Berliner Boersenzeitung - Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden

EUR -
AED 4.103899
AFN 72.635904
ALL 91.471261
AMD 404.758367
ANG 2.000676
AOA 1025.836168
ARS 1694.859277
AUD 1.605097
AWG 2.011443
AZN 1.896521
BAM 1.955648
BBD 2.251545
BDT 137.616853
BGN 1.881192
BHD 0.421952
BIF 3344.820583
BMD 1.117468
BND 1.431663
BOB 13.241735
BRL 5.57371
BSD 1.117873
BTN 107.005862
BWP 15.379531
BYN 3.371578
BYR 21902.377522
BZD 2.248345
CAD 1.595108
CDF 2581.351936
CHF 0.932432
CLF 0.027736
CLP 1091.621154
CNY 7.478265
CNH 7.481103
COP 3570.322204
CRC 509.142246
CUC 1.117468
CUP 26.830917
CVE 110.25644
CZK 24.371965
DJF 199.074544
DKK 7.475209
DOP 67.883515
DZD 150.428975
EGP 58.721279
ERN 16.762024
ETB 182.605754
FJD 2.51123
FKP 0.844115
GBP 0.845381
GEL 2.893877
GGP 0.844115
GHS 13.146744
GIP 0.844115
GMD 82.132068
GNF 9835.060392
GTQ 8.546031
GYD 233.77139
HKD 8.76932
HNL 30.008133
HRK 7.535643
HTG 146.396014
HUF 364.833823
IDR 20034.696977
ILS 3.434114
IMP 0.844115
INR 106.809012
IQD 1694.738091
IRR 1988501.210599
ISK 136.208318
JEP 0.844115
JMD 178.156168
JOD 0.792316
JPY 177.322658
KES 144.980115
KGS 97.722499
KHR 4538.566401
KMF 491.686112
KPW 1005.721772
KRW 1491.552002
KWD 0.347991
KYD 0.931611
KZT 503.612873
LAK 25137.048385
LBP 100110.735762
LKR 370.04127
LRD 190.613495
LSL 18.494033
LTL 3.299593
LVL 0.675946
LYD 7.183442
MAD 10.81616
MDL 20.022087
MGA 5042.608497
MKD 61.573016
MMK 2346.711576
MNT 4018.587246
MOP 9.036294
MRU 44.935707
MUR 53.113087
MVR 17.265103
MWK 1938.549493
MXN 20.398483
MYR 4.56508
MZN 71.417632
NAD 18.494033
NGN 1487.528986
NIO 41.135334
NOK 10.68998
NPR 171.212643
NZD 1.998047
OMR 0.429663
PAB 1.117893
PEN 3.849063
PGK 4.996612
PHP 70.151256
PKR 309.532568
PLN 4.384107
PYG 6359.392445
QAR 4.086583
RON 5.333559
RSD 117.422461
RUB 93.779333
RWF 1648.342523
SAR 4.198071
SBD 9.026988
SCR 15.467661
SDG 672.15072
SEK 11.199322
SGD 1.431158
SHP 0.844328
SLE 27.568423
SLL 23432.741205
SOS 638.938958
SRD 42.091711
STD 23129.336427
STN 24.497221
SVC 9.782241
SYP 14529.322352
SZL 18.487903
THB 37.557888
TJS 10.301808
TMT 3.922314
TND 3.34424
TOP 2.690595
TRY 55.121471
TTD 7.602138
TWD 35.699535
TZS 2950.119467
UAH 50.324793
UGX 4617.47622
USD 1.117468
UYU 44.965704
UZS 13303.729007
VES 978.568733
VND 28983.773764
VUV 133.822025
WST 3.112715
XAF 655.957
XAG 0.018505
XAU 0.000268132316
XCD 3.020013
XCG 2.014771
XDR 0.790108
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.941874
ZAR 18.486903
ZMK 10058.54893
ZMW 22.19088
ZWL 359.824318
SSP 6433.858995
MXV 2.303737
  • DAX

    -302.3600

    24896.83

    -1.21%

  • Goldpreis

    -2.0000

    4184.7

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -85.8200

    6183.2

    -1.39%

  • SDAX

    -226.5300

    18203.94

    -1.24%

  • TecDAX

    -36.8700

    3964.45

    -0.93%

  • MDAX

    -414.1700

    30428.36

    -1.36%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1296

    -0.34%

Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden
Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden / Foto: Jens SCHLUETER - AFP

Historischer Sieg der Linken in Berlin - Eralp will Regierung bilden

In Berlin hat die Linkspartei erstmals die Wahl zum Abgeordnetenhaus gewonnen und strebt nun die Bildung einer Landesregierung zusammen mit Grünen und SPD an. "In unserer Stadt hat die Liebe und die Gerechtigkeit über den Hass gewonnen", sagte Spitzenkandidatin Elif Eralp am Sonntag auf der Wahlparty ihrer Partei. Die bisher regierende CDU landete auf dem zweiten Platz, Spitzenkandidat Stefan Evers zeigte sich "demütig".

Textgröße:

Der Sieg der Linken fiel historisch aus - mit nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF zwischen 24,9 und 25,5 Prozent übertraf die Partei ihr 25 Jahre altes bisheriges Rekordergebnis von 22,6 Prozent deutlich. Im Vergleich zur Wahl von 2021 verdoppelte die Linke in etwa ihr Ergebnis.

Auch die AfD mit 13,9 bis 15,7 Prozent, die Grünen mit 15,0 bis 15,4 Prozent und die SPD mit 11,9 bis 12,0 Prozent ziehen demnach in das Landesparlament ein. Das BSW könnte dies den Hochrechnungen zufolge mit 5,0 Prozent knapp schaffen.

Da die beiden stärksten Parteien Linke und CDU Bündnisse mit der AfD ausschließen, könnte es für eine Koalition aus Linkspartei, Grünen und SPD sowie möglicherweise auch für ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD reichen. Die Wahlbeteiligung lag laut ZDF bei 73,0 Prozent - nach 62,9 Prozent im Jahr 2023.

Linken-Spitzenkandidatin Eralp reklamierte den Regierungsauftrag eindeutig für sich. "Die Berlinerinnen und Berliner haben mir, haben uns, den klaren Auftrag fürs Rote Rathaus gegeben", sagte sie in der ARD. "Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben", fügte sie hinzu.

"Unsere Inhalte haben die Wahl gewonnen", sagte Eralp. "Es braucht endlich diesen Politikwechsel - dafür stehe ich und dafür werde ich in die Gespräche gehen", ergänzte sie. Die Mietenkrise sei die größte soziale Frage der Stadt. Zur Lösung gehöre die Umsetzung des Volksentscheids zur sogenannten Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. "Ich habe immer gesagt, wir arbeiten ab Tag eins für die Vergesellschaftung", sagte Eralp.

Das Thema der Vergesellschaftung gilt insbesondere für eine Zusammenarbeit mit der SPD als mögliches Hindernis, während die Grünen dafür grundsätzlich offen sind. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach äußerte sich zurückhaltend zum weiteren Vorgehen. "Wir sind abgewählt worden - wir haben keinen Regierungsauftrag", räumte der bisher zusammen mit der CDU regierende Sozialdemokrat ein. Der Regierungsauftrag liege bei anderen Parteien - "und deswegen sind die jetzt erstmal am Zuge".

Das historisch schlechte Abschneiden seiner Partei bezeichnete Krach als Zäsur. Die SPD sei jahrzehntelang die "Berlin-Partei" gewesen, sagte er in der ARD. "Und heute kann man definitiv nicht mehr sagen, dass wir sie sind." Der Schlussspurt des Wahlkampfs war für die SPD durch Ermittlungen gegen Krach durch die Staatsanwaltschaft Hannover belastet.

Auch der Wahlkampf der CDU war massiv belastet - erst im Juli hatte der Regierende Bürgermeister Kai Wegner wegen der anhaltenden Kritik an seiner Kommunikation beim Stromausfall im Januar seinen Verzicht auf die CDU-Spitzenkandidatur erklärt.

Der damals kurzfristig als neuer CDU-Spitzenkandidat zum Zuge gekommene Finanz- und Kultursenator Evers räumte deutliche Verluste seiner Partei ein. "Wir kommen von einem außerordentlich guten Ergebnis, das wir bei der Wahl 2023 erreicht haben, und haben heute deutlich verloren", sagte er am Sonntag. Dies sei "kein Grund zur Freude", das Ergebnis stimme "demütig".

Zugleich verwies er darauf, dass die CDU im Wahlkampf gegen einen Abwärtstrend gekämpft habe. Die Union habe sich "nach vorn zurückgearbeitet". Das Ergebnis sei zwar nicht das, was die Partei habe erreichen wollen, "aber ich finde, wir haben für die Ausgangslage ein ganz ordentliches Ergebnis erzielt", sagte Evers weiter.

(P.Werner--BBZ)