Berliner Boersenzeitung - Merz dringt weiter auf Verwendung russischer Vermögen für die Ukraine

EUR -
AED 4.285052
AFN 74.661771
ALL 96.197019
AMD 439.010272
AOA 1069.761172
ARS 1617.960606
AUD 1.65638
AWG 2.099858
AZN 1.982967
BAM 1.950513
BBD 2.348135
BDT 143.274886
BHD 0.440322
BIF 3465.349237
BMD 1.166588
BND 1.486227
BOB 8.055715
BRL 5.949715
BSD 1.16579
BTN 107.630184
BWP 15.64173
BYN 3.402874
BYR 22865.122046
BZD 2.344734
CAD 1.615135
CDF 2684.31908
CHF 0.922997
CLF 0.026602
CLP 1046.966055
CNY 7.967915
CNH 7.971826
COP 4265.045214
CRC 542.306786
CUC 1.166588
CUP 30.914578
CVE 110.651011
CZK 24.398487
DJF 207.325793
DKK 7.473208
DOP 70.753137
DZD 154.548389
EGP 62.12256
ERN 17.498818
ETB 181.550268
FJD 2.583351
FKP 0.881044
GBP 0.8708
GEL 3.132286
GGP 0.881044
GHS 12.849974
GIP 0.881044
GMD 85.161054
GNF 10242.641359
GTQ 8.918825
GYD 243.909453
HKD 9.137358
HNL 31.054447
HRK 7.536857
HTG 152.838512
HUF 376.703228
IDR 19849.667417
ILS 3.602844
IMP 0.881044
INR 107.92501
IQD 1528.230096
IRR 1534063.035156
ISK 143.842111
JEP 0.881044
JMD 183.522546
JOD 0.827117
JPY 184.991683
KES 150.9587
KGS 102.017864
KHR 4682.683995
KMF 495.226018
KPW 1049.916121
KRW 1724.928539
KWD 0.360697
KYD 0.971512
KZT 557.392415
LAK 25621.191705
LBP 104467.943027
LKR 367.483902
LRD 214.896271
LSL 19.382863
LTL 3.444631
LVL 0.705657
LYD 7.402006
MAD 10.855069
MDL 20.075465
MGA 4826.770055
MKD 61.648362
MMK 2449.841989
MNT 4166.564756
MOP 9.405721
MRU 46.781883
MUR 54.561046
MVR 18.035495
MWK 2026.363314
MXN 20.353167
MYR 4.638354
MZN 74.615141
NAD 19.377352
NGN 1607.500017
NIO 42.848984
NOK 11.1653
NPR 172.21104
NZD 2.003758
OMR 0.448536
PAB 1.16578
PEN 3.970773
PGK 5.02784
PHP 69.551997
PKR 325.47814
PLN 4.256121
PYG 7562.501166
QAR 4.253347
RON 5.096121
RSD 117.343566
RUB 91.62012
RWF 1703.801569
SAR 4.377831
SBD 9.389294
SCR 17.657898
SDG 701.119572
SEK 10.869449
SGD 1.48682
SLE 28.756526
SOS 666.704054
SRD 43.809982
STD 24146.01336
STN 25.011644
SVC 10.201348
SYP 128.965536
SZL 19.382901
THB 37.412088
TJS 11.081141
TMT 4.083058
TND 3.37373
TRY 51.936259
TTD 7.907228
TWD 37.021683
TZS 3018.546525
UAH 50.522337
UGX 4313.105596
USD 1.166588
UYU 47.361622
UZS 14267.369607
VES 553.448992
VND 30719.17481
VUV 139.315016
WST 3.232513
XAF 654.147427
XAG 0.015738
XAU 0.000247
XCD 3.152762
XCG 2.101142
XDR 0.815418
XOF 657.955357
XPF 119.331742
YER 278.31869
ZAR 19.143753
ZMK 10500.739577
ZMW 22.296417
ZWL 375.640815
  • MDAX

    1561.6200

    30295.08

    +5.15%

  • DAX

    1159.0400

    24080.63

    +4.81%

  • Euro STOXX 50

    280.1500

    5913.37

    +4.74%

  • TecDAX

    169.9700

    3595.67

    +4.73%

  • SDAX

    701.2300

    17234.96

    +4.07%

  • Goldpreis

    -40.8000

    4736.4

    -0.86%

  • EUR/USD

    0.0059

    1.1665

    +0.51%

Merz dringt weiter auf Verwendung russischer Vermögen für die Ukraine
Merz dringt weiter auf Verwendung russischer Vermögen für die Ukraine / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Merz dringt weiter auf Verwendung russischer Vermögen für die Ukraine

Im Bemühen um eine stärkere Unterstützung der Ukraine angesichts des russischen Angriffskriegs dringt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) weiter auf die Verwendung der in Europa eingefrorenen russischen Vermögenswerte. "Wir wollen hier vorankommen als Zeichen der Stärke und als Hebel, um Moskau nun wirklich an den Verhandlungstisch zu bringen", sagte Merz am Freitag nach einem Treffen mit dem slowenischen Regierungschef Robert Golob in Berlin.

Textgröße:

"Wir versuchen eine gemeinsame Lösung in der Europäischen Union hinzubekommen" und dies "im großen Konsens" und auf eine Weise, dass "alle berechtigten Interessen Belgiens adressiert und berücksichtigt werden", führte Merz aus. Die in der EU eingefrorenen russischen Gelder für Darlehnen an die Ukraine zu nutzen, sei dringlich, da die russischen Angriffe auf die Ukraine zunähmen und der Winter begonnen habe. Darüber hinaus gehe es letztlich auch "um die Sicherheit Europas, um die Sicherheit von uns allen".

Die EU-Kommission hatte im September vorgeschlagen, rund 140 Milliarden Euro russischer Zentralbankgelder, die in Belgien eingefroren sind, für Kredite an die Ukraine zu nutzen. Belgien stellt sich jedoch dagegen, da es rechtliche Konsequenzen und russische Vergeltung fürchtet. Am Freitag bekräftigte Belgiens Regierungschef Bart de Wever in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen seine Ablehnung.

Merz betonte in Berlin, Russlands Androhung, auf die Nutzung eingefrorener russischer Gelder mit Gegenmaßnahmen zu reagieren, sei "ein wiederkehrendes Ritual: Wir lassen uns davon nicht beeindrucken."

Zum US-Plan zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sagte Merz, dieser habe eine "neue Dynamik" ausgelöst. Zugleich warnte der Kanzler, "dass ein unausgewogener Friedensplan keinen langfristigen Frieden bringen" könne und dass alles in dem Plan, was die Europäer betreffe, auch deren Zustimmung erfordere.

Delegationen der USA, der Ukraine und mehrerer europäischer Staaten, darunter Deutschland, hatten am Sonntag in Genf Verhandlungen über den am 21. November von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukraine-Krieges geführt. Der Plan wurde in seiner ursprünglichen Fassung weithin als für Moskau vorteilhaft eingestuft. Er verlangte von der Ukraine unter anderem territoriale Zugeständnisse selbst bei noch nicht von Russland eroberten Gebieten sowie die Zusage, nicht der Nato beizutreten.

Auf Druck der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten wurde der von den USA vorgelegte Plan mittlerweile durch einen Vorschlag ersetzt, der die Interessen der Ukraine und der Europäer stärker berücksichtigen soll.

Die Europäische Union ist ein wichtiger Partner der Ukraine, allerdings treten ihre Mitgliedstaaten nicht völlig geschlossen auf. Angesprochen auf den Besuch des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban am Freitag bei Kreml-Chef Wladimir Putin in Moskau sagte Merz, Orbans Haltung sei "seit Jahren bekannt" und es sei auch nicht dessen erste Russland-Reise seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022. Orban sei "ohne europäisches Mandat" nach Moskau gereist und verfolge "seine eigenen Vorstellungen zur Beendigung dieses Krieges".

Golob sagte, er wolle es weniger diplomatisch als der Kanzler ausdrücken. "Ich befürchte, Viktor Orban spielt schon länger nicht mehr in diesem Team", sagte der slowenische Regierungschef mit Blick auf die Unterstützung der EU für die Ukraine. Er persönlich verspreche sich nichts von Orbans Moskau-Besuch, der Ungar werde aber "auch keinen größeren Schaden anrichten", fügte Golob hinzu.

(P.Werner--BBZ)