Berliner Boersenzeitung - Neuer Wehrdienst: Fragebogen-Verweigerer sollen laut Bericht Bußgeld zahlen

EUR -
AED 4.164208
AFN 72.00998
ALL 94.434546
AMD 416.141076
ANG 2.030119
AOA 1039.776155
ARS 1667.938109
AUD 1.643687
AWG 2.042418
AZN 1.933877
BAM 1.95548
BBD 2.283526
BDT 139.460253
BGN 1.917271
BHD 0.427643
BIF 3384.450624
BMD 1.133889
BND 1.472904
BOB 7.83496
BRL 5.896206
BSD 1.133814
BTN 107.293281
BWP 15.511804
BYN 3.195377
BYR 22224.23314
BZD 2.280297
CAD 1.61374
CDF 2572.795518
CHF 0.921444
CLF 0.026379
CLP 1038.200854
CNY 7.699673
CNH 7.72575
COP 3887.369882
CRC 516.13147
CUC 1.133889
CUP 30.04807
CVE 110.239668
CZK 24.240118
DJF 201.902302
DKK 7.475489
DOP 66.461176
DZD 151.406462
EGP 56.28398
ERN 17.008342
ETB 182.796329
FJD 2.549267
FKP 0.859712
GBP 0.861812
GEL 2.999178
GGP 0.859712
GHS 12.699314
GIP 0.859712
GMD 82.21178
GNF 9934.593302
GTQ 8.648585
GYD 237.167464
HKD 8.889982
HNL 30.338035
HRK 7.530042
HTG 148.250316
HUF 356.224942
IDR 20384.270736
ILS 3.384603
IMP 0.859712
INR 107.05889
IQD 1485.256947
IRR 1559154.682862
ISK 143.788626
JEP 0.859712
JMD 178.574715
JOD 0.803884
JPY 183.309674
KES 146.782103
KGS 99.158642
KHR 4555.39515
KMF 488.706469
KPW 1020.500898
KRW 1753.554359
KWD 0.350905
KYD 0.944866
KZT 551.776737
LAK 24887.695494
LBP 101546.616976
LKR 382.507405
LRD 206.520758
LSL 18.849715
LTL 3.348081
LVL 0.685878
LYD 7.291967
MAD 10.660238
MDL 20.080157
MGA 4736.37112
MKD 61.631002
MMK 2380.646135
MNT 4059.399525
MOP 9.157403
MRU 45.335381
MUR 54.664928
MVR 17.52989
MWK 1966.030288
MXN 19.977202
MYR 4.692041
MZN 72.455312
NAD 18.849715
NGN 1556.116226
NIO 41.724092
NOK 11.158895
NPR 171.664908
NZD 2.009745
OMR 0.435982
PAB 1.133849
PEN 3.845356
PGK 4.974318
PHP 69.676386
PKR 315.335197
PLN 4.287752
PYG 6915.990227
QAR 4.121935
RON 5.237447
RSD 117.371138
RUB 84.929041
RWF 1665.564163
SAR 4.257629
SBD 9.144864
SCR 15.480675
SDG 680.894475
SEK 11.085015
SGD 1.47222
SHP 0.846563
SLE 28.064139
SLL 23777.098891
SOS 647.99396
SRD 42.501591
STD 23469.222217
STN 24.495991
SVC 9.920595
SYP 125.331179
SZL 18.847497
THB 37.908763
TJS 10.527509
TMT 3.979952
TND 3.370448
TOP 2.730134
TRY 52.723308
TTD 7.687979
TWD 35.981737
TZS 2971.360693
UAH 50.894118
UGX 4183.315426
USD 1.133889
UYU 45.263391
UZS 13634.00936
VES 699.457025
VND 29860.978558
VUV 134.704289
WST 3.131396
XAF 655.869916
XAG 0.01913
XAU 0.000281
XCD 3.064393
XCG 2.043429
XDR 0.81296
XOF 655.861241
XPF 119.331742
YER 270.603134
ZAR 18.836341
ZMK 10206.36389
ZMW 20.437286
ZWL 365.111939
  • DAX

    -153.2200

    24740.36

    -0.62%

  • SDAX

    -193.2900

    17963.71

    -1.08%

  • TecDAX

    -20.8400

    3883.02

    -0.54%

  • Euro STOXX 50

    -15.8500

    6214.7

    -0.26%

  • Goldpreis

    -118.7000

    4030.7

    -2.94%

  • MDAX

    -209.8500

    31919.25

    -0.66%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1352

    -0.32%

Neuer Wehrdienst: Fragebogen-Verweigerer sollen laut Bericht Bußgeld zahlen
Neuer Wehrdienst: Fragebogen-Verweigerer sollen laut Bericht Bußgeld zahlen / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Neuer Wehrdienst: Fragebogen-Verweigerer sollen laut Bericht Bußgeld zahlen

Junge Männer, die den verpflichtenden Fragebogen zum neuen Wehrdienst nicht beantworten, sollen nach "Spiegel"-Informationen mit einem Bußgeld von 250 Euro belegt werden. Die Sanktion werde erst verhängt, wenn junge Männer mehrere Fristen verstreichen lassen und Mahnungen, den Online-Fragebogen auszufüllen, ignorieren, berichtet das Magazin in seiner neuen Ausgabe. Die Linke forderte von der Bundesregierung, auf die Bußgelder zu verzichten.

Textgröße:

Die Rücklaufquote fünf Monate nach dem Start der Fragebogenaktion ist dem "Spiegel"-Bericht zufolge offenbar recht hoch. Aus dem Ministerium hieß es demnach, 86 Prozent der rund 106.000 angeschriebenen Männer hätten den Fragebogen innerhalb der ersten Frist von vier Wochen nach Erhalt der Aufforderung beantwortet. Weitere fünf Prozent beantworteten demnach die Fragen zu ihrer Fitness und dem Interesse, freiwillig zur Bundeswehr zu kommen, nach einer ersten Mahnung.

Mit der Antwort-Rate von 91 Prozent sei man zufrieden, hieß es aus dem Ministerium. Trotzdem werde versucht, die restlichen Männer mit Mahnungen zum Ausfüllen zu bringen. Die RND-Zeitungen hatten zuvor von einem geringeren Rücklauf berichtet. Von den bislang angeschriebenen 18-jährigen Männern hätten 72 Prozent den Fragebogen beantwortet, 28 Prozent hätten hingegen nicht reagiert.

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens ist für Männer verpflichtend, für Frauen ist die Abfrage freiwillig. Die Verhängung eines Bußgelds gilt als letztes Mittel, wenn alle Erinnerungen ins Leere laufen. Aus dem Haus von Minister Boris Pistorius (SPD) hieß es laut "Spiegel", grundsätzlich wäre eine Zahlung von bis zu 1000 Euro möglich gewesen, das Ministerium habe sich aber für einen deutlich niedrigeren Betrag entschieden.

Die seit Januar auf Grundlage des neuen Wehrdienst-Gesetzes versandten Bögen enthalten Fragen zur Eignung und Bereitschaft, in der Bundeswehr zu dienen. Dem RND-Bericht zufolge signalisierte bislang rund die Hälfte der Antwortenden Interesse, den mindestens sechsmonatigen freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Das bedeute jedoch nicht, dass sie es am Ende auch täten, hieß es aus Bundeswehr-Kreisen gegenüber dem RND. Ausschlaggebend werde in vielen Fällen sein, ob es gelinge, den Interessenten einen möglichst heimatnahen Wehrdienst anzubieten.

Linken-Fraktionschef Sören Pellmann forderte, auf die Sanktionen zu verzichten. "Wir fordern die Bundesregierung auf, dafür Sorge zu tragen, dass keine Bußgelder an die Fragebogen-Verweigerer versendet oder andere repressive Maßnahmen angewendet werden", sagte Pellmann der Nachrichtenagentur AFP. Er zeigte Verständnis dafür, "dass viele Fragebögen der Bundeswehr ins Altpapier wandern". Die Nicht-Beantwortung halte er für einen "legitimen Akt der Zivilcourage".

Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt mitgeteilt, seit Anfang des Jahres bis zum 24. April hätten rund 194.000 Männer und Frauen das Anschreiben mit den Zugangsdaten zum Fragebogen erhalten. Bei positiven Rückläufern des Fragebogens werde es Musterungen und Assessments geben, Interessierte würden für konkrete Verwendungen eingeplant. Belastbare Analysen und repräsentative Ergebnisse würden im Sommer vorgestellt. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist verpflichtet, halbjährlich Zahlen vorzulegen.

Ziel des Ministeriums ist es, die Zahl der aktiven Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten bis 2035 von derzeit gut 184.000 auf 255.000 bis 270.000 zu erhöhen. Das Gesetz über den freiwilligen Wehrdienst nennt dabei für jedes Jahr bis 2035 einen Zielkorridor bei den Personalzahlen. Es lässt allerdings offen, wann überprüft wird, ob diese Wegmarken auch erreicht worden sind. Ist dies nicht der Fall, könnte eine sogenannte Bedarfswehrpflicht kommen.

(B.Hartmann--BBZ)