Berliner Boersenzeitung - Gemischtes Echo auf EU-Entscheidung zur Ukraine-Finanzierung

EUR -
AED 4.2308
AFN 75.461931
ALL 95.701743
AMD 434.289094
ANG 2.062212
AOA 1056.403079
ARS 1597.18451
AUD 1.668628
AWG 2.073925
AZN 1.963008
BAM 1.952758
BBD 2.315114
BDT 141.040283
BGN 1.969159
BHD 0.435651
BIF 3421.500424
BMD 1.15202
BND 1.480462
BOB 7.942627
BRL 5.945121
BSD 1.149419
BTN 107.068206
BWP 15.769502
BYN 3.405953
BYR 22579.598756
BZD 2.311719
CAD 1.606781
CDF 2655.407311
CHF 0.920187
CLF 0.02682
CLP 1058.995158
CNY 7.928953
CNH 7.933071
COP 4226.094473
CRC 534.859814
CUC 1.15202
CUP 30.528539
CVE 110.594367
CZK 24.524559
DJF 204.737509
DKK 7.474082
DOP 70.100891
DZD 153.514723
EGP 62.594955
ERN 17.280305
ETB 179.485717
FJD 2.596428
FKP 0.872786
GBP 0.871389
GEL 3.093221
GGP 0.872786
GHS 12.67803
GIP 0.872786
GMD 85.249915
GNF 10114.739035
GTQ 8.793302
GYD 240.575224
HKD 9.029248
HNL 30.533639
HRK 7.533181
HTG 150.860401
HUF 384.6946
IDR 19578.12495
ILS 3.606256
IMP 0.872786
INR 106.83831
IQD 1505.854131
IRR 1519716.438584
ISK 144.440755
JEP 0.872786
JMD 181.216908
JOD 0.816828
JPY 183.924702
KES 149.53662
KGS 100.744622
KHR 4596.719375
KMF 491.913091
KPW 1036.802092
KRW 1741.002708
KWD 0.356366
KYD 0.957908
KZT 544.681477
LAK 25310.339681
LBP 103108.170116
LKR 362.66133
LRD 210.92142
LSL 19.532595
LTL 3.401617
LVL 0.696846
LYD 7.350613
MAD 10.799077
MDL 20.225019
MGA 4805.472163
MKD 61.628064
MMK 2419.207897
MNT 4116.419504
MOP 9.279644
MRU 45.662874
MUR 54.087791
MVR 17.81067
MWK 1993.077817
MXN 20.611607
MYR 4.643839
MZN 73.672136
NAD 19.532172
NGN 1587.634232
NIO 42.293196
NOK 11.258292
NPR 171.306902
NZD 2.017019
OMR 0.44364
PAB 1.149409
PEN 3.976705
PGK 4.972168
PHP 69.592978
PKR 320.72236
PLN 4.278316
PYG 7435.481305
QAR 4.191071
RON 5.088018
RSD 117.392788
RUB 92.536885
RWF 1678.770184
SAR 4.325327
SBD 9.260829
SCR 16.616785
SDG 692.364618
SEK 10.924729
SGD 1.482309
SHP 0.864314
SLE 28.397729
SLL 24157.303089
SOS 656.873849
SRD 43.029156
STD 23844.495215
STN 24.461468
SVC 10.057332
SYP 127.363484
SZL 19.524669
THB 37.596228
TJS 11.017337
TMT 4.043591
TND 3.388621
TOP 2.773788
TRY 51.288526
TTD 7.797954
TWD 36.858934
TZS 2995.253282
UAH 50.34114
UGX 4312.282184
USD 1.15202
UYU 46.547487
UZS 13965.244481
VES 545.355491
VND 30344.215879
VUV 137.490062
WST 3.186768
XAF 654.931042
XAG 0.015774
XAU 0.000247
XCD 3.113393
XCG 2.071573
XDR 0.815708
XOF 654.942394
XPF 119.331742
YER 274.930073
ZAR 19.553086
ZMK 10369.569656
ZMW 22.212589
ZWL 370.950081
  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • EUR/USD

    -0.0023

    1.1522

    -0.2%

  • Goldpreis

    23.0000

    4702.7

    +0.49%

Gemischtes Echo auf EU-Entscheidung zur Ukraine-Finanzierung
Gemischtes Echo auf EU-Entscheidung zur Ukraine-Finanzierung / Foto: JOHN THYS - AFP

Gemischtes Echo auf EU-Entscheidung zur Ukraine-Finanzierung

In Deutschland ist der Beschluss des EU-Gipfels zur weiteren finanziellen Unterstützung der Ukraine auf ein gemischtes Echo gestoßen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) lobte am Freitag eine "gute und pragmatische Einigung", die auch Risiken der Verwendung eingefrorener russischer Vermögenswerte verringere. Die Grünen sahen eine Niederlage für Kanzler Friedrich Merz (CDU), die AfD warnte vor einer Haftung Deutschlands für die Ukraine-Milliarden.

Textgröße:

Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten sich bei ihrem Gipfel in Brüssel in der Nacht zum Freitag auf eine weitere Unterstützung der Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre geeinigt. Anders als geplant sollen die Gelder wegen Widerständen mehrerer EU-Länder gegen die Nutzung von eingefrorenem russischen Vermögen nun aus dem EU-Haushalt kommen.

Die Europäer hätten sich nicht getraut, eingefrorenes russisches Vermögen zu nutzen, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge in der ARD. Es fehle damit ein "entschlossenes Zeichen" an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dröge sah dabei auch Kanzler Merz "ein Stück weit gescheitert", der massiv für die Nutzung russischer Gelder geworben hatte.

Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stellte sich hinter Merz: Eine Einigung zur Nutzung russischer Vermögenswerte sei "nicht an Deutschland gescheitert, sondern an anderen", sagte sie den Sendern RTL und ntv. "Und trotzdem will ich sagen, dass der Kurs vom Kanzler an dieser Stelle richtig ist und dass er da weiter dranbleiben muss."

"Russland muss am Ende für die Zerstörung durch den Angriffskrieg bezahlen", betonte SPD-Chef Klingbeil. "Die russischen Vermögenswerte bleiben eingefroren. Und die Finanzierung der Verteidigung der Ukraine ist für die nächsten zwei Jahre abgesichert". Dies sei "das Entscheidende an der Einigung von heute Nacht".

Unionsfraktionsvize Norbert Röttgen (CDU) sagte der Mediengruppe Bayern, es sei zwar "sehr positiv", dass die weitere Finanzierung der Ukraine vereinbart wurde. "Aber dass dies nun durch die Blockade einzelner Staaten zunächst durch europäische Schulden auf Kosten der eigenen Bürger anstatt mittels des Vermögens des Aggressorstaates geschehen soll, ist leider erneut Ausdruck europäischer Schwäche."

Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner kritisierte die Einigung ebenfalls. "Leider hat der Bundeskanzler bei dem EU-Gipfel nicht erreichen können, dass die russischen Assets gesichert dafür eingesetzt werden, den Wiederaufbau der Ukraine nach dem russischen Angriffskrieg zu finanzieren", sagte er der Mediengruppe Bayern. "Die gefundene Einigung wird es sehr schwer machen, dieses Ziel noch zu erreichen und damit die wenigen europäischen Druckmittel einzusetzen, um zu einem Waffenstillstand und einer tragfähigen Friedensordnung zu kommen."

Der AfD-Europapolitiker Peter Boehringer warf Merz einen "großen Etikettenschwindel" vor. Die EU habe nun die "klassische" Lösung "einer gemeinschaftlich zu behaftenden EU-Verschuldung" gewählt. Die Angaben von Merz, dass dadurch nationale Haushalte nicht belastet würden, sei "in jeder Hinsicht falsch: (...) Selbstredend ist der deutsche Haushalt bei jeder EU-Verschuldung signifikant mit dabei."

Der CDU-Haushaltspolitiker Mathias Middelberg wies Vorwürfe zurück, dass der Kompromiss gemeinsame EU-Schulden durch die Hintertür ermögliche. Ähnlich wie bei dem Hilfsfonds in der Corona-Zeit würden die Kredite dafür "durch die EU selbst über den EU-Haushalt aufgenommen", sagte er dem Webportal t-online. "Deshalb gibt es weiterhin keine gemeinsame Verschuldung mehrerer EU-Staaten über sogenannte Euro-Bonds."

Der BSW-Vorsitzende Fabio De Masi nannte es "unverantwortlich, eine weitere Verlängerung dieses sinnlosen Abnutzungskrieges zu finanzieren". Das Geld werde "in den Taschen ukrainischer Oligarchen landen, während die EU, allen voran Deutschland, für die Kriegsschulden haftet." Denn Russland werde "angesichts seines militärischen Vorteils absehbar keine Reparationen leisten".

(S.G.Stein--BBZ)