Berliner Boersenzeitung - US-Bündnisparter reagieren irritiert auf Trumps Aussagen zur Nato

EUR -
AED 4.185856
AFN 71.80645
ALL 94.351797
AMD 418.950339
ANG 2.040671
AOA 1045.181242
ARS 1684.022951
AUD 1.653225
AWG 2.053034
AZN 1.940292
BAM 1.957445
BBD 2.298983
BDT 140.398021
BGN 1.927237
BHD 0.430362
BIF 3389.960433
BMD 1.139783
BND 1.476877
BOB 7.887561
BRL 5.895983
BSD 1.14149
BTN 107.136591
BWP 15.512448
BYN 3.310556
BYR 22339.749178
BZD 2.29568
CAD 1.617916
CDF 2584.43972
CHF 0.921794
CLF 0.026714
CLP 1051.403732
CNY 7.748416
CNH 7.746228
COP 3925.982961
CRC 518.235638
CUC 1.139783
CUP 30.204253
CVE 110.3568
CZK 24.264786
DJF 203.265327
DKK 7.474909
DOP 67.066377
DZD 151.952434
EGP 56.111293
ERN 17.096747
ETB 184.027233
FJD 2.561378
FKP 0.863793
GBP 0.862708
GEL 3.014703
GGP 0.863793
GHS 12.869819
GIP 0.863793
GMD 83.204485
GNF 10001.363444
GTQ 8.708282
GYD 238.880807
HKD 8.939057
HNL 30.541343
HRK 7.535899
HTG 149.176238
HUF 354.255845
IDR 20342.849149
ILS 3.404643
IMP 0.863793
INR 107.690469
IQD 1495.256939
IRR 1567486.73728
ISK 144.023261
JEP 0.863793
JMD 179.775065
JOD 0.808153
JPY 184.465349
KES 147.490905
KGS 99.674351
KHR 4581.569969
KMF 494.666161
KPW 1025.805208
KRW 1758.320604
KWD 0.353013
KYD 0.951195
KZT 553.823124
LAK 25053.950876
LBP 102217.667973
LKR 383.680846
LRD 207.913864
LSL 18.76269
LTL 3.365484
LVL 0.689444
LYD 7.32732
MAD 10.703203
MDL 20.237924
MGA 4828.185738
MKD 61.636521
MMK 2393.14523
MNT 4080.340883
MOP 9.220451
MRU 45.554294
MUR 53.843111
MVR 17.610008
MWK 1979.315944
MXN 19.937405
MYR 4.640172
MZN 72.838311
NAD 18.76269
NGN 1572.569737
NIO 42.005126
NOK 11.319289
NPR 171.419098
NZD 2.017148
OMR 0.438243
PAB 1.14145
PEN 3.892255
PGK 5.009167
PHP 69.749041
PKR 317.6696
PLN 4.290429
PYG 6967.009402
QAR 4.160661
RON 5.243455
RSD 117.402218
RUB 88.332004
RWF 1671.649216
SAR 4.286597
SBD 9.17748
SCR 16.031677
SDG 683.870117
SEK 11.093743
SGD 1.474555
SHP 0.850963
SLE 28.275875
SLL 23900.686339
SOS 652.362696
SRD 42.722551
STD 23591.209398
STN 24.520397
SVC 9.987352
SYP 125.982619
SZL 18.752257
THB 37.923954
TJS 10.563934
TMT 3.989241
TND 3.383114
TOP 2.744325
TRY 53.158006
TTD 7.757487
TWD 36.31634
TZS 2989.08465
UAH 51.236119
UGX 4189.521784
USD 1.139783
UYU 45.818315
UZS 13710.525303
VES 707.523775
VND 29960.909018
VUV 135.838534
WST 3.169603
XAF 656.526167
XAG 0.01962
XAU 0.000281
XCD 3.080321
XCG 2.057129
XDR 0.816508
XOF 656.523285
XPF 119.331742
YER 271.98076
ZAR 18.740719
ZMK 10259.411906
ZMW 20.561736
ZWL 367.0097
  • Euro STOXX 50

    -5.6600

    6215.89

    -0.09%

  • SDAX

    237.0600

    18004.83

    +1.32%

  • TecDAX

    33.1600

    3893.32

    +0.85%

  • DAX

    -1.6200

    24669.6

    -0.01%

  • Goldpreis

    -47.6000

    4048.7

    -1.18%

  • MDAX

    -11.5000

    31577.15

    -0.04%

  • EUR/USD

    0.0016

    1.1406

    +0.14%

US-Bündnisparter reagieren irritiert auf Trumps Aussagen zur Nato
US-Bündnisparter reagieren irritiert auf Trumps Aussagen zur Nato / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

US-Bündnisparter reagieren irritiert auf Trumps Aussagen zur Nato

Die Bündnispartner der USA haben irritiert auf die neuerliche Kritik an der Nato durch US-Präsident Donald Trump reagiert. "Wir sind stärker als je zuvor", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag und fügte hinzu: "Wir sollten all das nicht infrage stellen, sondern auf unseren Erfolgen aufbauen." Der französische Präsident Emmanuel Macron warf Trump ein "Aushöhlen" der Militärallianz vor.

Textgröße:

Wadephul zeigte sich beunruhigt über Trumps Aussagen zu einem möglichen Austritt der USA aus der Nato. "Natürlich besorgen mich solche Aussagen", sagte er. "Die Nato ist für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland genau wie für die Sicherheit aller Bündnispartner von enormer Wichtigkeit."

Am Mittwoch hatte die britische Zeitung "Telegraph" ein Interview mit Trump veröffentlicht, in dem der US-Präsident die Nato als "Papiertiger" bezeichnete. Trump und sein Außenminister Marco Rubio kündigten zudem an, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach Beendigung des Iran-Kriegs zu überdenken.

Macron argumentierte während eines Besuchs in Südkorea am Donnerstag, der Wert der Nato basiere auf dem Vertrauen der Mitgliedstaaten. "Wenn man jeden Tag Zweifel an seinem Engagement nährt, dann höhlt man die Substanz aus", betonte er. Wer ein Bündnis eingehe, müsse seinen Verpflichtungen gerecht werden, sagte Macron. "Man kann nicht jeden Tag das Gegenteil dessen sagen, was man am Vortag gesagt hat", mahnte er. Es wäre sinnvoller, weniger zu reden und sich stattdessen für einen gerechten Frieden einzusetzen.

Trumps und Rubios Aussagen hatten erneut Zweifel an der Bündnistreue der US-Regierung genährt. Ein europäischer Nato-Diplomat sagte der Nachrichtenagentur AFP, es werde "jeden Tag ernster". Der ehemalige US-Botschafter bei der Nato, Ivo Daalder, sprach von der "schwersten Krise, mit der die Nato je konfrontiert wurde".

Wadephul zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass ein Nato-Austritt der USA abzuwenden sei. "Ich denke, dass unser klares Bekenntnis und unser entschiedenes Eintreten für das Bündnis die USA davon überzeugen werden, diese Erfolgsstory gemeinsam weiterzuschreiben", sagte er den Funke-Zeitungen. Es sei nicht im Interesse der USA, diese aus Gemeinsamkeit wachsende Stärke aufzugeben. Zudem wäre ein Austritt nicht nur die Entscheidung des US-Präsidenten, sagte Wadephul. "Er bräuchte dafür die Zustimmung mindestens im Senat."

Paull Wyatt vom britischen Verteidigungsministerium bezeichnete Europa als "die Ostflanke der USA". Es sei für die USA und Europa "grundlegend, dass wir weiter in euro-atlantischen Kategorien denken", sagte er bei einer Veranstaltung in Paris. Die Nato stehe "eindeutig" auch für die Sicherheit der Vereinigten Staaten.

Wadephul stellte erneut einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung der Seehandelswege in der Golfregion und im Nahen Osten in Aussicht. "Natürlich sind wir prinzipiell bereit, uns an einer Absicherung der Seewege zu beteiligen", sagte er. Die Bundesregierung hat allerdings wiederholt klar gemacht, dass dazu erst die Kampfhandlungen um den Iran beendet sein müssten.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und die Niederlande hatten sich Mitte März bereit erklärt, mit "geeigneten Maßnahmen" eine sichere Durchfahrt durch die Meerenge zu gewährleisten. Später schlossen sich zahlreiche weitere Staaten an, darunter die seit Wochen vom Iran attackierten Golfstaaten Vereinigte Arabische Emirate und Bahrain.

Macron erteilte einem Militäreinsatz zur Befreiung der vom Iran blockierten Straße von Hormus erneut eine Absage. Ein solches Vorhaben sei "unrealistisch" und würde "unendlich lange dauern", sagte der französische Präsident. Eine Öffnung der Meerenge könne "nur im Einvernehmen mit dem Iran geschehen".

Normalerweise wird etwa ein Fünftel des weltweiten Rohöls und Flüssigerdgases durch die Straße von Hormus transportiert. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist der Schiffsverkehr durch die Meerenge aber weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Blockade durch die iranische Seite hat zu einem dramatischen Anstieg der Erdölpreise geführt.

(P.Werner--BBZ)