit Macron, Starmer und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erklärt, jede Vereinbarung, welche die europäischen Staaten, die Europäische Union oder die Nato betreffe, bedürfe "einer Zustimmung der europäischen Partner beziehungsweise eines Konsenses der Alliierten".

Aber der Ukraine und ihren Verbündeten bleiben nur noch wenige Tage, um Einfluss auf den Plan aus Washington zu nehmen. Trump hatte Kiew aufgerufen, dem Vorschlag bis zum kommenden Donnerstag zuzustimmen. "Wir denken, Donnerstag ist ein angemessener Zeitpunkt", sagte er dem Sender Fox News.

Gipfel-Gastgeber Ramaphosa sagte in einem Seitenhieb gegen den abwesenden Trump, die globalen Herausforderungen könnten "nur durch Zusammenarbeit, Kooperation und Partnerschaften bewältigt werden". Die G20-Staatengruppe zeige "den Wert und die Relevanz des Multilateralismus". Die Verabschiedung einer Erklärung durch die anwesenden Staats- und Regierungschefs wäre "ein wichtiges Signal dafür, dass Multilateralismus Ergebnisse erzielen kann und dies auch tut", sagte Ramaphosa.

Trump begründet seinen Boykott mit angeblichen Menschenrechtsverletzungen gegen Weiße in Südafrika. China wird bei dem zweitägigen Gipfel durch Ministerpräsident Li Qiang vertreten, der russische Präsident Wladimir Putin bleibt dem Treffen ebenfalls fern. Auch weitere Staatschefs haben aus unterschiedlichen Gründen abgesagt.

Ein weiteres Thema des G20-Gipfels dürften die stockenden Beratungen auf der Weltklimakonferenz in Brasilien sein. Bis zuletzt wurde in Belém darum gestritten, ob die fossilen Energieträger und deren schädliche Folgen für das Klima im Abschlussdokument erwähnt werden oder nicht.

Auch in Belém sind die USA nicht vertreten, da Trump zum Beginn seiner Amtszeit erneut das Pariser Klimaabkommen von 2015 aufgekündigt hatte. Der rechtspopulistische Präsident verfolgt eine rigorose America-First-Politik (Amerika zuerst), die in vielen Bereichen eine Abkehr von der multilateralen Zusammenarbeit zur Folge hat.

In Johannesburg wollten die USA lediglich zum Ende des Treffens den Geschäftsträger der Botschaft entsenden, um eine Übergabe zu vollziehen: Im nächsten Jahr sind die USA G20-Gastgeber; als Konferenzort soll ein Trump-Golfclub in Florida dienen.

Die G20-Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer besteht aus 19 Staaten sowie der Europäischen Union und der Afrikanischen Union. Ihre Mitgliedstaaten machen 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung aus. Die G20 wurden 1999 in Berlin gegründet, um globale Krisen durch eine verbesserte Zusammenarbeit gemeinsam bewältigen zu können

Der Gipfel in Johannesburg dauert bis Sonntag. Anschließend will Merz weiter nach Angola reisen, um dort am Montag in Luanda am Gipfeltreffen von EU und Afrikanischer Union teilzunehmen.

(Y.Berger--BBZ)