Berliner Boersenzeitung - US-Teilblockade der Straße von Hormus: Trump droht mit Zerstörung iranischer Boote

EUR -
AED 4.332827
AFN 75.506935
ALL 95.708935
AMD 441.469974
ANG 2.111708
AOA 1081.877662
ARS 1611.349391
AUD 1.651805
AWG 2.117744
AZN 2.007301
BAM 1.957013
BBD 2.377444
BDT 145.160001
BGN 1.968029
BHD 0.444927
BIF 3558.891463
BMD 1.179801
BND 1.501124
BOB 8.157057
BRL 5.880014
BSD 1.180417
BTN 109.862184
BWP 15.816739
BYN 3.353979
BYR 23124.10916
BZD 2.374062
CAD 1.62451
CDF 2725.341259
CHF 0.92131
CLF 0.026583
CLP 1046.223864
CNY 8.043474
CNH 8.038754
COP 4240.489699
CRC 543.434631
CUC 1.179801
CUP 31.264739
CVE 110.332472
CZK 24.336234
DJF 210.197652
DKK 7.472939
DOP 70.353322
DZD 155.930836
EGP 61.914209
ERN 17.697022
ETB 184.310193
FJD 2.593616
FKP 0.876694
GBP 0.869219
GEL 3.167747
GGP 0.876694
GHS 13.042976
GIP 0.876694
GMD 86.711708
GNF 10357.333853
GTQ 9.024519
GYD 246.963119
HKD 9.246989
HNL 31.352306
HRK 7.535162
HTG 154.63522
HUF 363.302761
IDR 20219.673857
ILS 3.557538
IMP 0.876694
INR 110.170451
IQD 1546.358757
IRR 1552766.232829
ISK 143.815074
JEP 0.876694
JMD 186.394777
JOD 0.836455
JPY 187.458502
KES 152.607804
KGS 103.173256
KHR 4735.916241
KMF 493.156757
KPW 1061.790688
KRW 1739.021509
KWD 0.364842
KYD 0.98371
KZT 560.837725
LAK 25936.080608
LBP 105705.438341
LKR 372.480942
LRD 217.603071
LSL 19.329585
LTL 3.483647
LVL 0.71365
LYD 7.477541
MAD 10.91877
MDL 20.214533
MGA 4881.005583
MKD 61.658596
MMK 2477.437583
MNT 4218.457946
MOP 9.524446
MRU 46.909687
MUR 54.565766
MVR 18.239444
MWK 2046.860398
MXN 20.354531
MYR 4.660233
MZN 75.454216
NAD 19.329585
NGN 1595.387122
NIO 43.437668
NOK 11.131438
NPR 175.78024
NZD 1.997622
OMR 0.453639
PAB 1.180437
PEN 3.981168
PGK 5.193176
PHP 70.816367
PKR 329.243639
PLN 4.238596
PYG 7552.586649
QAR 4.303332
RON 5.091431
RSD 117.402069
RUB 88.929388
RWF 1728.664462
SAR 4.426568
SBD 9.495644
SCR 16.692388
SDG 709.060724
SEK 10.829929
SGD 1.499663
SHP 0.880841
SLE 29.082169
SLL 24739.842774
SOS 674.615409
SRD 44.159673
STD 24419.508787
STN 24.514992
SVC 10.328404
SYP 130.522854
SZL 19.323899
THB 37.717932
TJS 11.178478
TMT 4.135204
TND 3.427496
TOP 2.840679
TRY 52.793988
TTD 8.020973
TWD 37.297008
TZS 3068.925606
UAH 51.362828
UGX 4379.715464
USD 1.179801
UYU 47.499047
UZS 14335.888382
VES 562.799347
VND 31062.993371
VUV 140.790556
WST 3.255472
XAF 656.361168
XAG 0.014837
XAU 0.000245
XCD 3.188473
XCG 2.127419
XDR 0.816303
XOF 656.355602
XPF 119.331742
YER 281.41212
ZAR 19.275247
ZMK 10619.624149
ZMW 22.57471
ZWL 379.895598
  • Euro STOXX 50

    -11.9000

    5972.61

    -0.2%

  • MDAX

    236.2000

    30771.14

    +0.77%

  • TecDAX

    39.5200

    3587.79

    +1.1%

  • SDAX

    235.8700

    17918.14

    +1.32%

  • Goldpreis

    -19.7000

    4830.4

    -0.41%

  • DAX

    6.9800

    24051.2

    +0.03%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1794

    -0.03%

US-Teilblockade der Straße von Hormus: Trump droht mit Zerstörung iranischer Boote
US-Teilblockade der Straße von Hormus: Trump droht mit Zerstörung iranischer Boote / Foto: - - AFP

US-Teilblockade der Straße von Hormus: Trump droht mit Zerstörung iranischer Boote

US-Präsident Donald Trump hat nach den vorerst gescheiterten Verhandlungen mit Teheran den Beginn einer Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus verkündet und mit Angriffen auf iranische Schnellboote gedroht. "Wenn sich eines dieser Schiffe unserer Blockade auch nur nähert, wird es sofort eliminiert", erklärte Trump am Montag. Der Iran warf den USA "Piraterie" vor und drohte seinerseits mit Angriffen auf Häfen in der Region. Zahlreiche Länder riefen zu weiteren Verhandlungen über ein Kriegsende auf.

Textgröße:

Mehr als 15 US-Kriegsschiffe beteiligten sich nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters in Washington an der Blockade. Trump hatte die Maßnahme nach dem Scheitern der direkten Verhandlungen mit dem Iran am Wochenende in Pakistan angekündigt. Als Grund nannte der US-Präsident Teherans Weigerung, Zugeständnisse beim iranischen Atomprogramm zu machen.

Das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom hatte erklärt, die Armee werde von Montagnachmittag an allen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus untersagen, "die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen". Freie Durchfahrt soll es dagegen für alle anderen Schiffe geben, etwa Öltanker. Die Teil-Blockade gilt nach Centcom-Angaben für alle iranischen Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman.

Die iranische Militärführung verurteilte das Vorgehen der USA sei "illegal" und "ein Beispiel für Piraterie". "Wenn die Sicherheit der Häfen der Islamischen Republik im Persischen Golf und im Arabischen Meer gefährdet ist, ist kein Hafen im Persischen Golf und im Arabischen Meer mehr sicher", drohte die Kommandozentrale der iranischen Armee, Chatam Al-Anbija.

Der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez, kritisierte jegliche Blockaden der wichtigen Schifffahrtsroute als illegal. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bekräftigte, die Europäische Union lehne "weiterhin jede Regelung ab, die darauf abzielt, die freie und sichere Durchfahrt durch die Straße einzuschränken".

China, Rivale der USA und wichtiger Importeur iranischen Öls, kritisierte das Vorgehen der USA ebenfalls und verlangte eine "ungehinderte" Durchfahrt durch die strategisch wichtige Meerenge. China hatte nach Trumps Angaben mitgeholfen, den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen. Die Öffnung der Straße von Hormus war eine der Bedingungen für die derzeit geltende zweiwöchige Waffenruhe.

Russland, wichtigster internationaler Verbündeter des Iran, kündigte an, Außenminister Sergej Lawrow werde am Dienstag und Mittwoch zu Gesprächen mit seinem chinesischen Kollegen Wang Ji nach Peking reisen.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Die US-Denkfabrik The Soufan Center erklärte, Trumps ziele mit seiner Teil-Blockade vermutlich darauf ab, "dem Iran Exporteinnahmen zu entziehen und die wichtigsten Ölkunden des Iran, insbesondere China, dazu zu bewegen, Teheran dazu zu drängen, die Blockade der Meerenge aufzugeben".

Frankreich und Großbritannien kündigten unterdessen an, den Aufbau einer internationalen Mission zur Absicherung der Meerenge vorantreiben zu wollen. In den kommenden Tagen solle dazu eine Konferenz in Paris stattfinden, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. "Diese strikt defensive und von den Konfliktparteien getrennte Mission soll eingesetzt werden, sobald es die Lage zulässt", betonte Macron.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, Deutschland sei nach dem Ende der Kampfhandlungen bereit, einen Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten, wenn die "nötigen Voraussetzungen" gegeben seien. Regierungssprecher Stefan Kornelius hatte zuvor betont, nötig seien ein internationales Mandat, ein Mandat des Bundestages "und ein klares Ziel".

Merz bekräftigte zudem, dass die Bundesregierung die diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende "nachdrücklich" unterstütze. Die USA und der Iran hatten am Wochenende bei den Friedensverhandlungen unter Vermittlung Pakistans keine Einigung erzielt.

Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif sagte am Montag, es werde weiterhin "mit aller Kraft daran gearbeitet", die noch offenen Streitpunkte zwischen Washington und Teheran beizulegen. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran "hält weiterhin", fügte er hinzu. Katar und die südostasiatischen Asean-Staaten forderten die Konfliktparteien zu weiteren Friedensverhandlungen auf.

Nach Angaben Trumps bekundete der Iran am Montag seine Bereitschaft für ein Friedensabkommen mit den USA. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden", sagte Trump im Weißen Haus. "Sie möchten ein Abkommen schließen. Unbedingt, unbedingt." Weitere Angaben zu den iranischen Vertretern, die nach seiner Aussage die USA kontaktiert haben, machte er nicht.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi machte derweil Washington für das Scheitern der Gespräche am Wochenende verantwortlich und kritisierte die "überzogenen Forderungen" der USA.

(L.Kaufmann--BBZ)