Berliner Boersenzeitung - Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe

EUR -
AED 4.202411
AFN 73.235002
ALL 93.9451
AMD 420.678057
ANG 2.048741
AOA 1049.890918
ARS 1708.312595
AUD 1.651213
AWG 2.062583
AZN 1.949836
BAM 1.955698
BBD 2.30538
BDT 141.132639
BGN 1.934858
BHD 0.431577
BIF 3404.622415
BMD 1.14429
BND 1.477123
BOB 7.926587
BRL 5.916437
BSD 1.14464
BTN 109.047312
BWP 15.438195
BYN 3.321027
BYR 22428.090154
BZD 2.30208
CAD 1.624836
CDF 2570.076459
CHF 0.916594
CLF 0.026912
CLP 1059.174754
CNY 7.768706
CNH 7.764588
COP 3848.999237
CRC 521.4728
CUC 1.14429
CUP 30.323693
CVE 110.259249
CZK 24.19568
DJF 203.829368
DKK 7.478628
DOP 67.806463
DZD 152.60404
EGP 56.395058
ERN 17.164355
ETB 183.546226
FJD 2.586612
FKP 0.856953
GBP 0.854554
GEL 3.015251
GGP 0.856953
GHS 13.003322
GIP 0.856953
GMD 82.965454
GNF 10038.476394
GTQ 8.735544
GYD 239.427511
HKD 8.976557
HNL 30.636402
HRK 7.538017
HTG 149.712191
HUF 353.483164
IDR 20590.817625
ILS 3.431327
IMP 0.856953
INR 108.954179
IQD 1499.42179
IRR 1574486.25789
ISK 144.089478
JEP 0.856953
JMD 181.200549
JOD 0.811347
JPY 184.648452
KES 148.00228
KGS 100.065561
KHR 4583.760912
KMF 493.189526
KPW 1029.861683
KRW 1749.36247
KWD 0.355062
KYD 0.95395
KZT 541.301766
LAK 25845.651894
LBP 102500.253599
LKR 383.390002
LRD 207.749164
LSL 18.566032
LTL 3.378792
LVL 0.69217
LYD 7.336617
MAD 10.704142
MDL 20.13395
MGA 4852.746881
MKD 61.631785
MMK 2402.876165
MNT 4099.016956
MOP 9.246518
MRU 45.681617
MUR 53.839292
MVR 17.691161
MWK 1984.896468
MXN 19.989726
MYR 4.65845
MZN 73.132026
NAD 18.566032
NGN 1567.769704
NIO 42.117803
NOK 11.261005
NPR 174.475899
NZD 2.003836
OMR 0.441357
PAB 1.14464
PEN 3.894897
PGK 5.028738
PHP 70.375043
PKR 318.231701
PLN 4.293435
PYG 6959.636986
QAR 4.184282
RON 5.227162
RSD 117.370878
RUB 88.095405
RWF 1675.712595
SAR 4.297696
SBD 9.22131
SCR 15.409196
SDG 687.15054
SEK 11.051625
SGD 1.477741
SHP 0.854328
SLE 27.863894
SLL 23995.199932
SOS 654.165879
SRD 42.986453
STD 23684.499186
STN 24.498722
SVC 10.015478
SYP 126.480809
SZL 18.563032
THB 38.133518
TJS 10.610547
TMT 4.016459
TND 3.378224
TOP 2.755177
TRY 53.515602
TTD 7.757595
TWD 36.546387
TZS 3005.843216
UAH 50.978341
UGX 4177.782087
USD 1.14429
UYU 46.037599
UZS 13712.284769
VES 731.090824
VND 30090.258096
VUV 136.092267
WST 3.173323
XAF 655.922787
XAG 0.018332
XAU 0.000274
XCD 3.092502
XCG 2.062892
XDR 0.815757
XOF 655.922787
XPF 119.331742
YER 271.254434
ZAR 18.573553
ZMK 10299.990075
ZMW 21.031903
ZWL 368.461014
  • Goldpreis

    61.6000

    4187.3

    +1.47%

  • MDAX

    449.5100

    32994.37

    +1.36%

  • DAX

    198.4300

    25779.31

    +0.77%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.144

    +0.03%

  • SDAX

    310.6500

    18539.82

    +1.68%

  • Euro STOXX 50

    52.2100

    6412.68

    +0.81%

  • TecDAX

    11.8800

    3899.62

    +0.3%

Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe
Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe / Foto: Alexandra BEIER - AFP

Rubio fordert auf MSC "starkes Europa" - Selenskyj will schnellere Schützenhilfe

Die Erschütterungen im transatlantischen Verhältnis und der Ukraine-Krieg haben den zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) geprägt. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Samstag, die USA und Europa gehörten zusammen - rief die Europäer aber auch unter anderem zu einem schärferen Vorgehen gegen irreguläre Migration auf. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die schnellere Lieferung von Munition für die Luftabwehr. Der chinesische Außenminister Wang Yi verteidigte in seiner Rede die Rolle der UNO.

Textgröße:

"Wir gehören zusammen", sagte Rubio. Ein Ende der transatlantischen Ära sei "weder unser Ziel noch unser Wunsch", sagte der US-Außenminister. "Was wir wollen, ist ein wiederbelebtes Bündnis." Die US-Regierung wolle den Weg des Fortschritts und Wohlstands gehen "mit einem Europa, das stolz ist auf sein Erbe und seine Geschichte (...), das in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen und den Willen hat zu überleben".

Rubios Rede unterschied sich in ihrem Tonfall deutlich von dem Auftritt von US-Vizepräsident JD Vance bei der MSC im vergangenen Jahr. Dieser hatte mit scharfer Kritik wegen aus seiner Sicht fehlender Meinungsfreiheit in Europa viele Verbündete schockiert.

Doch auch Rubio verknüpfte seine wohlwollenderen Worte mit deutlichen Forderungen an die Verbündeten jenseits des Atlantik. Der Minister rief in seiner Rede die europäischen Partner insbesondere zu einer entschlosseneren Bekämpfung irregulärer Einwanderung auf. "Massenmigration" bleibe "eine Krise, die transformiert und destabilisiert" und "die Zukunft unseres Volkes bedroht".

Der US-Chefdiplomat bekräftigte zudem die deutliche Kritik der Regierung unter Präsident Donald Trump am Zustand der Vereinten Nationen. Die UNO spiele "praktisch keine Rolle". Sie habe zwar nach wie vor ein "enormes Potenzial", habe derzeit aber "keine Antworten" auf die "drängendsten Fragen" der Zeit.

Nach Rubio trat sein chinesischer Kollege Wang Yi ans Rednerpult - mit einer deutlich positiveren Botschaft zum Zustand der UNO. Diese sei zwar "nicht perfekt", aber "immer noch das beste und mächtigste Instrument, das wir haben", sagte Wang und ergänzte: "Wir haben nicht das Recht, es zu zerstören." Es sei die "Priorität" Chinas, "das UN-System zu revitalisieren".

Der ukrainische Präsident Selenskyj zeichnete in seiner Rede im Hotel Bayerischer Hof ein drastisches Bild der Lage in seinem Land angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur inmitten eines bitterkalten Winters. Es gebe "kein einziges Kraftwerk in der Ukraine mehr, das nicht durch die russischen Angriffe beschädigt wurde", sagte er.

Die europäischen Verbündeten rief er zu rascheren Waffenlieferungen auf. Es gelinge seinem Land derzeit manchmal "erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment", die nötige Munition für deutsche Patriot- oder norwegische Nasams-Luftabwehrsysteme bereitzustellen. Waffen wie die von Russland verwendeten iranischen Schahed-Drohnen entwickelten sich zudem "schneller als politische Entscheidungen, die sie stoppen sollten", sagte Selenskyj.

Auch US-Außenminister Rubio äußerte sich zur Lage im Ukraine-Krieg - allerdings erst auf eine Rückfrage von MSC-Chef Wolfgang Ischinger in einem kurzen Gespräch nach der Rede. "Wir wissen nicht, ob die Russen es ernst meinen mit der Beendigung des Krieges", sagte er dazu.

An der dreitägigen Sicherheitskonferenz in München nehmen in diesem Jahr mehr als tausend Delegierte teil, unter ihnen mehr als 60 Staats- und Regierungschefs sowie rund hundert Außen- und Verteidigungsminister. Zudem sind dutzende Mitglieder des US-Kongresses zur Konferenz angereist.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen forderte in ihrer Rede Europa zur Verantwortung für die eigene Sicherheit auf. Die Union müsse "mit allen Tabus brechen", sagte die Kommissionschefin. Insbesondere müsse der Beistandsklausel in den EU-Verträgen "Leben einhauchen".

Nato-Generalsekretär Mark Rutte pochte auf der MSC angesichts Diskussionen über eine gemeinsame nukleare Abschreckung Europas auf die Bedeutung des US-Atomschirms für Europa. Europäische Diskussionen über eine stärkere Abschreckung seien "in Ordnung", sagte Rutte auf der MSC, fügte aber an: "Aber niemand in Europa argumentiert dafür, dies als eine Art Ersatz für den nuklearen Schutzschild der Vereinigten Staaten zu tun."

Am Freitag hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Rede bei der MSC laufende Gespräche zwischen der Bundesregierung und Frankreich über eine mögliche Teilhabe an der nuklearen Abschreckung durch französische Atomwaffen bestätigt.

(F.Schuster--BBZ)