Berliner Boersenzeitung - Längere Fristen und mehr Geld: Bundestag billigt Änderung der Krankenhausreform

EUR -
AED 4.30878
AFN 75.088139
ALL 95.561304
AMD 435.019119
ANG 2.099991
AOA 1077.048119
ARS 1633.743618
AUD 1.628028
AWG 2.111859
AZN 1.992549
BAM 1.958981
BBD 2.363569
BDT 143.987894
BGN 1.957109
BHD 0.443079
BIF 3491.606608
BMD 1.173255
BND 1.496952
BOB 8.108753
BRL 5.813124
BSD 1.17352
BTN 111.32055
BWP 15.948049
BYN 3.311545
BYR 22995.796207
BZD 2.360153
CAD 1.594747
CDF 2721.951785
CHF 0.916036
CLF 0.026822
CLP 1055.636074
CNY 8.011278
CNH 7.99944
COP 4290.886514
CRC 533.520798
CUC 1.173255
CUP 31.091255
CVE 110.814062
CZK 24.36217
DJF 208.511097
DKK 7.472484
DOP 69.807476
DZD 155.414871
EGP 62.775014
ERN 17.598824
ETB 184.201363
FJD 2.570129
FKP 0.864241
GBP 0.863158
GEL 3.144316
GGP 0.864241
GHS 13.136436
GIP 0.864241
GMD 85.647414
GNF 10295.311947
GTQ 8.965435
GYD 245.506393
HKD 9.191291
HNL 31.231437
HRK 7.535932
HTG 153.725313
HUF 362.003077
IDR 20384.717408
ILS 3.45811
IMP 0.864241
INR 111.373802
IQD 1536.96393
IRR 1541656.949892
ISK 143.805466
JEP 0.864241
JMD 183.878547
JOD 0.831868
JPY 183.999313
KES 151.525537
KGS 102.56653
KHR 4707.687454
KMF 492.766707
KPW 1055.929389
KRW 1723.388282
KWD 0.361246
KYD 0.977959
KZT 543.555065
LAK 25788.142975
LBP 105064.976893
LKR 375.055706
LRD 215.732235
LSL 19.546108
LTL 3.464316
LVL 0.70969
LYD 7.450082
MAD 10.854074
MDL 20.219293
MGA 4869.007439
MKD 61.642351
MMK 2463.237101
MNT 4197.730703
MOP 9.46916
MRU 46.895281
MUR 54.861245
MVR 18.132674
MWK 2043.224376
MXN 20.452648
MYR 4.637894
MZN 74.955906
NAD 19.546663
NGN 1614.37562
NIO 43.070165
NOK 10.884579
NPR 178.104316
NZD 1.982771
OMR 0.451104
PAB 1.17349
PEN 4.11519
PGK 5.09046
PHP 72.119932
PKR 327.074167
PLN 4.246878
PYG 7217.425722
QAR 4.274757
RON 5.197052
RSD 117.321989
RUB 87.993368
RWF 1714.712049
SAR 4.399682
SBD 9.435445
SCR 17.459933
SDG 704.550818
SEK 10.811603
SGD 1.493199
SHP 0.875953
SLE 28.864339
SLL 24602.564306
SOS 669.928799
SRD 43.947762
STD 24284.007814
STN 24.884737
SVC 10.268679
SYP 129.673977
SZL 19.545913
THB 38.048375
TJS 11.007269
TMT 4.112258
TND 3.381027
TOP 2.824916
TRY 53.025844
TTD 7.96568
TWD 37.070747
TZS 3062.195542
UAH 51.563774
UGX 4412.59685
USD 1.173255
UYU 46.800573
UZS 14020.396174
VES 573.654487
VND 30901.774408
VUV 138.035069
WST 3.185609
XAF 657.071431
XAG 0.015654
XAU 0.000256
XCD 3.17078
XCG 2.114968
XDR 0.816151
XOF 657.022504
XPF 119.331742
YER 279.952314
ZAR 19.463185
ZMK 10560.703776
ZMW 21.915169
ZWL 377.787602
  • Euro STOXX 50

    -31.4400

    5850.07

    -0.54%

  • SDAX

    298.5100

    18209.57

    +1.64%

  • DAX

    29.7200

    24322.1

    +0.12%

  • MDAX

    215.0500

    30805

    +0.7%

  • Goldpreis

    -55.6000

    4588.9

    -1.21%

  • TecDAX

    36.8100

    3733.97

    +0.99%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1725

    +0.02%

Längere Fristen und mehr Geld: Bundestag billigt Änderung der Krankenhausreform
Längere Fristen und mehr Geld: Bundestag billigt Änderung der Krankenhausreform / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Längere Fristen und mehr Geld: Bundestag billigt Änderung der Krankenhausreform

Der Bundestag hat Änderungen an der erst vor gut einem Jahr in Kraft getretenen Krankenhausreform beschlossen. Die Abgeordneten billigten mit den Stimmen der schwarz-roten Regierungskoalition am Freitag einen mit den Ländern ausgehandelten Kompromiss. Er sieht längere Fristen für den Umbau der Kliniklandschaft und Ausnahmeregeln insbesondere für kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum vor. Zudem stellt der Bund mehr Geld zur Verfügung.

Textgröße:

"Die Anpassungen geben den Ländern und den Krankenhäusern Planungssicherheit mit realistischen Fristen zur Umsetzung", sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im Parlament. Mit den Ländern sei "ein ausgewogener Kompromiss" gefunden worden. Hilfen bekämen aber weiter nur Kliniken, "die auch tatsächlich ihre Strukturen anpassen".

Bei der Finanzierung stellt der Bund den Ländern in den kommenden zehn Jahren nun bis zu 29 Milliarden Euro zur Unterstützung der Umstrukturierung zur Verfügung - vier Milliarden Euro mehr, als in der ursprünglichen Reform geplant. Diese sah auch noch vor, dass der Bundesanteil von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden sollte. Er kommt nun aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität.

Der Grundgedanke der Reform des früheren Gesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) bleibt grundsätzlich erhalten: Kernstück ist eine stärkere medizinische Spezialisierung der Kliniken. Vor allem die kleineren Kliniken sollen weniger Leistungen anbieten und sich auf jene Eingriffe beschränken, die sie gut beherrschen. Die Länder befürchteten jedoch, dass dadurch zu viele Krankenhäuser im ländlichen Raum schließen müssen und Patienten dort deutlich längere Wege für die Versorgung in Kauf nehmen müssen.

Die SPD-Abgeordnete Dagmar Schmidt verteidigte nun beschlossene verlängerte Fristen für die Umsetzung der Reform: "Ja, es gibt Ausnahmen und Übergangszeiträume", sagte sie. "Aber alle sind befristet, und es gibt klare Bedingungen." Am Qualitätsanspruch in der Versorgung werde festgehalten.

Die Grünen warfen der Bundesregierung vor, die ursprüngliche Reform zu verwässern und ineffiziente und kostspielige Strukturen zu verlängern. Der Abgeordnete Janosch Dahmen warf der Regierung eine "faktische Rückabwicklung der Krankenhausreform" vor.

Die Linke kritisierte, dass die Pläne wegen unzureichender Finanzierung zur Schließung notwendiger Krankenhäuser führen würden. Die Reform der Reform löse das grundlegende Problem nicht, sagte der Abgeordnete Ates Gürpinar. "Die Fallpauschalen sind so gestaltet, dass viele Bereiche der Grundversorgung systematisch unterfinanziert sind."

Die AfD warf der Regierung vor, sie schaffe ein "bürokratisches Monster". "Die Leidtragenden dieser verpfuschten Krankenhausreform bleiben die ländlichen Regionen in Deutschland", sagte der Abgeordnete Martin Sichert. "Das Krankenhaussterben geht ungemindert weiter."

Ärztevertreter begrüßten, dass es nach monatelanger Unsicherheit zumindest wieder Klarheit gebe. Der Marburger Bund kritisierte aber, die neuen Vergütungsregeln schafften "zusätzliche Bürokratie, ohne den Kliniken mehr finanzielle Sicherheit zu geben". Der Hartmannbund erklärte, der Kompromiss setze "zu stark auf Übergangs‑ und Ausnahmeregelungen, wodurch zentrale Strukturentscheidungen erneut nach hinten rücken".

Die Stiftung Patientenschutz nannte den Beschluss eine "Enttäuschung". Es würden "Milliarden Euro für eine verwässerte Strukturreform ausgeben, ohne die stationäre Versorgung der kranken Menschen grundsätzlich zu verbessern", erklärte Stiftungsvorstand Eugen Brysch.

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann, sprach von einem "akzeptablen Kompromiss". Er werde allerdings angesichts von "langen Umsetzungsfristen und Ausnahmen von den Qualitätsvorgaben für die Kliniken den Reformprozess verlangsamen". Wichtig sei aber auch Planungssicherheit. Reimann sagte angesichts der hohen Defizite im Gesundheitswesen allerdings voraus, dass dieses Reformgesetz nicht das letzte im Krankenhausbereich bleiben werde.

Der Kompromiss muss nun noch vom Bundesrat bestätigt werden. Erwartet wird, dass sich die Länderkammer bei ihrer nächsten Sitzung am 27. März damit befasst.

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU) erklärte, der mit dem Bund gefundene Kompromiss erfülle zwar "nicht in allen Punkten" die Erwartungen der Länder. Es sei aber "ein entscheidender Schritt hin zur dringend benötigter Rechtssicherheit für den weiteren Reformprozess".

(H.Schneide--BBZ)