Berliner Boersenzeitung - Israel und Iran überziehen sich erstmals seit Waffenruhe mit gegenseitigen Angriffen

EUR -
AED 4.242183
AFN 72.180509
ALL 95.08478
AMD 425.540869
ANG 2.067888
AOA 1060.242353
ARS 1665.429808
AUD 1.642535
AWG 2.081794
AZN 1.974129
BAM 1.952391
BBD 2.325359
BDT 141.923393
BGN 1.928671
BHD 0.435534
BIF 3448.67519
BMD 1.154948
BND 1.484421
BOB 7.978137
BRL 5.995223
BSD 1.154494
BTN 110.091704
BWP 15.616864
BYN 3.188859
BYR 22636.983831
BZD 2.322065
CAD 1.611107
CDF 2628.66185
CHF 0.921185
CLF 0.026909
CLP 1059.053311
CNY 7.822175
CNH 7.82728
COP 4133.328456
CRC 532.774248
CUC 1.154948
CUP 30.606126
CVE 110.470852
CZK 24.170872
DJF 205.257382
DKK 7.474443
DOP 67.275678
DZD 154.361132
EGP 59.728607
ERN 17.324222
ETB 186.136668
FJD 2.563179
FKP 0.865274
GBP 0.862891
GEL 3.072378
GGP 0.865274
GHS 13.629318
GIP 0.865274
GMD 83.72884
GNF 10113.426844
GTQ 8.800708
GYD 241.550281
HKD 9.05186
HNL 30.868152
HRK 7.534897
HTG 150.957695
HUF 356.063608
IDR 20755.573287
ILS 3.401969
IMP 0.865274
INR 110.184129
IQD 1512.471919
IRR 1588111.459759
ISK 143.421496
JEP 0.865274
JMD 182.311636
JOD 0.818855
JPY 185.216145
KES 149.426788
KGS 100.999869
KHR 4637.941084
KMF 493.162449
KPW 1039.286159
KRW 1765.072864
KWD 0.357191
KYD 0.962128
KZT 563.780372
LAK 25422.825135
LBP 103389.449824
LKR 389.662919
LRD 210.70388
LSL 18.992698
LTL 3.410262
LVL 0.698616
LYD 7.358151
MAD 10.671165
MDL 20.077114
MGA 4843.583758
MKD 61.642641
MMK 2424.436175
MNT 4133.187516
MOP 9.318907
MRU 46.100895
MUR 55.287679
MVR 17.844425
MWK 2002.021275
MXN 20.127742
MYR 4.691174
MZN 73.812514
NAD 18.989498
NGN 1570.33695
NIO 42.486176
NOK 10.969463
NPR 176.146926
NZD 1.984084
OMR 0.444095
PAB 1.154594
PEN 4.008834
PGK 5.053176
PHP 71.053556
PKR 321.280741
PLN 4.242298
PYG 7110.444327
QAR 4.20905
RON 5.238957
RSD 117.388725
RUB 83.127806
RWF 1690.562468
SAR 4.336136
SBD 9.295696
SCR 15.663572
SDG 693.556135
SEK 10.928345
SGD 1.486193
SHP 0.862285
SLE 28.409257
SLL 24218.687759
SOS 659.853434
SRD 43.280518
STD 23905.09497
STN 24.457502
SVC 10.102446
SYP 127.658842
SZL 18.988006
THB 38.005909
TJS 10.771883
TMT 4.042319
TND 3.393574
TOP 2.780838
TRY 53.264819
TTD 7.831392
TWD 36.511379
TZS 3014.41237
UAH 51.86513
UGX 4355.431973
USD 1.154948
UYU 46.738786
UZS 13880.880492
VES 649.756606
VND 30409.784911
VUV 137.767572
WST 3.171895
XAF 654.819182
XAG 0.017704
XAU 0.000271
XCD 3.121305
XCG 2.080784
XDR 0.818172
XOF 654.813522
XPF 119.331742
YER 275.599513
ZAR 19.07455
ZMK 10395.926536
ZMW 20.50537
ZWL 371.892835
  • SDAX

    -373.5900

    18024.89

    -2.07%

  • MDAX

    -482.9300

    31642.54

    -1.53%

  • Euro STOXX 50

    -12.5500

    6049.74

    -0.21%

  • TecDAX

    -61.7800

    4005.67

    -1.54%

  • Goldpreis

    -80.6000

    4282.8

    -1.88%

  • DAX

    -183.1600

    24433.06

    -0.75%

  • EUR/USD

    0.0005

    1.1546

    +0.04%

Israel und Iran überziehen sich erstmals seit Waffenruhe mit gegenseitigen Angriffen
Israel und Iran überziehen sich erstmals seit Waffenruhe mit gegenseitigen Angriffen / Foto: JACK GUEZ - AFP

Israel und Iran überziehen sich erstmals seit Waffenruhe mit gegenseitigen Angriffen

Israel und der Iran haben sich erstmals seit Beginn der brüchigen Waffenruhe vor zwei Monaten wieder mit gegenseitigen Angriffen überzogen. Israel nahm am Montag als Reaktion auf iranische Raketenangriffe Ziele im Iran ins Visier - und setzte sich damit über die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump hinweg, von Vergeltungsmaßnahmen für Attacken aus dem Iran abzusehen. 100 Tage nach Kriegsbeginn droht ungeachtet der Bemühungen Trumps um eine Verhandlungslösung eine neue Eskalation.

Textgröße:

Der Iran hatte am Sonntag erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Als Grund gaben die iranischen Revolutionsgarden israelische Luftangriffe auf Viertel von Beirut im Libanon an, die als Hochburgen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten. Am Montagmorgen folgten nach israelischen Angaben weitere iranische Raketensalven. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um "die Bedrohung abzufangen", erklärte die israelische Armee.

Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von mehreren Explosionen über Jerusalem, zuvor war Luftalarm ausgelöst worden. Nach Angaben eines israelischen Militärvertreters feuerte der Iran seit Sonntagabend fast 30 Raketen auf Israel ab.

Der Iran erklärte, er habe die Luftwaffenstützpunkte Nevatim in Südisrael und Tel Nof südlich von Tel Aviv angegriffen. Die mit Teheran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen verübten ebenfalls Raketenangriffe auf Israel. Zudem erklärte die Miliz, sie habe ein "vollständiges Verbot der israelischen Schifffahrt im Roten Meer" verhängt.

Die israelische Luftwaffe hatte am Montagmorgen als Reaktion auf den Beschuss aus dem Iran nach Armeeangaben "militärische Ziele des iranischen Terrorregimes im Westen und im Zentrum des Iran angegriffen".

Das iranische Staatsfernsehen berichtete von "mehreren" Explosionen in der Hauptstadt Teheran sowie in den Städten Täbris und Isfahan. Später folgte ein israelischer Luftangriff auf einen petrochemischen Komplex in Mahschahr im Südwesten des Iran. Nach iranischen Angaben wurde eine Produktionsstätte dabei beschädigt. Der Iran meldete später einen Vergeltungsangriff auf eine petrochemische Anlage in der israelischen Hafenstadt Haifa.

Bei weiteren Luftangriffen auf den Iran wurden nach Angaben der israelischen Armee "strategische Verteidigungssysteme" in verschiedenen Regionen des Landes zerstört. Am Vormittag erschütterte eine weitere Explosion das Stadtzentrum von Teheran. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr wurde über der iranischen Hauptstadt auch eine "feindliche" Drohne abgeschossen.

US-Präsident Trump hatte dem Nachrichtenportal "Axios" zufolge am Sonntag versucht, Israels Regierungschef Netanjahu von Gegenangriffen auf den Iran abzuhalten. "Ich werde Bibi sofort anrufen und ihm sagen, dass er nicht zurückschlagen soll", sagte Trump unter Verwendung des Spitznamens von Netanjahu laut dem "Axios"-Journalisten Barak Ravid, der eigenen Angaben zufolge mit Trump telefonierte.

"Ich habe das Sagen", betonte Trump in einem Interview mit der "Financial Times". "Er hat nicht das Sagen", fügte er mit Blick auf Netanjahu hinzu.

Der US-Präsident rief auch die Führung in Teheran zur Zurückhaltung auf. In einem Interview mit dem Sender Fox News sagte Trump an den Iran gerichtet: "Ihr habt eure Raketen abgefeuert, es reicht jetzt, kehrt an den Verhandlungstisch zurück und schließt ein Abkommen."

Teheran machte die USA für das Wiederaufflammen der Kampfhandlungen mitverantwortlich. Israel ergreife keine Maßnahmen "ohne vorherige Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei. Die indirekten Gespräche mit den USA unter Vermittlung Pakistans würden fortgesetzt, auch wenn die Verhandlungen durch die jüngsten Angriffe auf sein Land "beeinträchtigt" würden.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisierte die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran. "Ich denke, die Region braucht keine weitere Eskalation", sagte Kallas vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Nikosia. Stattdessen sollten sich die Kriegsparteien "an den Verhandlungstisch setzen und eine Einigung erzielen".

Auch China rief Israel und den Iran zur Zurückhaltung auf. Die Waffenruhe müsse von allen Konfliktparteien eingehalten werden, sagte Außenamtssprecher Lin Jian in Peking.

Der Iran, der die Hisbollah im Libanon politisch und finanziell unterstützt, besteht darauf, den Libanon in ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Krieges einzubeziehen. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge galt der israelische Luftangriff dem Gebiet Mreijeh am südlichen Stadtrand von Beirut. Dabei wurden demnach zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt.

Netanjahu erklärte am Sonntag, die Armee habe "als Reaktion auf den Beschuss israelischen Gebiets durch die Hisbollah eine Kommandozentrale der Milz im Beiruter Stadtteil Dahijeh angegriffen". Die iranischen Streitkräfte warfen Israel vor, mit dem Angriff "alle roten Linien überschritten" zu haben.

Die jüngsten Kampfhandlungen zwischen Israel und dem Iran trieben den Ölpreis am Montag um rund fünf Prozent in die Höhe.

(L.Kaufmann--BBZ)