Berliner Boersenzeitung - Trump erwägt Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland - Merz beschwört Gemeinsamkeiten

EUR -
AED 4.172583
AFN 72.714994
ALL 94.095258
AMD 416.93039
ANG 2.034203
AOA 1042.439173
ARS 1678.393563
AUD 1.646838
AWG 2.045106
AZN 1.932124
BAM 1.95366
BBD 2.282559
BDT 139.397284
BGN 1.921128
BHD 0.428303
BIF 3385.787417
BMD 1.13617
BND 1.47037
BOB 7.831145
BRL 5.903087
BSD 1.133338
BTN 106.927973
BWP 15.464853
BYN 3.22531
BYR 22268.937374
BZD 2.279363
CAD 1.613407
CDF 2579.106417
CHF 0.921088
CLF 0.026568
CLP 1045.651444
CNY 7.715164
CNH 7.728059
COP 3916.992467
CRC 515.823542
CUC 1.13617
CUP 30.108512
CVE 110.140459
CZK 24.263314
DJF 201.818011
DKK 7.474359
DOP 66.785364
DZD 151.644677
EGP 56.259632
ERN 17.042554
ETB 180.253457
FJD 2.574679
FKP 0.863433
GBP 0.861405
GEL 2.999465
GGP 0.863433
GHS 12.746587
GIP 0.863433
GMD 82.364658
GNF 9930.989042
GTQ 8.646261
GYD 237.121874
HKD 8.907746
HNL 30.35879
HRK 7.533145
HTG 148.124464
HUF 354.06242
IDR 20476.060681
ILS 3.389111
IMP 0.863433
INR 107.255213
IQD 1488.383059
IRR 1562290.935301
ISK 143.997977
JEP 0.863433
JMD 178.622739
JOD 0.805514
JPY 183.844277
KES 147.167707
KGS 99.358247
KHR 4556.042688
KMF 493.097649
KPW 1022.553644
KRW 1756.627155
KWD 0.351815
KYD 0.944449
KZT 549.268583
LAK 25069.596973
LBP 101492.423899
LKR 381.944839
LRD 206.260402
LSL 18.848876
LTL 3.354815
LVL 0.687258
LYD 7.277995
MAD 10.697607
MDL 20.116607
MGA 4831.642929
MKD 61.621185
MMK 2385.4291
MNT 4071.833326
MOP 9.152312
MRU 45.526079
MUR 54.75243
MVR 17.553721
MWK 1973.527785
MXN 19.891724
MYR 4.680112
MZN 72.597053
NAD 18.849181
NGN 1562.427472
NIO 41.594972
NOK 11.221204
NPR 171.083805
NZD 2.013504
OMR 0.436864
PAB 1.133318
PEN 3.887952
PGK 4.973595
PHP 69.722796
PKR 315.39418
PLN 4.2841
PYG 6925.382454
QAR 4.141347
RON 5.232743
RSD 117.37322
RUB 85.441876
RWF 1665.460754
SAR 4.266307
SBD 9.148389
SCR 15.044871
SDG 681.702207
SEK 11.070417
SGD 1.473589
SHP 0.848266
SLE 28.174058
SLL 23824.926728
SOS 647.684732
SRD 42.401842
STD 23516.430757
STN 24.473404
SVC 9.916961
SYP 125.583284
SZL 18.765698
THB 37.928752
TJS 10.477437
TMT 3.976596
TND 3.337505
TOP 2.735626
TRY 52.962799
TTD 7.697432
TWD 36.197931
TZS 2975.557203
UAH 50.960498
UGX 4193.258468
USD 1.13617
UYU 45.468786
UZS 13613.845773
VES 705.281089
VND 29904.001617
VUV 136.136759
WST 3.156026
XAF 655.218994
XAG 0.019775
XAU 0.000283
XCD 3.070557
XCG 2.042526
XDR 0.814896
XOF 655.227635
XPF 119.331742
YER 271.118684
ZAR 18.750127
ZMK 10226.89091
ZMW 20.456229
ZWL 365.846365
  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1362

    -0.13%

  • DAX

    254.4700

    24994.83

    +1.02%

  • SDAX

    -109.2300

    17854.48

    -0.61%

  • MDAX

    53.3900

    31972.64

    +0.17%

  • TecDAX

    9.7000

    3892.72

    +0.25%

  • Euro STOXX 50

    52.8300

    6267.53

    +0.84%

  • Goldpreis

    -39.8000

    4007.8

    -0.99%

Trump erwägt Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland - Merz beschwört Gemeinsamkeiten
Trump erwägt Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland - Merz beschwört Gemeinsamkeiten / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Trump erwägt Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland - Merz beschwört Gemeinsamkeiten

Nach einem Streit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland angedroht. "Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. Merz betonte daraufhin am Donnerstag die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den USA: Ihm liege "diese transatlantische Partnerschaft besonders am Herzen", sagte der Kanzler bei einem Heeresbesuch in Munster.

Textgröße:

Der Bundeskanzler hatte zuletzt mit Kritik am Iran-Krieg den Unmut des US-Präsidenten auf sich gezogen. Nach dem angedrohten US-Truppenabzug äußerte sich Merz nun diplomatisch: Zu allen Fragen des Iran-Kriegs stehe die Bundesrepublik "in einem engen und vertrauensvollen Kontakt mit unseren Partnern auch und gerade in Washington", bekräftigte der Kanzler. "Wir tun das im gemeinsamen transatlantischen Interesse, wir tun es mit gegenseitigem Respekt und fairer Lastenteilung."

Trump zufolge soll eine Entscheidung über die US-Truppenstärke in der Bundesrepublik "in Kürze getroffen werden". Während seiner beiden Amtszeiten hatte Trump als Teil seiner Kritik an der Nato bereits wiederholt damit gedroht, die Zahl der US-Soldaten in Deutschland und anderen europäischen Ländern drastisch zu verringern. Seit dem Iran-Krieg haben diese Drohungen gegenüber Verbündeten zugenommen.

Aktuell sind rund 35.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert - mehr als in jedem anderen europäischen Land. Die wichtigsten Standorte sind der Luftwaffenstützpunkt Ramstein und das US-Regionalkommando für Europa und Afrika in Stuttgart. Am Fliegerhorst Büchel lagern US-Atomwaffen. Trump hatte bereits 2020 in seiner ersten Amtszeit mit einem Teilabzug aus Deutschland gedroht, er wollte die Zahl der US-Soldaten auf 25.000 senken.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reagierte gelassen auf die Drohung des US-Präsidenten. Die USA hätten bereits früher unter Präsident Barack Obama deutlich gemacht, sich stärker auf den pazifischen Raum konzentrieren zu wollen, sagte Wadephul dem Sender RTL. "Das mag jetzt kommen. Das schauen wir uns in aller Ruhe gemeinsam miteinander an."

Eine Schließung wichtiger US-Standorte in Deutschland erwartet Wadephul nicht. "Die USA brauchen diese Standorte", sagte der Minister mit Verweis auf Ramstein, Landstuhl und Grafenwöhr. Diese Standorte dienten "unserer Sicherheit" ebenso wie der Sicherheit der Vereinigten Staaten. Der Truppenübungsplatz im bayerischen Grafenwöhr gilt als einer der größten in Europa. In Landstuhl ist das größte Militärkrankenhaus der USA außerhalb der Vereinigten Staaten.

Die EU-Kommission unterstützte die Bundesregierung: Es sei "Fakt, dass die Stationierung amerikanischer Truppen in Europa auch im Interesse der USA liegt", sagte eine Sprecherin der EU-Kommission am Donnerstag. Die USA seien zugleich ein "unverzichtbarer Partner für die Sicherheit und Verteidigung Europas".

Auslöser der aktuellen Spannungen zwischen Merz und Trump waren Bemerkung des Kanzlers zum Iran-Krieg am Montag: Mit Blick auf die Verhandlungsposition der USA hatte Merz gesagt, "da wird eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung". Zur Lage im Iran-Krieg sagte er zudem, "die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie".

Daraufhin hatte Trump den Kanzler scharf attackiert. "Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hält es für in Ordnung, wenn der Iran Atomwaffen hat. Er weiß nicht, wovon er spricht!" Trump hob hervor: "Kein Wunder, dass es Deutschland so schlecht geht, sowohl wirtschaftlich als auch in anderer Hinsicht!"

Am Mittwoch erneuerte Merz seine Kritik am Iran-Krieg. Der Krieg habe "unmittelbare Auswirkungen auf unsere Energieversorgung" und "massive Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit", sagte der Kanzler. "Insofern dränge ich darauf, dass dieser Konflikt beigelegt wird."

Der Streit zwischen Merz und Trump könnte eine Abkehr von dem früher demonstrativ freundschaftlichen Verhältnis zwischen den beiden Staatenlenkern bedeuten. Merz betonte am Mittwoch dennoch, sein persönliches Verhältnis zu Trump sei "unverändert gut".

Noch bei seinem jüngsten Treffen mit Trump im Weißen Haus Anfang März hatte der Bundeskanzler demonstrativ Gemeinsamkeiten mit Blick auf den Iran-Krieg betont. Deutschland und die USA seien sich völlig einig über "dieses schreckliche Regime" der Mullahs. Der US-Präsident nannte Merz bei dessen Besuch einen "Freund" und "exzellenten" Politiker, den er "in sehr interessanten Zeiten" treffe. In den Wochen danach ging Merz aber mehr und mehr auf Distanz zum Iran-Krieg, was wiederum zu Ärger bei Trump führte.

Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

(A.Berg--BBZ)