Berliner Boersenzeitung - Risse im Trump-Lager durch Iran-Krieg: US-Antiterror-Chef tritt aus Protest zurück

EUR -
AED 4.183048
AFN 72.314042
ALL 93.898303
AMD 419.153057
ANG 2.038998
AOA 1044.89568
ARS 1690.672427
AUD 1.651032
AWG 2.049928
AZN 1.936081
BAM 1.954785
BBD 2.294468
BDT 140.354657
BGN 1.925657
BHD 0.429413
BIF 3388.074763
BMD 1.138849
BND 1.476807
BOB 7.900759
BRL 5.945252
BSD 1.139188
BTN 108.572718
BWP 16.26327
BYN 3.318918
BYR 22321.433736
BZD 2.29117
CAD 1.618002
CDF 2579.49217
CHF 0.921021
CLF 0.02679
CLP 1054.369086
CNY 7.737281
CNH 7.738112
COP 3904.759012
CRC 518.521655
CUC 1.138849
CUP 30.179489
CVE 110.325979
CZK 24.236636
DJF 202.861103
DKK 7.474566
DOP 68.100581
DZD 151.843155
EGP 55.917926
ERN 17.08273
ETB 181.020431
FJD 2.556938
FKP 0.859051
GBP 0.858179
GEL 3.006554
GGP 0.859051
GHS 12.942983
GIP 0.859051
GMD 83.701678
GNF 9990.551529
GTQ 8.688336
GYD 238.302078
HKD 8.932844
HNL 30.429885
HRK 7.532575
HTG 148.950043
HUF 354.818526
IDR 20438.916901
ILS 3.400037
IMP 0.859051
INR 108.238169
IQD 1492.461169
IRR 1567055.755971
ISK 143.791239
JEP 0.859051
JMD 179.156974
JOD 0.807496
JPY 184.995771
KES 147.42431
KGS 99.592135
KHR 4566.782743
KMF 491.982899
KPW 1024.964193
KRW 1767.23083
KWD 0.352701
KYD 0.94939
KZT 546.006901
LAK 25624.094601
LBP 101983.897292
LKR 382.694568
LRD 207.612203
LSL 18.700172
LTL 3.362724
LVL 0.688878
LYD 7.300234
MAD 10.688123
MDL 20.147185
MGA 4862.883342
MKD 61.638162
MMK 2391.139854
MNT 4080.476394
MOP 9.204059
MRU 45.724815
MUR 53.751653
MVR 17.606532
MWK 1978.180039
MXN 19.972883
MYR 4.662561
MZN 72.71585
NAD 18.699794
NGN 1570.460673
NIO 41.704567
NOK 11.295781
NPR 173.716748
NZD 2.007261
OMR 0.437903
PAB 1.139188
PEN 3.886892
PGK 4.98589
PHP 70.159341
PKR 316.656978
PLN 4.29043
PYG 6924.283008
QAR 4.151678
RON 5.23005
RSD 117.337286
RUB 88.553635
RWF 1668.413287
SAR 4.272278
SBD 9.184861
SCR 15.319799
SDG 683.868824
SEK 11.081677
SGD 1.475521
SHP 0.850266
SLE 28.24243
SLL 23881.091149
SOS 650.862356
SRD 42.711946
STD 23571.867935
STN 24.883843
SVC 9.967649
SYP 125.879331
SZL 18.688698
THB 37.952699
TJS 10.537743
TMT 3.997359
TND 3.355333
TOP 2.742075
TRY 53.146539
TTD 7.733848
TWD 36.269712
TZS 2989.48117
UAH 51.070061
UGX 4174.758967
USD 1.138849
UYU 45.795417
UZS 13723.125953
VES 708.641199
VND 29952.289182
VUV 136.773869
WST 3.167006
XAF 655.605068
XAG 0.018926
XAU 0.000279
XCD 3.077795
XCG 2.053098
XDR 0.814298
XOF 653.130407
XPF 119.331742
YER 271.733346
ZAR 18.667214
ZMK 10250.993881
ZMW 20.739867
ZWL 366.708804
  • Goldpreis

    53.7000

    4092.2

    +1.31%

  • DAX

    44.4700

    25040.28

    +0.18%

  • TecDAX

    36.0900

    3889.17

    +0.93%

  • SDAX

    150.0100

    18195.59

    +0.82%

  • MDAX

    247.5400

    32056.64

    +0.77%

  • Euro STOXX 50

    -45.5900

    6282.5

    -0.73%

  • EUR/USD

    -0.0040

    1.1386

    -0.35%

Risse im Trump-Lager durch Iran-Krieg: US-Antiterror-Chef tritt aus Protest zurück
Risse im Trump-Lager durch Iran-Krieg: US-Antiterror-Chef tritt aus Protest zurück / Foto: SAUL LOEB - AFP

Risse im Trump-Lager durch Iran-Krieg: US-Antiterror-Chef tritt aus Protest zurück

Im Lager von US-Präsident Donald Trump tun sich wegen des Iran-Kriegs Risse auf: Aus Protest gegen den US-Einsatz trat am Dienstag der Leiter des Nationalen Terrorabwehr-Zentrums (NCTC), Joe Kent, zurück. Der Iran sei "keine unmittelbare Bedrohung" für die USA gewesen, schrieb Trumps bisheriger Gefolgsmann in seinem Rücktrittsbrief. Er könne den Krieg deshalb nicht mit seinem Gewissen vereinbaren.

Textgröße:

Kent ist der erste ranghohe Mitarbeiter der Trump-Regierung, der wegen der Militäroperation gegen den Iran sein Amt niederlegt. "Es ist klar, dass wir diesen Krieg wegen Drucks aus Israel und seiner mächtigen amerikanischen Lobby begonnen haben", schrieb Kent in seinem auf X veröffentlichten Brief an den Präsidenten.

Darin argumentiert der 45-Jährige, "hochrangige israelische Verantwortliche und einflussreiche Vertreter amerikanischer Medien" hätten Trump mithilfe einer "Falschinformations-Kampagne" überzeugt, den Iran anzugreifen. Sie hätten ihm zudem suggeriert, dass es einen "klaren Weg zu einem schnellen Sieg" gebe. "Das war eine Lüge", schrieb Kent über den Einsatz, der die dritte Woche in Folge andauert. Kent rief Trump auf, einen Kurswechsel einzuleiten. Ansonsten würden die USA "weiter Richtung Niedergang und Chaos abrutschen".

Trump reagierte kühl auf die unverblümte Kritik: Kents Rücktritt sei "eine gute Sache", sagte der US-Präsident vor Journalisten im Weißen Haus. "Ich fand immer, dass er in Sicherheitsfragen schwach war, sehr schwach." Als er Kents Rücktrittserklärung gesehen habe, "wurde mir klar, dass es gut ist, dass er weg ist".

Trump hatte Kent im Februar 2025 selbst als Leiter des Terrorabwehr-Zentrums nominiert. Der 45-jährige Republikaner und frühere CIA-Agent galt als Vertreter von Trumps Maga-Lager (Make America Great Again, Macht Amerika wieder großartig).

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt warf Kent "absurde Behauptungen" vor. "Wie Präsident Trump klar und unmissverständlich erklärt hat, verfügte er über starke und zwingende Beweise dafür, dass der Iran zuerst die Vereinigten Staaten angegriffen hätte", schrieb sie auf X.

Rückendeckung erhielt Kent dagegen von seinem Freund, dem früheren Fox News-Moderator Tucker Carlson: "Joe ist der mutigste Mann, den ich kenne", zitierte ihn die "New York Times". Kent gebe "einen Job auf, der ihm Zugang zu relevanten Informationen auf höchster Ebene verschafft hat. Die Neokonservativen werden nun versuchen, ihn dafür zu zerstören. Das ist ihm bewusst, und trotzdem hat er es getan", sagte Carlson.

Der frühere Trump-Unterstützer Carlson hatte den Iran-Krieg als "absolut ekelhaft und böse" verurteilt und in seinem Podcast mit Millionen von Abonnenten die Rolle Israels kritisiert. Ihm wird deshalb von Kritikern Antisemitismus vorgeworfen - wie nun auch Kent. "Antisemitismus ist ein Übel, das ich verabscheue, und wir wollen es ganz sicher nicht in unserer Regierung haben", kommentierte etwa der republikanische Abgeordnete Don Bacon Kents Rücktritt.

In Trumps Republikanischer Partei gibt es ebenfalls Kritik am Iran-Krieg. Nur wenige Kongressmitglieder äußerten dies bisher allerdings öffentlich. So sagte etwa der Abgeordnete Warren Davidson aus Ohio, Trump habe seinen Wahlkampf mit dem Versprechen "keine neuen Kriege" geführt. Der republikanische Senator Rand Paul warnte den Präsidenten, er könne die Zustimmung seiner Anhänger verlieren. Kritik gibt es auch an den hohen Kriegskosten von geschätzt mindestens einer Milliarde Dollar täglich.

Umfragen zeigen, dass Anhänger der Republikaner den Iran-Krieg bisher mehrheitlich befürworten. Bei den oppositionellen Demokraten und unabhängigen Wählern überwiegt dagegen die Skepsis.

(K.Lüdke--BBZ)