Berliner Boersenzeitung - Teheran lehnt Gespräche mit den USA weiter ab - Weißes Haus droht mit "Hölle"

EUR -
AED 4.194894
AFN 72.538809
ALL 94.174463
AMD 420.219852
ANG 2.045076
AOA 1048.011016
ARS 1695.084771
AUD 1.651011
AWG 2.058894
AZN 1.945421
BAM 1.95977
BBD 2.301232
BDT 140.766976
BGN 1.931397
BHD 0.43063
BIF 3398.174838
BMD 1.142244
BND 1.479015
BOB 7.912338
BRL 5.913623
BSD 1.142514
BTN 108.117658
BWP 15.484975
BYN 3.349428
BYR 22387.975404
BZD 2.297784
CAD 1.621531
CDF 2587.181399
CHF 0.923275
CLF 0.026765
CLP 1053.411048
CNY 7.760346
CNH 7.757708
COP 3926.245497
CRC 520.948353
CUC 1.142244
CUP 30.269457
CVE 110.494129
CZK 24.251541
DJF 202.999311
DKK 7.474523
DOP 68.108851
DZD 152.123597
EGP 56.120148
ERN 17.133655
ETB 182.881736
FJD 2.561195
FKP 0.861983
GBP 0.861486
GEL 3.015891
GGP 0.861983
GHS 12.936034
GIP 0.861983
GMD 83.952246
GNF 10015.549796
GTQ 8.716618
GYD 238.993503
HKD 8.957418
HNL 30.572326
HRK 7.535499
HTG 149.384544
HUF 355.626101
IDR 20445.018967
ILS 3.403943
IMP 0.861983
INR 108.323989
IQD 1496.751363
IRR 1571727.253491
ISK 143.796863
JEP 0.861983
JMD 180.014624
JOD 0.809836
JPY 185.671394
KES 147.897903
KGS 99.889529
KHR 4598.495531
KMF 493.449506
KPW 1028.019679
KRW 1767.325191
KWD 0.35381
KYD 0.952166
KZT 547.496157
LAK 25625.241079
LBP 102315.072559
LKR 383.902646
LRD 207.411869
LSL 18.697181
LTL 3.372749
LVL 0.690932
LYD 7.340092
MAD 10.738868
MDL 20.188688
MGA 4846.881128
MKD 61.644387
MMK 2398.126203
MNT 4091.584335
MOP 9.22942
MRU 45.653273
MUR 53.902908
MVR 17.658899
MWK 1981.191003
MXN 19.978241
MYR 4.665263
MZN 72.932596
NAD 18.697919
NGN 1577.941099
NIO 42.045717
NOK 11.315053
NPR 172.955626
NZD 2.012136
OMR 0.439196
PAB 1.142549
PEN 3.904861
PGK 5.018318
PHP 70.164602
PKR 317.705292
PLN 4.298891
PYG 6948.286834
QAR 4.176387
RON 5.240952
RSD 117.330124
RUB 89.895193
RWF 1674.758244
SAR 4.292852
SBD 9.212241
SCR 15.427439
SDG 685.916636
SEK 11.075469
SGD 1.47795
SHP 0.8528
SLE 28.330573
SLL 23952.282259
SOS 652.942559
SRD 42.839281
STD 23642.137231
STN 24.549726
SVC 9.997513
SYP 126.254586
SZL 18.694703
THB 37.945344
TJS 10.557192
TMT 4.009275
TND 3.386059
TOP 2.750249
TRY 53.295491
TTD 7.754809
TWD 36.382631
TZS 2998.393016
UAH 51.203282
UGX 4187.610424
USD 1.142244
UYU 45.865109
UZS 13715.420705
VES 710.753705
VND 30058.141467
VUV 137.015609
WST 3.176511
XAF 657.314302
XAG 0.019513
XAU 0.000285
XCD 3.086971
XCG 2.059053
XDR 0.818116
XOF 657.308536
XPF 119.331742
YER 272.496828
ZAR 18.736708
ZMK 10281.567344
ZMW 20.594526
ZWL 367.801987
  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1417

    -0.08%

  • SDAX

    118.5500

    18045.58

    +0.66%

  • Euro STOXX 50

    96.4600

    6328.09

    +1.52%

  • DAX

    368.9200

    24995.81

    +1.48%

  • MDAX

    325.4600

    31809.1

    +1.02%

  • TecDAX

    4.1600

    3853.08

    +0.11%

  • Goldpreis

    -19.1000

    4019.4

    -0.48%

Teheran lehnt Gespräche mit den USA weiter ab - Weißes Haus droht mit "Hölle"
Teheran lehnt Gespräche mit den USA weiter ab - Weißes Haus droht mit "Hölle" / Foto: Jim WATSON - AFP

Teheran lehnt Gespräche mit den USA weiter ab - Weißes Haus droht mit "Hölle"

Widersprüchliche Äußerungen aus den USA und dem Iran über diplomatische Bemühungen für ein Ende des Krieges sorgen weiter für Verwirrung. "Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen", sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch (Ortszeit). Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestritt rundweg, dass es überhaupt Verhandlungen gebe. Gespräche mit Washington lehnte er ab. Während Trump von laufenden Verhandlungen sprach, drohte seine Sprecherin Teheran damit, "die Hölle zu entfesseln". Die gegenseitigen Angriffe in der Region gingen derweil unvermindert weiter.

Textgröße:

Trump äußerte sich bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington. Ihm zufolgegibt es Gespräche mit Teheran. Doch die iranischen Unterhändler "trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden". Trump fügte hinzu: "Sie haben auch Angst, von uns getötet zu werden."

Irans Außenminister Araghtschi hatte zuvor erneut Berichte über direkte oder indirekte Gesprächen dementiert. "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagte Araghtschi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen.

"Jetzt über Verhandlungen zu sprechen ist ein Eingeständnis der Niederlage", führte Araghtschi aus. "Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten." Der Iran wolle "den Krieg zu den eigenen Bedingungen beenden".

Zu Berichten über Gespräche sagte er, es würden mittels "befreundeter Länder oder unterschiedlicher Personen Nachrichten ausgetauscht". Dies sei aber "weder ein Dialog noch eine Verhandlung".

Das Weiße Haus drohte dem Iran indes mit einem noch härteren militärischen Vorgehen, falls Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs verweigern sollte. "Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln", sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt in Washington. Zugleich unterstrich sie: "Die Gespräche gehen weiter. Sie sind produktiv."

In Richtung Teheran sagte Leavitt: "Sollte der Iran die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als je zuvor." Der Iran solle sich im Umgang mit Trump "nicht noch einmal verrechnen".

Zuvor hatte der iranische Staatssender Press TV berichtet, Teheran habe den US-Plan für eine Beendigung des Kriegs abgelehnt und seinerseits eigene Forderungen aufgestellt. Medienberichten zufolge sieht der US-Plan unter anderem die Wiederöffnung der weitgehend gesperrten Straße von Hormus sowie strikte Beschränkungen für das iranische Atomprogramm vor - im Gegenzug für eine Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran.

Wenige Stunden vor Araghtschis und Trump Aussagen hatte sich der chinesische Außenminister hoffnungsvoll über eine mögliche diplomatische Lösung gezeigt. "Da sowohl die USA als auch der Iran Bereitschaft zu Verhandlungen signalisieren, ist ein Hoffnungsschimmer für Frieden entstanden", sagte Wang Yi Peking zufolge während eines Telefonats mit seinem ägyptischen Kollegen Badr Abdelatti.

Die israelische Armee führte derweil nach eigenen Angaben "großangelegte" Angriffe in weiten Teilen des Iran aus. Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" anvisiert worden, darunter in der zentraliranischen Stadt Isfahan. Später meldete die israelische Armee anfliegende Raketen aus dem Iran auf Israel. Rettungskräften zufolge wurden in der zentralisraelischen Stadt Kafr Kassem zwei Menschen verletzt.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten erneut Raketen- und Drohnenangriffe aus dem Iran. Die emiratische Luftabwehr "reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus dem Iran", erklärte das emiratische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X.

Die US-Armee teilte mit, sie habe mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen sowie einen ähnlichen Anteil der maritimen Produktion und der Werften des Landes getroffen. Insgesamt seien mehr als 10.000 militärische Ziele getroffen worden, erklärte der Befehlshaber des für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper.

Israel und die USA hatten am 28. Februar mit ihren Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

Seit Beginn des Krieges ist außerdem die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch die iranischen Streitkräfte weitgehend gesperrt. Zudem attackierte der Iran Ölanlagen und Tanker in der Golfregion. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen.

(Y.Berger--BBZ)