Berliner Boersenzeitung - Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

EUR -
AED 4.299797
AFN 74.931614
ALL 96.031574
AMD 440.479809
AOA 1073.632019
ARS 1630.923879
AUD 1.658735
AWG 2.110384
AZN 1.991069
BAM 1.957572
BBD 2.356632
BDT 143.793374
BHD 0.441991
BIF 3477.543108
BMD 1.17081
BND 1.491605
BOB 8.084868
BRL 5.951814
BSD 1.170009
BTN 108.01968
BWP 15.698335
BYN 3.415189
BYR 22947.867085
BZD 2.353219
CAD 1.622572
CDF 2692.862132
CHF 0.922241
CLF 0.026918
CLP 1062.884195
CNY 8.028711
CNH 7.989575
COP 4321.376075
CRC 544.269303
CUC 1.17081
CUP 31.026453
CVE 110.364877
CZK 24.380949
DJF 208.360551
DKK 7.472634
DOP 70.751913
DZD 154.895116
EGP 62.392677
ERN 17.562143
ETB 182.71729
FJD 2.590357
FKP 0.884233
GBP 0.868934
GEL 3.137852
GGP 0.884233
GHS 12.881943
GIP 0.884233
GMD 86.055927
GNF 10266.290664
GTQ 8.9511
GYD 244.79212
HKD 9.170184
HNL 31.075122
HRK 7.538722
HTG 153.391609
HUF 375.716879
IDR 19879.175267
ILS 3.601691
IMP 0.884233
INR 108.120574
IQD 1532.787123
IRR 1540639.010301
ISK 143.799546
JEP 0.884233
JMD 184.186683
JOD 0.830104
JPY 185.184012
KES 151.490849
KGS 102.387268
KHR 4687.98221
KMF 499.935712
KPW 1053.715591
KRW 1726.657212
KWD 0.361886
KYD 0.975028
KZT 559.409525
LAK 25810.034579
LBP 104795.918983
LKR 368.813765
LRD 215.285633
LSL 19.207782
LTL 3.457096
LVL 0.708211
LYD 7.42572
MAD 10.885551
MDL 20.148115
MGA 4861.150068
MKD 61.686862
MMK 2458.707556
MNT 4181.642855
MOP 9.439759
MRU 46.500081
MUR 54.747097
MVR 18.089
MWK 2028.840729
MXN 20.374509
MYR 4.655158
MZN 74.873654
NAD 19.207782
NGN 1611.209698
NIO 43.057679
NOK 11.152207
NPR 172.834243
NZD 2.00562
OMR 0.450179
PAB 1.169999
PEN 4.008608
PGK 5.137649
PHP 69.525596
PKR 326.427607
PLN 4.253036
PYG 7589.868588
QAR 4.266561
RON 5.094543
RSD 117.344404
RUB 92.024048
RWF 1712.955071
SAR 4.39342
SBD 9.423358
SCR 16.267549
SDG 703.656832
SEK 10.78531
SGD 1.490218
SLE 28.805163
SOS 668.685149
SRD 43.838662
STD 24233.39373
STN 24.521144
SVC 10.238265
SYP 129.432241
SZL 19.203476
THB 37.319602
TJS 11.121242
TMT 4.109542
TND 3.416892
TRY 52.087256
TTD 7.935843
TWD 37.133975
TZS 3047.034824
UAH 50.705169
UGX 4328.714002
USD 1.17081
UYU 47.533016
UZS 14309.950047
VES 554.33992
VND 30830.342348
VUV 139.819173
WST 3.244211
XAF 656.514677
XAG 0.015136
XAU 0.000244
XCD 3.164171
XCG 2.108745
XDR 0.818368
XOF 656.551158
XPF 119.331742
YER 279.296731
ZAR 19.094782
ZMK 10538.709692
ZMW 22.377104
ZWL 377.000196
  • Euro STOXX 50

    292.3800

    5925.6

    +4.93%

  • SDAX

    665.7000

    17199.43

    +3.87%

  • TecDAX

    162.5400

    3588.24

    +4.53%

  • DAX

    1159.4300

    24081.02

    +4.81%

  • MDAX

    1639.0900

    30372.55

    +5.4%

  • Goldpreis

    122.1000

    4806.8

    +2.54%

  • EUR/USD

    0.0094

    1.17

    +0.8%

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche
Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche / Foto: Jalaa MAREY - AFP/Archiv

Erstes Treffen seit Jahrzehnten: Israel und Libanon führen direkte offizielle Gespräche

Ein Jahr nach Inkrafttreten der Waffenruhe mit der Hisbollah sind erstmals seit Jahrzehnten Regierungsvertreter Israels und des Libanon zu offiziellen Gesprächen zusammengekommen. Die Gespräche fanden am Mittwoch im Hauptquartier der UN-Friedensmission für den Libanon (Unifil) in Nakura im Südlibanon an der Grenze zu Israel statt. Der Regierungschef des Libanon, Nawaf Salam, stellte die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet zu Israel bis zum Jahresende in Aussicht.

Textgröße:

Der Rahmen für den Austausch war der Mechanismus zur Überwachung der im November 2024 in Kraft getretenen Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah. Das Waffenruhe-Abkommen sieht unter anderem die Entwaffnung der Miliz durch die libanesische Armee vor.

An den Verhandlungen waren auch zivile Vertreter beteiligt: der frühere libanesische Botschafter Simon Karam und Uri Resnick, Mitglied des nationalen Sicherheitsrats Israels. Die US-Botschaft im Libanon begrüßte ihre Teilnahme.

Die USA erhoffen sich von den direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon eine Stabilisierung der Region und eine weitere Schwächung der Hisbollah. Bislang unterhalten beide Nachbarländer keine formalen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand. Offiziell erkennt der Libanon Israel nicht an.

An dem nun erfolgten Treffen nahm auch die US-Sonderbeauftragte für den Libanon, Morgan Ortagus, teil. Sie hatte am Dienstag Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar getroffen.

Die israelische Regierungssprecherin Schosch Bedrosian bezeichnete die Gespräche als "historische Entwicklung". Das Treffen israelischer und libanesischer Vertreter sei ein "erster Versuch, eine Grundlage für Beziehungen und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen". Das Büro Netanjahus schrieb in einer Mitteilung von einer "positiven Atmosphäre" bei den Gesprächen.

Der Libanon hatte sich zuvor zu direkten Gesprächen mit Israel bereit erklärt. Nach den Gesprächen am Mittwoch sagte Regierungschef Salam vor Journalisten, es handle sich "noch nicht" um "Friedensgespräche". Zu einer möglichen Normalisierung der Beziehungen zu Israel sagte er: "Die Normalisierung folgt auf den Frieden. Sie kann nicht vor dem Frieden kommen."

Sein Land sei jedoch dafür offen, seine Bemühungen zur Hisbollah-Entwaffnung durch den Überwachungsmechanismus prüfen zu lassen, sagte der libanesische Regierungschef.

Bis Ende des Jahres stellte Salam zudem den Abbau der Anlagen der Hisbollah im südlichen Grenzgebiet zu Israel in Aussicht. Die Armee sollte bis dahin in der Gegend südlich des Flusses Litani "vollständig stationiert sein und das vollständige Gewaltmonopol ausüben".

Nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten und im Libanon einflussreichen Hisbollah im Libanon eskaliert. Seit November 2024 gilt eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor.

Die USA hatten zuletzt den Druck auf Beirut erhöht, die Hisbollah zu entwaffnen. Die pro-iranische Miliz lehnt ihre Entwaffnung strikt ab. Israel macht die Entwaffnung der Hisbollah jedoch zur Bedingung für ein Ende seiner Angriffe.

Die Regierung in Beirut hatte die libanesische Armee angewiesen, bis Ende des Jahres die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Hisbollah anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzt die libanesische Armee das Vorhaben jedoch nur unzureichend um.

Wegen der Befürchtung, dass die Miliz ihre militärischen Fähigkeiten wieder aufbauen könnte, hat Israel daher zuletzt seine Angriffe auf Hisbollah-Ziele intensiviert. Der israelische öffentlich-rechtliche Sender KAN berichtete am Dienstag, dass sich Israel auf eine "erhebliche Eskalation" mit der Hisbollah vorbereite, die trotz der Bemühungen Washingtons als "unvermeidlich" gelte.

Netanjahu hatte in den vergangenen Monaten immer wieder den Abschluss weiterer Friedensabkommen im Zuge der sogenannten Abraham-Abkommen ins Spiel gebracht. Mit diesen Abkommen, die US-Präsident Donald Trump während seiner ersten Amtszeit auf den Weg gebracht hatte, normalisierten die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Marokko und der Sudan ihre Beziehungen zu Israel. Andere Länder wie Saudi-Arabien und Israels Nachbarn Syrien und Libanon sind diesen Schritt bislang nicht gegangen.

(Y.Yildiz--BBZ)