Berliner Boersenzeitung - Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf Stabilität in Nahost und am Golf

EUR -
AED 4.184217
AFN 71.778596
ALL 94.26058
AMD 418.558169
ANG 2.039871
AOA 1044.771654
ARS 1684.037898
AUD 1.652409
AWG 2.052229
AZN 1.941395
BAM 1.955605
BBD 2.29677
BDT 140.265982
BGN 1.926481
BHD 0.429957
BIF 3386.861518
BMD 1.139336
BND 1.475553
BOB 7.880212
BRL 5.89839
BSD 1.140386
BTN 107.036303
BWP 15.497451
BYN 3.307369
BYR 22330.988246
BZD 2.293471
CAD 1.616661
CDF 2583.449152
CHF 0.922361
CLF 0.026741
CLP 1051.03496
CNY 7.745378
CNH 7.752824
COP 3917.408495
CRC 517.748256
CUC 1.139336
CUP 30.192408
CVE 110.253981
CZK 24.27816
DJF 203.069705
DKK 7.480658
DOP 67.003304
DZD 152.015808
EGP 56.43136
ERN 17.090042
ETB 183.850126
FJD 2.581854
FKP 0.861788
GBP 0.863068
GEL 3.01359
GGP 0.861788
GHS 12.857715
GIP 0.861788
GMD 83.171943
GNF 9992.001402
GTQ 8.700131
GYD 238.656149
HKD 8.935301
HNL 30.511951
HRK 7.539903
HTG 149.045104
HUF 354.163079
IDR 20349.226973
ILS 3.420345
IMP 0.861788
INR 107.508332
IQD 1493.850705
IRR 1566872.020062
ISK 144.115067
JEP 0.861788
JMD 179.602051
JOD 0.807834
JPY 184.293362
KES 147.565252
KGS 99.635383
KHR 4577.542521
KMF 494.472282
KPW 1025.40292
KRW 1749.211811
KWD 0.35275
KYD 0.950305
KZT 553.304703
LAK 25030.498458
LBP 102119.294221
LKR 383.321691
LRD 207.719241
LSL 18.745127
LTL 3.364164
LVL 0.689173
LYD 7.320268
MAD 10.693231
MDL 20.218979
MGA 4823.517939
MKD 61.628841
MMK 2391.906346
MNT 4077.580531
MOP 9.211779
MRU 45.511452
MUR 53.834064
MVR 17.603174
MWK 1977.402379
MXN 19.943172
MYR 4.65765
MZN 72.807828
NAD 18.745127
NGN 1567.875065
NIO 41.965806
NOK 11.31707
NPR 171.257885
NZD 2.017953
OMR 0.438079
PAB 1.140386
PEN 3.888611
PGK 5.0045
PHP 69.855021
PKR 317.362483
PLN 4.291823
PYG 6960.304389
QAR 4.156785
RON 5.244483
RSD 117.36827
RUB 89.906115
RWF 1670.033097
SAR 4.282472
SBD 9.173881
SCR 16.016599
SDG 683.602068
SEK 11.094411
SGD 1.474533
SHP 0.850629
SLE 28.259714
SLL 23891.313258
SOS 651.734866
SRD 42.70578
STD 23581.957684
STN 24.497552
SVC 9.978003
SYP 125.933213
SZL 18.734128
THB 38.028805
TJS 10.554045
TMT 3.987676
TND 3.379962
TOP 2.743248
TRY 53.039861
TTD 7.750225
TWD 36.299026
TZS 2999.100271
UAH 51.186584
UGX 4185.581694
USD 1.139336
UYU 45.775425
UZS 13697.631062
VES 707.246307
VND 29964.540351
VUV 136.297015
WST 3.167398
XAF 655.89145
XAG 0.019435
XAU 0.00028
XCD 3.079113
XCG 2.055195
XDR 0.815718
XOF 655.89145
XPF 119.331742
YER 271.874128
ZAR 19.354809
ZMK 10255.396502
ZMW 20.541947
ZWL 366.865771
  • Goldpreis

    48.7000

    4096.3

    +1.19%

  • Euro STOXX 50

    -45.9800

    6221.55

    -0.74%

  • DAX

    -323.6100

    24671.22

    -1.31%

  • SDAX

    -86.7100

    17767.77

    -0.49%

  • TecDAX

    -32.5600

    3860.16

    -0.84%

  • MDAX

    -383.9900

    31588.65

    -1.22%

  • EUR/USD

    0.0013

    1.139

    +0.11%

Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf Stabilität in Nahost und am Golf
Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf Stabilität in Nahost und am Golf / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

Gipfeltreffen in Zypern: EU-Staaten hoffen auf Stabilität in Nahost und am Golf

Staats- und Regierungschef aus Europa und dem Nahen Osten haben bei ihrem Gipfeltreffen in Zypern auf eine dauerhafte Waffenruhe im Iran und im Libanon sowie eine rasche Öffnung der Straße von Hormus gedrungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte dem Iran eine Lockerung der Sanktionen gegen das Land in Aussicht, sollte eine "umfassende Verständigung" mit den USA zustandekommen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun rief die Europäer zur Hilfe auf.

Textgröße:

Merz nannte Bedingungen für eine Lockerung der Sanktionen: "Es muss jetzt eine schnelle, klare Verständigung für eine freie Schifffahrt in der Straße von Hormus geben", sagte Merz. "Wir brauchen zweitens ein definitives Ende des iranischen Nuklearprogramms. Und schließlich drittens, Israel darf nicht mehr bedroht werden", fügte er hinzu. "Aber da sind wir noch nicht", räumte der Kanzler ein.

"Es ist zu früh, um über eine Lockerung der Sanktionen zu sprechen", sagte Ratspräsident António Costa. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, ein solcher Schritt müsse an eine "Veränderung im Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung" geknüpft sein.

Die Europäer sind selbst nicht an möglichen Verhandlungen zwischen Washington und Teheran beteiligt, diese finden unter der Vermittlung Pakistans statt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi reist nach Angaben von Staatsmedien am Freitag nach Pakistan, es war jedoch noch unklar, wen er dort treffen sollte.

Für die EU geht es vor allem um die Energiepreise für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen, die durch die Blockade der Straße von Hormus in die Höhe getrieben werden. Kurzfristige Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise wurden in Zypern nicht beschlossen. Die EU-Kommission hat die 27 Staaten aber ermahnt, Hilfen wie den deutschen Tankrabatt besser untereinander abzustimmen.

Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bekräftigten ihre Bereitschaft, sich nach Ende des Krieges an einer Sicherung der Straße von Hormus zu beteiligen. "Es liegt in unser aller Interesse, dass so schnell wie möglich wieder Stabilität einkehrt und die Volkswirtschaften der Welt zur Ruhe kommen", sagte Macron.

Neben den Europäern waren Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, der libanesische Staatschef Joseph Aoun, Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa, der jordanische Kronprinz Hussein bin Abdullah sowie der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrates, Dschassim Mohammed al-Budaiwi, nach Zypern gereist.

Bei ihrem Treffen mit den EU-Vertretern ging es auch um die Lage im Libanon, wo es trotz einer Waffenruhe immer wieder zu Kämpfen zwischen der israelischen Armee und der pro-iranischen Hisbollah-Miliz kommt. Präsident Aoun rief die Europäer auf, sein Land zu unterstützen. Die Stabilität des Libanon sei entscheidend für die Stabilität der gesamten Region, sagte er in Zypern.

Macron, der niederländische Regierungschef Rob Jetten sowie Zyperns Präsident Nikos Christodoulides sprachen ihm ihre Unterstützung aus. Sie sprachen sich dafür aus, die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der EU wieder aufzunehmen.

Der syrische Übergangspräsident al-Scharaa sagte, sein Land wolle ein "strategischer Partner" der EU werden, "der die Stabilität unserer Region gewährleistet". Die EU hat ihn für den 11. Mai zu Gesprächen nach Brüssel eingeladen.

Gastgeber Zypern war vom Iran-Krieg bereits direkt betroffen: Kurz nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar schlug eine iranische Drohne auf einer britischen Militärbasis auf der Insel ein. Zypern liegt rund 300 Kilometer von der libanesischen Küste entfernt.

Neben dem Nahen Osten stand beim Gipfeltreffen am Freitag zunächst der nächste mehrjährige EU-Haushalt auf der Tagesordnung. Kanzler Merz erteilte einem höheren Budget sowie neuen Gemeinschaftsschulden eine Absage und will stattdessen bisherige Ausgaben kürzen. Bei anderen Staaten stößt dies auf Widerstand. Eine Entscheidung wird aber erst in mehreren Monaten oder im kommenden Jahr erwartet.

Am Donnerstag hatten sich die Staats- und Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen. Dieser drängt auf einen baldigen EU-Beitritt seines Landes, mehrere Staats- und Regierungschef erteilten ihm jedoch eine Absage. Merz sprach sich dafür aus, die Ukraine ohne Stimmrecht in die Sitzungen des Rates der 27 Mitgliedstaaten einzubinden - Selenskyj dürfte das kaum ausreichen.

(K.Lüdke--BBZ)