Berliner Boersenzeitung - Mieterdaten nicht gelöscht: Deutsche Wohnen zu 900.000 Euro Geldstrafe verurteilt 

EUR -
AED 4.242183
AFN 72.180509
ALL 95.08478
AMD 425.540869
ANG 2.067888
AOA 1060.242353
ARS 1665.429808
AUD 1.642535
AWG 2.081794
AZN 1.974129
BAM 1.952391
BBD 2.325359
BDT 141.923393
BGN 1.928671
BHD 0.435534
BIF 3448.67519
BMD 1.154948
BND 1.484421
BOB 7.978137
BRL 5.995223
BSD 1.154494
BTN 110.091704
BWP 15.616864
BYN 3.188859
BYR 22636.983831
BZD 2.322065
CAD 1.611107
CDF 2628.66185
CHF 0.921185
CLF 0.026909
CLP 1059.053311
CNY 7.822175
CNH 7.82728
COP 4133.328456
CRC 532.774248
CUC 1.154948
CUP 30.606126
CVE 110.470852
CZK 24.170872
DJF 205.257382
DKK 7.474443
DOP 67.275678
DZD 154.361132
EGP 59.728607
ERN 17.324222
ETB 186.136668
FJD 2.563179
FKP 0.865274
GBP 0.862891
GEL 3.072378
GGP 0.865274
GHS 13.629318
GIP 0.865274
GMD 83.72884
GNF 10113.426844
GTQ 8.800708
GYD 241.550281
HKD 9.05186
HNL 30.868152
HRK 7.534897
HTG 150.957695
HUF 356.063608
IDR 20755.573287
ILS 3.401969
IMP 0.865274
INR 110.184129
IQD 1512.471919
IRR 1588111.459759
ISK 143.421496
JEP 0.865274
JMD 182.311636
JOD 0.818855
JPY 185.216145
KES 149.426788
KGS 100.999869
KHR 4637.941084
KMF 493.162449
KPW 1039.286159
KRW 1765.072864
KWD 0.357191
KYD 0.962128
KZT 563.780372
LAK 25422.825135
LBP 103389.449824
LKR 389.662919
LRD 210.70388
LSL 18.992698
LTL 3.410262
LVL 0.698616
LYD 7.358151
MAD 10.671165
MDL 20.077114
MGA 4843.583758
MKD 61.642641
MMK 2424.436175
MNT 4133.187516
MOP 9.318907
MRU 46.100895
MUR 55.287679
MVR 17.844425
MWK 2002.021275
MXN 20.127742
MYR 4.691174
MZN 73.812514
NAD 18.989498
NGN 1570.33695
NIO 42.486176
NOK 10.969463
NPR 176.146926
NZD 1.984084
OMR 0.444095
PAB 1.154594
PEN 4.008834
PGK 5.053176
PHP 71.053556
PKR 321.280741
PLN 4.242298
PYG 7110.444327
QAR 4.20905
RON 5.238957
RSD 117.388725
RUB 83.127806
RWF 1690.562468
SAR 4.336136
SBD 9.295696
SCR 15.663572
SDG 693.556135
SEK 10.928345
SGD 1.486193
SHP 0.862285
SLE 28.409257
SLL 24218.687759
SOS 659.853434
SRD 43.280518
STD 23905.09497
STN 24.457502
SVC 10.102446
SYP 127.658842
SZL 18.988006
THB 38.005909
TJS 10.771883
TMT 4.042319
TND 3.393574
TOP 2.780838
TRY 53.264819
TTD 7.831392
TWD 36.511379
TZS 3014.41237
UAH 51.86513
UGX 4355.431973
USD 1.154948
UYU 46.738786
UZS 13880.880492
VES 649.756606
VND 30409.784911
VUV 137.767572
WST 3.171895
XAF 654.819182
XAG 0.017704
XAU 0.000271
XCD 3.121305
XCG 2.080784
XDR 0.818172
XOF 654.813522
XPF 119.331742
YER 275.599513
ZAR 19.07455
ZMK 10395.926536
ZMW 20.50537
ZWL 371.892835
  • SDAX

    -373.5900

    18024.89

    -2.07%

  • MDAX

    -482.9300

    31642.54

    -1.53%

  • Euro STOXX 50

    -12.5500

    6049.74

    -0.21%

  • TecDAX

    -61.7800

    4005.67

    -1.54%

  • Goldpreis

    -80.6000

    4282.8

    -1.88%

  • DAX

    -183.1600

    24433.06

    -0.75%

  • EUR/USD

    0.0005

    1.1546

    +0.04%

Mieterdaten nicht gelöscht: Deutsche Wohnen zu 900.000 Euro Geldstrafe verurteilt 
Mieterdaten nicht gelöscht: Deutsche Wohnen zu 900.000 Euro Geldstrafe verurteilt  / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Mieterdaten nicht gelöscht: Deutsche Wohnen zu 900.000 Euro Geldstrafe verurteilt 

Wegen Datenschutzvergehen ist die Immobiliengesellschaft Deutsche Wohnen zu einer Geldstrafe von 900.000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sprach die Wohnungsbaugesellschaft am Dienstag des Verstoßes gegen die Datenschutzgrundverordnung schuldig. Damit soll die Deutsche Wohnen allerdings deutlich weniger bezahlen als ursprünglich von der Berliner Datenschutzbehörde gefordert.

Textgröße:

Diese übermittelte dem Unternehmen 2019 einen Bußgeldbescheid über 14,5 Millionen. Aus Sicht der Behörde hatte die Deutsche Wohnen, die mittlerweile zum Immobilienkonzern Vonovia gehört, zwischen Mai 2018 und März 2019 Mieterdaten, die sie nicht mehr benötigte, nicht gelöscht. Die Zahl der betroffenen Mieter soll im sechsstelligen Bereich gelegen haben. Bei Stichproben wurden laut Datenschutzbehörde unrechtmäßig gespeicherte Kopien von Personalausweisen, Gehaltsabrechnungen oder Mietschuldenfreiheitsbestätigungen gefunden.

Die Deutsche Wohnen legte Beschwerde gegen den Bußgeldbescheid ein und argumentierte unter anderem, dass die Daten bereits seit 2017 gesperrt gewesen und 2019 ein neues datenschutzkonformes Archivsystem eingeführt worden sei. Das Landgericht Berlin stellte das Verfahren daraufhin ein, wogegen die Staatsanwaltschaft Beschwerde beim Kammergericht einlegte. Dieses legte den Fall dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) vor und gab nach einer entsprechenden EuGH-Entscheidung der Beschwerde statt. Deshalb hatte nun erneut das Landgericht zu entscheiden.

Die Beweisaufnahme habe ergeben, dass die Deutsche Wohnen sich dem Thema Datenschutz zwar nicht prinzipiell verweigert habe, sagte der Vorsitzende Richter Simon Trost in seiner mehrstündigen Urteilsbegründung. Tatsächlich sei angesichts der neuen Datenschutzgrundverordnung, die 2016 in Kraft trat und ab Mai 2018 galt, für rund vier Millionen Euro ein neues Datenarchiv eingerichtet worden.

Allerdings ging dieses erst 2019 an den Start. Damit habe das Unternehmen versäumt, die Mieterdaten rechtzeitig bereinigen lassen, befand Trost. Für einen Konzern dieser Größenordnung mit eigenem Datenschutzbeauftragten und eigener Rechtsabteilung wäre dies ein vertretbarer Aufwand gewesen, auch wenn die Bereinigung manuell hätte erfolgen müssen. "Das hätte man zu einem früheren Zeitpunkt angehen können."

Ein Millionenbußgeld, wie von der Behörde verlangt, habe die Kammer aber nicht für angemessen erachtet, sagte Trost. Eine Strafe von 900.000 Euro sei aus Sicht des Gerichts wirksam, verhältnismäßig und ausreichend abschreckend.

(Y.Yildiz--BBZ)