Berliner Boersenzeitung - Tödlicher Angriff auf französische UN-Soldaten im Libanon international verurteilt

EUR -
AED 4.32281
AFN 75.88519
ALL 95.82752
AMD 441.878635
ANG 2.106831
AOA 1080.556664
ARS 1606.394479
AUD 1.645421
AWG 2.120209
AZN 1.995569
BAM 1.958381
BBD 2.378645
BDT 145.201373
BGN 1.963483
BHD 0.444049
BIF 3511.71789
BMD 1.177076
BND 1.503019
BOB 8.160756
BRL 5.923162
BSD 1.181072
BTN 109.594513
BWP 15.846087
BYN 3.354421
BYR 23070.696807
BZD 2.375251
CAD 1.611518
CDF 2719.046067
CHF 0.92
CLF 0.026468
CLP 1041.700931
CNY 8.025013
CNH 8.025536
COP 4236.403784
CRC 538.621334
CUC 1.177076
CUP 31.192524
CVE 110.41005
CZK 24.310198
DJF 210.308076
DKK 7.47789
DOP 70.804522
DZD 155.678472
EGP 60.919469
ERN 17.656146
ETB 184.404542
FJD 2.619289
FKP 0.870612
GBP 0.871749
GEL 3.180761
GGP 0.870612
GHS 13.050144
GIP 0.870612
GMD 86.517024
GNF 10362.053164
GTQ 9.031827
GYD 247.084604
HKD 9.220386
HNL 31.379357
HRK 7.53776
HTG 154.657778
HUF 362.807302
IDR 20170.321783
ILS 3.533642
IMP 0.870612
INR 109.715873
IQD 1547.139104
IRR 1555506.419657
ISK 143.697056
JEP 0.870612
JMD 186.726896
JOD 0.834546
JPY 187.063921
KES 152.019183
KGS 102.935633
KHR 4724.347022
KMF 492.017731
KPW 1059.367183
KRW 1731.656096
KWD 0.363023
KYD 0.984197
KZT 553.76986
LAK 26053.571421
LBP 105759.088777
LKR 373.312019
LRD 217.304558
LSL 19.355054
LTL 3.4756
LVL 0.712001
LYD 7.467874
MAD 10.896461
MDL 20.299599
MGA 4898.518593
MKD 61.669651
MMK 2471.57698
MNT 4207.077454
MOP 9.526556
MRU 47.206019
MUR 54.628425
MVR 18.197589
MWK 2047.92523
MXN 20.431751
MYR 4.654176
MZN 75.27995
NAD 19.357112
NGN 1585.439634
NIO 43.45894
NOK 10.998249
NPR 175.353113
NZD 2.003649
OMR 0.452474
PAB 1.181057
PEN 4.063155
PGK 5.119944
PHP 70.431572
PKR 329.295505
PLN 4.23783
PYG 7523.948403
QAR 4.305638
RON 5.102155
RSD 117.435984
RUB 88.687831
RWF 1725.681751
SAR 4.415144
SBD 9.458571
SCR 17.531851
SDG 707.42251
SEK 10.789717
SGD 1.496947
SHP 0.878806
SLE 28.985498
SLL 24682.69838
SOS 674.992496
SRD 44.382782
STD 24363.104304
STN 24.533272
SVC 10.33362
SYP 130.121774
SZL 19.351752
THB 37.752962
TJS 11.136783
TMT 4.125653
TND 3.427588
TOP 2.834118
TRY 52.827426
TTD 8.021572
TWD 37.077669
TZS 3060.898808
UAH 51.993689
UGX 4373.745948
USD 1.177076
UYU 46.981522
UZS 14331.889199
VES 564.592974
VND 30994.186376
VUV 137.64411
WST 3.195983
XAF 656.825475
XAG 0.014804
XAU 0.000245
XCD 3.181108
XCG 2.128505
XDR 0.816887
XOF 656.825475
XPF 119.331742
YER 280.847413
ZAR 19.305116
ZMK 10595.097195
ZMW 22.4689
ZWL 379.01811
  • DAX

    -335.6700

    24366.57

    -1.38%

  • Goldpreis

    -70.3000

    4809.3

    -1.46%

  • TecDAX

    -56.9200

    3708.6

    -1.53%

  • Euro STOXX 50

    -85.1900

    5972.52

    -1.43%

  • MDAX

    -490.0700

    31462.03

    -1.56%

  • SDAX

    -179.6300

    18089.16

    -0.99%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1777

    +0.08%

Tödlicher Angriff auf französische UN-Soldaten im Libanon international verurteilt
Tödlicher Angriff auf französische UN-Soldaten im Libanon international verurteilt / Foto: MAHMOUD ZAYYAT - AFP

Tödlicher Angriff auf französische UN-Soldaten im Libanon international verurteilt

Der tödliche Angriff auf französische Blauhelmsoldaten im Süden des Libanon während der derzeitigen Waffenruhe hat international Empörung ausgelöst. Die Bundesregierung verurteilte den Angriff vom Samstag "aufs Schärfste". Frankreich machte die pro-iranische Hisbollah für den Angriff verantwortlich. Die schiitische Miliz, die eine Waffenruhe mit Israel ablehnt, wies jegliche Verantwortung von sich. Bei neuen Kämpfen im Südlibanon wurde derweil am Sonntag ein weiterer israelischer Soldat getötet.

Textgröße:

Der französische Soldat der UN-Mission Unifil war einen Tag nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel im Süden des Libanon getötet worden. Drei weitere französische Blauhelmsoldaten wurden nach Angaben des französischen Außenministeriums bei dem Angriff auf die Unifil-Patrouille verletzt, zwei von ihnen schwer.

Es deute alles darauf hin, dass die Hisbollah "für diesen Angriff verantwortlich ist", erklärte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Samstag im Onlinedienst X. Er forderte die libanesischen Behörden auf, "die Täter unverzüglich festzunehmen und gemeinsam mit der Unifil ihre Verantwortung wahrzunehmen". Die französische Verteidigungsministerin Catherine Vautrin sprach auf X von einem "Hinterhalt". Ihr zufolge wurde der Franzose "durch einen direkten Schuss aus einer Handfeuerwaffe" getötet.

Libanons Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff und sicherte eine Verfolgung der Verantwortlichen zu. Regierungschef Nawaf Salam erklärte, er habe eine sofortige Untersuchung angeordnet, "um die Umstände dieser Attacke aufzuklären und die Angreifer zur Verantwortung zu ziehen". Der libanesischen Armee zufolge kam es bei dem Vorfall zu einem "Schusswechsel mit Kämpfern".

Die Unifil sprach von einem "vorsätzlichen" Angriff. Die UN-Mission erklärte, der Beschuss sei ersten Erkenntnissen zufolge "von nichtstaatlichen Akteuren" ausgegangen. Dabei handele es sich "mutmaßlich" um Hisbollah-Kämpfer.

"Die Verantwortlichen für den Angriff müssen zur Rechenschaft gezogen werden", forderte das Auswärtige Amt am Samstag auf X. Die Sicherheit der UN-Blauhelme müsse gewährleistet werden. Zugleich bekräftigte das Auswärtige Amt die Forderung, dass die Hisbollah im Libanon ihre Waffen niederlegen müsse. Auch UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff auf das Schärfste.

In der Nacht zu Freitag war eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten. Libanons Präsident Aoun sagte am Freitag, direkte Verhandlungen mit Israel seien "kein Zeichen der Schwäche". Vielmehr habe Beirut die Entscheidungsgewalt im Land zum ersten Mal in fast einem halben Jahrhundert wieder an sich gezogen, sagte Aoun mit Blick auf die Hisbollah.

Die vom Iran finanzierte und im Libanon einflussreiche Miliz hatte nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar Raketenangriffe auf Israel gestartet - und den Libanon damit in den Krieg der USA und Israels gegen den Iran hineingezogen. In einer Erklärung wies die Hisbollah aber jegliche "Verbindung zu dem Angriff" gegen die Unifil zurück und warnte vor voreiligen Schlüssen vor Abschluss der Untersuchungen.

Die Miliz, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, prangerte zudem die mit Israel vereinbarte Waffenruhe und die geplanten direkten Gespräche an. Hisbollah-Chef Naim Kassem lehnte die Feuerpause am Samstag in einer Erklärung als einseitig und als "Beleidigung unseres Landes" ab.

Libanons Präsident Aoun und Regierungschef Salam bereiteten unterdessen am Samstag Verhandlungen mit Israel vor. Sie hätten über die "laufenden Bemühungen zur Festigung" der Waffenruhe und "die Verhandlungsbereitschaft des Libanon" gegenüber Israel gesprochen, erklärte der Präsidentenpalast.

Bei Kämpfen im Süden des Libanon wurde am Sonntag nach israelischen Angaben ein israelischer Soldat getötet. Der 31-Jährige ist der zweite israelische Soldat, der seit Inkrafttreten der Waffenruhe getötet wurde. In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv beteiligten sich unterdessen zahlreiche Menschen an einer Anti-Kriegs-Demonstration.

Die libanesische Armee teilte am Sonntag mit, dass sie eine zuvor bei israelischen Angriffen beschädigte Straße sowie eine Brücke im Süden des Landes wieder geöffnet habe. Die Straße zwischen Nabatijeh und dem Gebiet Chardali ist demnach wieder vollständig offen, auch seien Teile der Brücke Burdsch Rahal-Tyros über den Litani-Fluss wieder zugänglich. Auch Instandsetzungsarbeiten an einer weiteren Brücke seien im Gange.

Der Fluss Litani spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den israelischen Bemühungen, die Hisbollah zurückzudrängen. Die libanesische Regierung hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen.

(O.Joost--BBZ)