Berliner Boersenzeitung - EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration

EUR -
AED 4.28379
AFN 74.652987
ALL 96.184978
AMD 438.959313
AOA 1069.635991
ARS 1617.875056
AUD 1.657586
AWG 2.099612
AZN 1.985985
BAM 1.950285
BBD 2.34786
BDT 143.258125
BHD 0.440329
BIF 3464.943838
BMD 1.166451
BND 1.486053
BOB 8.054773
BRL 5.951125
BSD 1.165654
BTN 107.617593
BWP 15.6399
BYN 3.402476
BYR 22862.447141
BZD 2.34446
CAD 1.615704
CDF 2684.004517
CHF 0.922856
CLF 0.026592
CLP 1046.587354
CNY 7.974154
CNH 7.970584
COP 4257.290935
CRC 542.243343
CUC 1.166451
CUP 30.910962
CVE 110.638015
CZK 24.396215
DJF 207.302003
DKK 7.472256
DOP 70.745071
DZD 154.453218
EGP 62.107944
ERN 17.496771
ETB 181.528985
FJD 2.583049
FKP 0.867931
GBP 0.870692
GEL 3.131926
GGP 0.867931
GHS 12.848475
GIP 0.867931
GMD 85.151075
GNF 10241.443408
GTQ 8.917781
GYD 243.880919
HKD 9.138448
HNL 31.050973
HRK 7.533757
HTG 152.820632
HUF 376.821534
IDR 19916.049266
ILS 3.602422
IMP 0.867931
INR 108.001325
IQD 1528.051314
IRR 1533883.57139
ISK 143.788164
JEP 0.867931
JMD 183.501076
JOD 0.826994
JPY 185.154916
KES 150.937318
KGS 102.00596
KHR 4682.136126
KMF 495.161701
KPW 1049.752741
KRW 1725.065404
KWD 0.360655
KYD 0.971399
KZT 557.327208
LAK 25618.17449
LBP 104433.842725
LKR 367.440912
LRD 214.857224
LSL 19.380598
LTL 3.444228
LVL 0.705574
LYD 7.401153
MAD 10.853846
MDL 20.073117
MGA 4826.200023
MKD 61.613944
MMK 2449.291434
MNT 4170.355823
MOP 9.404621
MRU 46.770304
MUR 54.262985
MVR 18.033752
MWK 2026.125728
MXN 20.356562
MYR 4.64306
MZN 74.60658
NAD 19.374974
NGN 1605.04845
NIO 42.843276
NOK 11.172161
NPR 172.190894
NZD 2.000583
OMR 0.448417
PAB 1.165644
PEN 3.970309
PGK 5.027102
PHP 69.600972
PKR 325.439326
PLN 4.252258
PYG 7561.616457
QAR 4.25287
RON 5.093079
RSD 117.338004
RUB 91.61844
RWF 1703.602247
SAR 4.377367
SBD 9.388196
SCR 16.479368
SDG 701.03745
SEK 10.878308
SGD 1.486619
SLE 28.753228
SOS 666.62838
SRD 43.804935
STD 24143.188608
STN 25.008718
SVC 10.200155
SYP 128.955664
SZL 19.380631
THB 37.406944
TJS 11.079845
TMT 4.08258
TND 3.373326
TRY 51.899734
TTD 7.906303
TWD 37.105753
TZS 3018.195128
UAH 50.516427
UGX 4312.601022
USD 1.166451
UYU 47.356081
UZS 14265.700323
VES 553.384247
VND 30707.415929
VUV 139.43143
WST 3.230244
XAF 654.070901
XAG 0.015792
XAU 0.000247
XCD 3.152394
XCG 2.100896
XDR 0.815322
XOF 657.878104
XPF 119.331742
YER 278.286172
ZAR 19.180648
ZMK 10499.465125
ZMW 22.293808
ZWL 375.59687
  • Goldpreis

    -35.1000

    4742.1

    -0.74%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1671

    +0.01%

  • DAX

    1159.0400

    24080.63

    +4.81%

  • SDAX

    701.2300

    17234.96

    +4.07%

  • TecDAX

    169.9700

    3595.67

    +4.73%

  • MDAX

    1561.6200

    30295.08

    +5.15%

  • Euro STOXX 50

    280.1500

    5913.37

    +4.74%

EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration
EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration / Foto: Michael Kappeler - POOL/AFP

EU und Afrikanische Union beraten über Handel und Migration

Die Staats- und Regierungschefs der EU und der Afrikanischen Union (AU) haben auf einem Gipfeltreffen in Angola über eine Vertiefung der wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Zusammenarbeit beraten. Zentrale Themen bei dem zweitägigen Gipfel waren am Montag Handel, Migration und wichtige Rohstoffe. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zufolge will die EU Afrikas größter Handelspartner bleiben. Vor dem offiziellen Gipfelbeginn in Luanda stimmten sich die EU-Staats- und Regierungschefs über die Ergebnisse der Ukraine-Gespräche in Genf ab.

Textgröße:

"Die Herausforderungen, vor denen wir heute stehen - Klimawandel, digitale Transformation, irreguläre Migration, Konflikte und Unsicherheit - kennen keine Grenzen", betonten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Antwort auf eine solche multipolare Welt müsse eine multipolare Zusammenarbeit sein. Zusammen könnten Afrika und Europa "den Weg zeigen".

Das zweitägige Treffen ist der siebte Gipfel in der Geschichte der 25-jährigen Beziehungen zwischen der AU und der EU. Er findet unmittelbar im Anschluss an das Treffen der G20-Staaten in Südafrika statt.

"Wir gehen davon aus, dass die Partnerschaft zwischen den beiden Kontinenten immer stärker wird", sagte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei seiner Ankunft bei dem Gipfel in Luanda. UN-Generalsekretär António Guterres forderte seinerseits, die "Achse Europa-Afrika" müsse "zunehmend zur zentralen Achse der internationalen Gemeinschaft" werden.

Experten zufolge müssen diese Beziehungen aufgefrischt werden, wenn die EU weiter der wichtigste Partner des Kontinents bleiben wolle. Angesichts bedeutender Mineralien- und Energievorkommen bemühen sich auch China, die USA und Russland um engere Verbindungen.

Afrika sei "ein Kontinent der Chancen", betonte Bundeskanzler Merz in Luanda. Elf der 20 weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften befänden sich auf dem afrikanischen Kontinent. "Das Potenzial ist ganz offensichtlich." Die Europäische Union sei der größte Handelspartner in Afrika und "das wollen wir bleiben", sagte Merz. "Und wir wollen nicht anderen den Kontinent überlassen."

Die EU führt bei den ausländischen Direktinvestitionen und ist der wichtigste Handelspartner Afrikas. Der Handel mit Waren und Dienstleistungen erreichte 2023 nach Angaben aus Brüssel einen Wert von 467 Milliarden Euro. Allerdings haben die Türkei und die Golfstaaten aufgeholt, wodurch Afrika mehr Verhandlungsmacht gegenüber der EU bekommen habe, erklärte Geert Laporte vom europäischen Politikinstitut ECDPM. Europa sei nicht mehr der einzige Partner Afrikas.

Beobachtern zufolge sollte Europa in Afrika in Infrastruktur, Energie und Arbeitsplätze schaffende Industrieprojekte investieren statt vollmundig Unterstützung zu versprechen. "Afrika wartet nicht auf neue Ankündigungen, sondern auf glaubwürdige, umsetzbare Zusagen", sagte AU-Sprecher Nuur Mohamud Sheekh.

Angesichts der US-Zölle, von denen beide Kontinente betroffen sind, dürfte die Förderung des Handels oberste Priorität haben. Die EU wird voraussichtlich ihr Fachwissen zur Verfügung stellen, um den innerafrikanischen Handel aufzubauen, der derzeit nur 15 Prozent des weltweiten Handelsvolumens ausmacht, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Außerdem wird die EU versuchen, sich kritische Mineralien zu sichern, um die Energiewende in Europa voranzutreiben und ihre Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden zu verringern. Zudem wird erwartet, dass die EU neue Investitionen im Rahmen ihrer Initiative Global Gateway vorstellen wird, die unter anderem darauf abzielt, Chinas wachsendem Einfluss auf dem afrikanischen Kontinent entgegenzuwirken.

Das Gastgeberland Angola ist zugleich Standort des EU-Vorzeigeprojekts Lobito-Korridor. Das gemeinsam mit den USA finanzierte Eisenbahnprojekt soll mineralhaltige Gebiete der Demokratischen Republik Kongo und Sambias mit der Atlantikküste verbinden.

Bundeskanzler Merz zufolge sollte auf dem Gipfeltreffen auch "intensiv über die großen Krisen auf diesem Kontinent" gesprochen werden, "allen voran natürlich die Situation in Sudan." Das Leid der Menschen dort sei unermesslich. Über 25 Millionen Menschen litten unter Hunger, viele Kinder seien lebensbedrohlich mangelernährt. "Der Sudan braucht jetzt vor allem eins: einen Waffenstillstand", forderte Merz.

Sorge bereite auch die Sahel-Region, in der sich die Sicherheitslage verschlechtere, erklärte Merz. "Extremistische und terroristische Gewalt wirken destabilisierend, besonders für die junge Generation." Gleichzeitig leide die Sahel-Region unter einem massiven Klimawandel. Dürren zerstörten die Lebensgrundlagen. Aus diesem Grund begäben sich die Menschen "auf gefährliche Routen auch über den Atlantik und das Mittelmeer".

Mit Blick auf die internationale Zusammenarbeit sicherte Merz zudem zu, dass Deutschland die Forderung nach zwei ständigen afrikanischen Sitzen im UN-Sicherheitsrat unterstütze. "Um es klar zu sagen: Wenn der Sicherheitsrat über Krisen in Afrika berät und entscheidet, dann muss Afrika mit am Tisch sitzen", betonte der Bundeskanzler.

Bevor sich die EU-Staatenlenker zu dem Gipfeltreffen mit der AU begaben, kamen sie unter der Leitung von EU-Ratspräsident Costa in einem Hotel in Luanda zusammen, um über die Ergebnisse der Genfer Ukraine-Gespräche zu beraten. "Es gibt zwar noch viel zu tun, aber es gibt jetzt eine solide Grundlage, um voranzukommen", sagte EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nach dem Treffen.

(A.Lehmann--BBZ)